Die Gemeinde, die sich JaHuWaH selbst erworben hat steht gegen jede Ersatz- bzw. Enterbungstheologie der Christen!

Glaubensimpuls 164

JaHuWaH, der Vater und Schöpfer unseres Lebens, hat nur eine Gemeinde geschaffen. Seine Gemeinde ist das von ihm souverän auserwählte Volk der zwölf Stämme. Auf Abraham, Jizchak (Isaak) und Jakob baute er seine Gemeinde auf. Ihr gab er die Schlüssel zum Leben. D.h. allein diese Gemeinde hat er aus allen Völkern auserwählt, allein dieser Gemeinde vertraute er sein Herz an, ihr allein vertraute er seine Gedanken an. Ihr allein vertraute er das Leben an, d.h. er gab ihr die Ordnungen für das ihm wohlgefällige Gemeindeleben.

Sein Wille geschieht im Himmel, so soll sein Wille auf Erden geschehen: „Und ich gab ihnen meine Ordnungen, und meine Rechtsbestimmungen liess ich sie wissen, durch die der Mensch, wenn er sie tut, lebt. Und auch meine Shabbate (Festzeiten) gab ich ihnen, dass sie zum Bundes-Zeichen seien zwischen mir und ihnen, damit man erkenne, dass ich, JaHuWaH, es bin, der sie heiligt (aussondert)“ (Hes 20,11-12). Nach dem Zeugnis und Bekenntnis der Bibel ist nur diese Gemeinde geheiligt, d.h. von JaHuWaH ausgesondert. Sie sind die Heiligen, d.h. korrekt übersetzt, die Ausgesonderten. Sie lernen aus den Ordnungen JaHuWaHs zu leben und sie allen Menschen als Segen des Lebens zu vermitteln.

Es geht in erster Linie um JaHuWaH, den Schöpfer allen Lebens, der uns seine Ordnungen, Rechtsbestimmungen und Shabbate zum Leben gab. Leben wir in seinen Ordnungen haben wir sein Leben, das Leben. An „zweiter Stelle“ geht es um die Juden, denen er sich mit seinen Ordnungen geoffenbart hat! An zweiter Stelle habe ich in Anführungszeichen gesetzt, um hervorzuheben, dass JaHuWaH die Juden nicht an zweiter Stelle sieht. Er identifiziert sich in allen Dingen mit den Juden. Das zeigt uns das nicht zu fassende Vertrauen, das er über Abraham in sie gelegt hat. Damit tragen die Juden auch eine aussergewöhnliche Verantwortung in der Verwaltung, im Gemeindesein, im Umgang mit den geoffenbarten Ordnungen. Der Umgang JaHuWaHs mit ihnen ist darum auch anders als mit der übrigen Welt!

Mit immer mehr Menschen bin ich erfreut, glücklich und dankbar für den Zugang zu seinen Gemeindeordnungen, über seine Gemeinde, das Zwölfstämmevolk, das er sich selbst erwählt hat – aus reinster Gnade. Lasst mich eine tiefe Aussage des Juden Shaul aus Tarsus zitieren, die wir als echt erkennen: Ihr seid „unter sie (die Juden, die Gemeinde JaHuWaHs) eingepfropft und der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaumes mit teilhaftig geworden“ (Röm 11,17). Nun, leider ist auch diese grundlegende Wahrheit von den Kirchenvätern mit völlig sich widersprechenden philosophischen Gedanken vermischt worden. Darum wird sie von den Kirchen ganz einfach überlesen oder aus dem prophetischen Kontext gerissen.

Allein aus Gnaden werden wir hineingeführt in seine Gemeinde. Nun dürfen wir schrittweise hineinwachsen in den Reichtum seiner Gemeinde, den wir in der Bibel finden. Wir dürfen aus dieser Fülle täglich leben lernen, miteinander austauschen und mit viel Freude und Gewissheit unseren Weg gehen. Manche Dinge können wir nicht auf Anhieb verstehen. Wir dürfen aus den wunderbaren tiefen Zusammenhängen seiner Offenbarung Segen, Rechte und Pflichten verstehen lernen. Das aber geht nicht von heute auf morgen, das braucht Zeit und die sollen wir uns auch nehmen. Aber genau das macht unser Leben spannend, denn es ist von neuen Herausforderungen getragen.

Selbst der Verlust von lieben Menschen, mit denen wir auf der Suche nach der Wahrheit ein Stück gemeinsamen Weges gehen durften, wird im Reichtum der Gnadenerweise JaHuWaHs nicht mehr als Verlust empfunden. Die Zugehörigkeit zu seiner Gemeinde ist auch kein Verlust von Freiheit, wie das manche annehmen. Nein, es ist ein Aufatmen. Es ist ein Wachstum hinein in die Eigenständigkeit, in die Eigenverantwortung, die JaHuWaH für jedes seiner Geschöpfe vorgesehen hat und die er auch fordert. Darin ehren wir unseren Schöpfer Abba JaHuWaH.

