Wiedergeburt! Die Wiedergeburt in JaHuWaH – wie geht das? Teil 1.

Glaubensimpuls 179

Lasst uns in dieser Reihe von Glaubensimpulsen auf das religiöse Geschehen im Zusammenhang von Ostern eingehen und die wunderbare biblische Wiedergeburt in JaHuWaH auf den Leuchter stellen.

Am Dienstag dieser Woche endete in den katholischen Ländern die Fasnacht. Mit dem Aschermittwoch begann die vierzigtägige Fastenzeit. Das Fasten soll die Christen an die angebliche vierzigtägige Fastenzeit ihres trinitarischen Gottes Jesus erinnern. Doch Jahushua von Nazareth war Jude. Die Israeliten aber kannten keine vierzigtägige Fastenzeit, auch Jahushua nicht. Gerade er war es der als jüdischer Rabbi mit erhobenem Finger auf die Thora hinwies und sie in allem lehrte. Kein Jota der Thora dürfte ignoriert werden, d.h. jedes Thema des Lebens muss im Lichte der Thora angegangen werden, damit der Wille des Vaters erfüllt würde (vgl. Mt 5,17-19; Mk 3,34-35; 12,29-33 u.a.m.).

Also haben wir es einmal mehr mit einem schändlicher Missbrauch seiner Person durch die Kirchenväter zu tun. Als tiefgläubiger Jude ist er nie in die niederen heidnisch-religiösen Traditionen der umliegenden Völker abgefallen.

Vierzigtägige Fastenzeiten gab es z.B. im ägyptischen Osiriskult, ebenso zu Ehren der Adonis, einer syro-phönizischen Vegetationsgöttin aus der vorderorientalischen, griechischen und römischen Mythologie und anderer. Einer Kette von Gottheiten wurde durch ein vierzigtägiges Fasten gehuldigt. Als die Kirchenväter aus dem Juden Jahushua von Nazareth eine heidnische trinitarische Gottheit machten übernahmen sie auch die dazugehörende vierzigtägige Fastenzeit. Die Juden kennen nur bestimmte kurze Fastenzeiten.

Alle Staats- und Freikirchen und alle christlichen Gemeinschaften predigen die Wiedergeburt in ihren trinitarischen Gott Jesus Christus, den die Kirchenväter im vierten Jahrhundert offiziell schufen und mit staatlicher Hilfe und Gewalt allen Untergebenen aufzwangen. Sie schufen ihn als Abgrenzung zum Judentum und entgegen der Lehre des Tanach (Thora, Propheten und Schriften). Für alle „Rechtgläubigen“, das heisst für die wahren Christen, ist seither die Wiedergeburt in diesen Gott Jesus hinein der einzige Weg der Errettung von Sünde und Tod. Er ist das A und O der ewigen Errettung und Glückseligkeit.

In was sich Christen in Wirklichkeit hineintaufen lassen oder in was sie in Wirklichkeit hineingeboren werden ist den Wenigsten bewusst. Die meisten Christen interessiert das auch gar nicht. Die grosse Masse kann das verständlicherweise nicht nachvollziehen. Es wird gelehrt, dass Jahushua (Jesus) diese trinitarische Kirche gegründet habe und den Christen die Erlösungsmittel in die Hand gegeben hätte. Ausserhalb der (katholischen) Christen gibt es darum kein Heil. Die katholische Kirche, als die Mutter der christlichen Kirchen, lehrt darum:

(Die heilige römische Kirche, durch das Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet), glaubt fest, bekennt und verkündet, dass niemand ausserhalb der katholischen Kirche — weder Heide noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter — des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der Kirche) anschliesst. So viel bedeutet die Einheit des Leibes der Kirche, daß die kirchlichen Sakramente nur denen zum Heil gereichen, die in ihr bleiben, und dass nur ihnen Fasten, Almosen, andere fromme Werke und der Kriegsdienst des Christenlebens den ewigen Lohn erwirbt. Mag einer noch so viele Almosen geben, ja selbst sein Blut für den Namen Christi vergiessen, so kann er doch nicht gerettet werden, wenn er nicht im Schoss und in der Einheit der katholischen Kirche bleibt“ (Extra ecclesiam nulla salus – Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Extra).

Dieser Lehrsatz hat bis heute nichts an Gültigkeit verloren. Er ist bis heute nie offiziell zurückgenommen worden, weil er zum unverzichtbaren und unveräusserlichen Fundament des christlichen Hauptkirche gehört. Er kann als versteckte „Wahrheit“ zu jeder Zeit offen auf den Tisch gelegt werden. Er bleibt in allen ökumenischen und interreligiösen Gesprächen mit den andern Christen, den Juden und den Religionen der Welt die gebotene geheime Richtlinie der katholischen Dialogpartner. In ihrer naiven und aufrichtigen Art durchschauen die religiösen Gesprächspartner diese versteckte Bosheit des Vatikans nicht, weil sie den frommen Vertretern des Vatikans eine solche Verderbtheit gar nicht erst zutrauen würden.

