„..und ich will deinen Namen gross machen, und du sollst ein Segen sein! ..und in dir sollen gesegnet sein alle Geschlechter der Erde“ (1Mo 12,2-3).

Glaubensimpuls 78

Wie im letzten Gim 77 angekündigt möchte ich heute etwas auf den ersten Grundpfeiler eingehen der unser Glaubensleben tragen muss. Er gehört zum Glaubensfundament eines bibeltreuen Menschen. Jahweh verhiess Abraham: „Und ich will dich zu einer grosen Nation machen und ich will dich segnen, und ich will deinen Namen gross machen, und du sollst ein Segen sein! Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen (richten); und in dir sollen gesegnet sein alle Geschlechter der Erde“ (1Mo 12,2-3; 18,18; 22,18; 26,4; 28,14; Gal 3,8; Apg 3,25).

Abrahams Nachkommen sind über die Linie Isaak und Jakob gesetzt, allen Geschlechtern der Erde ein Segen zu sein. Dieser Segen bezieht sich nicht nur auf alle Bereiche des irdischen Lebens wie Erfindungen, Wissenschaft, Kunst, Technik, Medizin, Wirtschaft und alle anderen Bereiche des menschlichen Lebens, sondern auch auf das Wesen Jahwehs, die himmlischen Dinge und das heilsgeschichtiche Offenbarungsgut und damit auch auf das heilsame und segensreiche  geistige Leben. Wir finden darum in der Thora (5 Bücher Mose) sowohl die wesentlichsten Aussagen über die Jahweh- und Nächstenliebe und über die ganze zusammenhängende Heilsgeschichte als auch über den alltäglichen erbauenden und segensreichen Umgang miteinander, den respektvollen Umgang mit den Fremden, den verantwortungsbewussten Umgang mit der Schöpfung und medizinische Anleitungen und Verhaltensnormen.

Meistens übergehen und  überlesen wir diesen Lebensreichtum, weil uns von unserer religiösen antijüdischen Erziehung her das Verlangen für diesen zusammenhängenden Offenbarungsreichtum geraubt worden ist und wir einseitig nur auf die Bekenntnisschriften (NT), auf Kirchendogmen und -traditionen fixiert worden sind. Doch die meisten denkenden Menschen empfinden die dem biblischen Zusammenhang widersprechenden dogmatischen Lehren der Kirchen wie ein Mensch ohne Kopf. Wer hat bei einer solch verbogenen und verzerrt vermittelten kirchlichen Bibelauslegung und einer solch eingeschränkten Bibelkenntnis schon Freude und Lust die Bibel in die Hand zu nehmen und darin nach dem zusammenhängenden Lebensreichtum zu forschen? Kirchenführer werden den Unwissenden und Irregeführten gegenüber mit Jahweh (Gott) verglichen und die Lehren der Kirchen als Lehren der Bibel geglaubt.  Darum haben Abermillionen Christen keine Beziehung zur Bibel. Sie finden und wollen auch keine Beziehung zur Bibel. Viele von denen, die eine Beziehung zur Bibel pflegen bleiben tragischerweise krampfhaft an den kirchlich ersatztheologischen Auslegungen haften. Die Gründe sind unterschiedlicher Art. Meistens hält sie die Angst vor dem Verlust ihrer bisherigen gesellschaftlichen Geborgenheit zurück.

Überhaupt gehören in Jahwehs Wesen sowohl die irdischen Segensbereiche, die notwendigerweise zum Leben gehören und ein gesundes und vernünftiges Zusammenleben erst ermöglichen, als auch die geistigen und himmlischen Bereiche untrennbar zusammen. Sie bilden eine Einheit. Sie sind miteinander verwoben. Diese Einheit hat uns die griechische Philosophie, der die Kirchenväter seit dem 4.Jh. völlig erlegen sind, zerstört. Mönchtum, Zölibat, Klosterleben und Papsttum sind Beweise dieser Zerstörung. Darum steht das alte Europa, der Vorzeigekontinent, die Mutter der Kontinente, wirtschaftlich Kopf! Ein Umsinnen auf die ursprünglichen Offenbarungszusammenhänge und -werte tut den Kirchen, der Politik und der Wirtschaft in Europa not.

