Wiedergeburt! Die Wiedergeburt in JaHuWaH – wie geht das? Teil 2.

Glaubensimpuls 180

Den letzten Gim 179 habe ich mit dem Hinweis auf Abraham, Moshe und das auserwählte Volk abgeschlossen. Sie sind die Kronzeugen der biblischen Wiedergeburt in JaHuWaH. Der himmlische Vater selbst lehrt uns anhand der Thora was er unter der biblischen Wiedergeburt versteht und wie die biblische Wiedergeburt „verläuft“! Als erstes grosses Beispiel gab er uns Abraham. Sehr anschaulich und einprägsam lässt er uns in dieses zentrale Ereignis hineinsteigen. In ihm zeigt er uns etwas völlig Neues.

Zuerst zeigt er uns die frühere Lebensweise Abrahams auf. Wir wissen, dass Abraham einen guten Charakter hatte, dass er aber den Schöpfer des Lebens, den Schöpfer seines Lebens, nicht kannte. Abraham hatte keine persönliche Beziehung zu JaHuWaH, keine Kenntnis seines Wesens. Er wusste nicht, dass es einen Schöpfer gab, der sein Schöpfer war und der gewaltige Heilspläne verwirklichen würde. Die Heilspläne JaHuWaHs waren ihm total unbekannt.

Wegen dieser Unwissenheit und Unkenntnis lebte Abraham in der tiefen religiösen Finsternis. Er lebte innerhalb seines Stammesgefüges, betete die Gottheiten (falschen Erlöser) seiner Familie an, wohl gemäss strenger Tradition. Die religiösen Riten, heute Liturgien genannt, verhinderten ein Leben im Licht, ein Leben in der Freiheit, ein Leben der mündigen Selbstverantwortung vor JaHuWaH. Genau das aber hat der Schöpfer JaHuWaH jedem Menschen zugedacht, doch davon war keine Rede mehr.

Lange später hören wir aus dem Munde Josuas: „Und Josua sprach zu dem ganzen Volk: So spricht JaHuWaH, der Erlöser (Gott) Israels: Jenseits des Stroms haben eure Väter vorzeiten gewohnt, und zwar Terach, der Vater Abrahams und der Vater Nahors, und sie dienten falschen Erlösern (andern Göttern)“ (Jos 24,2).

Von Abraham lesen wir in 1Mo 11,30-31: „Und Terach nahm seinen Sohn Abram und Lot, den Sohn Harans, seines Sohnes Sohn, und Sarai, seine Schwiegertochter, die Frau seines Sohnes Abram; und sie zogen miteinander aus Ur, der Stadt der Chaldäer, um in das Land Kanaan zu gehen; und sie kamen nach Haran und wohnten dort. Und die Tage Terachs betrugen 205 Jahre, und Terach starb in Haran.“

Nun wird die unverdiente Gnade JaHuWaHs wirksam. Es geschieht etwas Ausserordentliches das kein Mensch planen konnte. JaHuWaH nimmt Beziehung mit Abraham auf. Sind wir uns dieses aussergewöhnlichen Geschehens bewusst? Abraham hätte von sich aus niemals Beziehung zu seinem Schöpfer JaHuWaH aufnehmen können, der Himmel und Erde geschaffen hat und ausser dem es keinen Erlöser aus der religiösen Verirrung gibt! Ist das nicht wunderbar, dass der Schöpfer selbst den Schritt des Heils tut?

Was nun folgt mag für Abraham gar nicht einfach gewesen sein, womöglich bestürzend: „Und JaHuWaH sprach zu Abram: Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde!“ (1Mo 12,1). Das hört sich für uns so einfach und abenteuerlich kitzelig an. Wahrscheinlich werden wir die inneren und äusseren Auseinandersetzungen und Zerwürfnisse Abrahams wohl nie ausmachen können, seien sie ganz persönlicher Art oder innerhalb der Familie und der Verwandtschaft. Die Aufforderung an Abraham ist eine dreimalige: „Geh aus ..deines Vaters Haus“, „geh aus ..deiner Verwandtschaft“, „geh aus ..deinem Land“. Das um des Glaubens willen, wer kann das fassen!