Es braucht auch Zeit bis jemand erkennen darf, dass es sowohl für JaHuWaH als auch für alle seine Propheten – auch für Jahushua (Jesus) – keine andere Gemeinde neben der bestehenden geben kann. Als ehemalige Menschen der Kirchen haben wir eine völlig entgegengesetzte Denkweise über das was Gemeinde ist. Wird ein kirchlich geprägter Mensch zum ersten Mal mit dieser Tatsache konfrontiert kann er tief schockiert sein. Keine Organisation darf und kann sich selbst als Ersatz oder an die Stelle der wahren biblischen Gemeinde setzen, auch keine christliche. Das zu verstehe ist keineswegs einfach. Doch das Wort JaHuWaHs zeigt uns diese Zusammenhänge auf. JaHuWaH hat nie eine andere Gemeinde, neben seiner Gemeinde, vorgesehen. Davon spricht kein einziger seiner Propheten, auch Jahushua nicht!

Gemeinden oder Glaubensorganismen ausserhalb dieser bestehenden biblischen Gemeinde gibt es darum nach der biblischen Ordnung nicht, jedenfalls können diese sich nicht auf das zusammenhängende prophetische Wort JaHuWaHs berufen. Das wird zwar mit vielen biblischen Zitaten versucht, wer aber diese Bibelstellen gewissenhaft in ihrem Zusammenhang überprüft, wird den Missbrauch erkennen. Schauen wir tiefer in die Bibel hinein, dann fällt uns immer deutlicher auf, dass die christlichen Gemeinden einzig und allein auf dem ersatztheologischen Fundament der frühen Kirchenväter aufgebaut sind. Ihr Argument basiert auf die vermeintliche und angebliche Verwerfung des auserwählten Volkes durch JaHuWaH selbst, und zwar ein für allemal.

In einer schändlichen und äusserst verwerflichen Lehre behaupten die Ersatz- bzw. Enterbungstheologen, JaHuWaH hätte sein auserwähltes Volk verworfen, weil es den Messias, den Jesus-Gott, verworfen und umgebracht hätte, vor allem aber darum, damit durch diese vorübergehende Verwerfung das Heil zu den Heiden komme und eine bestimmte Zahl von Heiden den Zugang zur Kirche, zur Gemeinde des Jesus-Gottes, finden würde.

Nur einige Juden, eine Auswahl, hätten den trinitarischen Jesus-Gott erkannt und darum den Weg in die wahre neue Gemeinde des Jesus-Gottes gefunden, durch Gnade! Diese hätten das Ziel bereits erlangt, die anderen seien verstockt worden und seien dem Geist der Schlafsucht verfallen (vgl. Röm 11,6-8).

Die Juden hätten zwar die gerechte Strafe empfangen, aber nur bis der Messias, der Jesus-Gott, im Triumpf wiederkommen werde. Und weil der Jesus-Gott treu sei und die Juden niemals ganz verwerfen werde, weil er sich ja nicht widersprechen könne, werde er mit seiner Gemeinde, den Christen, die vorher entrückt worden wären, wiederkommen und allen Juden die Augen für sich und die neue Gemeinde (Kirche) öffnen. Sie würden dann entsetzt und voller Qualen erkennen, dass sie ihn durchstochen hätten. Die Folge würde sein, dass die Juden den Jesus-Gott anbeten würden, da er sie nun habe erkennen lassen, dass die Kirche, die er auf Petrus gegründet hätte, die wahre Gemeinde sei. Das Christentum sei der allein wahre Weg des Heils, ausserhalb dem es keine Errettung gäbe, auch für die Juden nicht! Nur wer den Jesus-Gott annehme könne errettet werden. Nur wer nach dem Ritual auf die trinitarischen Gottheiten oder den Jesus-Gott getauft sei, gehöre zur wahren Gemeinde und sei darum errettet. Das ist eine niederträchtige, an Bosheit nicht zu überbietende Lehre der Vertreter der Ersatztheologie. Diese Lehre widerspricht dem biblischen Zeugnis absolut. Sie ist unter anderem auch ein Missbrauch der Aussage in Sacharjahu 12,10 und vieler anderer prophetischer Aussagen, die aus dem Kontext gerissen worden sind.