Abrahams Nachkommen sind über die Isaaklinie vom himmlischen Vater gesetzt allen Geschlechtern der Erde ein Segen zu sein. Sie sollen gerade  dieses Miteinander von irdischem und geistigem himmlischen Segen vermitteln. Wenn Jahweh unser himmlischer Vater redet, dann erfüllen sich seine Worte. So hat er vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet in den Propheten und dieses Reden zuletzt durch Jahshua bestätigt (vgl. Hebr 1,1-2; Mt 5,17-19). Die Juden sind darum nicht nur in geistigen, himmlischen Dingen Spitztenreiter bis zum heutigen Tag, sondern auch in der Forschung und im Erfinden und zwar in sämtlichen  Bereichen des Lebens, egal welches Gebiet wir nennen. Hier spontan zwei Beispiele. Forscher in Israel zeigten vor kurzem ein kleines tragbares handliches Apparätchen mit dem Hundekot in sekundenschnelle an Ort und Stelle zu einem kleinen Häufchen Asche umgewandelt wird. Wir denken an die vor wenigen Tagen publik gemachte hydraulisch-technische Gehrüstung, die es Querschnittgelähmten ermöglicht wieder gehen zu können. Sogar das Treppensteigen kann bewältigt werden.

Die heute lebenden Juden stammen weitgehend von gläubigen Juden ab, die sich in schwersten Zeiten bewährt haben, sonst gäbe es ja keine Juden mehr! Wenn auch in jeder Generation Juden von Jahweh, seinem Wort und seinen Verheissungen abgefallen sind und in der Welt „untergingen“, sich anpassten, assimilierten, der Segen ist ihnen dennoch nicht genommen, obwohl das Gericht nicht ausbleibt. Wenn ein Nichtjude etwas erforscht oder erfindet, lässt es sich sehr oft herausfinden, dass seine Wurzeln jüdisch sind, auch wenn der Betreffende davon nichts weiss. Für die moderne Genforschung amerikanischer Juden sind solche Lichtblicke heute kein Problem mehr.  Ein umwerfendes Thema, das uns sowohl in den Verheissungen Jahwehs als auch durch die ganze Geschichte hindurch bestätigt wird.

Wo immer die Juden hingekommen sind ging es den Menschen besser und zwar in allen Bereichen des Lebens, sowohl in den geistigen als auch in den materiellen und medizinischen Lebensbereichen. Dies machte und macht berechtigterweise Eindruck unter allen Völkern und Religionen, darum wollten auch immer und überall Menschen diesen Erlöser der Juden kennen lernen und ihm angehören, also konvertieren. Durch rigorose Gesetze versuchten die Kirchen und der Islam Konversionen zu verhindern, so wie das übrigens die Griechen und die Römer vor ihnen taten, aus Furcht vor der Rache ihrer Götter. Die Juden kannten und kennen das Prinzip Menschen nicht mit Worten bekehren zu wollen, vielmehr soll jeder Jude so leben, dass die Menschen ihn wegen seiner Jahwehbeziehung und seines Segens (Erfolges) nach seiner Überzeugung und nach seinem Erlöser (Gott) fragen.

