„Geht aus ihr hinaus, mein Volk..“ (Offb 18,4). Warum will Jahweh die Vernichtung einiger Völker? Gräuelsünden und Kirche. Teil 3

Glaubensimpuls 85

Diese Frage hört sich schrecklich an! Jahweh fordert die Vernichtung von sieben, bzw. zehn Völkern. Der Grund: Diese Völker führten die Menschheit schrittweise von Jahwheh, ihrem Schöpfer, weg. Sie führten die Menschheit durch die abartigsten religiösen Kulte in die Anarchie, in die gegenseitige Zerstörung und damit in die unsäglichsten Leiden und in den Untergang. Darum gebot Jahweh Abraham und seinem Samen, aus diesen Völkern, dem Babylon (der Jahwehlosigkeit), heraus zu treten, hinaus zu gehen: „Flieht aus Babel hinaus und rettet euch, jeder rette sein Leben, dass ihr in seiner Schuld nicht umkommt..“ (Jer 51,6-10) Diese Aufforderung ist aber zugleich verknüpft mit der Aufforderung mit ganzer Hingabe hinein zu gehen in die Verheissungen, in den Segen, in die Zusprüche, in die Rechtsbestimmungen und Ordnungen Jahwehs: „Meine Rechtsbestimmungen sollt ihr tun, und meine Ordnungen sollt ihr halten, um in ihnen zu leben. Ich bin Jahweh, euer Erlöser (Gott). Und meine Ordnungen und meine Rechtsbestimmungen sollt ihr halten. Durch sie wird der Mensch, der sie tut, Leben haben. Ich bin Jahweh“ (3 Mo 18, 4-5). Ist das nicht wunderbar! Bei ihm sind wir am Besten aufgehoben, trotz unserer gelegentlichen Ausrutscher.

Die ganze Erde, jedes Stück Land, gehört Jahweh. Ebenso gehört jeder Mensch Jahweh, dem Schöpfer aller Dinge. Er kennt seine Geschöpfe am Besten und weiss auch am Besten was uns zum Leben dient. Das ist die durchgehende Botschaft der Bibel – wer möchte das bestreiten?! „Jahweh, der die Welt gemacht hat und alles was darin ist, er, der Schöpfer Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln (Kirchen, Petrusbasilika im Vatikan, Kathedralen, Basiliken, Kapellen, Moscheen usw.), die mit Händen gemacht sind, noch wird er von Menschenhänden bedient, als wenn er noch etwas nötig hätte, da er selbst allen Leben und Odem und alles gibt. Und er hat aus Einem (Blute) jede Nation der Menschen gemacht, dass sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, indem er ihnen festgesetzte Zeiten und Grenzen ihrer Wohnung bestimmt hat, dass sie Jahweh suchen, ob sie ihn wohl tastend fühlen und finden möchten, obgleich er nicht fern ist jedem von uns. Denn in ihm leben und weben und sind wir..“ (Apg 17, 24-28).

Die auf den wissenschaftlichen Annahmen (Axiome) beruhenden und aufgebauten Entstehungstheorien unserer Schöpfung und die dabei aufgeworfenen und ungelösten Fragen!, beweisen uns letztlich die Existenz unseres Schöpfers. Der Grossteil der Wissenschaftler will uns ja eigentlich das Gegenteil beweisen, aber sie erreichen mit ihren festen, dogmatisierten Grundannahmen (Axiomen), genau das Gegenteil dessen was sie erreichen wollen. Sie wollen uns nämlich die Entstehung der Schöpfung und die Existenz der ganzen Schöpfung als Zufallsprodukt verkaufen. (Die Wissenschaft hat sicher in vielen innerweltlichen Dingen recht, das wollen wir keineswegs in Abrede stellen). Weil Jahweh, unserem Schöpfer, alles gehört verfügt er über die Menschen und alles Land. Er ordnet jedem Volk sein Land zu und gibt ihnen seine Ordnungen, damit jeder Mensch entsprechend erzogen werden kann und soll und damit jedem Menschen ein gesundes und menschenwürdiges Dasein ermöglicht ist. Dabei geht es nie ohne Überwindung und Verzicht, denn ich kann nicht alles anstreben, erreichen und ausleben wonach mir gerade gelüstet. Werden diese Ordnungen – die uns zum Segen dienen wollen – missachtet, herrscht religiöse, soziale, politische und wirtschaftliche Willkür und Leid, was uns die EU gerade vor Augen führt. Darum ist eine herzliche allzeit gepflegte innige Beziehung zu Jahweh notwendig. Wir dürfen uns da nichts vormachen.

