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"Gedenkt des Früheren von der Urzeit her, dass ich Elohim bin! Es gibt keinen sonst, keinen Elohim gleich mir" (Jes 46,9).

Glaubensimpuls 742 von Gregor Dalliard am

Der Prophet Jeshajahu (Jesaja) lebte in einer Zeit, in der alles Beständige erschüttert wurde. Alles Religiöse, an das man sich im Alltag so gewöhnt hatte, drohte gerade genommen zu werden. Jede Sicherheit schien dahin. Verzweiflung breitete sich unter den Nachkommen Abrahams aus, selbst unter den JaHuWaH-treuen, sowohl im Nord- als auch im Südreich Israels.
Kriege waren und sind immer grausam. Familien und Gemeinschaften werden oft für immer zerrissen. Menschen wurden in die Armut oder in die Sklaverei getrieben, viele wie Ware verkauft. Jedenfalls waren die Menschen jener Tage, die dem EINZIG EINEN angehörten und denen das Shma Jisrael (Höre Israel) ins Herz geschrieben war, zutiefst erschüttert, viele waren zutiefst verunsichert, denn die Assyrer waren im Anmarsch.

Sollte der Elohim (“Gott”) JaHuWaH wirklich der El Eljon, der Höchste sein? Die Assyrer waren unter ihrem Reichsgott Assur siegreich und erfolgreich, eine Grossmacht. Sollten die Israeliten vielleicht doch dem Reichsgott Assur vertrauen und sich ihm weihen? Oder vielleicht Marduk, dem Reichsgott der erfolgreichen Babylonier oder anderen Gott-Personen. Die Kriegserfolge dieser Grossmächte, unter ihren jeweiligen Reichsgöttern, irritierten viele JaHuWaH-gläubige. Immer wieder wurde ihr Vertrauen auf den Elohim (“Gott”) JaHuWaH, den El Eljon, den Höchsten durch die brutalen und grausamen Kriegsereignisse herausgefordert und erschüttert. So war die Versuchung gross, bei den Göttern der in Krieg und Eroberung so erfolgreichen Völker und ihrer Götter Hilfe zu suchen. Viele kamen in solchen Zeiten zu Fall.