Fasten ist zwar gesund, kann aber für manchen mit Opfer und Schmerz verbunden sein. Auf jeden Fall soll die Fastenzeit auch eine Zeit des Verzichtes sein, etwas das schmerzlich wahrgenommen sein will. Unter diesen Umständen ist die vierzigtägige Fastenzeit für Katholiken eine indirekte Teilhabe am Blut- und Menschenopfer das ihr Gott im Himmel forderte um den Menschen gnädig zu sein und sie wieder anzunehmen. Ohne dieses, von einem römischen Marterpfahl (Kreuz) heruntertriefenden Blutes, hätte sich ihr Gott im Himmel nie besänftigen lassen. Das kennen wir alle vom alten Heidentum und von unserer früheren Mitgliedschaft in einer der Kirchen oder Gemeinschaften der Kirchenväter. Es ist also nichts Neues.

Der Jude Jahushua wurde nach der Lehre der Kirchenvätern zu diesem Opfer der Versöhnung bestimmt und auserwählt. Er allein konnte den Menschen den Weg in den Himmel wieder ermöglichen, aber nicht als Jude. Darum musste er zuerst entjudaisiert werden. Was heisst das? Erstens durfte er nichts Jüdisches mehr an sich haben und zweitens musste er im Gegensatz zu den Juden stehen. Die Kirchenväter hassten die Juden. Darum wurden die Juden nach ihrer Lehre alle verdammt – für immer. Also war ein Jude aus den Juden, der nicht mehr Jude sein durfte, der ideale Erlöser und Befreier von den Juden, der ideale Feind der Juden.

Ein solcher Jude, der zu den heidnischen Traditionen abfällt würden die Juden nicht akzeptieren. Also wurde aus diesem Juden, nach dem Muster der heidnischen Gottheiten (der falschen „Erlöser“), der Mensch gewordene, der im Fleisch erschienene Gott gemacht. Damit hatte Jahushua nichts mehr Jüdisches an sich. Er war nun eine heidnische Gottheit (ein falscher „Erlöser“). Geschickt und raffiniert sagt es der katholische Paulus der Kirchenväter: „Daher kennen wir von nun an niemand nach dem Fleisch; wenn wir Christus auch nach dem Fleisch (als Jude) gekannt haben, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr so (nicht mehr als Jude)“ (2.Kor 5,16)!

Die Kirchenväter waren aber sehr schlau und äusserst boshaft. Jahushua musste als heidnische Gottheit, als der Erlöser der Menschheit, im Judentum geboren sein. Warum?, und das ist nun sehr wichtig zu verstehen: Denn nur so konnte das zukünftige verheissene Reich, von dem die Propheten redeten und das den Juden zugesprochen war (vgl. Dan 7, 13-14.18.22.27; Sach 14,5.9.16; u.a.m.) den Juden „rechtmässig“ und glaubwürdig entzogen werden und auf die Christen übertragen werden.

So entstand die Lehre, dass Jahushua von Nazareth der Gott im Himmel war, der Fleisch wurde, der Mensch wurde, mit dem nun das verheissene Friedensreich, von dem die Propheten berichten, anbrechen sollte. Doch die Juden stellten sich gegen ihren Mensch gewordenen Gott. Sie baten die Römer diesen Gott an ihrem Folter–Pfahl umzubringen. Das aber tat der grausame Pilatus und Judenhasser angeblich nur mit äusserstem Widerwillen. Also brachten die Juden ihren Gott, der vom Himmel herabgekommen war, um.

Doch damit schufen sich die Kirchenväter ein Problem! Nach der Lehre der Kirchenväter hat sich ihr Gott Jesus als der wahre Gott und der wahre Mensch der vom Himmel herabgekommen war dem Gott im Himmel dargebracht. Wie aber sollte das geschehen, wenn er als wahrer Gott und wahrer Mensch an Weihnachten auf die Erde kam? Dann würde im Himmel doch kein Gott mehr existieren? Wie nur konnte Gott sich als der Mensch gewordene Gott sich selbst als Menschen- und Blutopfer darbringen um die ganze Welt mit sich selbst zu versöhnen? Das geht doch nicht.

