Am Sonntag, den 17. Dezember 2017, treffen wir uns in Finsterhennen zu einer Chanukafeier. Wir laden dich herzlich ein. Anmeldungen: [email protected]/ tel.: 032 396 34 03 oder [email protected]/ tel.: 031 991 69 12.

Eine kleine Nachlese zu Sukkot.

Glaubensimpuls 317

Die Tage von Sukkot haben sicher sehr viele Menschen neu animiert und aufgerichtet. Sukkot ist der wunderbare Blick der Propheten, der unfassbare Blick, in den Abschluss der Heilsgeschichte. “Das Fest Sukkot (der Laubhütten) sollst du sieben Tage lang feiern, wenn du den Ertrag von deiner Tenne und von deiner Kelterkufe einsammelst. Und du sollst dich an deinem Fest freuen, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und der Levit und der Fremde und die Waise und die Witwe, die in deinen Toren wohnen. Sieben Tage sollst du für JaHuWaH, deinen Erlöser, das Fest feiern an der Stätte, die JaHuWaH erwählen wird. Denn JaHuWaH, dein Erlöser, wird dich segnen in all deinem Ertrag und in allem Tun deiner Hände, und du sollst wirklich fröhlich sein” (5Mo 16,13-15).

Die Zeit wird kommen, da das auserwählte Volk seine Aufgabe erfüllt haben und zur Ruhe kommen werden wird, weil alle Völker dieser Erde in die Ordnungen und Rechtsbestimmungen JaHuWaHs hineingeführt und hineinwachsen werden. Nach einer fürchterlichen Weltkatastrophe am Boden zerstört, vom Leid geplagt, gequält und gesättigt, werden sie von der Sinnlosigkeit des Erden- und Kriegslebens, ohne die Ordnungen und Rechtsbestimmungen JaHuWaHs, überzeugt sein und nach der Autorität JaHuWaHs dürsten und sich nach seinen Quellen des Zusammenlebens ausstrecken. Wir zitieren einmal mehr Sach 8.20-23: “So spricht JaHuWaH der Heerscharen: Noch werden Völker und Bewohner vieler Städte kommen; und die Bewohner der einen werden zur anderen gehen und sagen: Lasst uns doch hingehen, und JaHuWaH um Gnade anzuflehen und JaHuWaH der Heerscharen zu suchen! Auch ich will gehen! Und viele Völker und mächtige Nationen werden kommen, um JaHuWaH der Heerscharen in Jerushalajim zu suchen und JaHuWaH anzuflehen. So spricht JaHuWaH der Heerscharen: In jenen Tagen, da werden zehn Männer aus Nationen mit ganz verschiedenen Sprachen zugreifen, ja, sie werden den Gebetsmantel eines jüdischen Mannes ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass JaHuWaH mit euch ist”. Welch eine Freude will uns hier erfassen! Die Ernte wird gross sein. Das wird für JaHuWaH und sein auserwähltes Volk die Zeit des Einbringens der umfassenden Ernte sein, die Erfüllung der Verheissungen an Abraham.

Doch jetzt leben wir in einer äusserst zerbrochenen Welt, die jeden Augenblick in einen neuen Weltkrieg hineinmanövriert werden kann. Es scheint so, als würde gegenwärtig vieles gegen die Schau der Propheten sprechen, das scheint aber nur so. Neben dem grossen Weltgeschehen, das von Politikern, Managern der Wirtschaft und ähnlichen Leuten beherrscht wird, könnten wir uns klein und nichtig vorkommen, ausgeliefert, missbraucht, machtlos. Wir könnten uns als Menschen fühlen die überhaupt keinen Einfluss auf das Weltgeschehen nehmen und deshalb, unter Umständen, sogar in Depressionen fallen.

Was ist aber die wunderbare Botschaft der Bibel? Jeder einzelne von uns ist nach dem Bild JaHuWaHs geschaffen. Trotz unserer ganz persönlichen Schwächen, die uns unter Umständen ein Leben lang zu schaffen machen, als Menschen, die fernab von allem Einfluss auf das Weltgeschehen leben, sind wir von JaHuWaH unaufgebbar und vollkommen geliebt. Verbinden wir uns mit dem prophetischen Wort, dann erfüllen uns die Ereignisse, trotz schlimmster Tragödien, mit viel Dankbarkeit, denn wir haben Anteil am Wesen und Wissen JaHuWaHs. Das ist das Höchste in diesem Erdenleben.

Wie wir in der letzten Botschaft hörten nehmen wir mehr Einfluss auf das Weltgeschehen als uns das bewusst ist. “Womit soll ich vor JaHuWaH treten, mich beugen vor dem Erlöser aus der Höhe? Soll ich vor ihn treten mit Brandopfern, mit einjährigen Kälbern? Wird JaHuWaH Gefallen haben an Tausenden von Widdern, an Zehntausenden von Bächen Öls? Soll ich meinen Erstgeborenen geben für mein Vergehen, die Frucht meines Leibes für die Sünde meiner Seele? Man hat dir mitgeteilt, o Mensch, was gut ist. Und was fordert JaHuWaH von dir, als Recht zu üben und Güte zu lieben und demütig zu gehen mit deinem Erlöser?” (Mi 6,6-8; 5Mo 10,12; Ps 40,7-9; Spr 21,3).

Das ist die Botschaft für jeden Menschen an jedem neuen Tag. Darum gibt es einige einfache biblische Weisungen für das praktische Leben, die aber für jeden einzelnen von uns von grosser Wichtigkeit sind, wollen wir nicht entmutigt, enttäuscht durch die Tage dieser Zeit gehen oder unser Leben in Missmut und Depressionen vergeuden. Mit folgenden Weisungen sollten wir uns immer wieder bewusst und gerne auseinandersetzen. Da ist erstens einmal mein Wissen um meine Sicherheit in JaHuWaH, bzw. meine Gelassenheit und Geborgenheit in JaHuWaH (vgl. Spr 18,10; 29,25; Ps 42,9). Zweitens meine Genügsamkeit, bzw. Zufriedenheit (vgl. 2Mo 20,17; Hi 1,21; Ps 49,17-18). Drittens meine Dankbarkeit (vgl. 2Mo 20,1-12.4; Ps 50,14.23; 95,2; Ps 100 u.a.m.). Daraus erwächst viertens die Rechtschaffenheit, bzw. Achtsamkeit den Mitmenschen gegenüber (vgl. 2Mo 20,8-17). Nun, da gibt es noch viele Zeugnisse in der Schrift zu finden! Wir dürfen uns über den Segen in unserem Alltag freuen. Das ist Einbringen der Ernte in unserem persönlichen Leben.

Mit den Worten des Königs Darius grüsse ich alle herzlich und wünsche allen einen gesegneten Tag Simchat Thora (Freudenfest der Thora) und Shabbat: “Dann schrieb der König Darius an alle Völker, Nationen und Sprachen, die auf der ganzen Erde wohnten: Euer Friede sei gross! Von mir ergeht der Befehl, dass man in der ganzen Herrschaft meines Königreichs vor dem Erlöser Daniels zittere und sich fürchte! Denn er ist der lebendige Erlöser/Retter und bleibt in Ewigkeit; und sein Königreich wird nicht zerstört werden, und seine Herrschaft währt bis ans Ende. Er, der rettet und befreit und Zeichen und Wunder im Himmel und auf der Erde tut, er hat Daniel aus der Gewalt der Löwen errettet (Dan 6,26-28).

Gregor Dalliard