Die Gemeinde JaHuWaHs, die Nachfolge und die Pseudogemeinden. Teil 4

Glaubensimpuls 245

Im letzten Gim 244 wiesen wir auf die völlig unterschiedlichen Inhalte der christlichen und moslemischen Religionen hin, im Verhältnis zu dem Offenbarungsgut des israelitisch-jüdischen Volkes. Nehmen wir diese beiden Religionen, diese Pseudo-Gemeinden, im Lichte der Geschichte unter die Lupe, dann fallen uns ihre grenzenlosen Gewalttaten, ihre Kriege, Kriegsverbrechen und Gräueltaten auf, die wir in diesem Ausmass im Judentum niemals vorfinden. Selbst dann nicht, wenn wir mit äusserster Akribie alle Vergehen der Juden im Detail zusammenzählen wollten, obwohl das israelitisch-jüdische Volk auf eine viel längere Existenz als das Christentum und der Islam zurückblicken kann. Schon allein diese Tatsache müsste uns zu denken geben. Seit einer fast zweitausendjährigen Verfolgungszeit vermochte der Vatikan, selbst mit der späteren Hilfe des Islam, die Gemeinde JaHuWaHs nicht auszulöschen.

Vor rund 70 Jahren unternahm das europäische Christentum einen neuen gigantischen verbrecherischen Anlauf zur Auslöschung der Gemeinde JaHuWaHs. Dieser Anlauf überbot alle Verbrechen die jemals gegen die Gemeinde JaHuWaHs begangen worden sind und begangen werden. Juden wurden millionenfach als schutzlose Masse, wie wehrlose Schafe, vom Christentum grausam behandelt und abgeschlachtet. Dass die christliche Pseudo-Gemeinde, mit Sitz in Rom, dabei keinen Finger rührte, das sollte uns heute nicht mehr wundern. Erst als der Kirche fernstehende Kreise einen breitangelegten Widerstand organisierten und diese schauererregenden Verbrechen publik machten, entgegen dem Willen des Vatikans, entstand allmählich eine Wende. Wenn sich einzelne jüdische Kreise hier und dort auch zur Wehr setzten, sollte uns das in Anbetracht der grauenvollen Zustände unter denen die Juden innerhalb des Christentums zu leben hatten, vor allem in den Ghettos, nicht wundern. Nach dem Krieg tat die Kirche so als hätte sie den Juden immer geholfen. Nach dem Zweiten Weltkrieg vertuschte sie ihre finstere Vergangenheit. Das nur als Erinnerung!

Gegenwärtig werden vor allem im Irak Christen grausam verfolgt und abgeschlachtet. Der Patriarch der chaldäischen Kirche im Irak, Louis Raphael Sako, rief in einem verzweifelten und dramatischen Appell die westlichen Kirchenführer und Politiker auf die Ermordung und Ausrottung der orientalischen Christen zu stoppen. Dieser verzweifelte Appell eines christlichen Führers ist nicht der einzige aus der islamischen Welt. Doch im Westen tut sich nichts Nennenswertes. Weder der christliche Vatikan noch die christlichen EU-Chefs, noch das christliche Amerika reagieren mit nennenswerten Reaktionen auf den grausamen Schmerz ihrer Mitgläubigen in den islamischen Ländern.

Das schmerzt die verzweifelten Christen in den islamischen Ländern zusätzlich, insbesondere die Armen, denen die finanziellen Mittel zur Flucht fehlen. Sollte dieses Verhalten des Papstes, der zusätzlich Präsident eines völkerrechtlich anerkannten Staates ist, wie der Präsident eines jeden anderen Staates, die Massen westlicher Christen, die ihm huldigen, nicht erschrecken und mit Entsetzen erfüllen? Immerhin beansprucht der Vatikan als Führer der gesamten Christenheit gehört und geachtet zu werden. Was steckt dahinter? Schauen wir uns ganz einfach die Zusammenhänge an.

Wie wir schon sahen, steht bei den regierenden Parteien Europas ihr politischer Machterhalt, ihre Ideologie, im Vordergrund und der ist mit den ständigen wirtschaftlichen Erfolgen und Umsätzen gekoppelt. Reich werden und sich noch mehr bereichern – koste es was es wolle – das ist das Motto! Von dieser Gier ist der Westen, der eine Vorbildfunktion innehaben soll, besessen. Diese Besessenheit macht den Westen blind gegenüber den geoffenbarten israelitisch-jüdischen Werten des Lebens, die allein ein JaHuWaH gefälliges und damit ein menschenwürdiges Dasein ermöglichen. Der Westen macht sich reif für anbrechende Gerichte.

