Eine Nachlese zum Sederabend, Pessach, Wiedergeburt, Widdergottheit.. Thomas D. Zweifel und sein Bekenntnis. Teil 9.

Glaubensimpuls 187

Der diesjährige Sederabend hat mich zutiefst berührt. Das erste Mal in meinem Leben wurde mir so richtig bewusst, dass ich das feierte was auch Jahushua (Jesus), die Apostel und die treuen Juden jedes Jahr feierten und jedes Jahr neu feiern, gemäss der Aufforderung JaHuWaHs in seinem von segen strotzendem Wort (2Mo 12 u.a.m.). Die Zugehörigkeit zur biblischen Gemeinde, zu der Gemeinde, zu der auch Jahushua gehörte, war mir bis dahin noch nie so richtig durch Mark und Bein gegangen – bis an jenem Abend. Es war meine erste Feier an einem offiziellen Sederabend. Die Glaubensgeschwister haben die Feier sehr eindrücklich vorbereitet und gestaltet.

Diese Erinnerungsfeier an Israels Auszug und Wiedergeburt hat mich in jener Nacht tief betroffen. Die Wiedergeburt Israels in JaHuWaH – im Geiste Abrahams und im Zentrum der Verheissungen – ist auch unser Weg der Wiedergeburt. Einen andern Weg der Wiedergeburt hat JaHuWaH nie gelehrt. Es war ein ausserordentliches Erlebnis für mich, dessen Nachhaltigkeit bleibend sein wird.

Voraus ging die intensive Auseinandersetzung und das Hineinarbeiten in die Thematik der biblischen Wiedergeburt und Erlösung, vor allem in der Vorbereitung auf die letzten sieben Glaubensimpulse. Unmissverständlich ist die Lehre vom Kreuz, von Leben, Tod und Auferstehung von den Christen schrittweise, schleichend und dann im 4. Jh. offiziell aus dem ägyptischen Widder- und Sonnenkult übernommen worden und mit biblischen Heilslehren vermengt worden. Der Durchbruch dieser Erkenntnis schafft Befreiung. Befreiung aus unserem religiösen „Ägypten“, damit wir auch Jahushua (Jesus) und den Aposteln, die alle Juden waren, im Glauben gleichförmig werden.

Ich betone dies, weil Christen immer noch der irrigen Meinung sind der Jude Jahushua von Nazareth sei identisch mit dem griechischen Jesus-Gott (Zeus) der Kirchenväter, der die Thora und die Juden verworfen und an deren Stelle die christlichen Kirchen und Gemeinschaften gegründet hätte. Diese gewaltige irrige Theologie (Philosophie) der Kirchenväter ist das „Ägypten“ der Kirchen. Das war bisher unser „Ägypten“ das in uns allen zutiefst verwurzelt ist oder war!

Das erste Gebot/Weisung, das JaHuWaH seinem auserwählten Volk ins Herz pflanzte lautet: „Ich bin JaHuWaH dein Erlöser (Gott), der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus herausgeführt habe“ (2Mo 20,2). Der Basler Thomas D. Zweifel ist ein Schweizer und US-amerikanischer Unternehmensberater. Er ist Autor und Professor an Hochschulen. Er hatte die Terroranschläge auf das World Traid Center vom 11. September 2001, als „9/11“ bekannt, hautnah miterlebt.

Seit dem 9/11–Schock und einer gleichzeitigen „zufälligen“ Begegnung mit einem Rabbi erlebte er eine Bekehrung und Wiedergeburt in JaHuWaH. Seitdem bestimmen die zehn Gebote/Weisungen und Rechtsbestimmungen JaHuWaHs die Grundlage seines umfassenden und einflussreichen Wirkens. Diese können nicht als Regulator aufgezwungen werden, sondern nur durch eine bewusste Hinwendung zu JaHuWaH und seinen Rechtsbestimmungen. Sie wollen von Innen heraus bewusst ausgelebt sein.

Er erinnert an den Inhalt des ersten Gebotes/Weisung. Ägypten heisse auf Hebräisch Mizraim. Mizraim heisse Ort der Enge, Ort der Limitation (Begrenzung). Ich bin JaHuWaH der dich aus dieser Enge, dieser Limitation, aus dem Haus der Sklaverei, herausführt, über deine Grenzen hinaus in die Wüste. Dort sei das Volk zwar zwischen Tisch und Stuhl, nackt und schutzlos und noch nicht im Gelobten Land, aber es sei sich selbst, frei von der Sklaverei. Es sei besser in dieser Schutzlosigkeit sich selbst zu sein als zurück nach Ägypten zu gehen, wo es nicht nur Manna sondern auch Fleisch zu essen gab. So sei es mit uns. Auch wir müssten aus dem eigenen „Ägypten“ herausgeführt werden – in die Ordnungen JaHuWaHs.