Sieben bzw. zehn völlig verkommene, entartete Völker, die die Gemeinschaft mit Jahweh verlassen hatten, bewohnten das Gebiet zwischen Nil und Euphrat. Sie begingen die schlimmsten Gräuelsünden die man sich überhaupt vorstellen kann. Schauen wir in die damalige Gesellschaft hinein werden wir gleich feststellen, dass vor allem die traditionell westlichen christlichen Länder heute den Zustand dieser damaligen Völker erreicht haben, während sich der Islam, z.T. China und z.T. Russland gegen die Pädophilen- und Homoehe und deren Forderung nach einer rechtlichen Kinderadoption zur Wehr setzen. Diese Völker setzen sich im allgemeinen noch gegen den von den westlichen Kirchenführern  beeinflussten moralischen und werteverachtenden Niedergang von Ehe und Familie zur Wehr. Die Kirchenführer der westlichen Welt treiben mit ihrer bewusst unentschlossenen und lavierenden Haltung das heutige Elend voran. Sie treiben es in ihrer selbstgefälligen, auf Dünkel und Machtposition aufgebauten Stellung hemmungslos und in einer abstossenden menschengefälligen Weise auf die Spitze der Gerichtsreife. Offenbar geniessen sie diese Vorreiterolle im Bösen. Einer Masse von ahnungslosen Menschen, die ihren religiösen Führern vertraut, wird nach der Methode der Gehirnwäsche (steter Tropfen höhlt den Stein) der moralische Boden unter den Füssen wegtheologisiert, so dass sie mit der Zeit nur noch orientierungslos dahinvegetieren, ohne jeglichen Bezug zu den fundamentalen und notwendigen Ordnungen eines gesunden Zusammenlebens. Zahllose Ehen und Familien, Kinder und Jugendliche zerbrechen dabei. Jedes soziale Gefüge bricht auseinander und damit schwindet das Verantwortungsbewusstsein aus unserer Gesellschaft – mit verheerenden Folgen.

Als Jahweh Abraham aus seiner Verwandtschaft rief, die den abartigen religiösen Kulten der damaligen Zeit verfallen war und sich damit von Jahweh losgesagt hatte und den Götzen diente, verhiess er ihm das Land über die Grenzen des heutigen Staates Israel hinaus. Darin sollten seine Nachkommen einmal wohnen. Er befand sich als Nomade in diesem Land als Jahweh mit ihm einen bleibenden Bund schloss, der durch nichts und niemand jemals aufgehoben werden würde. Jahweh sprach von der vierhundert Jahre dauernde Sklaverei in Ägypten (Hungersnot) und der Befreiung daraus und von der  Besitznahme des verheissenen Landes.  „An jenem Tag schloss Jahweh einen Bund mit Abraham und sprach: Deinen Nachkommen (Samen) habe ich dieses Land gegeben, vom Strom Ägyptens an bis zum grossen Strom, dem Euphratstrom“ (1Mo 15,18). Dann werden die zehn bzw. sieben Völker zitiert, die in diesem Gebiet wohnten und die sie wegen ihres verwerflichen Lebens ausrotten sollten.  Aber seine Nachkommen sollten vierhundert Jahre in Ägypten ausharren, denn das Gerichtsmass des Volkes der Amoriter war noch nicht voll: „Und in der vierten Generation werden sie (die Nachkommen Abrahams) hierher zurückkehren; denn das Mass der Schuld des Amoriters ist bis jetz noch nicht voll“ (1Mo 15,16).

Von diesen Völkern und ihrer Entartung ist uns vo allem in 3Mo 18 sehr eindrücklich berichtet (auch die Kapitel 19 u. 20 gehören dazu). Das freie und willkürliche sexuelle Lustleben einer Gesellschaft zerstört das Wesen der Menschen, erniedrigt sie und verhindert jede aufbauende und segenspendende Lebensform. Im Gegenteil, dieser Weg treibt die Menschen in die tiefsten Abartigkeiten die man sich vorstellen kann und sie erfasst mit der Zeit alle Lebensbereiche. Darum offenbarte Jahweh Mose zuerst den geordneten Umgang  des sexuellen Lebens im Volke. Dann wies er auf die Gräuelsünden jener Völker hin.

