Was wäre aus den vielen biblischen Prophetien geworden, die über die Zukunft der Juden sprechen, wenn im 4. Jahrhundert alle Juden Christen geworden wären?

Glaubensimpuls 163

Haben sich Christen diese Frage schon einmal gestellt? Auf den ersten beiden Konzilien, 325 uZ in Nizäa und 381 uZ. in Konstantinopel, trafen die Väter des Christentums,zusammen mit den römischen Kaisern, eine schockierende Entscheidung, mit entsetzlichen Folgen. Mit dieser Entscheidung verwarf die Kirche das gesamte biblisch-prophetische Fundament. Sie entstellte das geordnete Offenbarungsgebäude bis zur Unkenntlichkeit. Das Fundament des Lebens ist dem auserwählten Volk vermittelt worden,weil es die Grundlagen des Zusammenlebens der Menschen untereinander und im Umgang mit der uns anvertrauten Schöpfung enthält: ”..und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!” (1Mo 12,3b). Nach dem Willen des himmlischen Vaters JaHuWaH funktioniert der Aufbau des menschlichen Zusammenseins allein auf diesem Fundament. Für einen denkenden bibeltreuen Menschen, der sich schrittweise in die Zusammenhänge des geoffenbarten Wortes hineinarbeitet und die geschichtlichen Abläufe, im Lichte dieses Wortes prüft und überdenkt, bleibt die Entscheidung der Kirchengründer unerträglich. Was trafen sie nun auf diesen Konzilien für eine Entscheidung, die ab sofort im ganzen römischen Reich in Kraft trat?

Sie, die Juden, haben Gott umgebracht. Gemeint ist der damals auf den erwähnten Konzilien dogmatisch festgelegte Jesus-Gott des Paulus. Gemäss heidnischem Muster wurde er als zweite Gott-Person definiert und zu einer der drei christlichen Gottheiten, bzw. Gott-Personen, gemacht. Er, der Jesus-Gott, wurde aber zugleich auch als der Vater-Gott definiert, weil in ihm der Vater offenbar die Gestalt eines Menschen im Fleisch angenommen hatte: “..dass Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnt hat” (2Kor 5,19). Er, Jesus Christus, ist damit zugleich Vater und die zweite Gottheit Jesus Christus. Dennoch aber unterscheidet sich der Vater-Gott von der Gottheit Jesus Christus, da er den Jesus Christus in eine Jungfrau zeugte, “geboren von einer Frau” (Gal 4,4). Entsprechend wurde auf den ersten beiden Christenkonzilien (Nizäa 325 und Konstantinopel 381), ein staatlich verordnetes Glaubensbekenntnis verankert.

Per Gesetz wurde es für alle Christen – und für alle Zeiten – zum Fundament des wahren und unfehlbaren Glaubens gemacht: “Wir glauben.. an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht,wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater..” Damit war die Sache für die Kirchengründer ein für allemal geklärt: Die Juden haben Gott umgebracht, sie sind Gottesmörder! Das geschah unter der Mitbeteiligung und dem Einfluss der kaiserlichen Staatsmacht, der römischen Kaiser Konstantin und Theodosius. Dieses chaotische Glaubensbekenntnis entbehrt jeder biblischen Grundlage, Klarheit und Nüchternheit. Es ist auf den Fundamenten philosophisch-heidnischer Glaubenstraditionen konstruiert worden, in bewusster Abgrenzung zur Bibel, zum TaNaCH, und damit zu den Juden.

Dieses “Grosse Glaubensbekenntnis”, wie es innerhalb der Christenheit allgemein genannt,gelehrt und geglaubt heute noch geglaubt wird, ist – nach christlichem Verständnis – die «Wahrheit», die auf diesen Konzilien den Gründern des Christentums vom «Heiligen Geist» eingegeben worden ist. Diese «Wahrheit» darf darum von keinem Menschen jemals angezweifelt, in Frage gestellt oder aufgehoben werden, will er nicht verdammt werden! Sie zu glauben ist zum Heile absolut notwendig. Wer also diese «Wahrheit» nicht überzeugend glaubt und nicht danach handelt, kann nicht errettet werden! Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65) hielt daran fest: “Die Kirche ist ja in Christus gleichsam das Sakrament, das heisst Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit.” (Dogmatische Konstitution Lumen Gentium Über die Kirche, Art.1) Der Gipfel der frommen Boshaftigkeit, ist wie schon gesagt die Behauptung: JaHuWaH, der Erlöser (Gott) der Juden, hätte durch seinen Geist diese Philosophie auf den Konzilien geoffenbart! Das ist eine besonders perfide Art der Beraubung und der Ächtung der Juden, der Vermischung von Wahrheit und Lüge.

