„Und dieser Tag soll euch eine Erinnerung (zum Gedächtnis) sein, und sollt ihn feiern als Fest für Jahweh“ (2Mo 12,14).

Glaubensimpuls 81

Auf einige Reaktionen hin möchte ich gerne auf das Passahfest zurückkommen. Wie ich im letzten Gim 80 festhielt, bestätigte Jahshua das Feiern des Passahfestes für seine Jünger in Zukunft so wie der himmlische Vater das geboten hatte. Der antijüdische und antigöttliche Geist, der über die katholischen Kirchenväter seinen Sitz in den Kirchen hat, will uns immer wieder beibringen, dass Jahshua das von Jahweh verordnete und gebotene Passahfest aufgehoben und durch ein protestantisches Abendmahl oder eine Messopferfeier ersetzt hätte.

Der Grossteil begründet diese Irrlehre mit der Behauptung das Passah sei nur eine Vorschattung auf Jahshuas Leben und Tod gewesen und sei mit dem Tod und der Auferweckung Jahshuas erfüllt und aufgehoben. Seitdem würden Brot und Wein durch das Ritual des Vorstehers die reale Gegenwart des Leibes und Blutes Jahshuas darstellen. Mit dem Genuss dieser Elemente würde gleichzeitig der Jahshua, der sich selbst als Prophet bezeichnete, als der Gesalbte Jahwehs, was lateinisch Christus heisst, als Gott geschluckt. Damit würde er in uns das Heil bewirken (Dogma). So dachten die meisten Bürger des heidnischen römischen Reiches. Durch ihre Priester wurden Elemente in die Gegenwart der Götter umgewandelt (Zauberer). Durch den Genuss der von den Priestern verwandelten Elemente wurden die Anwesenden vergottet, d.h. geheiligt, erlöst. Damit unterwarf sich der Teilnehmer den Priestern, die als einflussreiche und etablierte Zauberer unter dem Schutz der staatlichen Macht handelten. Die Kaiser hielten sich selbst für Götter, weil sie sich als von einer Gottheit in den Schoss einer Jungfrau gezeugt hielten. Das war in der Antike der allgemeine Glaube. Darum forderten diese Grossen auch entsprechende Huldigung und Anbetung. Damit hielten sie die Bürger des Reiches in  ständiger religiöser Unmündigkeit und machten deren Seligkeit abhängig von sich und dem Kaiser. Es gab nach der heidnischen Vorstellung ausserhalb dieser Priesterzaubereien und -traditionen (heute Sakramente genannt) kein Seligwerden. Dem allgemeinen Bürger war es verweigert über diese Dinge nachzudenken. Es war ihm nicht gestattet diese Zauberei der religiösen Vergottung zu hinterfragen. Bei den Dämonengöttern (Hölle) hätte sein Leben geendet – für alle Unendlichkeit!

Auch war ein Übertritt in den Glauben (in die Jahwehbeziehung) der Juden strengstens verboten, gelegentlich sogar unter Todesstrafe. Die Herrscher und Völker wussten wohl warum! Jahweh offenbarte durch seine Propheten das genaue Gegenteil. Die Glaubensmündigkeit des Einzelnen in seiner Jahwehbeziehung stand und steht an oberster Stelle. Damit einher galt und gilt eine vollkommene Ablehnung der Götterpriester, ihrer Götter und die damit verbundenen religiösen Götterkulte und Zauberkünste (Sakramente und Lehren), die  Menschen mit religiösen Ängsten belasten und einschüchtern und sie von sich abhängig und willfährig machen, versklaven und ausbeuten. Diese Tradition, die Zauberei der religiösen Vergottung, wurde nach der Christenverfolgung der ersten Jahrhunderte n.u.Z., offiziell ab dem 4. Jh., von den sogenannten christlichen Kaisern (Konstantin und andern) und Bischöfen mit heidnischem Hintergrund und Prägung, die sich nie grundlegend den biblischen Heilszusammenhängen geöffnet hatten, auf die christlichen Gemeinden übertragen. Dieses mystisch-zauberhafte Wesen begegnet uns darum in seinen unterschiedlich stark ausgeprägten Weisen bis heute in den „Abendmahlsfeiern“ der Protestenten, die ja nichts mit dem Abendmahl (Passah) zu tun haben, speziell aber in der katholischen und orthodoxen Messopferfeier.

Shaul schreibt im ersten Brief an die Korinther: „Denn ich habe von Jahweh empfangen, was ich auch euch überliefert habe, dass der Herr Jahshua in der Nacht, in der er überliefert wurde Brot nahm (während des Passahmahles!!), und als er gedankt hatte, es brach und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch ist (d.h. der euch als Beispiel dient, so wie ich mein Leben für die „verlorenen“ Schafe des Hauses Israel eingesetzt habe und dahingebe, bis zum letzten Blutstropfen, so sollt auch ihr es tun); dies tut zu meinem Gedächtnis. Ebenso auch den Kelch nach der Mahlzeit (dem Passahmahl !!) und sprach: Dieser Kelch ist die Bundeserneuerung für euch, die ich mit meinem Blut bekräftige (bestätige). Dies tut sooft ihr trinkt (Passah feiert), zu meinem Gedächtnis“ (1Kor 11,23-24). Seid auch bereit für diesen Auftrag und diese Sendung Jahwehs euer ganzes Leben einzusetzen, bis zum letzten Blutstropfen – wie ich, darin bleibt würdig. Überprüft dieses Verhalten bei euch (vgl. 1Kor 11,27-32).