Immer, aber besonders in solchen Notzeiten, traten die JaHuWaH-treuen Propheten auf. Und was machen sie? Sie weisen auf die Anfänge hin, auf Abraham, auf die Führung aus Ägypten, auf jene Zeiten, als es noch keinen religiösen Kult gab, als allein die persönliche Beziehung zu dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH dem El Eljon, dem Höchsten sie begleitete und durch alle schweren Zeiten trug: “Gedenkt des Früheren von der Urzeit her, dass ich Elohim bin! Es gibt keinen sonst, keinen Elohim gleich mir” (Jes 46,9). Es war das, was sie einte oder das, was sie immer wieder neu zur Einheit führte. Es war das, was sie als die Gemeinde (Glaubensgemeinschaft) JaHuWaHs von allen Religionen fundamental unterschied.
Was ist mit dem Früheren, mit der Urzeit gemeint? Eben das, was ich gerade gesagt habe: jene Zeiten, als es noch keinen religiösen Kult in Israel gab, als allein die persönliche Beziehung mit dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH dem El Eljon, dem Höchsten sie begleitete, die Zeit, als es noch das Priestertum Melchisedeks gab, kein etabliertes Priestertum, kein religiöses Machtzentrum, kein irdisches Königtum. Es war die Zeit, als der Elohim (“Gott”) JaHuWaH noch in ihrer Mitte war, als die Gemeinde ihre Beziehung in dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH lebte. Es war die Zeit, als das unbeirrbare Zeugnis in ihren Herzen lebendig war: “Vor mir wurde kein Elohim (‘Gott’) gebildet, und nach mir wird keiner sein” (Jes 43,10), und das trotz der harten Zeiten, trotz der vielen Herausforderungen im Alltag und das trotz der ständigen Nörgeleien und der Auseinandersetzungen untereinander.
Wir sagten: Aus dem Kontext der prophetischen Schriften heisst JaHuWaH: “Ich bin der bei euch Seiende”, oder: “der mit euch Ziehende, der mit euch Gehende”, oder noch besser: “der für immer und in jeder Situation bei dir Da-Seiende” (Siehe Gim 734). Wunderbar! Genau das brauchen wir. Dafür sind wir heute von ganzem Herzen dankbar.
Wie Jeshajahu (Jesaja) weisen auch die anderen Propheten auf diese grundlegende (oder als Grund gelegte) Wahrheit der Gemeinde hin, so Jirmejahu (Jeremia), einer der anderen bedeutendsten Schriftpropheten. (Lies dazu Gim 678: “Das, was bleibt, wenn alle äusseren Sicherheiten platzen”).
Nun: Herausfordernde Zeiten gab es immer und immer wieder im Laufe der Menschheitsgeschichte. Selbstverständlich besassen die Menschen nie das heutige Vernichtungspotential. Unter den Menschen ist alles im Wandel begriffen und das hat Menschen immer schon verunsichert. Der Elohim (“Gott”) JaHuWaH aber, der El Eljon, der Höchste und SEIN Umgang mit den Menschen verändert sich aber nie, und das haben wir im Laufe unseres Lebens verstanden. Kein Gott und keine Religion der Menschheit besitzt jene Wesenszüge, die nur dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten zu eigen sind. Auch kann kein Mensch und keine Religion uns diese Werte vermitteln; das beweist die Menschheitsgeschichte zur Genüge. SEINE Wesenszüge und SEINE Werte hat ER uns über Abraham und seine Nachkommen vermittelt, dazu hat ER sie erwählt. Diese Werte sind in der Menschheitsgeschichte einzigartig. Sechs fundamentale Eigenschaften haben wir im Gim 739 erwähnt. Was jeder Mensch braucht ist Beständigkeit. Das ist nicht nur bei Säuglingen und Kindern so, das ist bei uns genauso notwendig (Not wendend), damit wir den inneren Frieden haben, oder, wenn er uns abhanden gekommen ist, damit wir wissen, wo und wie wir ihn wieder finden können.
Die regelmässige Besinnung und Vertiefung in das Wesen JaHuWaHs stärkt uns auf diesem Weg. Und den Weg dazu weisen uns die Propheten im TaNaCH. Wie gesagt ist Jeshajahu (Jesaja) der erste grosse Schriftprophet: “Gedenkt des Früheren von der Urzeit her, dass ich Elohim (‘Gott’) bin! Es gibt keinen sonst, keinen Elohim (‘Gott’) gleich mir” (Jes 46,9).
Dass JaHuWaH unveränderlich ist, bezieht sich auf sein Wesen und will besagen, dass kein Mensch und keine Lebensumstände jemals SEIN Wesen und SEINEN grundlegenden Willen zu verändern vermögen. Bei IHM ist Beständigkeit, bei IHM ist Daheimsein. “Nur Güte und Gnade folgen mir (werden mir folgen) alle Tage meines Lebens; und ich kehre zurück ins Haus JaHuWaHs für immer” (Ps 23,6). Keine Religion, keine Kirche, kein Priester, kein Pastor, kein Prediger, kann daran etwas ändern, obwohl sie mit der Lehre der Ersatztheologie unablässig bemüht sind die Menschheit von JaHuWaH und SEINEM Wesen fern zu halten. Die Lehre der christlichen Ersatztheologie ist die ausgeklügelte Pervertierung JaHuWaHs, denn jeder Menschen-Gott, der ja ein Götze ist, soll JaHuWaH ersetzen. Sicher ist dies den Wenigsten der Getauften bewusst. (Siehe dazu Ersatztheologie: Gim 509; Gim 510).

“Nicht uns, JaHuWaH, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre wegen deiner Gnade, wegen deiner Treue! Warum sollen die Völker sagen: Wo ist denn ihr Elohim (‘Gott’)? Unser Elohim (‘Gott’) ist im Himmel (ist im Himmel heisst: ER ist nicht fassbar, kann von keiner Religion eingefangen werden, ER ist Leben und lebt unter den Menschen und mit den Menschen); alles, woran er Gefallen hat, tut er. Ihre Götzen (Gottheiten, Gott-Personen) sind Silber und Gold, ein Werk von Menschenhänden (von Priestern). Einen Mund haben sie, reden aber nicht. Augen haben sie, sehen aber nicht. Ohren haben sie, hören aber nicht. Eine Nase haben sie, riechen aber nicht. Sie haben Hände, tasten aber nicht; Füsse, gehen aber nicht. Keinen Laut geben sie mit ihrer Kehle. Ihnen gleich werden jene sein, die sie machten, ein jeder, der auf sie vertraut. Israel, vertraue auf JaHuWaH! Ihre Hilfe und ihr Schild ist er. Haus Aaron, vertraut auf JaHuWaH! Ihre Hilfe und ihr Schild ist er. Ihr, die ihr auf JaHuWaH hört, vertraut auf JaHuWaH! Ihre Hilfe und ihr Schild ist er. JaHuWaH hat unser gedacht, er wird segnen. Er segne das Haus Israel, er segne das Haus Aaron. Er segne, die auf JaHuWaH hören, die Kleinen samt den Grossen” (Ps 115).

So bleiben auch wir alle reich gesegnet und wollen für unsere Mitmenschen ein Segen sein. Tun wir Gutes, das macht uns froh und glücklich. Herzliche Grüsse. Shabbat Shalom

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am 15. Februar 2026 um 14.00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger in 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2 (tel.: 032 396 34 03), k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!