Das prophetische Zeugnis über das Wesen eines Hirten im TaNaCH (“AT”) zeigt uns auf, dass die christliche Gott-Person Jesus Christus nichts mit dem Juden Jahushua (Jeschua) zu tun hat. Wenn ein Getaufter diese Tatsache hört, kann er völlig aus dem Häuschen geraten und entsprechend heftig reagieren. Er wird alle seine “gläubigen” Mitmenschen vor einem Menschen warnen, der solches sagt. Entsprechend seiner religiösen Unterweisung, die er meistens von Kindesbeinen unbewusst als Ersatztheologie, (d. h. als Antisemitismus) implantiert bekommen hat, kann ein solcher religiöser Mensch nicht anders reagieren. Die Ersatztheologie, auch Enterbungstheologie genannt, lehrt, dass die Juden von Gott endgültig verworfen und enterbt worden sind. Gemäss Christentum sind sie durch die Getauften und gemäss der islamischen Ersatztheologie, durch den Islam ersetzt worden. Nach der christlichen Lehre werden sie nur dann erlöst und können in den Himmel kommen, wenn sie sich der Taufe unterwerfen und nach der islamischen Lehre, wenn sie sich der Scharia unterwerfen.
Ein Kennzeichen dafür, dass wir JaHuWaH gesucht und gefunden haben, ist die Tatsache, dass wir IHM vertrauen. Was zeigen uns die Propheten JaHuWaHs auf? Erst dann kann ich dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH voll vertrauen, erst dann IHN von ganzem Herzen lieben, wenn ich tief, ganz tief in mir drinnen, in meinem Herzen verinnerlicht habe, dass ich in (oder nach) SEINEM Bilde geschaffen bin, d. h. im übertragenen Sinn, dass ich die DNA des El Eljon habe. Das wiederum heisst, dass ich von JaHuWaH bedingungslos geliebt bin. (Im Gegensatz dazu lehren alle Kirchen eine Erbsünde, von der nichts in der Bibel, also im TaNaCH (“AT”) steht, auch das ist Ersatztheologie.) Bedenke: bedingungslose Liebe! Jeder Mensch, der sich selbst ein bisschen kennt, kann das kaum fassen, kaum ertragen. Das aber ist nach dem zusammenhängenden Zeugnis der Propheten im TaNaCH (“AT”) so.
Jemand rief mich an und fragte mich: “Was meinst du mit Gott suchen? Wie macht man das? Wie kann ich Gott suchen?” Selbstverständlich haben wir uns in den letzten Jahren des Öfteren darüber ausgetauscht, mit der Aufforderung, den Elohim (“Gott”) JaHuWaH zu suchen. Aber wir alle sind von unserer religiösen Kultur her von der traditionellen (festgefahrenen) Überzeugung geprägt, dass wir einen Gott oder mehrere Götter haben (s. Christentum = drei Gott-Personen), die wir nicht zu suchen brauchen. Die Religionsführer haben uns unsere Götter auf ihren ersten Konzilien bis ins kleinste Detail definiert und den Menschen eingeprägt. In ihren Kalendern haben sie uns die Daten, wann welcher Akt des Glaubens für welchen Gott zu verrichten ist, vorgegeben. Wir haben Gott, was soll der Quatsch: Gott suchen?
Im TaNaCH (“AT”) finden wir den wunderbaren Charakter (das Wesen) des El Eljon, des Höchsten als unseren Hirten und SEIN Umgang mit den Menschen, dem auch Melchisedek folgte. (In diesem Zusammenhang möchte ich als Vertiefung dieser wichtigen Thematik unbedingt auf den (Gim 570 vom 19. August 2022 hinweisen: Abraham, zum Licht der Völker geworden… Teil 4)).
Es bleibt zu allen Zeiten und in jeder Lebenssituation dabei, was der Prophet Jirmejahu (Jeremia) an die nach Babel Weggeführten jüdischen Mitmenschen in äusserst schwerster Not schrieb: “Und sucht ihr mich, so werdet ihr mich finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen, spricht JaHuWaH” (Jer 29,13-14).
Im letzten Gim (Gim 714) habe ich geschrieben: Trotz der Beziehung mit dem Elohim JaHuWaH blieb Abraham Mensch. Was heisst das? Er blieb ein Mensch mit Fehlern, Schwächen und Versagen. Ja, so fragen wir uns: Dann hätte Abram doch bleiben können, wo er war; dann hätte er sich doch die unsäglichen Konfrontationen mit seiner Familie und der Verwandtschaft und die vielen Herausforderungen, die ein solcher Auszug mit sich brachte, ersparen können. Ging es Abraham um die Entdeckung einer neuen Gottheit? Menschen haben immer schon behauptet, dass sie über Visionen, Träume, Botschaften, Entrückungen u. a. m. einer Gottheit begegnet sind. (Gim 705 vom 21. März 2025). (Abraham wurde die Verschwörung von Nimrod, Semiramis und Tammuz bewusst, wie auch uns heute. Bekanntlich machte die Kirche aus ihnen eine Trinität aus Vater, Geist und Sohn).
