Aus der Gnade gefallen. Teil 29. Dritter Teil meiner Antwort: Juden, vom Teufel gezeugt.
Glaubensimpuls 441 von Gregor Dalliardaktualisiert: 2025
Was fangen wir mit dem “Evangelium” des Paulus an? Was mit seinen Verfluchungen? Paulus widerspricht in seinem “Evangelium” nicht nur dem Zeugnis des Elohim (“Gott”) JaHuWaH und der Propheten, er widerspricht sich selbst, sogar in seinen eigenen zentralsten Lehraussagen. Niemand darf einen tieferen Blick in sein hellenistisch-heidnisches “Evangelium” werfen, das aus einer Vermischung biblischer Glaubens- und Lehrwahrheiten mit den alten traditionell-heidnischen Götterlehren konstruiert ist. Wer auf diese Irrtümer und Widersprüche hinweist und andere davor warnt, den verflucht er umgehend.
Paulus setzt sein “Evangelium” mit der altbewährten Methode von Einschüchterungen und Drohungen durch: “er sei verflucht” (Gal 1,8-9; 2Kor 4,3-4). Er und seine Anhänger lehren: Der Vater der Juden ist der Teufel (Joh 8,44). Er wirkt in den Juden, den Söhnen des Ungehorsams (Eph 2,2). “Wenn aber unser Evangelium (den Juden) doch verdeckt ist, so ist es nur bei denen verdeckt, die verloren gehen (den Juden), den Ungläubigen, bei denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, damit sie den Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus, der Gottes Bild ist, nicht sehen” (2Kor 4,4). Das ist ein grotesker Irrsinn mit schwerwiegenden Folgen in der Vergangenheit und in der Gegenwart. Es ist die Methode aller religiösen Fanatiker.
Konnten Paulus und seine Getauften die Juden damit mundtot machen? Bei den Juden kam er damit nicht durch – bis zu dieser Stunde nicht. Das machte ihn wütend, ebenso die Getauften. Die Juden konnten ihm leicht widerstehen. Aufgrund des prophetischen Wortes ist das für einen Juden relativ einfach. Dafür sind wir ihnen bis zu dieser Stunde dankbar.
Es ist darum nur selbstverständlich, dass er und seine leitenden Anhänger, die Kirchenväter, Päpste und die Getauften die Juden seither auf brutalste Weise in die Mangel nehmen. Wer sonst sollte Paulus widersprechen können, wenn nicht die Juden, die ihre Glaubens- und Überlebenskraft aus dem Geist Abrahams und der Propheten schöpfen? Unter Androhung von göttlichen Verfluchungen und nie endenden Höllenqualen verbietet Paulus jedem Menschen sein “Evangelium” zu hinterfragen und einer gesunden Analyse auf der Basis des prophetischen Wortes vorzunehmen. Bis auf ganz wenige Ausnahmen halten die Kirchen und christlichen Gemeinschaften in ihren Dokumenten, wie dem “Neuen Testament” und anderen Verordnungen an diesen Verfluchungen und den folgenden Höllenqualen fest, und das obwohl sie das zusammenhängende prophetische Wort, das im TaNaCH (“AT”) zu finden ist, besitzen.
Übrigens war der grössere Teil derer, die Paulus folgten, nicht fähig gewesen, sein “Evangelium” im Lichte des TaNaCHs zu prüfen und ihm zu widerstehen. Sie waren vorwiegend in jenen Synagogen (Beth HaKnesseth) anzutreffen, in denen er predigte. Das waren sehr oft römische Kolonien, wie Philippi, das ist eine Stadt des ersten Bezirks von Makedonien, eine römische Kolonie (Apg 16,12.) Sie waren dort Beisassen, sogenannte Gottesfürchtige, keine vollwertgen Juden, d. h. viele von ihnen waren auf dem Weg zum Glauben an den Elohim (“Gott”) JaHuWaH, also Beisassen. Sie kamen überwiegend aus den hellenistisch-heidnischen Traditionen, die sich in vielen Städten des römischen Reiches den Juden anschlossen, aber noch keine Kenntnis über die Zusammenhänge des prophetischen Wortes besassen, darum wurden sie eine leichte Beute für Paulus und sein “Evangelium”. Ein typisches Beispiel ist uns u. a. mit der Purpurhändlerin Lydia aus der Stadt Thyatira in Apg 16,14-15 überliefert. Darum endeten die Besuche des Paulus in den Synagogen (Beth HaKnesseth) meistens mit heftigen Auseinandersetzungen. Paulus war darüber so wütend, dass er und seine Nachfolger den Juden ein schreckliches Gottesgericht mit immerwährende Qualen androhten und bis heute androhen (vgl. Gal 1,8-9; 1Kor 16,22; 2Thess 1,4-10; Mk 16,16 Röm 3,8; 5,16.18; 8,1; 2 Kor 3,9; Phil 1,28. 3,19; 1Tim 6,9 u.a.m.). Diese Verfluchungen oder Urteile der Verdammnis fliessen darum nahtlos in die später entstandenen “Evangelien” und Briefe ein (vgl. Mk 12,40; Mt 7,13; 23,14.33; Lk 20,47; 23,40; 24,20; Hebr 6,2; 2Petr 2,1. 2,3. 3,7.16; Offb 17,8.11 u. a. m.).