Im Vers 21 verbietet Jahweh die Kinderopfer. Die Kinder wurden in einem religiösen Ritual bei lebendigem Leibe verbrannt. Dieses sakramentale Ritual, durch einen religiösen Führer vollzogen, sollte die Gottheiten umstimmen, gut stimmen und das Heil vermitteln oder von bösen Geistern schützen!! Wir wissen heute, dass sich diese gräulichen Rituale der Kinderverbrennungen bei lebendigem Leibe in katholischen Gegenden bis heute gehalten haben und sich in unseren Tagen rasant ausweiten. Vor allem durch die katholischen Voodoozirkel, denen in Südamerika um die siebzig Mililonen Katholiken angehören, findet dieser Kult immer mehr Akzeptanz. Auch in den europäischen Medien wird der Voodookult immer salonfähiger gemacht. Letzte Woche wurde in den Medien von dem Ritualmord an einem zwei Tage alten Kinde in Chile berichtet. Das ist aber nur die Spitze eines Eisberges. In Europa werden sehr junge Frauen aus den „Ostblockstaaten“ für ca. neun Monate in den Westen gekauft, geschwängert und nach der Geburt des Kindes gut bezahlt wieder entlassen. Kaum jemand will wissen, was da geschieht und diese Verbrechen zur Sprache bringen, weil immer mehr Menschen diese Dinge spannend und abwechslungsreich (cool) finden!

Ab 3Mo 18,23 ist von der Gräuelsünde der Sodomie (Geschlechtsverkehr mit Tieren) die Rede. In Spanien und in andern Ländern werden heute Kurse angeboten wie sich Frauen von männlichen Hunden, Ponys und andern Tieren sexuell befriedigen lassen können. In 3Mo 20,6 wird vor einer weiteren Gräuelsünde gewarnt, die unter diesen Völkern zur religiösen Sitte wurde und die unsägliches Leid, Depressionen und Zerstörung der menschlichen Persönlichkeit mit sich bringt. Das ist das Gebet an die Toten (Totengeister), welcher Art es auch immer sein mag, ob durch Anrufung, Anflehen, die täglichen Messopferablässe, Kerzen anzünden, Beschwörung u.a.m. Hier überschreitet der Mensch die festen Grenzen Jahwehs, die uns zum eigenen Schutz verordnet sind – mit verheerenden Folgen (vgl. Selig- und Heiligsprechungen und die Anrufung derselben!). Das sind nur einige Hinweise, wie gesagt, nur die Spitze des Eisberges.

In 3Mo 18-30  fordert Jahweh sein auserwähltes Volk auf diese Dinge nicht zu tun und sich an seine Ordnungen und Rechtsbestimmungen zu halten. Darum sollen diese Völker ausgerottet werden und zwar radikal (vgl. 5Mo 7, 1-5). Dieser Wille Jahwehs schockiert uns zuerst einmal. Erst im Blick auf den gesamten heilsgeschichtlichen Zusammenhang können wir verstehen lernen warum Jahweh so etwas macht.

Erstens hätten diese Völker mit der Zeit alle Völker und alle Menschen in den Strudel menschlichen Elends und in die Sinnlosigkeit des Lebens geführt. Damit hätten sie sich unweigerlich dem Untergang geweiht. Genau das wollte der Schöpfer des Lebens verhindern. Das auserwählte Volk sollte und soll dies unter der Führung Jahwehs durch Gegensteuer verhindern. Das ist sein absoluter Wille bis alles erfüllt sein wird (vgl. Ps 119,4; Mt 5,19; 2Tim 3,16-17). Wir sind als Eingepfropfte (vgl. Röm 11,16-22; Eph 3,6) wesentlich daran beteiligt. Das sollte uns an jedem neuen Tag mit viel Freude und Dankbarkeit erfüllen und uns helfen unsere täglichen Sorgen in seine Hände zu legen.