Da die Juden ihren eigenen Gott, der im Fleisch gekommenen war, nicht erkannten und umgebracht hätten, so lehren die Gründerväter des Christentums, hätte ihr eigener Gott sie für immer verworfen. Was die Juden für ihn waren, was er ihnen gab und verheissen hatte, würde jetzt – über die Entschlüsse der römischen Kaiser und der führenden Christenköpfe – Eigentum und Besitztum des neuen römisch-päpstlichen Kaiserreiches, das sich bis heute Kirche (Gemeinde), oder Christentum nennt. Ausserhalb dieses Erbes, ausserhalb der Zugehörigkeit zu dieser Kirche, zum Christentum, gibt es kein Heil, für keinen Menschen, schon gar nicht für einen Juden! Das ist die Grundbotschaft und -entscheidung dieser Konzilien

Wie wir sicher schon wissen, wird diese abstruse, biblisch niemals haltbare Entscheidung der Kirchengründer, und die damit verbundene unrechtmässige Aneignung des geoffenbarten Glaubensgutes der Juden durch die Christenväter, Ersatz- oder Enterbungstheologie genannt. Die Christen sehen und propagieren sich seither, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, als die von JaHuWaH rechtmässig eingesetzten Erben aller Offenbarungen, allen Segens, den JaHuWaH den Juden zugesprochen hat. JaHuWaH soll das so gewollt und gemacht haben. Dieses folgenschwere Verbrechen wird nach wie vor, Sonntag für Sonntag, Jahr für Jahr, von der Christenheit stur, hartnäckig und in ihrer frommen Besessenheit erneuert und aufrecht gehalten. Die Juden sind damit von den Gründern des Christentums, mit Hilfe der Kaiser, der staatlichen Macht, beraubt und enterbt worden. Die Juden gelten seither – hoch offiziell – als die Verursacher aller Übel in dieser Welt In dieser Aussage war der Verlust des Existenzrechtes aller Juden mit eingeschlossen**. Entsetzliche Ereignisse, waren und sind die Folge dieser grauenvollen satanischen Entscheidung – wer will sie etwa leugnen?

Wäre durch die Folgen dieser Entscheidung nicht nur die Juden, sondern auch die ganze Menschheit durch ein unsägliches Elend getrieben worden, könnten wir über einen solchen dogmatischen Glaubenssatz von religiösen Fanatikern, wie die Christenväter sie waren, nur lachen! Doch der religiöse Fanatismus trieb diese Männer zu unvorstellbaren Handlungen und Gräueltaten an. Da vergeht jedem das Lachen. Die Verbrechen der tief religiösen fanatischen islamischen IS-Krieger der letzten Jahre haben uns erschüttert, doch sind sie im Vergleich der Verbrechen christlicher Führer nur ein Schatten! Ab dem 5. Jh, bis über das finstere Mittelalter hinaus, wurden die vom Christentum unterworfen Völker und Menschen, vom Papst und seinen Klerikern, und von den Führenden, innerhalb der vielen Verzweigungen des Christentums, versklaft, ausgebeutet und dumm gehalten.

Die Juden wurden gedemütigt, betrogen, verspottet, verhöhnt, ausgebeutet und grausam gemordet. Sie wurden zu Verbrechen an ihren eigenen Leuten gezwungen. Sie mussten wie Tiere behandelt werden, durften versklavt werden, mussten immer wieder in menschenunwürdigen Zuständen leben, wo Hunger und Seuchen sie laufend dezimierten und Neugeborene kaum überlebten. Wurden ihre Kinder, in einem Augenblick der Unachtsamkeit, von einem Christen, z.B. an einer Strassenecke, husch, husch mit ein paar Wassertropfen auf den Namen der drei christlichen Gott-Personen getauft, dann mussten diese Kinder zwangsweise den Eltern entrissen und für immer in ein christliches Zwangslager für jüdische Kinder gesteckt werden. Dort waren sie den schlimmsten Qualen ausgesetzt. Als gerettete Wesen mussten sie tagein tagaus die entsprechende “gesunde” Lehre und Erziehung, im Geiste der Christenväter, über sich ergehen lassen! Der Schmerz der Eltern übertraf alles! Ja, die Liste der Folgen einer solchen Entscheidung liesse sich tagelang fortsetzen! Sie durchzieht die ganze lange Christen- und Menschheitsgeschichte.

