„Denn du bist Jahweh, deinem Erlöser (Gott), ein heiliges (ausgesondertes) Volk“ (5Mo 7,6; Esr 9,2; Jer 2,3).

Glaubensimpuls 119

Wenn wir mit kirchlichen Leuten über die Juden ins Gespräch kommen und diesen Vers erwähnen, dann sind sie entweder über diese Aussage empört oder setzten die Bemerkung hinzu, „ja nur wenn sie sich zur Kirche bekehren“ oder „ja nur, wenn sie unseren Herrn Jesus annehmen“ oder Ähnliches. Diese Äusserungen werden mit einer solchen Selbstverständlichkeit gemacht, sodass sie unser einen heute auf den Kopf stellen könnten. Der Einzelne ist sich seiner völlig verkehrten antibiblischen Aussage gar nicht bewusst. Waren wir vor Jahren, als wir noch Opfer der kirchlichen Bibelauslegung waren und dessen was die Kirche als Bibel einstuft, nicht selbst Vertreter und Verteidiger dieser Irrlehre? Bei mir war es jedenfalls so.

Doch wie oft haben wir doch alle schon gebetet: „Lass mich deine Wahrheit erkennen, lass mich deine Wege gehen“ und Ähnliches. Wenn Jahweh uns dann erhört und uns seine Wahrheit in der Bibel aufschliesst, dann kann uns gelegentlich schon ganz schön bange werden. Mancher bleibt dann doch lieber in den Verkehrtheiten der übernommenen irrigen kirchlichen Lehren, Festen und Liturgien stecken. Es lässt sich in dieser frommen Masse einfach problemloser und ohne grössere Herausforderungen leben. Scharenweise wird dennoch, ohne mit der Wimper zu zucken, gebetet, „gib uns deinen Geist, damit wir deine Wege gehen“ oder „dein Wille soll an uns und durch uns geschehen, wie im Himmel so auch auf Erden“ und Ähnliches mehr.

Jahweh und sein auserwähltes Volk, das jüdische Volk, sind kein weihnächtliches Spielzeug, sonst existierten sie schon lange nicht mehr. Darum gebot Jahweh Mose nichts zu seinem Wort hinzuzufügen und nichts davon wegzunehmen (vgl. 5Mo 4,2). Vehement vertrat Jahshua diese Worte Jahwehs wie alle Propheten und die Psalmisten. Er verteidigte und bestätigte sie bis zu seinem letzten Blutstropfen (vgl.Mt 4,4; 5,17-18; Mk 12,29-31). Der Psalmist bekennt wie alle seine gerechtfertigten und treuen Glaubensbrüder: „Die Rechtsbestimmungen Jahwehs sind Wahrheit“ (Ps 19,10). „Du aber, Jahweh bist.. gross an Gnade und Wahrheit“ (Ps 86,15). Dass die Juden dem allmächtigen Erlöser Jahweh ein heiliges Volk sein sollen und als solches bestehen bleiben werden, betrachten viele als billiges Märchen, dass für sie weder Hände noch Füsse hat. Sie unterscheiden nicht zwischen gerechtfertigten, treu gebliebenen Juden und abgefallenen.

Die Aufgabe der gerechtfertigten und treuen Juden und der wieder Eingepfropften aus den Abgefallenen, ist es, und wird es immer bleiben, den Schöpfer des Lebens unter den Menschen zu bekennen, gross zu machen und jene Menschen, denen Jahweh das Herz öffnet, zum Gehorsam seiner Ordnungen und zur ungeteilten Anbetung Jahwehs zu führen. Einmal werden alle Menschen dahin geführt werden (Ps 66,4). Das ist auch der Grund warum alle Menschen aufgefordert werden die Juden zu segnen, damit der Segen Jahwehs die ganze Welt und jeden Einzelnen erreichen kann (1Mo12,2-3; 22,17-18). Uns hat dieser Segen inzwischen erreicht, d.h. wir haben die Stellung Abrahams, Isaaks und Jakobs erkannt, die Stellung der Patriarchen, der Propheten, Jahshuas und der Jünger Jahshuas. Wir lernen in die Ordnungen Jahwehs hineinzuwachsen und sie immer besser zu verstehen und umzusetzen. Wir stehen heute im Geiste Jahshuas offen dazu und leben aus dieser Segensfülle. Das macht unseren Alltag echt spannend, wir fahren gleichsam an neuen Ufern und machen unerwartete Erfahrungen!

