Ein Mensch mit unreinen Lippen (Jes 6,5)

Glaubensimpuls 390

Ein Mensch braucht Ordnungen. Innerhalb gesunder Ordnungsysteme fühlen wir uns wohl. Unser Leben kann gedeihen. Selbstverständlich wird es immer auch menschliche Probleme geben mit denen wir konfrontiert werden, wie etwa gewisse Krankheiten, die nicht durch gute Lebensordnungen aus der Welt zu schaffen sind.
Wo die guten menschlichen Ordnungen von jedem einzelnen oder von vielen Menschen mitgetragen werden, wird weiter gutes Leben gedeihen. Wo von den Verantwortlichen in Politik, Bildung, Forschung, Wissenschaft, Technik, Medizin und wo auch immer, die Ebenbildlichkeit des Menschen mit dem Schöpfer JaHuWaH mit einbezogen wird, wird weiter gutes gemeinschaftliches Leben gedeihen.

Viele Menschen tun das Gute, das was dem Menschen weiterhilft, obwohl sie nicht an JaHuWaH, den Erschaffer und Bildner des Menschen glauben. Vielleicht sind sie in ihren Kinder- und Jugendjahren von Menschen mit einem religiösen Hintergrund geprägt worden. Manche wiederum haben sich oft und tief, andere auch weniger, mit den Werten des menschlichen Lebens auseinandergesetzt ohne jemals von Gott und Kirche etwas gehört zu haben. Sie haben den Wert des menschlichen Lebens und die Früchte des menschlichen Auskommens erkannt. Sie setzen sich nach ihren Möglichkeiten für ein harmonisches verantwortungvolles Miteinander ein, obwohl sie aus berechtigten Gründen nichts mit Christentum oder sonst einer Religion zu tun haben wollen. Uns ist inzwischen klar, dass sie unter dem Segen Abrahams stehen und sich entsprechend einsetzen, obwohl ihnen das absolut nicht bewusst ist und sie das vielleicht – unter gar keinen Umständen – haben wollten. “..und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!” (1Mo 12,3b).

Der Prophet Jeshajahu musste zu den Grossen seiner Zeit reden. Vier Könige waren es: Usijahu, Jotam, Ahas und Hiskijahu. Er musste von dem kommenden Gericht JaHuWaHs sprechen, gleichzeitig aber auch vom kommenden Messianischen Reich. Das sind zwei so gegensätzliche Botschaften, sie gehören aber zusammen. Er musste die Zeit der ersten Verheissung, die Gerichtszeit, durchleben, nicht in einem Kloster, sondern inmitten der Könige, der Regierenden, der Beamten und des Volkes. Wie soll er das aushalten, was soll er reden, damit er nicht Menschen gefällig redet, das wahre Wort JaHuWaHs nicht unterschlägt – zu seinem eigenen Vorteil? Das ist in einer äusserst heiklen Zeit gar nicht so einfach!

In einer ergreifenden Bildsprache unter dramatischen Ereignissen zeigt uns der Prophet seinen inneren Konflikt auf, eine innere Zerrissenheit. Ihm waren die Folgen eines jeden Wortes, das er benützen würde bewusst: “Da sprach ich: Wehe mir, denn ich bin verloren. Denn ein Mann mit unreinen Lippen bin ich, und mitten in einem Volk mit unreinen Lippen wohne ich. Denn meine Augen haben den König, JaHuWaH der Heerscharen, gesehen” (Jes 6,5). Er wusste um die vielen Worte des Menschen, die zu Unheil oder Segen führen können. Die Ereignisse kann jeder für sich nachlesen.
Wir müssen nicht zu Grossen reden. Es steht vermutlich bei keinem von uns eine solche Katastrophe vor der Tür wie zur Zeit des Jeshajahu. Was mich persönlich in diesen Tagen beschäftigt, ist die Frage, wie wichtig nehme ich das was aus meinem Munde kommt? Was rede ich? Wenn wir zu Tische sitzen, über was rede ich? Wie beeinflusse ich die Thematik, den Gesprächsstoff? Wie gehen wir damit um? Was aus unserem Munde kommt hat meistens Folgen. Was folgt auf die Folgen? Was folgt auf die Folgen der Folgen usw.? Ein spannender Bereich in unserem Alltagsleben. Wir haben Einfluss auf unser Umfeld, Partner, Kinder.. Ein Mensch mit unreinen Lippen bin ich und lebe unter Menschen mit unreinen Lippen. Ist da Sünde, dann lassen wir uns von der glühenden Kohle wieder einmal berühren. Ich bin überzeugt davon: es wird unserem ganzen Umfeld gut tun und uns stärken! “Der da vergibt alle deine Sünde, der da heilt alle deine Krankheiten. Der dein Leben erlöst aus der Grube, der dich krönt mit Gnade und Erbarmen” (Ps 103,3).

In dieser frohen Gewissheit grüsse ich dich ganz herzlich und wünsche dir einen entspannten und gesegneten Shabbat. Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen (in der Nähe von Bern) ein: Sonntag, 28. Juli, 14.00 Uhr. Übernachtungsmöglichkeiten sind gegeben.
Anmeldung: k.hunzinger@sunrise.ch / Tel.: 032 396 34 03 und frmazo@hispeed.ch / Tel.: 031 991 69 12.


Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof).
Samstag, 21. und Sonntag, 22. September 2019. Das Thema werden wir noch mitteilen. Beginn: Samstag/Sonntag 11.00, anschliessend jeweils Austausch und Mittagessen. Nachmittag Fortsetzung mit anschliessendem Austausch. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen.


Wir suchen Gemeinschaft in der Bodenseegegend. Uns interessiert eine Schriftauslegung die sich vom prophetischen Wort der Bibel leiten lässt. Wir würden uns freuen uns mit Gleichgesinnten in der Bodenseegegend zu treffen.

Wer sich dafür interessiert kann sich bei Gregor Dalliard melden: gregor@dalliard.ch / +41 27 927 39 30