Als Sechzehnjähriger erfuhr er, dass er Jude sei. Er verbarg über viele Jahre hindurch seine jüdische Abstammung, weil er Angst vor Repressalien hatte. Doch das schreckliche Geschehen in New York veränderte sein Leben. Er fand aus „Ägypten“ heraus, bekennt sich heute zu JaHuWaH und verkündet heute die Ordnungen JaHuWaHs. Er ist überzeugt, dass die grosse Wirtschaftskrise 2008 nicht geschehen wäre, wenn die zehn Weisungen/Gebote befolgt würden. Erstaunlich was dieser Manager, dieser Wirtschaftsberater in der Begegnung mit JaHuWaH erkennen und nun erfahren darf! Er sagt im Interview „Fenster zum Sonntag“ für ihn bestehe die Essenz der zehn Gebote nicht einfach darin dass sie ihm die richtige Antwort geben wie ein Kochbuch, wie ein Rezept. Sie fordern ihn schlussendlich auf sich die richtigen Fragen zu stellen. In diesen Fragen sei sein Leben. Soweit zu Thomas D. Zweifel. Eine solche Aussage trifft den Nagel auf den Kopf. Das ist der tiefe Sinn der ganzen Thora, Propheten und Schriften.

Jahushua (Jesus) verteidigte den Tanach, d.h. die Bibel: die Thora, Propheten und Schriften, das was uns allgemein unter dem Namen „Altes Testament“ bekannt ist, mit der ganzen Kraft seines Lebens – bis in den Tod! Wir erinnern uns an die überlieferte Aussage in den Bekenntnisschriften: „Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von der Thora vergehen, bis alles geschehen ist“ Mt 5,18). Damit ist gemeint, dass die Thora im Leben eines jeden bibeltreuen gläubigen Menschen richtungweisend sein muss, zu seinem Segen, zu seiner Freude und zur Ehre JaHuWaHs, dem einzigen Erlöser und dem einzigen Retter aus jeder Not. Die Thora muss der Orientierungspunkt des menschlichen Lebens werden, wollen wir auf einen grünen Zweig kommen.

Wer sich darum mit grosser Freude und Dankbarkeit ernsthaft und zusammenhängend mit der Bibel des Jahushua (Jesus) von Nazareth auseinandersetzt wird darum auch schrittweise Folgendes erkennen: Im Tanach ist durchgehend von dem auserwählten israelitisch-jüdischen Volk die Rede, von seiner Erwählung und Berufung, von seiner Sendung und seinem Segen für die ganze Welt: „Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde! (1Mo 12,3). Wer die Thora ablehnt, der lehnt die Wiedergeburt in JaHuWaH ab, wie sie uns in Abraham und dem auserwählten Volk Israel während der zehn Plagen in Ägypten sehr tiefgreifend und vorbildlich dargestellt ist. Ein solcher Mensch bleibt dem frommen Götzendienst, „seinem Ägypten“ verfallen. Er hat nicht Teil am Reichtum des Lebens in JaHuWaH, am neuen Leben. Er kann sein Leben nicht nach den Verheissungen JaHuWaHs ausrichten. Er schliesst sich selbst aus.

Die ganze Welt sagt: die Juden sind unser Unglück. Entsprechend versucht die Welt – „das Ägypten“ – bis heute die bibeltreuen Juden auszurotten – allen voran die christlichen Kirchen und Staaten der Welt, vor allem die Europas. Das mag Kopfschütteln auslösen. Doch aufgrund ihrer immer noch verankerten und versteckten Ersatz-Theologie kommt sie davon nicht los. Hartnäckig hält dieses „Ägypten“ am Geist der Gründerväter fest. Es weigert sich bis heute diese Dogmatik, dieses „Ägypten“, durch eine aufrichtige Umkehr zu verlassen und sich mutig in die offenen Arme JaHuWaHs zu werfen um sich von der Kernbotschaft der Bibel führen zu lassen.

Die einen leben diese Ablehnung offen aus, ob sie nun kirchlich oder nichtkirchlich geprägt sind. Andere, vor allem Freikirchen, bringen äusserlich Israel eine Welle der Sympathie entgegen, doch ohne die notwendige Bereitschaft die Kernbotschaft der Bibel Jahushuas (Jesus) von Nazareth anzunehmen. Die tödliche Falle der Ersatz-Theologie hält sie in ihren frommen Fesseln gefangen. Sie macht sie zu Mittätern der Feinde JaHuWaHs, Abrahams und seines Volkes. Zusammenfassend lautet ihr Evangelium: Die Juden müssen die heidnische Gottheit Jesus annehmen um in den Himmel zu kommen! Doch das war nie die Lehre Jahushuas von Nazareth. So etwas stand und steht nie in seiner Bibel!