Die Aufforderung seine bisherige vertraute religiöse Gemeinschaft zu verlassen und dabei keine Rücksicht auf die Gemeinde oder Kirche zu nehmen kann äusserst hart werden. Wie mancher muss diesen Weg innerhalb seiner Familie und seiner Verwandtschaft gehen. Er muss seine bisherige religiöse Geborgenheit in der er sich bisher – ohne viel darüber nachgedacht zu haben – wohl fühlte, aufgeben, weil ihn JaHuWaH herausruft und er doch bei seiner Familie bleiben will und muss, weil sie seiner bedürfen und umgekehrt. Familiäre Umstände, Arbeitsumstände, einfach das ganze moderne soziale Gefüge erlaubt es nur in seltenen Fällen seine Verwandtschaft verlassen zu können. Das ist vollkommen verständlich!

Doch das Aussergewöhnliche das JaHuWaH mit diesem Ruf verbindet sind die acht Verheissungen, die dieser Aufordeung folgen! Ohne diese acht Verheissungen wäre das Ganze schlichtweg nicht möglich gewesen, einfach unmenschlich. Kaum zu fassen, wie das JaHuWaH machte. Diese Verheissungen, die uns vor Staunen den Atem zerschlagen sind in ein paar Sätzen gesagt. Sie sind aber für die ganze Menschheit, Himmel und Erde, von absoluter Bedeutung und Notwendigkeit. Sie werden jeden und alles beeinflussen und zum Ziele bringen. Sie sind uns in 1Mo 12,1-3 erhalten:

  1. Geh in das Land, das ich dir zeigen werde!

  2. Und ich will dich zu einer großen Nation machen

  3. und will dich segnen,

  4. und ich will deinen Namen groß machen,

  5. und du sollst ein Segen sein!

  6. Und ich will segnen, die dich segnen,

  7. und wer dir flucht, den werde ich verfluchen;

  8. und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!

Was war die Antwort Abrahams? Ja, ich will, ja, ich bin bereit. „Und Abraham ging hin wie JaHuWaH zu ihm geredet hatte“ (1Mo 12,4). Lasst uns HalleluJaHu rufen. Himmel und Erde mussten jauchzen als das geschah und sie werden noch jauchzen. „Und Abraham ging hin“ bedeutet noch viel mehr. Das heisst er löste sich damit von der JaHuWaHlosigkeit, von der frommen, mit Hingabe gepflegten Gottlosigkeit seiner Väter. Er löste sich von den falschen Erlösern (Göttern). Das ist die Wiedergeburt Abrahams.

Vor allem die achte Verheissung geht uns durch Mark und Bein! Mit andern Worten sagt JaHuWaH Abraham: In mir und in der Beziehung die ich jetzt mit dir aufbaue und du mit mir, werden einmal alle Geschlechter der Erde gesegnet werden (sich Segen wünschen, zum Segen sein). Das ist der Wille des Vaters. Diese Beziehung wird nämlich im Reich der Himmel bereits gelebt.

Sie soll so auch auf Erden gelebt werden. Es gibt nicht einen Willen des Vaters für das Reich der Himmel und einen für das Reich der Erde. Diese Scheidung kennen JaHuWaH und seine Propheten nicht, wohl aber die Kirchen und die christlichen Gemeinschaften (Ersatztheologie).

Darum erinnerte Jahushua seine 12 Jünger, Symbol der 12 Stämme Israels – und keiner Kirche!! – die er zu Rabbinen ausbildete, mit aller Sehnsucht und aller Kraft am Willen des Vaters festzuhalten, indem sie weiterhin das zentrale Anliegen des Abba JaHuWaHs im Herzen tragen sollten: „Betet ihr nun so: Unser Vater, der du bist in den Himmeln, geheiligt werde dein Name; dein Reich komme; dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden“ (Mt 6,9-10).

