Am Sonntag, den 17. Dezember 2017, treffen wir uns in Finsterhennen zu einer Chanukafeier. Wir laden dich herzlich ein. Anmeldungen: [email protected]/ tel.: 032 396 34 03 oder [email protected]/ tel.: 031 991 69 12.

Die Freude, die über Sukkot hinausgeht!

Glaubensimpuls 318

Warum muss JaHuWaH seinem auserwählten Volk überhaupt gebieten sich zu freuen? Was haben wir über Sukkot gelesen? JaHuWaH gebietet seinem auserwählten Volk, das den Segen Abrahams in die Welt hinaustragen soll, beim Einsammeln der Ernte ein Fest zu feiern. Es soll ein Fest sein das nicht nur einen Tag dauern soll, sondern gleich sieben Tage nacheinander. Und an allen diesen Tagen sollen sie sich freuen, das gebietet er ihnen (vgl. 3Mo 23,33-44; 5Mo 16,13-15).

Die Sieben nimmt im jüdischen Leben einen prägenden Stellenwert ein, sowohl in der Symbolik als auch im praktischen Alltag. In der Symbolik z.B. wird die Erschaffung der Welt in sieben Tagen eingeteilt. Im praktischen Alltag ist der siebte Tag der Shabbat. Ob in der Symbolik oder im praktischen Alltag, nichts ist zufällig, alles ist prallvoll prophetischen Inhalts und voller Lebensinhalte. Die Menora, die vielen Gläubigen täglich sichtbar ist, hat darum auch sieben erhobene Arme, die zum Himmel zeigen. Symbolisch weisen sie auf das ganze geoffenbarte Heil hin, dass in JaHuWaH vollendet ist und wird und das über das Vertrauen (den Glauben) Abrahams allen Menschen schrittweise zuteil werden soll.

Wir haben in den letzten beiden Gims über die prophetische Bedeutung von Sukkot gesprochen. Sie ist wahrlich Grund zu unendlicher Dankbarkeit und Freude. Jeder, der von dieser prophetischen Bedeutung erfasst wird kann der Freude nicht widerstehen. Er wird mitgerissen und der Himmel öffnet sich! Alle stehen wir aber mitten im Alltagsleben und werden manchmal von der harten Realität des Lebens dermassen gerüttelt und geschüttelt, dass uns jede Freude für immer abhanden kommen könnte.

Der grosse Prophet Jirmejahu verlor manchmal jede Freude am Leben. Ja, er war manchmal buchstäblich verzweifelt. Lesen wir sein erschütterndes Zeugnis in Jer 20,14-18. Da ist nichts mehr von Freude zu finden. Ähnlich erging es Hiob und vielen anderen, die im Glauben/Vertrauen Abrahams wiedergeboren waren und mit JaHuWaH durchs Leben gingen. Gerade der Befehl JaHuWaHs sich sieben Tage lang an Sukkot in ihm zu freuen, zu seiner Ehre, öffnet uns im bittersten Alltag den Blick ganz neu für die gewaltigen Heilszusammenhänge unseres Lebens und das aller Menschen.

Gerade der Prophet Jirmejahu ist es, dessen Freude an JaHuWaH in uns die Freude an JaHuWaH neu zum Leuchten bringt. Was ist das Geheimnis dieser immer wieder neu aufleuchtenden Freude bei Jirmejahu und den anderen Propheten und Gerechten Israels? Es war nicht das was sie JaHuWaH zu bringen vermochten. Nicht das wozu sie sich womöglich gezwungen sahen, was viele unter Beziehung zu JaHuWaH zu verstehen glaubten. Nicht jenes Verhältnis, das die Heiden zu ihren Göttern pflegen, damit sie sich befriedigt gaben.

Sie verstanden worauf es im Leben letztendlich ankommt, was das Leben letztlich ausmacht und was die Freude in uns – inmitten von Verzweiflungen – immer wieder neu zu entflammen vermag. Lassen wir den Propheten Zephania sprechen: JaHuWaH, dein Erlöser/Retter, ist in deiner Mitte, ein Held, der rettet; er freut sich über dich in Fröhlichkeit, er schweigt in seiner Liebe, er jauchzt über dich mit Jubel” (Zeph 3,17).

Was für das auserwählte Volk gilt, gilt für jeden in Abrahams Vertrauen (Glauben) wiedergeborenen Menschen. Ausschlaggebend ist also die Freude JaHuWaHs über dich und mich, sein Jauchzen über dich und mich. Ausschlaggebend ist das was sein Jauchzen über dich und mich in uns auszulösen vermag. Denken wir darüber nach und lassen wir es in unserem Leben zu.

“Freuen, ja freuen will ich mich in JaHuWaH! Jubeln soll meine Seele in meinem Erlöser/Retter! Denn er hat mich bekleidet mit Kleidern des Heils, den Mantel der Gerechtigkeit mir umgetan, wie der Bräutigam sich nach Priesterart mit dem Kopfschmuck und wie die Braut sich mit ihrem Geschmeide schmückt. Denn wie die Erde ihr Gewächs hervorbringt und wie ein Garten seine Saat aufsprossen lässt, so wird JaHuWaH, der Erlöser, Gerechtigkeit und Ruhm aufsprossen lassen vor allen Nationen” (Jes 61,10-11.

Alle grüsse ich herzlich und wünsche allen einen gesegneten Shabbat. Shalom!

Gregor Dalliard