Wie sollte dieses Problem gelöst werden? Nach Jahren der heftigen und gewalttätigen Auseinandersetzungen setzte sich eine kleine führende aber gewalttätige Clique von Kirchenvätern für die Lehre einer Dreieinigkeit nach heidnisch-philosophischem Muster durch. Sie setzten diese mit Hilfe der römischen Kaiser durch. Die altägyptische und griechische Logoslehre setzte sich durch. Das war die Lösung: Jahushua ist ein zweiter Gott der vom ersten in eine Jungfrau hineingezeugt worden ist und der die Welt schuf, während der Vatergott seine Hände nicht mit der Bildung einer Schöpfung beschmutzte. Er übergab diesem zweiten Gott alles. Durch ihn sollte alles geschaffen worden sein. Er war zwar Sohn und doch in allem gleich wie die erste Person.

Später kam noch Maria hinzu, als die Mutter des neu geschaffenen Gottes Jesus. Also wurde sie auf dem Konzil von Ephesus 431, unter der Führung des römischen Kaiser Theodosius II., zur Muttergottes (Gottesgebärerin) erhoben. Sie wurde und wird aber als „Heiliger Geist“ angebetet. Die Mutter ist mehr als der Sohn, denn der Sohn kam immerhin aus ihrem Leibe! So darf die Muttergottes als „Heiliger Geist“ angebetet werden. Mohammed verwarf im 6./7. Jahrhundert das Christentum, weil es aus der Mutter Jesu eine dritte Gottheit der Christen gemacht hatte (http://de.wikipedia.org/wiki/Maryam).

Die Kirchenväter wollten die Juden in aller Öffentlichkeit so tief, weitgehend, umfassend und bleibend wie nur möglich schädigen damit ihre Vernichtung das Ziel aller zukünftigen Geschlechter sein würde. Das aber ging nur durch eine entsprechende Philosophie, bzw. Theologie, die mit Hilfe der führenden Macht der Welt, nämlich dem römischen Kaiser dogmatisch als römisches Staatsgesetz endgültig verankert sein musste: Die Juden sind die Gottesmörder (Göttermörder). Wer den regionalen und internationalen Göttern („Erlösern“), wer den Göttern der Siegesmächte und deren Verkörperung (Inkarnation) in den Kaisern die Anbetung und den Kult (Liturgie) verweigerte, galt als besonderer Staatsfeind und Feind der heidnischen Massen. Er galt als Gottesmörder, Mörder der falschen Erlöser.

Ein solcher Mensch oder ein solches Volk machte sich schuldig. Denn die Götter (falschen Erlöser) reagierten auf die Ablehnung ihres Kultes mit Rache. Diese Rache drückte sich aus in den Naturkatastrophen, Erdbeben, Trockenheit, Überschwemmungen, Unfruchtbarkeit, Krankheit, Unglück jeder Art usw. Die Juden galten darum als Atheisten, als Gottlose, d.h. als Götterlose, Erlöserlose. Sie weigerten sich „Erlöser“ (Götter) anzubeten und an ihren Liturgien teilzunehmen. Damit wurden die Juden für jedes Unglück und Missgeschick verantwortlich gemacht, verfolgt, gequält und umgebracht.

Im Heidentum gibt es eine Menge von Gottheiten. Jede Gottheit („Erlöser“) ist für irgendeinen Lebensbereich zuständig und muss in diesem Zusammenhang angebetet und durch Kulte wohlgesinnt gestimmt werden. Dieselbe Tradition und dasselbe Verhalten finden wir im Heiligenkult der katholischen und orthodoxen Kirchen. Jeder Heilige ist für etwas im Alltag zuständig und fordert das Vertrauen und den entsprechenden Kult, sonst folgt das Unglück. JaHuWaH, die Propheten und Jahushua haben diesen Kult strengstens verworfen, weil er die Menschen erniedrigt und krank macht.

Darum befreite JaHuWaH Abraham von diesem Götzendienst, aus diesem Dienst der falschen Erlöser, der falschen Helfer und führte ihn heraus in das neue Leben, in die Wiedergeburt. Dasselbe tat JaHuWaH mit seinem auserwählten Volk, als er es aus der Versklavung, der Unterdrückung und Ausbeutung der Götter („Erlöser“) Ägyptens in die Wiedergeburt führte, in die Freiheit unter seiner Obhut und seinem Segen.

Lasst uns mit dem Gebet von Moshe, dem Mann JaHuWaHs, abschliessen: „JaHuWaH, du bist unsere Wohnung gewesen von Geschlecht zu Geschlecht. Ehe die Berge geboren waren und du die Erde und die Welt erschaffen hattest, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du der Erlöser. Du lässt den Menschen zum Staub zurückkehren und sprichst: Kehrt zurück, ihr Menschenkinder!“ (Ps 90,1-3).

In dieser spannenden Erwartung lasst uns die Tage in seinem Segen wandeln.

Mit einem herzlichen Shalom und einem gesegneten Shabbat

Gregor Dalliard