Hinzu kommt folgende Tatsache: Da die christlichen Führer des Westens nicht noch mehr Mitglieder unter den Angesehenen dieser Welt verlieren wollen, halten sie sich sträflich zurück und reagieren mit stereotypen nichtssagenden Sprüchen. Ihr Verhältnis zu diesen gewissenlosen, einflussreichen Mächtigen, darf um nichts in der Welt irgendwelche Kratzer abbekommen. Der Vatikan ist ein ausserordentliches Wesen, mit ausserordentlichen diplomatischen „Begabungen“ und Verflechtungen. Das wiederum wird sowohl bei der UNO als auch bei der EU sehr geschätzt. Das wird sichtbar wenn der Papst vor diesen Mächtigen der Welt spricht!

Spricht der Vatikan, die angebliche Darstellerin der himmlischen „Gemeinde“ auf Erden, vor diesen Gremien, verstummt jede Kritik unter den Politikern aus der christlichen Welt. Seit Kaiser Konstantin praktiziert das Christentum seine altbewährte Kuscheltaktik. Wann immer Vorteile winken hüllt es sich in Schweigen. Diese Taktik praktizierte das Christentum, bzw. der Vatikan, 1933 in Form des Reichskonkordates mit Hitler. Eine Vertragsübereinkunft, die Abermillionen Juden in Elend und Tod stürzte. Wegschauen hiess damals die Devise. So machte es der Vatikan über Jahrhunderte in Südamerika. Er stütze die Reichen und verhinderte jeden Fortschritt unter den Armen. Dazu gehörte auch der gegenwärtige Papst.

Wer heute hinschaut und den Mund öffnet wird öffentlich als rechtsradikal diffamiert. Eine traditionelle Abmachung in moderner Kleidung. Er bleibt im öffentlichen Leben auf der Strecke. Da springt kein Kirchenführer in die Bresche. Dies trotz der Behauptung, das Christentum sei die seriöse, gewissenhafte Gemeinde, während die israelitisch-jüdische offenbar wegen ihrer Verdorbenheit für immer verworfen sein soll. Seltsam! Damit lädt sich der Vatikan, der sich vor der Welt als die Stimme des allmächtigen Gottes präsentiert, dem mehr als eine Milliarde Menschen naiv vertraut, ein weiteres Mal ein Jahrhundertverbrechen auf, für das er einmal, beraubt und blossgestellt vor aller Augen dieser Welt, gerade stehen werden muss.

In seinem schlafähnlichen Zustand macht der christliche Westen, der die angeblich wahre Gemeinde des Schöpfers Himmels und der Erde sein will, entsetzliche Dinge. Es gab kein Protest aus den christlichen Führerkreisen, als Obama Hussein Barack dieses Jahr grünes Licht für die Aufhebung des Waffenembargos gegen den Iran gab. Er öffnete dem radikal-islamischen Staat Iran Tür und Tor für die Weiterentwicklung der Atombombe. Was macht der Iran seit dieser Ermutigung? Die iranische Führung bekundet seither offen vor aller Welt wofür sie ihre Raketen baut. Die konventionellen Sprengköpfe auf der Rakete sollen mit einer „kugelförmigen nuklearen Bombenlast“ ersetzt werden. Auf der hochentwickelten Qadr-H-Rakete steht der Slogan in Farsi und Hebräisch: „Isrel muss von der Karte weggewischt werden“. Die christliche Führung freut sich insgeheim, denn dann würde endlich ihre Ersatztheologie vor aller Augen als Wahrheit bestätigt werden. Die gläubigen Juden reden den Christen unaufhaltsam ins Gewissen. Sie sind den Christen ein Dorn im Auge der sie unaufhörlich an ihre frommen Bosheiten erinnert, darum müssen sie aus der Welt verschwinden. Was die Kirchenväter schufen, das soll und muss genährt und aufgebaut werden bis der letzte Jude vernichtet sein wird. Das ist die Aufgabe der Pseudogemeinde.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, ein geheimer Freund des radikalen Islam, nutzt die blindgemachte westliche Führung in primitivster Weise aus. Die auf Materialismus versessenen Politiker und die lebensfremden machthungrigen Kirchenführer haben sich selbst lahmgelegt, blindgemacht. Mit berechtigten Gründen macht sich Erdoğan lustig über den Westen und treibt die Radikalisierung des sunnitischen Islam in der Türkei mit eiserner Hand fort. Auf irgendwelche Kritik aus dem Westen antwortet er mit unverschämter Häme: Wir gehen unseren Weg, geh du deinen Weg. Ihr Christen interessiert uns nicht, ihr seid in den Augen des Islam nichts anderes als Waschlappen und ihr werdet immer Waschlappen bleiben! Jetzt ist unsere Stunde gekommen. In der letzten Zeit enteignete er Kirchen und Kirchenbesitz ohne mit den Wimpern zu zucken – verhaltene Reaktionen kommen aus dem Westen!

