Die Gemeinde JaHuWaHs, die Nachfolge und die Pseudogemeinde. Unumstössliche Fakten. Die Berliner Mauer. Teil 3

Glaubensimpuls 244

Wir machten uns im letzten Gim Gedanken über die biblische Gemeinde und die Nachfolge. Schon länger stellen wir Folgendes fest! Die wenigsten Christen wollen sich dem biblischen Zeugnis, über das was die Gemeinde JaHuWaHs ist, stellen, umkehren und JaHuWaH folgen – im Geiste Jahushuas. Sie weichen dem „Blick“, den „Augen“ JaHuWaHs, aus. Sie suchen nach tausend Ausflüchten, weil sie sich weigern in sein „Angesicht“ zu schauen, wie das übrigens Jahushua mit grosser Freude und mit voller Überzeugung tat, alle Tage seines Lebens. Zwei Fakten machen diese Tragik noch grösser.

Erstens weil Jahushua von Nazareth, auf den sich doch ausnahmslos alle Christen berufen, Teil der biblischen Gemeinde war, denn sie kann nur biblisch-jüdisch sein. Wollen wir dieses Faktum verständlicher vermitteln, dann sagen wir: Er war Mit–Glied der jüdischen Gemeinde ! Anstelle des Begriffes „biblische Gemeinde“ werden in der Bibel auch andere Begriffe verwendet, wie etwa „Eigentumsvolk“, „Sohn“, „Söhne“, „Israel“, „Juda“, „Auserwählte“ und andere Begriffe mehr. Wir erinnern uns: Jahushua war nie Mit–Glied der christlichen Pseudogemeinde, weil es nie eine andere gab und geben wird als die auf dem prophetischen Wort gegründete Gemeinde! Er hat nie eine christliche Gemeinde gegründet! Der Gründer der christlichen Pseudogemeinde, derjenige der der christlichen Pseudogemeinde Struktur und Dogma verlieh, besser, der ihr das know how gab, war ein Kirchenvater, der uns unter dem Namen Paulus bekannt ist.

Zweitens besitzen alle überzeugten Christen irgend eine Übersetzung jener Bibel, aus der heraus Jahushua von seinen jüdischen Eltern und den Rabbinern seiner Zeit erzogen worden war. Aus dieser Bibel schöpfte Jahushua seine Glaubensüberzeugung. Er lebte daraus. Er verteidigte sie als die einzige verbindliche Botschaft, die alle Lebensinhalte der Gottes- und Nächstenliebe, d.h. der JaHuWaH- und Nächstenliebe, in sich vereinigt. Im Bekenntnis zu dieser Bibel, zu diesen Lebensinhalten, erlitt er den Tod durch Pfählung. Er starb diesen Tod mit rund 6000 seiner Glaubensbrüder, die unter der zehnjährigen grausamen Herrschaft des Pontius Pilatus hingerichtet worden waren.

Nun, gegen die fromme Hirnwäsche der Kirchenväter und ihrer Nachfolger, die diesen religiösen Irrwahn im Laufe der Geschichte mit unsäglichen Gesetzen und Vorschriften vertieften und den Menschenmassen einbläuten, scheint kein Kraut gewachsen zu sein. Seit bald 2000 Jahren funktioniert diese Psychologie. Dennoch! Es ist jetzt eine Zeit angebrochen, in der selbst das traditionsreichste und perfekteste religiöse System der Hirnwäsche zu fallen beginnt. Selbst die frömmste Hirnwäsche kann dem biblischen Zeugnis nicht für immer standhalten. Was in vielen aufrichtigen Herzen zu Fall kommen muss, muss zu Fall kommen, soll es eine Zukunft geben. Die Berliner Mauer kam zu Fall, weil dort keine Mauer für immer aufgerichtet werden konnte, für immer aufgerichtet sein durfte. Sie gehörte nicht dahin. Diese Scheidung, diese Trennung, war ein Ärgernis, eine Traurigkeit, ein Schandfleck, dem Deutschen Volk zum Schaden. Der Jubel war gross, als sie fiel. Der Aufbau des neuen Zusammenlebens zwischen den zu lange Geteilten, ist nicht immer so einfach.

So ist unser Weg hinein in den Glauben des Jahushua von Nazareth. Es ist kein einfacher Weg, denn die Trennung, die Scheidung, zwischen seinem Glauben und unserem Glauben hat bereits viel zu lange gedauert. Wir müssen erst in kleinen Schritten verstehen lernen, wie der Glaube Jahushuas, auf den sich die Christen doch alle berufen, in Wirklichkeit ausgesehen hat. Mauern müssen fallen, wir kommen einfach nicht darum herum. Wie anders wollen wir teilhaben an jenem inneren Frieden, den die gläubige Gemeinde, das Eigentumsvolk JaHuWaHs, immer wieder fand und in den hinein es die Menschheit führen soll und wird – nach dem Willen des Abba JaHuWaH?

