„Die Freude an Jahweh ist euer Schutz“ (Nehemia 8.10)

Glaubensimpuls 4

Die Freude an Jahweh ist euer Schutz, eure Stärke, eure Bergfeste, euer Zufluchtsort, die Zierde unserer Stärke, mein Heil, mein Loblied… Die ganze Bibel ist voll dieses Bekenntnisses. Der Aufruf zu dieser Freude an Gott Jahweh kommt von Menschen, die alle eine tiefe Gottesbeziehung gepflegt und dadurch reiche Gotteserfahrungen in ihrem Leben gemacht haben. Warum sollen wir Freude haben an Jahweh Jahweh hat alles ins Dasein gerufen. Er kann uns darum auch als Einziger den letzten Lebenssinn und den letzten Sinn aller unserer Erfahrungen erschliessen. Sich bedingungslos an Jahweh freuen, heisst darum auch teilhaben an seinen Gedanken über seine Heilswege und Heilsgerichte, die er sowohl an allen Menschen, wie auch an der ganzen übrigen Schöpfung ausüben wird. Dieses Wissen entlastet uns enorm! Hiob, eins gemacht mit den Gedanken Jahwehs, kann in seinem schwersten Leid aussprechen „denn ich weiss, das dies mir (selbst wenn ich sterbe) zum Heil ausschlagen wird“ (Hiob 13,16). Shaul (Paulus) teilt die Glaubenserfahrung Hiobs und zitiert ihn im Philipperbrief 1,19 und im Römerbrief 8,28: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten mitwirken, denen die nach seinem Vorsatz berufen sind“.

Wenn es anders wäre, wie könnten wir uns an Jahweh und an seinem Heilshandeln freuen? In der Freude verborgen, mitten drin, lebt die Hoffnung, die uns nicht zuschanden werden lässt (Römer 5,5). Ohne das Wissen um die Heilspläne Jahwehs gäbe es auch keine bleibende Freude an Jahweh und es gäbe auch keine feste Hoffnung. Die Hoffnung ist aber nur dann eine tragende Hoffnung, wenn wir uns das unumstössliche, unwiderrufbare und unabänderliche Ziel unseres Gottes Jahweh vor Augen halten und im Herzen bewahren.

Das letzte Buch in der Bibel fasst gleichsam die frohe Botschaft, das Evangelium aller Propheten, des gesamten Wortes Jahwehs, als das Ziel zusammen. Dort spricht der himmlische Vater Jahweh: „Siehe, ich mache alles neu“ (Offenbarung 21,5). Wer von uns würde es wagen diese frohe Botschaft, dieses frohmachende Evangelium, diese Hoffnungsfreude, aus dem Munde des himmlischen Vaters, in Frage zu stellen? Etwa so, wie das der Versucher im Paradies tat, wohlwissend, dass Gott Jahweh alles neu macht: „Hat Gott Jahweh wirklich gesagt“ (1. Mose 3,1). Hat er wirklich gesagt, ich mache alles neu? Heisst denn alles, nicht doch vielleicht nur einiges? Und schon sind einige um die Freude dieser himmlischen Botschaft gebracht! Ihre Beziehung zum himmlischen Vater, zum Schöpfer aller Dinge ist damit gestört.

Durch den Propheten Jesaja (um 740/39 v.u.Z. öffentliches Auftreten, gestorben um 701 v.u.Z) offenbart uns Jahweh: „So spricht Jahweh, der König Israels und sein Erlöser, Jahweh der Heerscharen: Ich bin der Erste und der Letzte, und ausser mir gibt es keinen Gott.. Gibt es einen Gott ausser mir? Es gibt keinen Fels, ich kenne keinen“ (Jesaja 44,6.8c).

Gerade dieser Prophet spricht mehr als alle anderen von der allumfassenden Wiederherstellung des Volkes Israels, der Menschen und der Schöpfung. Der Begriff „Ich bin.. der Letzte“ beinhaltet im aramäisch-hebräischen Offenbarungsdenken das was Shaul im ersten Brief an die Korinther zusammenfasst: „..dann das Ende, wenn er das Reich, dem Gott und Vater übergibt; wenn er alle Herrschaft und alle Gewalt und Macht weggetan hat. Denn er muss herrschen, bis er alle Feinde unter seine Herrschaft gebracht hat (unter seine Füsse gelegt hat). Als letzter Feind wird der Tod unterworfen. Denn alles hat er seinen Füssen unterworfen, wenn es aber heisst, dass alles unterworfen sei, so ist klar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat [der himmlische Vater Jahweh]. Wenn ihm aber alles unterworfen ist, dann wird auch der Sohn selbst, dem unterworfen sein, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott Jahweh alles in allem sei“ (1. Korinther 15,24-28). Jesaja ruft voller Freude die Worte Jahwehs: „Der die Generationen ruft von Anbeginn. Ich, Jahweh, bin der Erste, und bei den Letzten bin ich derselbe“ (Jesaja 41,4).

Shaul spricht im Brief an die Römer von dieser prophetischen Hoffnungsfreude, die auch die ganze Schöpfung umfasst, miteinbezieht, vgl. Römer 8,18-25.

Das Elend dieser Welt, das uns gelegentlich heftig zusetzen kann, aber auch unser sündhaftes Verhalten im täglichen Leben, will uns freudlos machen und uns die Freude an Jahwehs Heilszielen rauben, vergessen machen. Laufend schlechte Nachrichten, die fortwährende Erfahrung unerfüllter Wünsche, Enttäuschungen, immer wiederkehrendes Versagen, die ablehnende Haltung von Menschen, denen wir selten oder nie entsprechen können, u.v.a.m. sind wie stete Tropfen, die langsam aber sicher ihre zerstörerische Wirkung auf uns ausüben können. Nicht umsonst sagen wir im Volksmund: „Steter Tropfen höhlt den Stein“. Darum beten wir mit dem Propheten David: „Lass uns wiederkehren die Freude deines Heils“ (Psalm 51,14).

Die Freude an Jahweh und seinen Endzielen kehrt wieder, wenn wir uns die Haltung Jeremias zu eigen machen: „Erkenne, dass ich um deinetwillen Schmach trage! Fanden sich Worte von dir, dann habe ich sie gegessen. Und deine Worte waren mir zur Wonne und zur Freude meines Herzens; denn dein Name ist über mir ausgerufen, Jahweh, Gott der Heerscharen“ (Jeremia 15,16).

Jahshuas Gottesbeziehung war von Gehorsam, Treue, Liebe und Freude an den himmlischen Vater Jahweh getragen. Er sprach von der Liebe und den Geboten des Vaters zu den Jüngern. Jahshua erinnerte sie daran, wie sehr er sie (die Jünger) liebte, genau so wie der Vater ihn liebte. Er erinnerte sie daran wie sehr er die Gebote des himmlischen Vaters gehalten habe und bittet sie, diese Gebote, mit denen er sich identifizierte, genau so zu halten. Warum? Wozu? „Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch sei und eure Freude völlig (vollkommen) sei“ (Johannes 15,9-11). Damit bestätigte Jahshua das Bekenntnis und die Lehre aller Propheten. Ist das nicht wunderbar?

Zusammenhängende konkrete Heilsaussagen Jahwehs in der Bibel mögen uns in den kommenden Tagen laufend ermutigen.

Gregor Dalliard