Zweitens sind solche Gerichte wie sie an diesen Völkern geschehen sind immer das Beste für die Betroffenen. Auch diese Aussage kann jemand, der die Bibel  nicht in ihrer Tiefe und in ihrem prophetischen Heilszusammenhang verstehen lernt, schockieren. Das ist völlig verständlich. Unser himmlischer Schöpfer, der Abba Jahweh, handelt immer aus Liebe, d.h. immer im Blick auf die völlige Wiederherstellung aller Menschen und aller Dinge, aber nicht ohne Wiederherstellungsgerichte (Gericht = richten, das  heisst nichts anderes als herrichten, auf den richtigen Weg bringen, manchmal unter schwersten Leiden).  Wie am Anfang seiner Schöpfung alles sehr gut war (vgl. 1Mo 1,31), so wird auch am Ende, wenn alles erfüllt sein wird, alles sehr gut sein (vgl. Jes 45,23-25; 65,17; 66,22). Das ist seine bleibende Botschaft, sein Evangelium das die ganze Bibel durchzieht. Der Tod kann also ein Zeichen seiner Liebe, Barmherzigkeit und Gnade sein.

Diese göttliche Weisheit und Wahrheit im Handeln Jahwehs veranschaulicht uns Shaul in einem seiner Briefe an die Korinther. Shaul fordert darin die Korinther auf den jungen Mann, der mit der Frau seines Vaters das eheliche Bett teilt „dem Satan zu überliefern zum Verderben des Fleisches, damit der Geist errettet werde am Tage Jahwehs“ (1Kor 5,5). Was will Shaul damit aussagen? Wenn dieser junge Mann weiter sein Übel praktiziert, lebt er gegen die Ordnung, die Jahweh in der Thora geboten hat (vgl. 3Mo 18,8), die das gesunde und wohltuende Leben in der Familie regelt. Er zerstört die Ordnung Jahwehs und das gesunde menschliche Zusammenleben. Er ver-führt mit seinem Verhalten andere  in dieses Fehlverhalten, was schliesslich zu einem ethisch-moralischen Dammbruch führen könnte. Damit lädt sich der junge Mann immer mehr Schuld, mehr Gerichtsmass, auf. Um dieses Gerichtsmass  und den damit verbundenen verderblichen Einfluss nicht noch zu vergrössern ist der Tod eine Gnade, damit dieser junge Mann (der Geist) am Tage Jahwehs errettet werde, also mit einem gnädigeren Gericht davon kommt.

Alles wird beurteilt, gerichtet und wieder hergestellt werden. Das ist ja der Sinn der Gerichte. Unter Umständen sind die Gerichtswege (auch Zubereitungswege mit erzieherischem Charakter), die wir geführt werden alles andere als leicht, aber sie dienen uns immer zum Besten (vgl. Röm 8,28). Sodom und Gomorra wird es bei der Wiederherstellung (am Tage der Beurteilung und der nachfolgenden Wiederherstellung) besser ergehen als einer „verlorenen“ Stadt des auserwählten Volkes, die die Umkehr zu Jahweh verworfen hat. Jahshua sagt in diesem Sinn: „Ich sage euch, dass es Sodom an jenem Tag erträglicher!! ergehen wird als jener Stadt“ (Lk 10,12).

Bis heute müssen darum die Juden anders sein und wie die Juden so auch wir, weil wir in ihren geoffenbarten Glaubensreichtum hineingepfropft worden sind. Das aber sollte kein Müssen sein, sondern eine wahre Freude, eine Ehrensache, die mit dem unerschütterlichen und unantastbaren Bund mit Abraham zu tun hat. Wenn uns  als Söhne (vgl. 2Mo 4,21-23; 5Mo 32,6; Hos 11,1; Mal 1,6;  Röm 9,4) auch nicht immer alles zur Ehre Jahwehs, unseres Abba Vaters, gelingt und wir oft versagen, lasst uns auf keinen Fall den Mut verlieren. In Demut lassen wir uns durch sein heilsames reiches Wort der Verheissung immer wieder neu innerlich heilen und aufrichten. In dieser Freude und Zuversicht wünsche ich allen von Herzen einen gesegneten Shabbat. Shalom!

Gregor Dalliard