Die einzigartige Stellung des israelitisch-jüdischen Volkes in der Heilsgeschichte hat bis heute bei vielen Menschen und Völkern Neid, Missgunst, Hetze, Rufmord, Diffamierung, Demütigung, Vertreibung, Verfolgung und schwerste Verbrechen gegen das israelitisch-jüdische Volk und später gegen die Juden ausgelöst – bis heute. Achten wir auf  die vielen UNO-Resolutionen gegen Israel, die über Jahre laufende finanzielle Unterstützung der Terrororganisationen Hizbullah und der Hamas durch die EU und die Schweiz (Links- und Grünenfaschismus). Achten wir auf das Taktieren mit dem iranischen Präsidenten Ahmadinedschad (vgl. auch Calmy-Rey), der seit Jahren offen die Vernichtung des jüdischen Staates propagiert und aus diesem Zweck an der Atombombe baut. Achten wir auf  die späten apathischen Reaktionen der USA, des Uno-Generalsekretärs Ban Ki-moon und anderer Regierenden auf die kürzlich bei einem Treffen der „Fünften Allianz des Kulturforums“ in der Wiener Hofburg gehaltenen Rede des türkischen Premierministers Erdogan. In beschämender Weise verglich er den Zionismus mit dem Faschismus. Der Zionismus sei ein „Verbrechen gegen die Menschheit“, was quasi einer Leugnung oder zumindest einer Bagatellisierung der Shoa (Holocaust) gleichkommt. Diese religiös-fanatischen Koran-Kreise streben systematisch und offen die Delegitimierung und Destabilisierung des Staates Israel vor aller Welt an, die letztlich zur Ausrottung der Juden führen soll. Die europäische Welt unterstützt den islamischen Terrorismus nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen. Der radikale antijüdische Geist der Gründer des Kirchentums im 4.Jh. sitz in ihren kirchlich geprägten Gliedern, selbst dann noch wenn sie sich als kirchenfremd oder atheistisch ausgeben. Darum reagieren sie gelangweilt, unbeteiligt und schier stumm auf Vernichtungsäusserungen gegen Israel. Darum ist es um Europa nicht gut bestellt.  Mit ihrer finanziellen Unterstützung der Hamasregierung fördern und vermehren die Regierenden der EU und der Schweiz das grosse Leid der palästinensischen Volksmassen ins Unermessliche. Sowohl im Libanon als auch in Gaza sind ganze Volksmassen macht- und schutzlos der Willkür dieser terroristischen Potetaten ausgesetz. Die Manipulierten und Unterjochten werden als Schutzschilder benutzt und wie Propagandamaterial eingesetzt, um den Hass gegen die Juden zu schüren, etwa nach dem Motto: „steter Tropfen höhlt den Stein“ und hält die Geldgeber auf trapp.

Dass die Segensverheissung und die Ausschüttung des Segens bei den Juden ist, das beweist uns die ganze Menschheitsgeschichte. Sie ist randvoll an Beweise. Sich mit dieser Gegebenheit Jahwehs auseinandersetzen und akzeptieren lernen und damit versöhnt umgehen können, kann uns nur in Demut vom Geist Jahwehs über sein Wort geschenkt werden.

Der Segen der Israel gegeben ist kann sich bei einzelnen Juden ins Gegenteil verkehren. Wie sie Spitzenreiter im Guten und im Allerbesten sein können, so können einzelne im Falle einer Loslösung von Jahweh  Spitzenreiter im Bösen sein. Ihnen ist als Volk, und damit auch jedem Einzelnen von ihnen, eine äusserst schwere Verantwortung auferlegt. Ihre Aussonderung, Berufung, Erwählung, Stellung und Sendung ist absolut kein Spaziergang. Gingen oder gehen sie andere Wege als die von Jahweh verordneten, dann wurden und werden sie entsprechend wiederhergestellt (gerichtet) und so an ihre Aussonderung und Aufgabe erinnert. Ein Überrest wird immer treu bleiben.

Diese Wiederherstellungsgerichte waren und sind manchmal sehr hart. Doch wir haben kein Recht über die normalen Ordnungen hinaus über sie zu urteilen und sie zu richten (fluchen), das ist allein Jahweh vorbehalten. Wer über die gängigen Ordnungen und allgemeine Rechte hinaus Juden verdammt (richtet), sollte sich an die Worte Jahwehs selbst erinnern: „..wer dir flucht (dich richtet), den werde ich verfluchen (richten)..“ (1Mo 12,3). Segnen wir die Juden, dann segnen wir uns selbst und schaffen Frieden in unseren Herzen und innerhalb unserer Mauern. Im nächsten Gim möchte ich gerne etwas über den zweiten Grundpfeiler schreiben.

Vom kommenden Donnerstagabend, den 21. 3. bis Sonntag Mittag, den 24. 3. findet im Gästehaus Tannenhöh in Bad Wildbad-Nonnenmiss (Schwarzwald) eine kurze Bibelfreizeit statt zu der ich Interessierte herzlich einladen möchte.

Mit einem herzlichen Shabbat Shalom

Gregor Dalliard