Passahmahl und  Shabbatmahl waren, sind und werden immer das Zeichen der Bundesbeziehung mit Jahweh und der Bundeserneuerung sein, der ungeteilten Liebe Jahwehs zu den Seinigen und umgekehrt. Diese Mähler bleiben allezeit für seine Gläubigen das unumstrittene Kennzeichen und Bekenntnis der Erwählung und der Erlösung. Sie bleiben das Zeichen des Ausgesondertseins, ausgesondert aus der unmündig machenden heidnischen Welt und eingepfropft in das israelitisch-jüdische Glaubensdenken. Jahshua feierte diese Feste als Zeichen seiner ungeteilten Liebe und Treue zu Jahweh. Er bat die Jünger dieser seiner ungeteilten Liebe zu Jahweh an jedem Passah oder Shabbat zu gedenken, damit auch sie und alle nach ihnen, die jemals das Fest der Bundesbeziehung und Bundeserneuerung begehen, dies mit ungeteilter Liebe tun, also mit der entsprechenden Liebe zu dem himmlischen Vater, dem Abba Jahweh und entsprechend verantwortungsvoll.

Wenn Shaul als Jude schreibt, ich habe von Jahweh empfangen, was ich euch überliefert habe, meint er damit dass das Shabbatmahl nichts Neues ist. Er hat es von den Propheten übernommen. Was neu hinzu gekommen ist ist das Gedächtnis, das Gedenken an Jahshuas ungeteilter Hingabe an den himmlischen Vater und dessen Auftrag die „verlorenen“ Schafe des Hauses Israel zu suchen. Dies überliefert er weiter. Alle Propheten, Jahshua und die Apostel haben alles von Jahweh empfangen.

In unseren Übersetzungen steht: „Ich habe vom Herrn empfangen“. Die Übersetzung „vom Herrn“ kann uns in eine verkehrte Denkweise führen, gerade so als wäre mit Herr Jahshua gemeint. Die späteren Übersetzer der Bekenntnisschriften (BeS = NT) haben in bewusster Anlehnung an die heidnischen Dreipersonen-Gottheiten die Namen Jahweh und Jahshua ganz einfach vermischt. Die heidnische Formulierung „wahrer Gott und wahrer Mensch“ oder „Gott ist Mensch geworden“ begenet uns in vielen heidnischen Traditionen. Darum werden im Kirchentum sowohl der himmlische Vater Jahweh als auch Jahshua mit Herr in Kleinbuchstaben geschrieben. Darum beten Kirchenmenschen im gleichen Satz sowohl Jahsua als ihren Gott und Vater an als auch den himmlischen Vater Jahweh. Darüber schütteln nicht nur Juden, Moslem und junge und denkende Menschen ihren Kopf, sondern auch Millionen Christen die nach den Wurzeln unseres Glaubens suchen – und sie tun es mit Recht. Darüber schüttelt wohl auch unser Schöpfer Jahweh seinen Kopf und mit ihm auch die Propheten, Jahshua und die Apostel. Einen solchen Unsinn und Widerspruch haben sie nie gelehrt und auch nie geboten zu lehren. Welch ein Missbrauch der göttlichen Autorität!

Nun, die Sendung Jahshuas war erfüllt. Seine Hingabe und Treue zum Vater und zu seinem Auftrag geht uns allen zu Herzen. Darum lasst uns mit derselben Liebe und Treue unserem Schöpfer des Lebens dienen und darin allezeit neu erquickt werden. Lasst uns mit grosser Freude und tiefem Respekt die Feste Jahwehs feiern. Und selbst wenn jemand irgendwo allein feiern müsste, weil niemand mitfeiern kann oder will, selbst diese Feste werden mit der unsichtbaren himmlischen Welt gefeiert und können so Feste grosser Freude und Danksagung werden. Es mögen Gemeinschaftsmähler werden über die sich der Himmel freut und aus denen wir gestärkt unseren Weg weiter gehen. Denn „ihr seid gekommen zum Berg Zion und zu Stadt des lebendigen Erlösers Jahweh, dem himmlischen Jerusalem; und zu Myriaden von Boten (Engeln), einer Festversammlung; und zu der Kahal (Versammlung die Israel ist) der Erstgeborenen (Israel), die in den Himmeln angeschrieben sind; und zu Jahweh, dem Richter aller; und zu den Geistern der vollendeten Gerechten (Gerechten Israels); und zu Jahshua, dem Mittler unserer Bundeserneuerung, der uns wieder eingepfropft hat mit seinem Leben, in seiner Treue bis zum letzten Blutstropfen, dem Blut das uns Leben brachte (d.h. mit dem Blut der Besprengung), das besser redet als das Blut Abels“, d.h. während Abel mit dem ganzen Einsatz seines Lebens, mit seinem Blut, Tod bewirkte (Hebr 12,22-24).

So mögen die von Jahweh verordneten Bundesordnungen und -feste, die alle Heilswege prophetisch in sich bergen, und die darum auch in allen Himmeln allezeit gefeiert werden, uns Grund zu immer neuer Freude, Zuversicht und Danksagung sein und werden. Darum wünsche ich allen von Herzen ein herzliches Shabbat Shalom und einen frohen Shabbat.

Gregor Dalliard

Bibelfreizeit in Grosskarolinenfeld (D)

Am kommenden Samstag den 13.4. und Sonntag den 14.4.2013 findet in Gosskarolinenfeld bei Rosenheim eine Bibelfreizeit statt.

Thema: Jahshua Ha Mashiach in der Offenbarung an Jochanan (Johannes). Wir laden alle herzlich ein. Informationen und Anmeldungen bei Diether und Iwonne Boge:

Tel 08031/9004355, email: dietherboge@web.de