Die definitve Entscheidung für die Ersatztheologie, für die Enterbungstheologie, setzte das auserwählte Volk rund tausendsechshundert Jahre lang einer gnaden- und erbarmungslosen Willkür der Christen aus – und tut es immer noch. Uns macht das heute fassungslos. Dieses höllische Unrecht schreit nach Gerechtigkeit und Wiedergutmachung. Dieses Ausmass an Elend und Leid sucht seinesgleichen. Die Verbrechen gegen die Juden, die dieser Entscheidung folgten, haben im Laufe der Geschichte ein entsetzliches Ausmass angenommen. Sie stellen alle anderen Verbrechen dieser Welt in den Schatten. Die Frage bleibt: Wollen sich die Verantwortlichen der Christenheit diesen Tatsachen überhaupt aufrichtig und von Herzen stellen? Machen wir uns nichts vor: Die Christenführer werden nie gewillt sein, die folgenschwere Lehr- und Glaubens-Entscheidung ihrer gestörten Gründerväter zurückzunehmen. Diese Umkehr zu JaHuWaH kann nur in den Herzen einzelner geschehen. Die Abwendung von diesem finsteren religiösen Imperium, kann sich nur in den Herzen einzelner vollziehen. Niemals aber von den Führern gemeinsam. Damit stünde das Christentum als solches, vor allen anderen der Vatikan, auf dem Spiel. Das will und wird die Christenheit nie riskieren. Wie soll diese Behauptung belegt werden?

Erstens besteht der zentrale Inhalt der christlichen “Bibel” aus der Ersatz- oder Enterbungstheologie. Das sagt schon die Bezeichnung ihrer “Bibel”: Neues Testament! Der Glaube an die Ersatz- oder Enterbungstheologie gehört zur Heilsnotwendigkeit eines Christen. Sie macht das Wesen eines Christen aus, macht den Christen zum Christen! Sie ist in der paulinischen Christus-Theologie begründet und gilt bis zu dieser Stunde, sowohl in den offiziell anerkannten Kirchen, als auch in allen Freikirchen und christlichen Gemeinschaften, als unantastbares Lehr- und Heilsgut. Dies trotz aller verbalen Beteuerungen von Liebe zu den Juden als dem älteren Bruder, von Seiten der offiziellen Kirchen, trotz aller christlichen Israelwerke und der betonten Israelliebe von Seiten vieler christlicher Denominationen. Dies trotz aller interreligiösen Anlässe und Bekundungen, trotz der päpstlichen Besuche in den Beth HaKnesset oder Bejt Knesset (Synagogen), trotz.., trotz..!

Das zeigt sich zweitens gerade in der Gesinnung und Praxis der Christen den Juden gegenüber. Es ist immer noch, nach der Lehre der Ersatz- und Enterbungstheologie, gebotene Praxis Juden für die drei Gott-Personen, den Gipfel der Götteranbetung,umzustimmen, zu bekehren! Eine Schar von christlichen Missionaren unterhält Missionswerke und Einrichtungen mit dem klaren Ziel, Juden von JaHuWaH zu trennen. Viele Missionare sind sich allerdings ihres verkehrten dämonischen Weges nicht bewusst. Mangels Kenntnis der biblisch-prophetischen Zusammenhänge und der ständigen christlichen Indoktrination, sind sie blind gemacht für den Willen des Abba JaHuWaH und sie selbst machen Menschen blind!

