„geheiligt werde dein Name” (Matthäus 6,9c)

Glaubensimpuls 029

Zu den israelitisch-jüdischen Gebetsgründen gehört die Zustimmung und das Bekenntnis: “geheiligt werde dein Name” (Mt 6,9c). Auch dieses Bekenntnis galt Jahshua, unserem Haupt, als heilig und unantastbar. An der Heiligung des Namens des himmlischen Vaters Jahweh war Jahshua in den paar Jahren seines irdischen Lebens absolut alles gelegen. Alle Lebenskraft zog er aus der Umsetzung dieser Offenbarung Jahwehs. Das zeigen uns die Evangenlienberichte in einer frohmachenden Weise auf.

Als Glieder des Leibes Jahshuas sind wir eingeladen und aufgefordert ihm auch darin zu folgen und “gleichförmig zu sein” (vgl. Röm 8,29). “… wie wird er uns mit ihm (Jahshua) nicht auch alles schenken?” (Röm 8,32). Nur müssen wir es auch wollen ihm darin gleichförmig zu werden. Segen für unser persönliches Leben bleibt nicht aus.

Im ersten Glaubensimpuls (2.9.2011) habe ich etwas über den Inhalt des Namens Jahweh geschrieben (siehe auch Glaubensimpuls 3 und 12). Dieser Name unterscheidet sich von allen Götter- und Götzennamen und damit auch von allen Anbetungsformen der Heiden, denn diese Götter und Götzen bewirken von ihrem Wesen her genau das Gegenteil von dem, was der Mensch zum Leben braucht. Darum soll unser Vertrauen einzig und allein auf Jahweh ausgerichtet sein. Damit sollen auch unsere Gebete nur an ihn gerichtet werden. Auch hier liefert uns die Geschichte genug Beweismaterial.

Im Namen ist das Wesen und die Absicht des Betreffenden dargestellt und ausgedrückt. Wir sollen und müssen wissen, mit wem wir es zu tun haben und wem wir unser Vertrauen schenken. Die Psalmen legen ein aussergewöhnliches und lebendiges Zeugnis des auserwählten Volkes Israel im Umgang mit dem Namen Jahweh dar. Vor allem durch die Profeten Jesaja und Jeremia offenbart der himmlische Vater sein Wesen und die Bedeutung seines Namens. Bei keinem Namen geht es bloss um Buchstaben, die wir einfach liturgisch-rituell oder gewohnheitsmässig herunterleiern. Wir haben es mit dem lebendigen Erlöser Jahweh zu tun. “Ich bin Jahweh, das ist mein Name” (Jes 42,8; Jer 33,2; Ps 83,19; 2. Mo 3,14-15). “Jahweh ist (ja) dein Name” (Ps 83,19).

Mit dem Namen Jahweh ist damit untrennbar seine Ehre verbunden! “Und meine Ehre gebe ich keinem anderen…” (Jes 42,8b; 48,11; Ps 115,1 u.a.m.). Wir können den Namen Jahweh entweihen, entehren. Wir entweihen, entehren ihn, wenn wir mit seinem Namen nicht so verantwortungsbewusst und ungeteilt umgehen wie die Profeten und Jahshua. Das auserwählte Volk musste immer wieder daran erinnert werden. “Darum sage zum Haus Israel… sondern um meines heiligen Namens willen, den ihr entweiht habt unter den Nationen…” (Hes 36,22). Darum folgte das schreckliche Gericht durch Nebukadnezar, den König von Babel, die grauenhafte Deportation der zehn Stämme, die Abschlachtung der Söhne des jüdischen Königs Zedekias, seine Blendung und die Zerstörung des Tempels.

