Wiedergeburt! Die Wiedergeburt in JaHuWaH – wie geht das? Die 8. Verheissung an Abraham (1Mo 12,3c) und ihre Auswirkungen. Teil 3.

Glaubensimpuls 181

Die reiche Bildsprache, die Sprache in Metaphern, durchzieht den ganzen Tanach, sämtliche Bundesschriften. Wie zeigt JaHuWaH Abraham und damit auch uns wie sehr die 8. Verheissung in 1Mo 12,3c wahr werden wird?: „..und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!“ Damit sind die Juden gemeint, die Träger seines Vertrauens, seines Glaubens, durch alle Generationen hindurch.

Wir halten fest: diese 8. Verheissung gehört untrennbar zur Wiedergeburt Abrahams. Sie gehört damit untrennbar zur biblischen Wiedergeburt, zur Wiedergeburt eines jeden Menschen. Schneiden wir sie als wesentlichen Teil der Wiedergeburt ab, dann ist das so, als würden wir einem Menschen beide Beine oder beide Arme abschneiden. Wahrscheinlich noch viel schlimmer! Es wäre wohl so als würden wir einem Menschen den Kopf abschneiden! Grässlich, ungeheuerlich, nicht wahr?

In eindrucksvollen Metaphern zeigt JaHuWaH Abraham auf, was diese 8. Verheissung beinhaltet: „Und ich will deine Nachkommen machen wie den Staub der Erde, so dass, wenn jemand den Staub der Erde zählen kann, auch deine Nachkommen gezählt werden“ (1Mo 13,16). „Und er führte ihn hinaus und sprach: Blicke doch auf zum Himmel, und zähle die Sterne, wenn du sie zählen kannst! Und er sprach zu ihm: So zahlreich wird deine Nachkommenschaft sein!“ (1Mo 15,5).

Nach der vertieften Vertrauensbeziehung auf dem Berg MoriJahu erneuert JaHuWaH diese Zusage. Er verdoppelt sie gleichsam, indem er eine weitere Metapher hinzunimmt: „Ich schwöre bei mir selbst, spricht JaHuWaH, deshalb, weil du das getan und deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast, darum werde ich dich reichlich segnen und deine Nachkommen überaus zahlreich machen wie die Sterne des Himmels und wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist; und deine Nachkommenschaft wird das Tor ihrer Feinde in Besitz nehmen. Und in deinem Samen werden sich segnen alle Nationen der Erde dafür, dass du meiner Stimme gehorcht hast“ (1Mo 22,16-18).

Mit diesen gewaltigen Bildreden: Staub der Erde, die Sterne des Himmels, der Sand am Ufer des Meeres, drückt JaHuWaH aus, was mit der 8. Verheissung gemeint ist. Er deutet eine völlig neue Wirklichkeit an. Es ist etwas so Unvorstellbares, Atemberaubendes. Wir vermögen das im jetzigen Zustand wohl gar nicht zu fassen. Wir sind aber davon erfasst und durchdrungen und vertrauen wie Abraham dieser Verheissung! Mit seinen Handlungen drückte Abraham sein Vertrauen (Glauben) aus, das er JaHuWaH entgegenbrachte. Entsprechend richtete er sein Leben von da ab nach dem Geiste JaHuWaHs aus, genau nach diesen Verheissungen. Trotzdem machte er wohl Fehler im Leben, aber er blieb JaHuWaH und seinen Verheissungen, als dem einzigen Erlöser, sein ganzes Leben lang treu. Darin war er wiedergeboren, vor JaHuWaH gerechtfertigt.

Jeder Leser der Bibel weiss, dass diese Vergleiche mit dem Staub der Erde, den Sternen am Himmel und dem Sand am Ufer des Meeres Bildreden sind, also Metaphern, um uns den unvorstellbaren, alles übersteigenden und alles umfassenden Inhalt der 8. Verheissung darzustellen. Damit ist erstens einmal die unüberschaubare Zahl der physischen Nachkommen Abrahams angedeutet.