Trotz der Beziehung mit dem Elohim JaHuWaH blieb Abraham Mensch, ein Mensch mit Fehlern, Schwächen und Versagen. Worin wurde er aber ein neuer Mensch? Beziehung verändert den Menschen. Abraham reagierte auf die Beziehung, die der Elohim (“Gott”) JaHuWaH mit ihm aufgenommen hatte. Er erkannte das Wesen JaHuWaHs, das uns der Schreiber von Psalm 89,15 erfrischend und treffsicher so bezeugt: “Gerechtigkeit und Recht sind deines Thrones Grundfeste. Gnade und Treue (Wahrheit) gehen vor deinem Angesicht her”. Damit erlebte Abraham das, was die Propheten als eine Neuzeugung bezeichnen. Das heisst: Abraham stand nun im Leben, in einer Beziehung, die durch nichts und niemanden angetastet werden kann. Nichts führt daran vorbei. Darum werde ich bis zum Ende meiner Tage bezeugen, was der Schreiber von Sprüche 24,16 ebenso erfrischend und treffsicher bezeugt: “Denn siebenmal fällt der Gerechte und steht doch wieder auf, aber die Gottlosen (JaHuWaH-losen) stürzen nieder im Unglück”. Das wünschen wir keinem Menschen.
Rein menschlich gesehen gibt es keinen Grund dazu, dass Abraham Hirte wurde. Abraham kam aus einer (irakischen) Handelsdynastie, die reich war und viel Einfluss hatte. Schreiber des TaNaCHs sagen das mit folgendem Einschub: “Und Abram war sehr reich an Vieh, an Silber und an Gold” (1Mo 13,2). Wer in jenen Tagen viel Silber und Gold besass, stammte aus einer reichen Handelsfamilie. Wie wir sehen, nahm nach der Begegnung Abrahams mit JaHuWaH der Handel, und damit Silber und Gold nicht mehr die erste Stelle ein, ebenso bei seinen Nachkommen in den folgenden Generationen.
Was haben wir erkannt? Die zentrale prophetische Botschaft, die uns in der Bibel, d. h. im TaNaCH (im “AT”) vermittelt wird, ist die Ebenbildlichkeit des Menschen mit dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten. Dein und mein Leben ist in dieser Ebenbildlichkeit begründet. Mit andern Worten: es werden uns von den Propheten zwei elementare Aussagen im TaNaCH vermittelt.
Erstens ist der El Eljon, der Elohim (“Gott”) JaHuWaH unser Schöpfer, weil ER uns in SEINEM Bild geschaffen hat. Zweitens heisst das: wir sind mit oder in SEINEN Genen geschaffen. Auf diesen beiden Tatsachen beruht und steht unser ganzes Menschsein, und wenn wir es so sagen wollen, auch unsere Erlösung. Kurz gesagt: Die Wissenschaftler sagen korrekt: “Ein Gen ist der Träger von Erbinformation, das sich in jeder menschlichen Zelle befindet”. Wir tragen die Erbinformation unseres Schöpfers JaHuWaH in uns. Darum sagt das prophetische Zeugnis im TaNaCH: “Und der Staub kehrt zur Erde zurück, so wie er gewesen, und der Geist kehrt zu Elohim (“Gott”) zurück, der ihn gegeben hat” (Pred 12,7; Ps 90,1; Ps 23,6 u. a. m.). Das sagt alles über unsere Existenz, über unser Woher und Wohin aus, egal wie wir uns gerade fühlen. Das bleibt unantastbar. Das zu wissen ist einfach wunderbar und umwerfend. Wer sollte in diesem Wissen und in diesem Vertrauen nicht immer wieder neu zur Freude und zum Frieden im Leben zurückfinden?
Im letzten Gim habe ich geschrieben: Diese beiden prophetischen Zeugnisse von 1Mo 1,31 und 1Mo 1,27 sollten wir jeden Tag bewusst verinnerlichen.
Warum ist das so wichtig?
Die zentrale prophetische Botschaft, die uns in der Bibel, d. h. im TaNaCH (im “AT”) vermittelt wird, ist die Ebenbildlichkeit des Menschen mit dem Elohim (Gott) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten. Was uns dieses Zeugnis aller Zeugnisse im TaNaCH (in der Bibel des Jahushua [Jeschua] von Nazareth) vermittelt, ist ausserordentlich und durch nichts zu erschüttern, noch zu ersetzen. Damit wir immer wieder den Stand eines Lebens der inneren Ruhe und des Friedens erlangen, wenn wir etwas Unangenehmes oder Schweres im Leben erfahren, lassen wir dieses Zeugnis der israelitisch-jüdischen Propheten in seiner ganzen Fülle in uns wirksam werden: “Aber die auf JaHuWaH hoffen, gewinnen neue Kraft; sie heben die Schwingen empor wie die Adler, sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht” (Jes 40,31). Das durfte ich in meiner schweren Zeit ab dem 15. April 2025 erfahren.
Das prophetische Zeugnis und siehe, es war sehr gut (1Mo 1,31) steht im vollständigen Einklang mit dem vorangehenden prophetischen Zeugnis in 1Mo 1,27": Und Elohim (Gott) schuf den Menschen als sein Bild.
In den vergangenen Jahren haben wir das Zeugnis Und Elohim (Gott) schuf den Menschen als SEIN (nach SEINEM) Bild immer wieder in den Glaubensimpulsen zur Sprache gebracht.
(Siehe Gim 626: Steht Israel vor einem Abgrund? Der grosse Konflikt innerhalb des aktuellen Judentums. “Lasst uns Menschen machen….” (1Mo 1,26). Teil 5); aber auch etliche frühere Glaubensimpulse: 617; 585; 566; 558; 303).