Die Kirche weigert sich offiziell, windend und schummelnd (dogmatisch), sich dem Auftrag Jahwehs und der Stellung der Juden, die Jahweh seinem erwählten Volk zugeordnet hat, zu unterwerfen, während Jahshua dies mit ganzer Hingabe, bis zum letzten Blutstropfen, tat. Die Juden können machen was sie wollen, sie kommen in den Medien immer schlecht davon, vor allem in den kirchlichen Medien und Kreisen, von denen wir es eigentlich am Wenigsten erwarten dürften. Immer und überall werden ihnen und ihrem Glauben, ihrer Beziehung zu Jahweh, Abstriche gemacht. Ich kenne kaum eine sogenannte christliche Gemeinschaft oder Kirche wo das nicht der Fall ist. Beinahe alle sind sie von der katholischen Ersatztheologie erfasst und geprägt. Dogmatisch ist den Juden in der Führungsspitze des Christentums, im Vatikan, eine bleibende untergeordnete Rolle zugesprochen, es sei denn sie geben ihr Judesein auf, d.h. sie geben ihre Sonderstellung und -beziehung zum himmlischen Vater, dem Schöpfer des Lebens, auf und nehmen die heidnischen Drei-Personen-Gottheiten, Gott den Vater, Gott den Sohn und Gott den hl. Geist an. Von den weltlichen Medien wollen wir sowieso nichts anderes erwarten.

Dass alle kirchlichen Menschen, die sich auf die Bibel berufen und sich als Mitglieder einer Kirche im kirchlichen Geist und Sinn als Kinder Gottes oder als Volk Gottes bezeichnen ist die Folge einer perfekt inszenierten Verführung. Wer die Bibel in ihrer Tiefe studiert und nach der Wahrheit Ausschau hält stellt langsam aber sicher fest, dass ein Kind Gottes oder das Volk Gottes niemals jemand sein kann der keine Gemeinschaft mit den Juden pflegt oder ausserhalb der Beziehung mit den gerechtfertigten und treuen Juden zu leben glaubt. Diese biblische Entdeckung entsetzt manchen christlichen Gesprächspartner. Die Bibel mit ihren Inhalten gehört den Juden. Jahweh hat sie ihnen bleibend anvertraut, niemandem sonst (vgl. 5Mo 4,6-10; Ps 147,19; Mal 3,22; Röm 3,2; 9,4).

Ein heiliges Volk für Jahweh sein schliesst also ausnahmslos immer die Gemeinschaft mit seinem auserwählten Volk und seinen Ordnungen mit ein, die uns nirgendwo sonst als in der Thora, den Propheten und Schriften übermittelt sind, die nie aufgehoben worden sind und die nie von seinem Verwalter (Juden) getrennt gebraucht und eingesetzt werden dürfen. Das wäre und ist der reinste Aufstand gegen Jahweh und seine bestehenden Heils-Ordnungen. Ein Missbrauch seines Willens. Genau das aber macht das Kirchentum! Wir wollen die Mitglieder dieser Einrichtungen als Menschen respektieren und mit ihnen im Frieden leben, denn unser Alltag ist, als Folge von Gerichten, nach dem Willen Jahwehs, mit ihrem Alltag verwoben, wir sind gegenseitig voneinander abhängig, aber wir wollen und dürfen nie ihre Glaubensgenossen bleiben oder werden, damit wir nicht ihrer Plagen neu teilhaftig werden (vgl. 1Mo 11,1-9; Jes 48,20; 52,11; Jer 50,8; 51,6.45; Offb 18,4-5). Babel oder Babylon ist immer der Inbegriff dessen, was ausschaut als wäre es von Jahweh und für Jahweh und nach dem Willen Jahwehs ausgerichtet, gelehrt und geordnet, aber genau das Gegenteil beinhaltet und bewirkt. Es ist kaum durchschaubar. Etwa so wie eine perfekte Verpackung, die den perfekten Inhalt bezeichnet. Der Inhalt aber enthält genau das Gegenteil und hat genau die gegenteilige Wirkung auf den Konsumenten, er führt schliesslich zum Tode!

Wiederum! Wir wollen uns gerne mit der Anbetung des Juden Jahshuas vereinen, der zu der Frau am Jakobsbrunnen, zu dieser Halbjüdin, die dem trinitarischen Götzendienst von Garizim verfallen war, anschliessen: „Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir (die Juden) beten an, was wir kennen, denn das Heil (die Heilsordnungen Jahwehs) ist in (bei,aus) den Juden“ (Jo 4,22). In dieser Freude wünsche ich allen einen gesegneten Shabbat und ein herzliches Shalom u vracha!

Gregor Dalliard