Diese verwerfliche Philosophie untergräbt, schändet und zerstört die Ehre und die Autorität JaHuWaHs und seines bleibenden und gesunden Wortes. Sie wird dem Juden Shaul zugeschoben. Ich bin aber bis jetzt der Meinung, dass sie aus der Feder des katholischen Paulus stammt, d.h. aus der Feder der Kirchenväter, die sich wohl nicht scheuten seine echten Aussagen mit denjenigen ihrer heidnischen Vorstellungen zu vermischen. Vielleicht werde ich mich noch eines Besseren belehren lassen müssen! Alle treuen Bibelleser, die den Mut aufbringen die Bibel unvoreingenommen zu lesen, werden in diesen wesentlichen Offenbarungsaussagen vom Abba JaHuWaH in die gleiche Zielrichtung geführt.

Die Ersatz- bzw. Enterbungstheologie widerspricht in ihrer so schrecklichen Weise dem gesamten prophetischen biblischen Zeugnis. Sie ist im Lichte des gesamten prophetischen Wortes einerseits so durchtrieben teuflisch, absurd und verworren, anderseits in sich selbst so lächerlich und widersprüchlich. Rund zwei Milliarden ihrer Mitglieder schlucken weiter das ihnen seit zwei Jahrtausenden verabreichte Gift, unfähig endlich aus den schrecklichen Folgen dieses Giftgenusses, das in der Geschichte so viel unfassbares Leid verursachte, zu lernen und daraus die Konsequenzen für ihr persönliches Leben zu ziehen. Die religiöse Welt braucht dieses Opfer, auf dem sie blind und unberechenbar einschlagen kann. Sie kann so ihr verdorbenes Gewissen verstecken, um von sich und ihren stinkenden – schon längst überfälligen religiösen Ergüssen – abzulenken.

Entspricht das israeltisch-jüdische Volk, als die erwählte Gemeinde des Abba JaHuWaH, nicht seiner Erwählung, Berufung und Sendung, geht JaHuWaH mit ihm sehr hart ins Gericht. War Israel abtrünnig führte JaHuWaH Israel – den Überrest – wieder auf seinen Weg zurück. Wie tat er das? Er warnte sein Volk durch seine Propheten. Liess sich das Volk nicht warnen, dann kamen Gerichte über das auserwählte Volk. Doch diese Gerichte hatten immer nur einen Zweck und ein Ziel: Die Wiederherstellung! Die von JaHuWaH auserwählte Gemeinde sollte sich in den Gerichten wieder ihrer Stellung und Sendung bewusst werden und darum wieder in den Ordnungen, Rechtsbestimmungen und Shabbaten JaHuWahs leben lernen.

Leider wird die umfassenden Tiefe dieses Vorgehens JaHuWaHs in unseren Bibeln völlig missverständlich wiedergegeben. In unseren Übersetzungen kommt der ersatztheologische Geist zum Ausdruck. Anstelle von „ins Gericht gegeben“ oder „für seine Aufgabe wiederherstellen“ wird das Wörtchen „verworfen“ benutzt. Doch wer verworfen ist ist nach unserem Verständnis verworfen, für immer dahingegeben. So war es mit König Shaul. Der Prophet Shmuel (Samuel) hatte im Auftrag JaHuWaHs König Shaul gesagt: „Weil du das Wort HaHuWaHs verworfen hast, so hat er dich auch verworfen, dass du nicht mehr König sein sollst“ (1Sam 15,23). Wir denken an seine negativen Veränderungen und seinen Tod. Nichts mehr war zu erwarten, zu erhoffen? Er war als König endgültig verworfen, nicht aber als Glied der Gemeinde JaHuWaHs.

So lesen wir in unseren Übersetzungen über Israel: „Und ich werde euch von meinem Angesicht verwerfen, so wie ich alle eure Brüder, alle Nachkommen Ephraims verworfen habe“ (Jer 7,15). In solchen Aussprüchen müsste statt des Wörtchens „verworfen“ zumindest das Wort „richten“ (durch-richten, wiederherstellen) stehen, um der Absicht JaHuWaHs gerecht zu werden. Die zehn verlorenen Stämme (Ephraim) sind durch das Gericht JaHuWaHs äusserlich „verloren“ gegangen, aber sie werden wieder zu den zwei Stämmen Juda und Benjamin hinzugetan werden, damit JaHuWaH seinen Weg des Heils vollenden kann, den er über die Propheten vorhersagte. Ich bin der Überzeugung, dass wir auch Nachkommen aus den zehn „verlorenen“ Stämmen sind! Wären sie ausgelöscht worden, dann würde JaHuWaH in Jer 7,15 ansagen, dass er nicht nur die zehn „verlorenen“ Stämme auslöschte, sondern auch noch den Überrest, die zwei verbliebenen Stämme Juda und Benjamin endgültig auslöschen will. Dann hätte das auserwählte Volk aufgehört zu existieren! Dann müsste tatsächlich eine Kirche her.