Drittens nennen sich christliche Organisationen und Vereinigungen, die der Jesus-Gottheit huldigen, sie anbeten, «Messianische Juden». Diese Gottheit ist aber ein Abbild heidnischer Götter, weil sie “von einer Frau geboren” (Gal 4,4) ist. Sie wollen damit sagen, dass sie die Wiederkunft ihres Jesus-Gottes immer noch erwarten. Das ist aber gegenüber jenen Juden, die von JaHuWaH erwählt, gezeugt und wiedergeboren sind (vgl. 5Mo 32,6.18; 7,6-8), und immer treu zu IHM hielten und halten, ein demütigendes und verabscheuenswertes Verhalten. Mit der Bezeichnung «Messianische Jude», sagen diese Christen im Prinzip nichts anderes, als dass die Juden nicht an das von JaHuWaH verheissene kommende Friedensreich (Messianische Reich) glauben, sondern nur jene Juden,die irrtümlich an einen wiederkommenden Jesus-Gott glauben, der aber nie existiert hat und darum auch nie wiederkommen kann. Jeder bibeltreue Jude glaubt aber an die Verheissungen der Propheten, die vom Anbruch des Messianischen Friedensreiches sprechen,nie aber von der Herrschaft einer Jesus-Gottheit, die “von einer Frau geboren” (Gal 4,4)wird. Das steht ausser Zweifel und müsste von den Christen aus den biblisch-prophetischen Schriften heraus erkannt und bekannt werden.

Nehmen wir nun an, dass spätestens im 4. Jahrhundert der letzte Jude sich ergeben hätte und Christ geworden wäre. Dies auf Grund und als Folge des damals kaum zu ertragenden Gesetzeserlasses der religiösen und weltlichen Führung im römischen Reich. Stellen wir uns das bitte vor: Der letzte Jude hätte seinen Widerstand gegenüber den Gründern des Christentums aufgegeben und wäre Christ geworden? Alle hätten sich, bis auf den letzten Juden, der Taufe unterworfen und hätte damit den Jesus-Gott angenommen, dann gäbe es seit rund tausendsechshundert Jahren keine Juden mehr. Das auserwählte Volk wäre buchstäblich verschwunden und es gäbe nie mehr Juden in Jerushalajim

Was wäre mit den vielen noch ausstehenden Prophetien, von denen JaHuWaH z.B. durch die Propheten Jeshajahu (Jesaja), Jirmejahu (Jeremia); Jecheskel (Hesekiel), Haggai; Sacharjahu, Malejachi und all die anderen spricht? Sprechen sie nicht vor allem und zuerst von den Juden in den Tagen nach der Zerstörung des Tempels, von den Juden in unseren Tagen und von den Juden in den kommenden Zeiten, von den Juden im kommenden Friedensreich, das der Vater ihnen – und nicht einer Kirche oder irgendwelchen Christen übergeben werden wird? Dass JaHuWaH seit vielen Jahrzehnten sein Volk in Israel sammelt, weil er dieses Geschehen vor über zweitausend Jahren durch seine Propheten verheissen hat, ergäbe keinen Sinn, wenn sie alle Christen geworden wären. Es gäbe den neu erstandenen Staat Israel nicht, wenn sie alle zu Christen gemacht worden wären. Das prophetische Wort Sacharjahus, dass JaHuWaH Jerushalajim zum Stemmstein für die Völker ringsum und für alle Völker machen werde, was wir ja gegenwärtig erleben, wäre hinfällig, ergäbe keinen Sinn, wenn sie sich alle zu Christen hätten machen lassen!

Wie sollten sie am Ende der Tage den JaHuWaH in Jerushalajim, bei seinem Erscheinen auf dem Ölberg, «sehen», den manche ihrer Väter im Laufe der Geschichte durchstochen, d.h., bitter enttäuscht haben, wenn es sie als Juden offenbar nicht mehr gäbe, weil sie sich alle zum Christentum «bekehrt» hätten? Es würde keine kommende Erweckung durch die Juden hin zu JaHuWaH geben, hin zu seinen Ordnungen, Rechtsbestimmungen und Shabbaten, von denen die Propheten so klar reden. Wären alle Juden zu Christen gemacht worden, würden am Ende der Tage keine Vertreter aus allen Völkern Jahr für Jahr nach Jerushalajim hinaufziehen, um zusammen mit ihnen Sukkot zu feiern, wie dies JaHuWaH für die kommenden Zeiten voraussagt!

