Die Israeliten, bzw. die Juden, von JaHuWaH verworfen? “..aber nicht mit [rechter] Erkenntnis” (Röm 10,2). Teil 3

Glaubensimpuls 371

Das ist schon sehr seltsam und auch sehr aussergewöhnlich! Nach der Grundlehre der Christen und Moslems sind die Juden das Volk, das als Glaubensgemeinschaft von JaHuWaH definitiv verworfen worden ist und zwar für immer und ewig. Diese Lehre gehört zu den allerwichtigsten Glaubensartikeln beider Religionen. Haben wir uns schon einmal gewissenhaft gefragt, wer ihnen diese Irrlehre untergejubelt hat? Das ist keine Frage, die wir leichtfertig beantworten sollten. Wir müssen uns immer wieder an die geschichtlichen Tatsachen erinnern: Aus dem Geist dieser tief verankerten Grundlehre in diesen beiden Religionen sind im Laufe der letzten 1600 Jahre Abermillionen Juden grausam abgeschlachtet worden. Dieses lehrmässig dogmatisierte schreckliche Urteil sitzt immer noch in den Köpfen von Milliarden christlich und islamisch geprägter Menschen. Darum versuchen beide Religionen die Juden unablässig für ihren eigenen Glauben zu bekehren, den die Gründer der beiden Religionen jeweils als den je einzig wahren geoffenbarten Glauben definiert haben.

In den letzten Jahrzehnten gibt es zwar von führenden Leuten des Christentums und des Islam interreligöse Dialoge und Gebetstreffen, auch mit den Juden. Das aber tun sie bloss um der Welt, der UNO, und wem auch immer, den Schein der Toleranz und eines neuen versöhnlichen Denkens vorzutäuschen. Denn trotz dieser interreligiösen Anlässe ist diese Lehre der Verwerfung der Juden und ihre Vernichtung aus keinem ihrer Heilsbücher (NT, Kirchendogmatik und Koran) gestrichen worden. Den Worten folgen bis heute keine Taten. Das sollte uns nicht erstaunen, wenn wir die Götter kennen, von denen sich das Christentum und der Islam inspirieren liessen. Sie stufen ihre Götter über jegliche Vernunft ein und das bleibt sehr gefährlich, solange sie sich nicht JaHuWaH öffnen.

Die Götter die ihnen Dogmen und Mittel in die Hand gaben, die zu diesen Irrtümern mit ihren grausamen Folgen führten, kennen wir alle sehr wohl. Im Christentum ist es Gott der Vater, Gott der Sohn und Gott der hl. Geist. Es sind die drei paulinisch-konstantinischen Gottheiten die nach drei Jahrhunderten, im 4. Jh. n.u.Z., nach heftigsten Auseinandersetzungen innerhalb der unterschiedlichsten christlichen Glaubensrichtungen, offiziell vom römischen Kaiser als römische Staats- und Reichsgötter allen unter Todesstrafe zu glauben auferlegt worden waren. In ihnen wurden die griechischen, römischen und alle anderen Gottheiten der antiken Welt, theologisch und philosophisch gebündelt dargestellt.

Die erste dieser Gottheiten ist Gott der Vater, der heidnische Theos, der Vatergott aus den griechischen Götterwelten, aber auch aus anderen antiken Kulturen. Er ist im Christentum Roms neu formuliert worden, d.h. alle Eigenschaften der vielen chaotischen antiken Vatergottheiten sind in ihm gebündelt worden. Er repräsentiert also die vielen antiken Vatergottheiten, die z.T. sehr grausam und hinterhältig waren. Er wird seit den ersten Kirchenkonzilien im 4. Jh. von allen Christen als der christliche Übergott, als Gott Vater angebetet.

Die zweite Gottheit die angebetet wird ist Gott der Sohn. Er bündelt alle heidnischen und hellenistisch-heidnischen Logosgottheiten der Antike, die etwas mit der Erschaffung der Welt, mit Materie, mit Veränderung der Weltordnung, mit der Eroberung von anderen Völkern und Ähnlichem, zu tun haben, wie etwa der griechische Schöpfergott Demiurg oder Alexander der Grosse und die römischen Kaisergottheiten. Sie galten als Söhne Gottes. Sie werden gebündelt angebetet unter dem Namen Sohn Gottes und zwar unter dem lateinischen Namen Jesus Christus. Die dritte Gottheit wird unter dem Namen Heiliger Geist angebetet. In der Gottheit Heiliger Geist sind alle antiken Gottheiten der Zügellosigkeit, des Chaos und der Orientierungslosigkeit gebündelt. Diese Gottheiten, unter dem Namen Heiliger Geist gebündelt, kämpfen gegen den gesunden Menschenverstand als Gabe JaHuWaHs. Sie verwerfen den Einsatz des Verstandes. Sie verwerfen ihn als besondere Urteilsgabe die der Schöpfer des Lebens gab. Wir sind unendlich dankbar wenn gerade Jahushua von Nazareth uns an den Verstand erinnert. Auch mit dem ganzen Verstand sollen wir JaHuWaH ergründen und lieben, ebenso den Nächsten. Diese Aufforderung gehört zur absolut wichtigsten Weisung JaHuWaHs. (vgl. Mk 12,29-30). Damit bekennt er seine unabdingbare Treue zu JaHuWaH – bis an sein Lebensende.

Lasst uns im nächsten Gim die Fortsetzung machen! Mit folgendem Bekenntnis der Bibel grüsse ich alle herzlich und wünsche allen guten Mut und allezeit neue Lebenskraft aus den wunderbaren Verheissungen JaHuWaHs, der sein Volk zwar immer wieder her-richtet aber nie verworfen hat: “So spricht JaHuWaH der Heerscharen: Siehe, ich werde mein Volk (!!) retten aus dem Land des Aufgangs und aus dem Land des Untergangs der Sonne; und ich werde sie [zurück]bringen, und sie werden mitten in Jerushalajim wohnen. Und sie werden mein Volk und ich werde ihr Erlöser (Gott) sein in Treue und in Gerechtigkeit. So spricht JaHuWaH der Heerscharen: Stärkt eure Hände, die ihr in diesen Tagen diese Worte aus dem Mund der Propheten hört..” (Sach 8,7-9). Shalom!

Gregor Dalliard