Durch die Zerstreuung des israelitisch-jüdischen Volkes in alle Erdteile der Welt und die Vermischung unter die Völker ist der Nachkomme Abrahams in jeder Sippe der Welt zu finden. Selbst dann sogar, wenn diese Abstammung durch die Genforschung nicht belegt werden kann! Selbst dann wenn viele Völker, deren Staatswesen nach den biblischen, demokratischen, sozialen und menschlichen Grundordnungen der Thora funktioniert, sich weigern die Herkunft ihrer Ordnungen aus der Thora, aus dem Judentum, anzuerkennen.

Die Masse des israelitisch-jüdischen Volkes finden wir als assimilierte Menschen vor, d.h. als Menschen denen der Glaube des jeweiligen Volkes unter dem sie lebten aufgezwungen worden ist oder den sie frei angenommen haben. Sie sind in die Völker eingegangen. Die Zahl derer, die ihre israelitisch-jüdische Herkunft längst nicht mehr kennen ist enorm. Ein bestimmter Prozentsatz der assimilierten Juden ist vom Nachnamen her erkennbar, zumindest noch einigermassen – unvermeidbar! Andere assimilierte Juden erinnern sich an ihre jüdischen Eltern, Grosseltern oder Urgrosseltern.

Das aussergewöhnliche Wunder ist die Tatsache, dass sich JaHuWaH durch alle Generationen hindurch ein Überrest des auserwählten Volkes erhalten hat. Unter den grausamen und fürchterlichen Umständen unter denen dieser Überrest jeweils lebte, muss man hier von einem aussergewöhnlichen Wunder JaHuWaHs reden, dass er sich bis heute ein treugebliebener Überrest erhalten hat. Wie sonst würde die 8. Verheissung an Abraham ins Bewusstsein der Menschen von heute kommen?

Das Wunder ist umso grösser wenn wir die menschenunwürdigen und an Bosheit nicht zu überbietenden Mittel in Betracht ziehen, mit denen die Christen eine Masse von Juden im Laufe der Geschichte „bekehrten“ oder samt und sonder zu „bekehren“ versuchten. Die Ersatztheologie, d.h. die Lehre über die für immer vollzogene Verdammnis aller Juden und die darum notwendige „Bekehrung“ zum Christentum als einziger Weg der Errettung, ist heute noch zentrales Lehrdogma aller christlichen Kirchen, Gemeinschaften und Gruppen.

Ich möchte darum noch einmal an Folgendes erinnern: Was wäre aus den vielen Verheissungen JaHuWaHs in der Thora, Propheten und Schriften geworden, die über die Juden vorhergesagt worden sind und zwar in Bezug auf die Endzeit dieses Zeitalters, wenn z.B. im 4. oder 5. Jh. der letzte Jude Christ geworden wäre?

Das sollten wir unbedingt und sehr ernsthaft überdenken! Nur so können wir dem grässlichen religiösen Spuk der Kirchen, der ein so schreckliches Inferno über die Juden und die Menschheit brachte, in unserem persönlichen Leben ein Ende setzen, die Ehre JaHuWaHs wiederherstellen und der Gerechtigkeit genüge tun! Es gäbe schon seit Jahrhunderten keine Juden mehr. Wir würden heute über die Juden reden wie man über ein längst untergegangenes Volk redet, wie etwa die Inkas oder die Etrusker. Was wäre mit den vielen Prophetien im Zusammenhang mit der Endzeit dieses Zeitalters, die sich an den Juden und mit den Juden erfüllen?

Die Propheten sprechen davon nur im Zusammenhang vom auserwählten Volk, dieses einzigartigen Volkes? Wir erkennen daraus eindeutig, ohne Zweifel, dass jeder Versuch Juden zum Christentum bekehren zu wollen ein frevelhafter, teuflischer und verwerflicher Akt des Bösen darstellt.