Der gemässigte Islam steht dem Glauben Abrahams etwas näher als das Christentum. Er hat von dem auserwählten Volk doch einiges übernommen was die Christen verworfen haben. So etwa den Monotheismus, wenn auch in verfälschter Form, die Enthaltung von Schweinefleisch, die Beschneidung und anderes mehr. In gewissen Suren aber schlummert ein Potential zur Gewaltanwendung, das jederzeit geweckt und umgesetzt werden kann, je nach Umständen. Was soll damit erreicht werden? Der Gemeinde Allahs, der Umma, soll nötigenfalls über den Weg der Gewalt zum Ziel verholfen werden. So unglaublich das erscheinen mag, aber ein ähnliches Potential zur religiösen Gewaltanwendung schlummert auch in gewissen Dogmen der Mutter aller Kirchen, in der katholischen Kirche. Die Absicht ist dieselbe wie beim Islam. Nach ihrem Selbstverständnis steht nur dem Christentum, d.h. dem Papst, als dem Führer der rechtmässigen Gemeinde JaHuWaHs auf Erden, die rechtmässige Herrschaft über diese Welt zu. Ihm allein ist die Herrschaft über alle Menschen zugesprochen. Nach ihrer Philosophie, ihrem Selbstverständnis, ist das so. Das gültige katholische Gesetzbuch, der Codex Iuris Canonici, bestätigt dieses Faktum. Beide Religionen haben dasselbe Ziel: Alle Menschen müssen ihrem religiösen Wahn unterworfen werden, wenn nicht freiwillig so dann mit Gewalt.

Ganz anders lehrt uns das biblisch-prophetische Wort. Wir haben schon oft über den zukünftigen Auftrag der Gemeinde JaHuWaHs gesprochen. Da ist keine Rede von offener oder versteckter Gewalt. JaHuWaH spricht über seine Propheten von der Sehnsucht ganzer Völker nach der Wahrheit, die in die wahre Gemeinde streben werden (vgl. Sach 8,20-23; Jes 2,2-4; 66,23; 14,16; Jer 3,14-17; 31,31-34; Mi 4,1-4; Ps 25,8-9; Dan 7,27 u.a.m.). Durch die Umkehr zu JaHuWaH, zu seinen Rechtsbestimmungen, Ordnungen, Weisungen und Shabbaten wird die Welt in die Gemeinde JaHuWaHs eingehen, ohne Intrigen, Gewalt und Kriege. Das ist einzigartig und umwerfend!

Denn von Zion wird Weisung ausgehen und das Wort JaHuWahs von Jerushalajim. Und er wird richten (wiederherstellen) zwischen den Nationen und für viele Völker Recht sprechen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Speere zu Winzermessern. Nicht mehr wird Nation gegen Nation das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr lernen. Haus Jakob, kommt, lasst uns im Licht JaHuWaHs leben! (Jes 2.4-5). Einzig die Liebe zu JaHuWaH verändert den Menschen. Die Thora lehrt die JaHuWaH-Liebe die mit der Nächstenliebe einherschreitet als die höchste und wichtigste Weisung im Leben eines Menschen. Was alle gläubigen Juden, alle Propheten und Rabbis bis dahin bestätigten, das bestätigte auch Jahushua von Nazareth. Im nächsten Gim, 246, möchten wir diese Gedanken fortsetzen.

„Nicht mehr wird die Sonne dir als Licht am Tage dienen noch als heller Schein der Mond dir leuchten; sondern JaHuWaH wird dir zum ewigen Licht sein und dein Erlöser (Gott) zu deinem Glanz. Nicht mehr untergehen wird deine Sonne, noch wird dein Mond abnehmen; denn JaHuWaH wird dir zum ewigen Licht sein. Und die Tage deiner Trauer werden ein Ende haben. Und dein Volk, sie alle werden Gerechte sein, werden das Land besitzen auf ewig, sie, ein Schössling der Pflanzungen JaHuWaHs, ein Werk seiner Hände, sich zu verherrlichen. Der Kleinste wird zu Tausend werden und der Geringste zu einer gewaltigen Nation. Ich, JaHuWaH, werde es zu seiner Zeit schnell ausführen“ (Jes 60, 19-22).

Welch eine Zuversicht! Von Herzen wünsche ich allen einen gesegnete Shabbat und Tage voller Zuversicht. Shalom!

Gregor Dalliard