Sagen wir es ungeniert! Alle Kirchen bzw. Christen beanspruchen zwar die Bibel als Fundament ihres Glaubens. Weitgehend aber wird der Name Jahweh, seine heilbringende Offenbarung und sein Wesen unterschiedlich stark ignoriert und vor der übrigen Welt entweiht, entehrt. Diese Tatsache fällt vor allem vielen jungen Moslems und Andersgläubigen in der westlichen Welt auf, die unter Christen leben und sich mit der Bibel auseinandersetzen. Ihr Vorwurf ist berechtigt! Wir sind kirchenhistorisch manipulierte Menschen. Der Name Jahweh erinnert uns einfach zu sehr an die Juden, obwohl die wenigsten Juden ihn aussprechen. Zudem wir sträflich ignoriert, dass Jahshua unser Haupt ein Jude war und als solcher vollkommen in der geoffenbarten israelitisch-jüdischen Tradition lebte und starb.

Im letzten Glaubensimpuls haben wir kurz darauf hingewiesen, weswegen die meisten Juden den Namen Jahweh nicht mehr aussprechen. Immerhin nimmt die Zahl jener Juden, die ihren und unseren himmlischen Vater wieder mit dem Namen Jahweh anrufen stetig zu.

Wie wir bereits sagten, handelt es sich beim Namen Jahweh nicht einfach um Buchstaben oder einen magisch-mystischen Ausspruch eines Namens. Es geht um unsere Zustimmung, um unser Bekenntnis, um unsere Zugehörigkeit zu Jahweh und um unsere ungeteilte Verbindlichkeit. Darauf weist uns Jahshua hin, wenn er sagt: “Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist” (Mt 5,48). Shaul bestätigt die Worte Jahshuas: “Seid nun Nachahmer Jahwehs als geliebte Kinder” (Eph 5,1).

Wir sind es über viele Kirchengenerationen hinweg gewohnt HERR zu sagen, entsprechend ist auch unsere Glaubens- und Lehrpraxis. Nun sollten wir den Namen Jahweh aussprechen? Der Name Jahweh ist uns im Zuge der trinitarischen Lehre fremd geworden, genauso wie unsere Kirchentheologie Jahweh, Jahshua und den Aposteln fremd ist. Unvermeidlich provozieren wir mit dem Ausspruch dieses Namens. Selbst wenn es uns Überwindung kosten sollte, den Namen Jahweh auszusprechen, bleibt es doch die beste Entscheidung, die wir in dieser Zeit zu seiner Ehre und Verherrlichung treffen können. Die Kirchen wissen meistens auch gleich wessen Geistes Kind wir sind.

Das gewöhnungbedürftige Bekenntnis dieses Namens wird uns in den kommenden Zeitaltern zum Segen gereichen. Wir lesen von der Herabkunft des neuen Jerusalem. Kein Wesen wird von diesem gewaltigen Ereignis unberührt und unbeteiligt bleiben. “Wer überwindet, den werde ich im Tempel meines Erlösers Jahweh zu einer Säule machen, und er wird nie mehr hinausgehen; und ich werde auf ihn schreiben den Namen meines Erlösers Jahweh und den Namen der Stadt meines Erlösers Jahweh, des neuen Jerusalem, das aus dem Himmel herabkommt von meinem Erlöser Jahweh, und meinen neuen Namen. Wer Ohren hat, höre, was der Geist den Gemeinden (Versammlungen) sagt!” (Offb 3,12-13).

Wir werden betroffen und zutiefst dankbar zurückblicken auf unsere irdischen Tage, als uns solche Bekenntnisse möglicherweise schwer fielen und Trennungen die Folge waren – doch Jahweh lässt nichts ungeschehen. Darum lasst uns jetzt, in unseren irdischen Tagen mit dem Psalmisten, übereinstimmend mit Jahshua, den Namen Jahweh preisen: “Preist Jahweh, ruft an seinen Namen, macht unter den Völkern kund seine Taten! Singt ihm, spielt ihm, redet von allen seinen Wundern! Rühmt euch seines heiligen Namens! Es freue sich das Herz derer, die Jahweh suchen! Fragt nach Jahweh und seiner Stärke, sucht sein Angesicht beständig!” (Ps 105,1-4).

In dieser stärkenden und trostvollen Zuversicht wünsche ich allen Lesern ein herzliches Shalom

Gregor Dalliard