Zur Gemeinde JaHuWaHs gehören und die Konsequenzen. Teil 6
Glaubensimpuls 247 von Gregor DalliardImmer wieder fragen mich suchende Glaubensgeschwister nach einer Gemeinde, die aus Menschen besteht, die sich wie wir, nach den tieferen zusammenhängenden Inhalten der Thora ausstrecken. Nun ist es aber so, dass dieser Weg, den wir seit einiger Zeit gehen, der Lehre der Kirchenväter und damit der christlichen Tradition entgegensteht. Leider ist das so. Die Glaubenslehren der christlichen Kirchen und Gemeinden sind auf der altgriechischen Theologie, Philosophie und Ideologie aufgebaut. Das zu wiederholen und zu betonen macht uns kein bisschen müde.
Das Fundament der Kirchen und christlichen Gemeinden ist vor allem die Denkstruktur und religiös-heidnische Prägung der griechischen Stoiker und Epikureer. Die Existenz allen Seins, wie alles geworden ist und wie der Mensch seinen Lebenssinn erkennt und erreicht, beruht weitgehend auf den Vorstellungen der Philosophen Platon und Aristoteles. Diese Philosophien sind ihrerseits wiederum im Umfeld der damaligen Vielgötterei und ihrer Vorstellungen entstanden. Die griechischen Kirchenväter. von diesem Geist geprägt, haben uns diese Gedanken und Traditionen in Form eines “Neues Testamentes” beschert. In diesen Schriften sind griechisch-philosophisches Denken und Glauben mit dem reichen israelitisch-jüdischen Lebensschatz vermischt. Damit ist der reiche Lebensschatz der Propheten um seine Kraft und Wirkung gebracht. Diese Widersprüche und schwerwiegende Irrtümer zersetzen das Wort JaHuWaHs und der Propheten. Geheime Organisationen und Ordensgemeinschaften mit dunklen Zielsetzungen waren die Folge. Das wiederum führte zu unzähligen Kriegen, Verfolgungen und Verbrechen, auch innerhalb des Christentums, und schliesslich zum Holocaust, zur Shoa.
Leider haben manche von uns das erst recht spät erkannt und zwar nur über ein aufrichtiges und eingehendes Studium des “Neuen Testamentes” und des TaNaCHs (des “ATs”), der Bibel des Jahushua (Jeschua) von Nazareth. Unerlässlich ist dabei die Auseinandersetzung mit den geschichtlichen Zusammenhängen und der Austausch mit den unterschiedlichsten Menschen. Dabei wurde uns bewusst, wie sehr die geschichtlichen Ereignisse und Entwicklungen in diesen Prozess eingebunden werden müssen. Daran gibt es vom prophetischen Wort der Thora und der biblischen Propheten her keinen Zweifel mehr.
Ich persönlich kenne keine christliche Gemeinde, die sich bemüht nach den zusammenhängenden Weisungen der Thora (und des gesamten TaNaCHs) zu suchen und zu leben, aber weltweit Menschen, die das anstreben. Das Alltagsleben der christlichen Menschen ist zutiefst von den antijüdischen Kräften geprägt, so tief, dass sie sich dessen gar nicht mehr bewusst sein können. Diese Prägungen gehören ganz selbstverständlich zum religiösen Kulturgut, vor allem in ländlichen Gegenden.
(Zur Weiterführung: Gims 610; Gims 636: “Tretet auf die Wege, seht und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, wo denn der Weg zum Guten sei, und geht ihn!” (Jer 8,16)).
Der Auszug aus “Haran” (vgl. 1Mo 11,31-32 – 1Mo 12,1) aus “Ägypten” (vgl. 2Mo 3 – 2Mo 12) oder “Babel” (vgl. Jes 48,20-22; 52,11-12; Jer 50,8ff) fällt vielen äusserst schwer, was niemanden erstaunen sollte.
Wir aber haben einen festen und sicheren Wegweiser! Wenn wir nämlich das Vertrauen, das Abraham in JaHuWaH setzte – und später auch die zwölf Stämme -, dann sind wir in JaHuWaH gerechtfertigt, geistlich gezeugt und geboren, wie das auch alle treuen Juden waren und sind. Dann gehören wir zur Gemeinde, die der himmlische Vater ins Leben gerufen hat. Ihr hat er alle Verheissungen anvertraut, niemandem sonst. Zu dieser Gemeinde gehörten die Propheten JaHuWaHs und auch Jahushua (von Paulus entjudaisiert und zum Jesus-Gott gemacht). Es ist eine besondere Freude und Ehre zur Gemeinde des Elohim (“Gott”) JaHuWaH, des El Eljon (des Höchsten), des Schöpfers Himmels und der Erde gehören zu dürfen, umso mehr, da wir vom christlichen Jesuskult durch und durch geprägt worden waren.