Wenn es keine Juden mehr geben würde, dann wären diese und alle die vielen anderen Prophetien die reinste Lüge. Im Gim 160/Teil 19 habe ich auf eine ganze Reihe von Prophetien hingewiesen, die JaHuWaH durch seine Propheten vor über zweitausend Jahren für die kommenden Zeiten offenbarte. Die Propheten sprechen von den Juden und nicht ein einziges Mal von einer Christenheit unter der Führung einer Mensch gewordenen Gottheit Jesus Christus von einer Kirche oder irgend welchen Christen die vorher entrückt werden und darum nicht anwesend sein könnten! Das sollten wir uns unbedingt zu Herzen nehmen! Ohne treugebliebene, gläubige Juden, wäre der Bundesschluss mit Abraham und die vielen damit verbundenen Verheissungen, Segnungen und Prophetien und der Glaube sämtlicher gerechtfertigter und gerechter Juden, eine wüste Irreführung. JaHuWaH hätte sich selbst und sein auserwähltes Volk vor aller Welt zum Lügner gemacht. Die Geschichte aber legt alles offen!

Nun, nach einer so langen Zeit würde es wohl keine Thora und keine Schriften der Propheten mehr geben. Die Bibel, der TaNaCH (die Thora, Propheten, Psalmen und Schriften) wäre, wie das im Christentum üblich ist, bedeutungslos geworden. Das sogenannte «Neue Testament», als die “Bibel”, hätte sie vollkommen ersetzt. Wir hätten ein radikal entjudaisiertes “NT” als die “Bibel” in unseren Händen. Die wahre Bibel würden wir nicht kennen. Wir wüssten nichts vom Wesen, vom Willen und der Erlösung durch unseren Schöpfer JaHuWaH. Wir sässen noch im finstersten Mittelalter!

Die Bibel, der TaNaCH, sollte nach Absicht der Begründer des Christentums, aus der Welt verbannt werden. Das gelang ihnen aber nie. JaHuWaH liess es nicht zu. Die Gründer des Christentums zerstörten immer wieder Beth HaKnesseth (Synagogen). Sie forderten die blindgehaltenen Volksmassen auf, die Beth HaKnesseth (Synagogen) der Juden anzuzünden. Der berühmte heilige Bischof Ambrosius, einer der grossen Mitbegründer des westlichen Christentums, wird jedes Jahr am 7.Dezember, am internationalen Tag des Honigs, als der honigsüsse Kirchenvater gefeiert. Doch er war alles andere als honigsüss. Er förderte Pogrome und die Verbrennung von Beth HaKnesseth (Synagogen). Der römische Kaiser, der ihn daran hindern wollte, wurde von ihm mit der Exkommunikation bedroht.

Hitler konnte sich bei seinem Tun auf aussergewöhnliche Heilige, auf heilige Bischöfe, wie Ambrosius von Mailand, berufen. Sie suchten nach Thorarollen um sie zu vernichten. Sie nötigten Kaiser und Obrigkeiten Gesetze zu erlassen, die das Lesen der Thora verboten und die Menschen aufforderten nach den Thorarollen zu suchen um sie zu vernichten. Da die Ausrottung der Juden und die Vernichtung der Bibel, des TaNaCH, den Kirchenvätern nicht gelang, versuchten sie die Bibel zu entjudaisieren, umzudeuten, ihr einen anderen Sinn zu geben. Das fing mit den Gründern des Christentum an und wurde von Hitler weitergeführt. Das Entjudungsinstitut (1939 – 1945), der «Zentralabteilung zur Entjudung des religiösen und kirchlichen Lebens» in Berlin, war damit eifrig beschäftigt.

Die erklärte Absicht der Kirchen war und ist durch alle Jahrhunderte hindurch dieselbe geblieben: die Trennung von allem Jüdischen konsequent in allen ihren Tätigkeitsbereichen zu vollziehen. Am besten und effektivsten gelang dies durch Vermischung von Wahrheit und Heidentum! Zur Zeit Hitlers arbeiteten christliche Hirten an der Herausgabe des judenfreien Katechismus unter dem Titel «Deutsche mit Gott». Das war ein weiterer Schritt in die Katastrophe gewesen. Hätte Hitler die ganze Welt erobert, gäbe es keine Juden mehr. Die Bibel war zum bösen Gesetzt abgewertet, die Juden als das Übel der Welt. JaHuWaH, der Erlöser der Juden, war zu einem Monstergott verteufelt. Der Teufel wurde zum Vater der Juden gemacht. Darum sind sie der Grund aller Übel in der Welt. Sie müssen endgültig aus dem Leben und aus dem Gedächtnis der Menschheit verschwinden. Der Vatikan, die Kirchen und die christlichen Gemeinschaften, zeigten von ihrer offiziellen Seite her wenig Interesse, sich dem Geiste Hitlers zu widersetzen. Sich auf die Seite JaHuWaHs und des auserwählten Volkes zu stellen, auf die Seite des Lebens, war für die Christen nicht lohnenswert. Doch aus dem allgemeinen Volk erhoben sich Menschen gegen die Praktiken Hitlers. Manche riskierten ihr Leben, andere wurden beseitigt!