Die Lehre über die leibliche Auferstehung eines Gottessohnes, namens Jesus Christus, der über allen anderen Gottessöhnen des römischen Reiches stehen würde, berauschte die Beisassen in den Synagogen in denen Paulus und seine Leute sich aufdrängten. Die Lehre über seine gleich bevorstehende Wiederkunft, die harte Bestrafung jener, die dem “Evangelium” des Paulus nicht glauben würden, die Entrückung und die Herrschaft der Getauften mit diesem Gottessohn Jesus Christus berauschte sie vollkommen, umso mehr, da alle jene, die an ihn glauben und sich durch das Taufritual mit ihm in Tod und Auferstehung vereinigen, gemeinsam mit ihm herrschen würden.
Solche Lehren waren ihnen von der griechischen Mythologie her keineswegs unbekannt, aber die leibliche Auferstehung eines Gottessohnes, der über alle anderen Gottessöhne herrschen würde, das war etwas völlig Neues. Wie gesagt: Das Wort des Lebens aus dem TaNaCH kannten sie in seinen Zusammenhängen noch nicht oder zu wenig. Es hatte noch keine festen Wurzeln in ihrer Glaubenserkenntnis und in ihrem Glaubensleben geschlagen.
Die notwendige Auseinandersetzung mit dem “Evangelium” des Paulus kann nur im Lichte des zusammenhängenden prophetischen Wortes im TaNaCH (“AT”) klärend geführt werden. Nur in diesem Licht konnten und können die Irrtümer und Widersprüche des paulinischen “Evangeliums” und das darauf aufgebaute “NT” mit seinen vier “Evangelien” und Briefen entlarvt werden. “Eine Leuchte für meinen Fuss ist dein Wort, ein Licht für meinen Pfad” (Ps 119,105). Das ist heute noch so und wie uns die Geschichte beweist, wird es wohl immer so bleiben.
Wie oben gesagt, setzt Paulus sein “Evangelium” mit der altbewährten Methode von Einschüchterungen und Drohungen durch: “… er sei verflucht” (Gal 1,8-9; 2Kor 4,3-4). Er und seine Anhänger lehren: Der Vater der Juden ist der Teufel (Joh 8,44). Er wirkt in den Juden, den Söhnen des Ungehorsams (Eph 2,2). “Wenn aber unser Evangelium (den Juden) doch verdeckt ist, so ist es nur bei denen verdeckt, die verloren gehen, den Ungläubigen (den Juden), bei denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, damit sie den Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus, der Gottes Bild ist, nicht sehen” (2Kor 4,4). Welch ein grotesker Irrsinn, diese Vermischung, diese Umdeutung des prophetischen Wortes. Die Folgen waren und sind schwerwiegend. Das ist die Methode aller religiösen Fanatiker.
Konnten Paulus und seine Getauften die Juden damit mundtot machen? Bei den Juden kam er damit nicht durch – bis zu dieser Stunde nicht. Das machte ihn wütend, ebenso die Getauften. Sie konnten ihm leicht widerstehen. Aufgrund des prophetischen Wortes ist das für einen Juden relativ einfach. Dafür sind wir ihnen bis zu dieser Stunde dankbar. Wie schon gesagt: Verfluchungen der Juden, Widersprüche, Verzerrungen und Umdeutungen des TaNaCHs (des ATs) finden wir bei Paulus und seinen Komplizen überall im “Neuen Testament” und in ihren verbindlichen Dokumenten. Wir wissen, wie vieles von den Redaktoren des “Neuen Testamentes” im Nachhinein Jahushua von Nazareth und seinen Bibelschülern, den angeblichen “Aposteln”, aber auch den Pharisäern und Sadduzäern in den Mund gelegt worden ist. Emsig diskutieren die Interpreten des “NTs” alle Widersprüche weg, wo immer sie präsent sind und Einfluss nehmen können. Das tun sie bis zu dieser Stunde mit ihren ausgeklügelten philosophisch-frommen Verrenkungen. Auf diese Weise machen sie ihren blind gemachten Anhängern die Irrtümer als Geheimnisse des Glaubens “plausibel” und fördern so den anhaltenden Antisemitismus/Rassismus in der Welt. Wie nur sollten im prophetischen Wort unkundige Menschen hier unterscheiden und entscheiden können?