Es geht JaHuWaH um die Wiedergeburt hinein in sein Wesen, in seine Heilspläne. Es gehr darum unweigerlich um die Erfüllung der 8. Verheissung an Abraham und seine Nachkommen. Das ist der Grund, warum er sich durch alle Generationen hindurch ein Überrest bewahrt hat, so auch Jahushua – dem die Kirchen vollumfänglich laufend widersprechen. Die Thora, ja der ganze Tanach und seine Inhalte sind durch die Juden auch in unsere Hände gekommen. Wie gehen wir damit um? Wir tragen eine unvorstellbare Verantwortung für dieses anvertraute Gut, das JaHuWaH Abraham anvertraute. Wie verwalten wir dieses Gut? Darüber werden wir einmal Rechenschaft ablegen. Werden wir diese Rechenschaft als treue Verwalter oder als widerspenstige, eigensinnige und sich laufend widersprechende Verwalter tun, die nicht bereit waren den Nutzen, den Segen, den sie uns und unseren Mitmenschen bringen sollte, korrekt zu verwalten?

Stecken wir im Bunde mit jenen, die die Thora missbrauchen? – im Bunde der Kirchen? Im Bunde mit jenen, die sie bei feierlichen Anlässen in den Kirchen und bei Prozessionen ganz schön, köstlich und feierlich als Blendwerk herumtragen?, die sie in allen Kirchen und Häusern aufgestellt halten und in jeder Versammlung und in jedem Hauskreis und bei jeder sich bietenden Gelegenheit aufschlagen um daraus die Wahrheit in ihr Gegenteil zu verkehren? Die sie nur dazu täglich aufschlagen um die Menschen anders zu lehren?, sie zum Widerspruch gegen JaHuWaH und sein auserwähltes Volk zu mobilisieren?

Dann überlesen wir doch bitte die Worte Jahushuas (Jesu) nicht: „Wer nun eins dieser geringsten Gebote auflöst und so die Menschen lehrt, wird der Geringste (der Allerelendste) heissen im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, dieser wird gross heissen im Reich der Himmel“ (Mt 5,19). Auch jene Worte „Alles nun, was sie (die Schriftgelehrten) euch sagen, tut und haltet“ (Mt 23,3). Wie gehen wir damit um? Haben so grundlegende Aussagen Jahushuas (Jesu) für Christen keine Bedeutung? Kann man sie um der Gebote der Kirchenväter willen einfach so eiskalt übergehen und sich dennoch bei jeder Gelegenheit auf ihn berufen?

Also, der Weg aus „Ägypten“ führt auch uns über eine lange Wüstenwanderung, die uns manche mitmenschliche Entbehrung bescheren mag. Doch es ist besser in dieser Freiheit zu leben, als zurück nach „Ägypten“ zu gehen, wo uns zwar viel menschliche Harmonie und Sympathie (Fleischtöpfe) entgegenflattert, aber zum Preis des geistigen Todes.

Mit dem wunderbaren Zuspruch aus Jeshajahu 51,12-15 grüsse ich alle herzlich und wünsche allen einen gesegneten Shabbat:

„Ich, ich bin es, der euch tröstet. Wer bist du, dass du dich vor dem Menschen fürchtest, der hinstirbt, und vor dem Menschenkind, das wie Gras dahingegeben wird, und dass du JaHuWaH vergisst, der dich macht, der die Himmel ausspannt und die Grundmauern der Erde legt, und dass du dich beständig, den ganzen Tag, vor dem Zorn des Bedrängers fürchtest, wenn er zielt, um dich zu vernichten? Wo ist denn der Zorn des Bedrängers? Der Gekrümmte wird bald losgelassen werden und wird nicht hinsterben ins Grab, und sein Brot wird ihm nicht mangeln. Denn ich bin JaHuWaH, dein Erlöser (Gott), der das Meer erregt, dass seine Wogen brausen, JaHuWaH der Heerscharen ist sein Name. – Und ich habe meine Worte in deinen Mund gelegt und dich bedeckt mit dem Schatten meiner Hand, um die Himmel wie ein Zelt aufzuschlagen und die Grundmauern der Erde zu legen und zu Zion zu sagen: Mein Volk bist du!“ Ist das nicht umwerfend, solide? Shalom!

Gregor Dalliard