Die Verheissungen der Bibel die die Christen ab dem 4. Jh. offiziell für sich in Anspruch nahmen, also den Juden widerrechtlich mit Gewalt raubten, beziehen sich allein auf das israelitisch-jüdische Volk, niemals auf eine christliche Kirche oder Organisation. Ist uns das bewusst? Zum Schrecken der christlichen Kirchen machte JaHuWaH seine Prophetien wahr und rief die Juden in SEIN Land zurück. Damit wurde die Theologie der Christen mit einem Schlag zunichte gemacht! Eine längst schon angekündigte Prophetie nach der andern hat sich seither erfüllt und wird sich erfüllen, immer aber im Zusammenhang des auserwählten Volkes. Einzelne christliche Kreise, die sich erst in den letzten Jahrhunderten einigermassen aus den grauenvollen Fängen des Vatikans befreien konnten und die dem Morden von Abweichlern entgehen konnten, fingen an zu verstehen, dass alle biblischen Verheissungen die Juden betreffen. Sie sind zwar israelfreundlich geworden, sind aber leider immer noch vom katholischen Geist der Ersatztheologie besessen.

Zweitens funktioniert, wie oben erwähnt, das Staatswesen vieler Völker bereits nach den biblischen, demokratischen, sozialen und menschlichen Grundordnungen der Thora, selbst wenn sich diese Völker weigern die Herkunft ihrer Ordnungen aus der Thora, aus dem Judentum, anzuerkennen. Die 8. Verheissung an Abraham ist hier schon ganz mächtig wirksam. Meistens sagen die Medien grossmundig, dass Griechenland das Land der Demokratie ist. Das aber stimmt so nicht! Die Juden brachten die Ordnungen der Thora unweigerlich hinaus in alle Welt und beeinflussten ihre Umgebung. Meistens wurden sie von den Einheimischen mit hohen verantwortungsvollen Aufgaben und Verwaltungen betraut, was den Lebensstandard schnell verbesserte. Dadurch hatte ihr Leben nach der Thora Einfluss auf die Umwelt genommen.

Betrachten wir z.B. nur den Wochenrhythmus der sieben Tage. Er findet bereits in aller Welt Beachtung. Wenn auch der Shabbat nicht gefeiert wird, so doch immerhin der von JaHuWaH gegebene Wochenrhythmus der sieben Tage. Die Kirchenväter weigerten sich den Shabbat zu feiern. Das hatte vor allem einen ganz besonderen Grund. Schon vor der Zeit der ersten Jahrhunderte n.u.Z. traten immer mehr gebildete Griechen und Römer zum Judentum über. Die griechisch-römische Kultur mit den vielen Göttern und Götterdramen und den zahllosen Forderungen dieser Götter (falschen Erlöser) empfanden sie als Zeitverschwendung, Elend und Hindernis in der menschlichen Entwicklung. Sie erlebten wie Abraham die Wiedergeburt in JaHuWaH und feierten von da ab den Shabbat.

Das provozierte gewisse einflussreiche fromme heidnische Philosophen die tief in den Götzentraditionen verankert waren. Ebenso den römischen Kaiser, der selbst als Gottheit verehrt wurde und darauf bedacht war das Heidnische durch Vermischung mit dem Biblischen herüberzuretten, was dann auf den Konzilien auch geschah. Sie sahen die religiöse griechisch-römische Kultur gefährdet und untergehen. Sie sahen die Rache ihrer Götter auf sich und das römische Reich zukommen. Also wurde ganz bewusst der zweite Gott der Drei-Gott-Personen, den man inzwischen zum Gott Jesus erhoben hatte, mit dem alten Sonnengott der Auferstehung verschmolzen und für auferstanden erklärt und zwar, wie könnte es anders sein, am Tag des Sonnengottes, am Sonntag. Damit war der Shabbat im römischen Reich weitgehend verboten zu feiern. Viele Christen taten das aber im Verborgenen dennoch, heisst es doch in der 4. Weisung der Thora: „Denke an den Sabbattag, um ihn heilig (ausgesondert) zu halten“ (2Mo 20,8).