Nun dürfen wir Teilhaber aller künftigen Verheissungen sein. Die künftigen Verheissungen sind uns im Glauben und im Segen Abrahams zugesprochen und als solche auch erfahrbar. Immer und immer wieder erinnern wir uns darum an die zentralen Zeugnisse des TaNaCHs (vgl. Sach 8,20ff; Jes 2,2ff; Jer 31,31-36; Dan 7,18.22.22 u.a.m.). JaHuWaH hat nie eine neue Gemeinde, eine Ersatzgemeinde, ausserhalb seiner Gemeinde gegründet, die sich als Kirche oder Christentum bezeichnen wird. Auch Jahushua von Nazareth nicht. Einen solchen Frevel hätte er nie begangen.
Die biblische Gemeinde ist, gemäss biblischem Zeugnis, allein im Vertrauen (Glauben) Abrahams auf JaHuWaH aufgebaut. Darum ist sie als Institution unmissverständlich abzulehnen. Wir lehnen nicht die Menschen in ihr ab, die im Gedankengut der christlichen Pseudogemeinden gefangen sind, aber ihr System, ihr Gedankengut. Es führte schliesslich zum schrecklichsten Verbrechen aller Zeiten, zum Holocaust, zur Shoa! Unser Planet hat so etwas, in diesem Kontext, noch nie jemals gesehen. Das sollten wir wohl überdenken und die Konsequenzen daraus ziehen, sonst bleiben wir mitverantwortlich und mitschuldig.
Von Jahr zu Jahr finden immer mehr christlich geprägte Menschen, ja sogar ganze Gruppen den Weg zu den prophetisch bezeugten Werten eines gesunden Zusammenlebens. Innerhalb der christlichen und der islamischen Kultur ist das allerdings gar nicht so einfach. Denn die Juden werden unter dem Einfluss linksfaschistischer Politiker und Kirchenführer (Weltkirchenrat), wieder vermehrt aus den christlich geprägten europäischen Ländern hinaus geekelt. Zudem nehmen seit der rasanten Zunahme moslemischer Einwanderer nach Westeuropa die Repressalien und Übergriffe gegen die Juden stetig zu. In den islamischen Ländern werden die Juden von Jahr zu Jahr schwerer unter Druck gesetzt, so dass ein Leben unter den Moslems kaum noch möglich ist.
Das macht es vielen Suchenden nicht gerade leicht. Lasst es mich wiederholen, denn diese Tatsache, dieses Faktum, ist unumstösslich von den Propheten bezeugt und für uns von lebenswichtiger Bedeutung: Wir haben einen festen und sicheren Trost! Wenn wir nämlich das Vertrauen, das Abraham – und später auch die zwölf Stämme – auf JaHuWaH setzen und konsequent pflegen, dann gehören wir auch zur Gemeinde, die der himmlische Vater ins Leben gerufen hat. Ihr hat er alle Verheissungen anvertraut, niemandem sonst. Wir wollen uns erinnern: Zu dieser Gemeinde gehörten auch alle Propheten und Jahushua (Jesus) von Nazareth. Es ist eine besondere Freude und Ehre zur Gemeinde des Schöpfers gehören zu dürfen, umso mehr da Jahushua von Nazareth ihr vollkommen angehörte.
JaHuWaH hat nie eine neue Gemeinde oder Kirche ausserhalb seiner Gemeinde gegründet. Sein Gemeindeverständnis war vollkommen allein auf dem Vertrauen (Glauben) Abrahams aufgebaut. Eine neue Gemeinde oder Kirche ist eine blosse Erfindung der Kirchenväter. Mögen bald auch in ihrer und in unserer Gegend suchende Menschen zu einer sichtbaren Gemeinde werden, die bemüht ist ihr Leben nach den Inhalten und Zusammenhängen des TaNaCHs auszurichten, wie das Jahushua (Jesus) von Nazareth lehrte und befahl. Das ist das Gebet vieler einzelner Menschen.
“Alle Rede JaHuWaHs ist geläutert. Ein Schild ist er denen, die bei ihm ihre Zuflucht suchen” (Spr 30,5). Sind das nicht Worte von Zeugen, die auf eine lange und reiche Erfahrung ihrer Väter – und in ihrem persönlichen Alltag – aus dem Glauben Abrahams, dem Glauben der Gemeinde, zurückgreifen können? Darum folgt der berechtigte Aufruf: “Füge zu seinen Worten nichts hinzu, damit er dich nicht überführt und du als Lügner dastehst!” (Spr 30,6).
In dieser Geisteshaltung grüsse ich alle herzlich und wünsche allen ein aufgerichtetes Herz und einen gesegneten Shabbat Shalom!
Gregor Dalliard
Ankündigungen
Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns wieder am 13. April 2025 um 14,00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger-Schmid, Allmenhag 2, 2577 Finsterhennen. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!
In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).
Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.