Wenn JaHuWaH richtet, dann richtet er Teile des auserwählten Volkes über eine längere Zeit hin, wie etwa die „verlorenen“ zehn Stämme. Meistens richtet er aber die jeweilige Generation: „Tochter Zion, schere dein langes Haar und wirf es weg und erhebe Totenklage auf den kahlen Höhen! Denn JaHuWaH hat die Generation, der er zürnt, verworfen und verstossen“ (Jer 7,29). Endgültig verwerfen wird er sein auserwähltes Volk nie. JaHuWaH würde sich widersprechen und beweisen, dass er gar nicht der allwissende Erlöser ist. Ein Geist, der sich verrechnet hat. Es wäre aus mit ihm. Seine Propheten hätten in allem was die ausstehenden Prophetien angeht lauter Lügen gesprochen. Wir würden JaHuWaH kein Wort mehr glauben. Wir würden nur noch der Bibel der Kirchenväter und des Papstes Damasus, dem sogenannten Neuen Testament, glauben, das sämtliche Prophetien JaHuWaHs zu seinen Gunsten auf seinen Jesus-Gott umdeutete, ähnlich wie das radikale Moslems in Bezug auf Jerushalajim und den Tempelberg machen.

Wenn es keine Juden mehr gäbe, weil JaHuWaH sie alle vernichtet hätte, dann kann sich nichts mehr an ihnen und durch sie erfüllen – ganz einfach, nicht wahr? Stattdessen gibt er seine bleibende Grundentscheidung, die er Abraham und seine Propheten immer wieder hat wissen bekannt: „So spricht JaHuWaH, der die Sonne gesetzt hat zum Licht für den Tag, die Ordnungen des Mondes und der Sterne zum Licht für die Nacht, der das Meer erregt, das seine Wogen brausen, JaHuWaH der Heerscharen ist sein Name: Wenn diese Ordnungen vor meinem Angesicht weichen, spricht JaHuWaH, dann soll auch die Nachkommenschaft Israels aufhören, eine Nation zu sein vor meinem Angesicht alle Tage“ (Jer 31,35-36). Solche und andere Bekenntnisse gehören zum Wesen des Bundesschlusses mit Abraham. Sie lassen sich nicht widerrufen, weil JaHuWaH bei sich selbst geschworen hat, sie nie jemals zu widerrufen.

JaHuWaH spricht: „Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, den ich erwählt habe, Nachkomme Abrahams, meines Freundes, du, den ich ergriffen von den Enden der Erde und von ihren fernsten Gegenden her gerufen habe, zu dem ich sprach: Mein Knecht (Leidensknecht) bist du, ich habe dich erwählt und nicht verworfen – fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Habe keine Angst, denn ich bin dein Erlöser! Ich stärke dich, ja ich helfe dir, ja, ich halte dich mit der Rechten meiner Gerechtigkeit“ (Jes 41,8-10).

Das ist umwerfend! Es ist rührend mit welcher Liebe JaHuWaH seine Gemeinde, seine Heiligen, die Ausgesonderten, seinen Leidensknecht, in dem von ihm verfügten Gericht der Wiederherstellung, tröstet und ermutigt. Stünde nicht JaHuWaH hinter seiner Gemeinde, seinem Bund mit Abraham, es gäbe in Tat und Wahrheit keine Juden mehr, sie wären schon längst vom Erdboden verschwunden. Ihr Verschwinden hätte der Anarchie und allem Übel, das aus den Herzen der Menschen aufsteigt, Tür und Tor geöffnet, die ganze Menschheit wäre bereits untergegangen! Aber: „in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde“ (1Mo 12,3).

Es gibt keine Einrichtung in der Welt, die innerhalb ihres Organismus eine so scharfe Selbstkritik übt, sich so offen prüft, kritisiert und sich beurteilen lässt wie die Gemeinde JaHuWaHs, das auserwählte Volk Israel. Die Bibel ist ein offenes Buch. Alle Menschen der Welt können direkt Einblick nehmen in den Segen und in die Gerichte dieses Volkes. Der treue Umgang JaHuWaHs mit seinem Volk, seiner Gemeinde, und umgekehrt, der von zahllosen positiven und negativen Ereignissen erfüllt ist, ist jedermann zugänglich, jeder kann es nachlesen: Der Mensch, der Israel segnen will und jener, der in der Bibel etwas sucht um Israel zu verdammen. Alles ist offen und bloss vor allen Geistern ausgebreitet! Verrückt, nicht wahr?

Im vielfältigen Segen und in der grossen Freude, die uns zuteil geworden ist, grüsse ich alle Leser ganz herzlich und wünsche allen einen erholsamen Shabbat. Shalom!

Gregor Dalliard