Die vielen Prophetien auf unsere Tage und die Zukunft hin können und dürfen immer nur im Zusammenhang des ganzen Offenbarungsgutes verstanden und verwaltet werden. Dieses gesamte Gut ist von JaHuWaH allein und bleibend dem auserwählten Volke zur Verwaltung übergeben worden. Sie haben den Lebensreichtum empfangen, der die Menschen zum Leben führt – ausnahmslos. Es geht von daher immer nur mit und nie ohne die Juden, ob uns das passt oder nicht. Diese Tatsache hat sich im Laufe der Geschichte immer und immer wieder bewahrheitet. Es wird nach dem Zeugnis der Bibel, des TaNaCH – und der Geschichte – nie eine Heilskörperschaft, eine Kirche oder eine sonstige christliche Gemeinschaft geben, die für sich das Recht beanspruchen könnte, ausserhalb dieser Ordnung den Menschen das Heil vermitteln zu können, den Menschen das geben zu können, was aus der Fülle des Lebens, aus den Weisungen und Rechtsbestimmungen JaHuWaHs fliesst.

Alle Verheissungen sind durchgehend den Juden zur Verwaltung und zum Leben für die ganze Menschheit gegeben. Wer sich in das geoffenbarte Leben einpfropfen lässt, das JaHuWaH seinem auserwählten Volke anvertraute, darf sich als versöhnter Mensch wissen und von Herzen, mit Freude und Dankbarkeit seines Weges gehen. Darum hat er dieses Volk auserwählt. Er selbst richtet über sein Volk, dem er den Reichtum seines Heils für alle Völker anvertraut hat – nicht wir. Erst dann wenn wir versuchen nach den Ordnungen JaHuWaHs zu leben, wären wir ermächtigt, JaHuWaH-lose (gottlose) laue und gleichgültige Juden zur Umkehr aufzufordern. Immer aber zur Umkehr zu JaHuWaH, aber niemals zur Umkehr einer Gottheit, “geboren von einer Frau” (Gal 4,4).

JaHuWaH hat sich durch die lange Zeit von rund tausendsechshundert Jahren immer seinen treuen Überrest bewahrt, der den christlichen Heiden und ihren «Missionaren» tapfer widerstanden hat. Viele von ihnen dienten ihm voller Hingabe und Treue, unter den unvorstellbarsten Umständen. Trotz aller Gräuel und unter äussersten Gefahren, retteten sie sein heiliges prophetisches Wort, das Wort des Lebens, zu uns herüber.

Jeder Versuch einen von JaHuWaH selbst gezeugten und gerechtfertigten Juden in die Jesus-Gott-Falle zu locken, zum Christentum bekehren zu wollen, ist ein Angriff auf den Abba JaHuWaH selbst. Es ist als würde jemand JaHuWaH und sein bleibendes Wort verfluchen. «Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht (von JaHuWaH und seinem Wort abspenstig macht), den werde ich verfluchen (richten), und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde» (1Mo 12,3).

Von Herzen wünsche ich allen Lesern einen gesegneten Shabbat und ein Herz voller Gelassenheit, d.h. ein Herz, das in der Ruhe und sicheren Geborgenheit JaHuWaHs die Dinge des Alltags angeht. Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen (in der Nähe von Bern) ein: Sonntag, 15. Dezember, 14.00 Uhr. Übernachtungsmöglichkeiten sind gegeben.
Anmeldung: k.hunzinger@sunrise.ch / Tel.: 032 396 34 03 und frmazo@hispeed.ch / Tel.: 031 991 69 12.