Wenn die Bibel unzweideutig bekennt, dass gegen Ende der Zeitalter alle Völker den Namen JaHuWaH als den einzig EINEN Erlöser anrufen, Sukkot feiern, oder die Shabbatruhe leben werden, wie soll denn das geschehen, wenn nicht zuerst gewaltige christliche Mauern, die als aufgerichtete Lehrdogmen uns davon trennen, einfallen? Wie der Wille des Vaters im Himmel gelebt wird, so soll er auf Erden von Jahrhundert zu Jahrhundert mehr und mehr gelebt werden. Das heisst JaHuWaH nachfolgen wie Jahushua. Darum lehrte er, woran wir doch immer und immer wieder gerne und voller Dankbarkeit erinnern wollen: „Betet ihr nun so: Unser Vater, der du bist in den Himmeln, geheiligt werde dein Name; dein Reich komme; dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden“ (Mt 6,9-10). Was im Himmel bereits als Ordnung gelebt wird, das soll auch auf Erden gelebt werden, denn beide gehören zu JaHuWaH, Himmel und Erde, untrennbar. Ist das etwa nicht wunderbar?

Im Zentrum unserer Gedanken stand Abraham in seiner Nachfolge. Die zentrale Botschaft der Bibel ist, Abraham verliess den Polytheismus (Vielgötterei), weil er zum Monotheismus, d.h. zum einzig EINEN Erlöser (Gott) geführt worden war. Die Mauer der Trennung fiel! Polytheismus ist eine Mauer, die Menschen zwischen sich und JaHuWaH aufbauen, eine Mauer die da nicht hingehört! Im abrahamitischen, und damit im hebräischen Sinn, hat Monotheismus eine völlig andere Bedeutung als im Christentum und im Islam. Der abrahamitische Monotheismus ist mit völlig anderen, mit umfassenderen und tiefgründigeren Inhalten gefüllt als der Glaube des Christentums und des Islams. Christentum und Islam sind verzerrte Formen des abrahamitisch-prophetischen Wortes und seiner Gemeindedarstellung. Sie dürfen in keiner Weise mit dem klassischen biblischen israelitisch-jüdischen Monotheismus gleichgesetzt werden. Zudem hat das Christentum mit seinen drei Gott-Personen überhaupt nichts mit Monotheismus zu tun, schon gar nicht die katholischen und orthodoxen Kirchen mit ihrem Anbetungskult der Toten (Heiligen).

Diese beiden Religionen, die sich als die wahre Gemeinde bezeichnen, müssen im Licht der israelitisch-jüdischen Propheten, des biblischen Zeugnisses, beurteilt werden. Daran kommt niemand vorbei, der sich mit diesen Religionen gewissenhaft beschäftigt und mutig und freudig seine Konsequenzen daraus ziehen will, ja ziehen muss. Warum? Weil beide sich auf den Monotheismus des israelitisch-jüdischen Volkes, der Gemeinde JaHuWaHs, berufen. Beide Religionsgründer nahmen aus den israelitisch-jüdischen Lebensreichtümern heraus was ihnen passte um ihre Vorhaben zu rechtfertigen. Sowohl der Kirchenvater Paulus als auch Muhammad. Die ganze arabische Welt war zuerst vom Monotheismus der Israeliten beeinflusst, wurde dann aber paulinisch, d.h. christlich-griechisch und schliesslich islamisch. Lasst uns im nächsten Gim diese Gedanken fortsetzen!

„Höre, mein Volk, auf meine Weisung! Neigt euer Ohr zu den Worten meines Mundes! Ich will meinen Mund öffnen zu einem Spruch, will hervorbringen Rätsel aus der Vorzeit. Was wir gehört und erfahren und unsere Väter uns erzählt haben, wollen wir nicht verhehlen ihren Söhnen und dem künftigen Geschlecht erzählen die Ruhmestaten und seine Macht und seine Wunder, die er getan hat. Denn er hat ein Zeugnis aufgerichtet in Jakob und ein Gesetz aufgestellt in Israel und gebot unseren Vätern, sie ihren Söhnen kundzutun, damit das künftige Geschlecht sie kenne, die Söhne, die geboren werden sollten, und auch sie aufständen und sie ihren Söhnen erzählten. Damit sie auf JaHuWaH (Gott) ihr Vertrauen setzten und die Taten JaHuWaHs (Gottes) nicht vergässen und seine Gebote befolgten. Damit sie nicht würden wie ihre Väter, ein widersetzliches und widerspenstiges Geschlecht, ein Geschlecht, dessen Herz nicht fest war und dessen Geist nicht treu war gegen JaHuWaH (Gott),..“ (Ps 78,1-7).

Es gibt in der Bibel auch viele ermutigende Zeugnisse über die Gemeinde JaHuWaHs: „Doch du bist heilig (ausgesondert aus den Göttern, anders als die Götter), der du wohnst unter den Lobgesängen Israels. Auf dich vertrauten unsere Väter; sie vertrauten, und du rettetest sie. Zu dir schrien sie um Hilfe und wurden gerettet; sie vertrauten auf dich und wurden nicht zuschanden“ (Ps 22,4-6).

Von Herzen wünsche ich allen einen gesegneten Shabbat und Shalom!

Gregor Dalliard