Vielen ist damit das “Augenlicht” genommen. Sie sind darin gross geworden. Seit bald 2000 Jahren funktioniert diese Methode unter den Getauften. Wir bringen gerne Licht in diese Dunkelkammern hinein. Dazu sind wir motiviert. Nach der bald 2000-jährigen traurigen und bluttriefenden Geschichte der Getauften fühlen wir uns darin herausgefordert und verpflichtet. Wir nehmen unsere Verantwortung wahr, stellen uns dieser Herausforderung gerne, nachdem wir selbst so lange darin gefangen waren.
Die Grundlehre des paulinischen, und damit des christlichen Glaubens, besagt: Die ganze Menschheit ist über den Ungehorsam Adams verdammt worden: “denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes” (Röm 3,23). Und so lehren sie irreführend: seit Adams Ungehorsam, herrschte der Zorn Gottes über alle Menschenwesen. Seitdem war Gott selbst von der Unversöhnlichkeit mit den Menschen beherrscht, so nach der Lehre des Paulus. Bedenken wir: Damit gab es seit Adam keine Versöhnung mehr mit Gott, kein Zurück zu JaHuWaH, wenn denn mit Gott der Elohim (“Gott”) JaHuWaH gemeint sein sollte. So lehren sie: ”…und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes”. Wie wir in den letzten beiden Gims sahen, hob der Gott des Paulus diesen Zustand erst durch das Blutopfer seines Sohnes auf, den er selbst gezeugt hatte und in dem er selbst gegenwärtig war.
Noch einmal: Angeblich hat nach dieser Philosophie Gott selbst in dem Juden Jahushua von Nazareth gewohnt und sich selbst mit sich selbst versöhnt und zwar über dessen Blutopfer: “…nämlich dass Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete” (2 Kor 5,19). Erst ab diesem Geschehen war dieser Gott fähig, die Welt mit sich selbst zu versöhnen: “die Welt mit sich selbst versöhnte.” Erst ab diesem Geschehen rechnete er der Welt ihre angeblichen Übertretungen nicht mehr an: “ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete…” Ab jetzt erst haben die Menschen wieder Zugang zu dem Gott des Paulus und damit zu dem christlichen Gott.
Nach dem “Evangelium” des Paulus, hatten die Menschen über eine sehr lange Zeit, seit Adam bis zum sogenannten Blutopfer von Golgatha, keinen Zugang zu ihrem Schöpfer, zu dem Elohim (“Gott) JaHuWaH gehabt – und JaHuWaH auch nicht zu ihnen, weil er bis dahin unversöhnlich war. Das ist eine unermesslich lange Zeit. Wir können uns dieses Zeitmass wohl kaum vorstellen. Mit anderen Worten sagt Paulus in seinem “Evangelium” der frommen Welt: Die Juden hatten nie Zugang zu dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH. Wir wollen im nächsten Gim weiter auf die folgenschwere Verführung dieses “Evangeliums” eingehen, auf das “Evangelium”, das ein solch unermessliches Leid über die ganze Menschheit brachte.
“Freut euch mit Jerushalajim und jubelt über sie, alle, die ihr sie liebt! Jauchzt mit ihr in Freude, alle, die ihr über sie getrauert habt! Damit ihr saugt und euch sättigt an der Brust ihrer Tröstungen, damit ihr schlürft und euch labt an der Fülle ihrer Herrlichkeit” (Jes 66,10-11). Oh ja, das tun wir gerne. Das ist Leben in Fülle. Welch ein ergreifendes Bild! Aus dieser Lebensfülle lässt JaHuWaH jeden leben, der will. Denn: “Die Worte JaHuWaHs sind reine Worte - Silber, am Eingang zur Erde geläutert, siebenmal gereinigt” (Ps 12,7). In dieser Freude wünsche ich jedem Einzelnen einen weisen Umgang mit seinem Shabbat, ein Shabbat, der Tröstungen. Das hängt ja von unserer Einstellung und unserem Umgang mit jenen Dingen ab, die uns immer wieder zu schaffen machen.
Herzliche Grüsse
Gregor Dalliard
Ankündigungen
Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Ins ein. Wir treffen uns am 21. Sept 2025 um 14:00 Uhr bei Hunzinger Martin und Kornelia (-Schmid), Allmenhag 2, 2577 Finsterhennen (BE). Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!
In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).
Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.