Drittens ist in der 8. Segensverheissung das Endziel seiner Verheissungen ausgedrückt, das was uns durch Mark und Bein gehen muss: „Wer hat es gewirkt und getan? Der die Generationen ruft von Anbeginn. Ich, JaHuWaH, bin der Erste, und bei den Letzten bin ich derselbe“ (Jes 41,4). „Du aber bist derselbe, und deine Jahre enden nicht“ (Ps 102,28). JaHuWaH wird diese 8. Verheissung über sein Volk erfüllen. Darum wird die ganze Menschheit das auch im Geistigen erfahren: „Die ganze Erde wird dich anbeten und dir Psalmen singen; sie wird deinen Namen besingen (Ps 66,4).

„Wendet euch zu mir und lasst euch retten, alle ihr Enden der Erde! Denn ich bin Erlöser und keiner sonst. Ich habe bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen, ein Wort, das nicht zurückkehrt: Ja, jedes Knie wird sich vor mir beugen, jede Zunge mir schwören und sagen: Nur in JaHuwaH ist Gerechtigkeit und Stärke. Zu ihm wird man kommen, und es werden alle beschämt werden, die gegen ihn entbrannt waren. In JaHuWaH werden gerecht sein und sich rühmen alle Nachkommen Israels“ (Jes 45,22-25). Rettung, Erlösung ist nur in JaHuWaH!

Die 8. Verheissung an Abraham blieb durch alle Zeiten hindurch der zentrale Inhalt der Verkündigung aller Propheten und zwar auf das Endziel hin. Am Ende dieses Zeitalters wird ein Weltkrieg gegen Israel entfacht, auf den Bergen Israels (vgl. Hes 38; Sach 14). JaHuWaH wird auf dem Ölberg mit seinen Heiligen erscheinen (vgl. Sach 14,4-5). Er wird König sein über die ganze Erde. Sein Name wird einzig sein (vgl. Sach 14,9). Er wird König sein wie zur Zeit Shmuels (Samuels) und davor (vgl. 1Sam 8). Sein Volk wird die Welt evangelisieren. Die Völker werden zur Erfüllung der 8. Verheissung geführt werden (vgl. Sach 8,21-23, Jes 2,2-4). Jahr für Jahr werden Vertreter der Völker nach Jerushalajim hinaufziehen und das grosse Fest der Befreiung, das Fest der Wiedergeburt – Sukkot – feiern (vgl. Sach 14,16). Shabbat für Shabbat wird alles Fleisch JaHuWaH anbeten (vgl. Jes 66,23).

Die Kriege auf Erden werden ein Ende haben, Frieden wird sein (vgl. Jes 2,2-5). Ein neuer Himmel und neue Erde werden vor ihm bestehen (vgl. Jes 66,22). Im Gim 160 bin ich eingehender darauf eingegangen. Der Wille JaHuWaHs im Reich der Himmel wird auch im Reich der Erde gelebt werden. Umwerfend! Was wir verstehen lernen müssen: JaHuWaH zieht all das mit seiner Gemeinde durch, die er auf dem Glauben Abrahams und der Gemeinde, die er sich mit den zwölf Stämmen nach dem Auszug aus Ägypten aufbaute. Das alles hat nichts mit einer heidnisch-christlichen Kirche oder Gemeinde zu tun, die sich frech, rücksichtslos und unter äusserst brutaler Mitteln dazwischensetzte. Das ist von den Propheten eindeutig und unantastbar bezeugt (vgl. Jes 2,2-4; Sach 8,21-23; 14,16 u.a.m.). Die Christen und ihre Theologie gegen JaHuWaH und sein Volk wird entlarvt werden. Sie werden verurteilt und schweren Gerichten ausgesetzt sein, bis sie sich beugen werden (vgl.Sach 14, 12-15; 1,15; Hes 38,22).

Mögen viele aufrichtige Christen sich diesen Gerichten entziehen, indem sie tapfer in der Bibel, im Tanach, weiterforschen, umkehren und in die Arme JaHuWaHs laufen: „Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen JaHuWaHs anruft, wird errettet werden. Denn auf dem Berg Zion und in Jerushalajim wird Errettung sein, wie JaHuWaH gesprochen hat, und unter den Übriggebliebenen, die JaHuWaH berufen wird (Joel 3,5).

Seid herzlich gegrüsst! Allen wünsche ich einen gesegneten Shabbat mit einem brüderlichen Shalom.

Gregor Dalliard