Abraham gehorchte. Er drückte seinen Gehorsam dadurch aus, dass er sich von seiner Familie in Haran löste, die weiterhin ihrem traditionellen Glaubensweg des Götzendienstes huldigte. Abraham kam bis zur Orakelterebinthe, Terebinthe More in Sichem. Die Stadt Sichem (heute Nablus) war zu jener Zeit ein bedeutendes religiöses Wallfahrtszentrum der Kanaaniter, die hier ihren Gottheiten (falschen Erlösern) gegenüber ihre Verpflichtungen eingingen und ihre Opfer erfüllten. Hier erschien ihm JaHuWaH. Hier nun betete Abraham JaHuWaH an, indem er hier in diesem Zentrum der Götzenfinsternis JaHuWaH einen Altar baute (vgl. 1Mo 12,7). Sichem war Sammelbecken der tiefsten JaHuWaHlosigkeit, der verkehrten Glaubenstraditionen, der finsteren frommen religiösen Verirrungen und Abhängigkeiten und damit Zentrum der religiösen Versklavung, der religiösen Unmündigkeit. Hier bekennt sich Abraham zu JaHuWaH und zu seinen Verheissungen.

Abraham zog gleichsam von Kultstätte zu Kultstätte und bekannte sich zu JaHuWaH und den acht Verheissungen, die ihm eine nicht nachzuvollziehende Sicherheit im Schutze JaHuWaHs gaben. Die acht Verheissungen werden mit dem Bundesschluss in Kanaan verankert, für immer gefestigt, unauflösbar! Da hinein wird Abraham von JaHuWaH hineingeboren. Einfach wunderbar und kaum zu fassen (vgl. 1Mo 15). Das Zentrum dieses unauflösbaren Bundes ist das bedingungslose Vertrauen (Glauben) Abrahams auf JaHuWaH und das bedingungslose Vertrauen auf seine Zusagen: „Und er vertraute (glaubte) JaHuWaH; und er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an“ (1Mo 15,6). Abraham war damit und darin nach dem Willen JaHuWaHs ein erlöster Mensch. Das ist es!!

Zum Bundesschluss, zur Wiedergeburt, hinein in JaHuWaH und seinen Willen gehört folgende Aufforderung und Bereitschaft: „Und Abram war 99 Jahre alt, da erschien JaHuWaH dem Abram und sprach zu ihm: Ich bin JaHuWaH, der Allmächtige (El Shaddai). Lebe vor meinem Angesicht, und sei untadelig! Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir setzen und will dich sehr, sehr mehren“ (1Mo 17,1-2). Untadelig leben heisst hier in diesem Zusammenhang: falle nicht in den Götzendienst zurück, werde nicht untreu! Halte an der Beziehung, die ich zu dir aufgebaut habe fest, mag kommen was will. Halte das Ziel immer vor Augen. Der Segen für die Menschheit wird unfassbar sein!

Um die absolute aussergewöhnliche Wichtigkeit der Erwählung Abrahams mit den acht Verheissungen als Segen für die Menschheit hervorzuheben, setzt JaHuWaH ein äusseres Bundes-Zeichen das der inneren Wiedergeburt als Bekenntnis folgen soll: „Und JaHuWaH sprach zu Abraham: Und du, du sollst meinen Bund halten, du und deine Nachkommen nach dir, durch ihre Generationen! Dies ist mein Bund, den ihr halten sollt, zwischen mir und euch und deinen Nachkommen nach dir: alles, was männlich ist, soll bei euch beschnitten werden; und zwar sollt ihr am Fleisch eurer Vorhaut beschnitten werden! Das wird das Zeichen des Bundes sein zwischen mir und euch“ (1Mo 17,9-11).

Er soll Vater einer Menge von Völkern werden, bis hin zu allen Geschlechtern der Erde. Die Menge der Völker wird in derselben Haltung und Überzeugung wie Abraham in die Beziehung zu JaHuWaH geführt werden. Wunderbar und kaum zu fassen. Abraham darf nun Schritt für Schritt lernen in den Wegen JaHuWaHs zu gehen. Das wollen auch wir! Das ist die Gerechtigkeit vor JaHuWaH, das ist die biblische Wiedergeburt. Eine andere kennt die Bibel nicht, wohl aber die Kirchenväter mit all ihren Verzweigungen in zahllose christliche Kirchen und Gemeinschaften.

Auch wir sind aufgebrochen und wurden oder werden Teilhaber dieser Wiedergeburt und Mitarbeiter dieser acht Segnungen, die einmal allen Menschen zuteil werden: „..und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!“ (1Mo 12,3).

Mit einem herzlichen Shalom wünsche ich allen Wiedergeborenen in JaHuWaH und jenen, die von JaHuWaH dazu gerufen und eingeladen worden sind, einen gesegneten Shabbat!

Gregor Dalliard