Der Zorn JaHuWaHs Teil 3

Glaubensimpuls 389

Wir gehen davon aus und glauben das sicher auch ohne Zweifel, dass JaHuWaH immer nur das Gute, sagen wir, das Beste für jeden Menschen will. Das Leben ergäbe sonst keinen positiven Sinn. Wir kämen dahin, wo manche denkende Menschen, die JaHuWaH nicht kannten, im Laufe der Geschichte immer wieder hingekommen sind – in die Sinnlosigkeit des irdischen Lebens. Es gibt vor allem drei Lebensvarianten, die denkende Menschen wählen.
Entweder führen ihre philosophischen Erkenntnisse in die Sinnlosigkeit, in die Depression, nach dem Motto, alles ist sinn- und zwecklos. Es gibt keinen vernünftigen Sinn für das menschliche Leben mit all dem Leid in der Welt.

Vor allem gebildete Griechen der Antike, die sich in den unterschiedlichsten philosophischen Schulen und Richtungen bewegten, fanden keine Antwort auf denn Sinn des Lebens. Darum sind ja im Laufe der Jahrhunderte immer wieder denkende Griechen zum israelitisch-jüdischen Erlöser JaHuWaH konvertiert, weil sie darin die Antwort eines sinnerfüllten und menschenwürdigen Lebens fanden. Sie wurden meistens von den heidnischen Priestern verfolgt, manche sogar umgebracht, weil sie mit diesem Schritt offenbar den traditionellen Göttern ihren schuldigen Dienst verweigerten und diese sich rächten über Naturkatastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüche, Feuersbrünste, Überschwemmungen, Unfruchtbarkeit, Hungersnöte, Kinderlosigkeit, Unglück aller Arten usw.

Eine andere Richtung, in der moderneren Zeit, erkannte und erkennt überhaupt keinen Sinn im menschlichen Dasein. Da wir aber nun halt mal da sind, dann wollen wir uns im Leben profilieren uns über andere aufschwingen und sie uns dienstbar machen, sie uns zu Sklaven machen. Diese Denk- und Verhaltensweise provozierte bis heute Kriege und Elend unter den Menschen. Vor dieser Entwicklung fürchten sich die Menschen.
Dann haben wir eine grosse Masse von Menschen, die nicht über den Sinn oder den Unsinn des Lebens nachdenken wollen. Sie begnügen sich mit einem jahrtausendealten religiösen System, das ihnen ihre religiösen Führer immer schon vorgeschwatzt haben. Darin sind sie Daheim, das war auch schon bei ihren Vorvätern so. Sie fühlen sich mehr oder weniger darin wohl. Es geht ihnen gut und darum ist es ihnen eigentlich egal, ob ihre Zugehörigkeit zu einer Glaubensrichtung Sinn macht oder nicht. Sie haben darin irgendwie eine Antwort auf ihr menschliches Dasein gefunden, mehr braucht es nicht. Das Glaubenssystem dem sie angehören mag noch so voller Widersprüche sein, sie wollen sich damit auf keinen Fall auseinandersetzen. So wie es ist, das genügt ihnen.

Dann gibt es die Denkenden wie Abraham, Moshe, die israelitisch-jüdischen Propheten und ihre Frauen, das Volk, die JaHuWaH begegneten und sich in jeder Weise von ihm herausfordern liessen und ihn herausforderten. Ein Hin und ein Her zum Besten für die Menschheit. Sie sind mit ihm einen Bund eingegangen und siehe da sie erlebten Sensationelles.
Die Bibelschreiber übermitteln uns ihre guten Erfahrungen mit JaHuWaH die alles Böse und Negative im Leben bei weitem übertreffen. Das sollten wir sehen wollen!

Darum gibt es immer noch Juden und darum ist der verheissene Segen an Abraham für jeden überall sichtbar auf dieser Welt, für jeden, der ihn sehen will und im persönlichen Leben erfahren will. Was den griechischen Philosophen, den Nihilisten oder Materialisten, den Kapitalisten und Diktatoren – und wem auch immer – nicht gelang, das gelang dem israelitisch-jüdischen Erlöser JaHuWaH mit seinem Volk. Sagen wir es auch einmal umgekehrt: das gelang dem israelitisch-jüdischen Volk mit seinem Erlöser JaHuWaH. Das fängt im Leben Abrahams an und führt über den Auszug aus Ägypten immer weiter zu aussergewöhnlich guten Lebensentwicklungen – trotz der immer wiederkehrenden Widerstände aus den Reihen manipulierter Menschen gegen das auserwählte Volk.

Ich muss immer wieder schmunzeln wie sehr z. B. heute Menschenrechtsverletzungen weltweit angeprangert werden, ja woher und von wem kommt denn dieses Denken, diese Haltung? Ich staune und bin täglich dankbar dafür, dass die Würde des einzelnen Menschen immer mehr an Bedeutung gewinnt, trotz aller Misere auf der ganzen Welt! Wir könnten noch lange weiter abrahamitische Segenslinien aufzählen. Das aber konnte nur erreicht werden mit einem Erlöser, dem Erlöser JaHuWaH, der sein Bundesvolk absolut und ungeteilt liebt und es deswegen ab und zu ganz schön hart anfassen und zur Vernunft bringen musste, damit der verheissene Segensstrom soweit kommen konnte, wie er heute bereits ist.

“Und ein Spross wird hervorgehen aus dem Stumpf Isais (gemeint ist der überlebende Überrest des Volkes) und ein Schössling aus seinen Wurzeln wird Frucht bringen. Und auf ihm wird ruhen der Geist JaHuWaHs, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und Furcht JaHuWaHs; und er wird sein Wohlgefallen haben an der Furcht JaHuWaHs. Er wird nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, und nicht zurechtweisen nach dem, was seine Ohren hören, sondern er wird die Geringen richten in Gerechtigkeit und die Elenden des Landes zurechtweisen in Geradheit” (Jes 11,1-4). Das braucht die Welt!

Von Herzen wünsche ich allen einen erholsamen und von innerem Frieden erfüllten Shabbat. Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen (in der Nähe von Bern) ein: Sonntag, 15. Dezember, 14.00 Uhr. Übernachtungsmöglichkeiten sind gegeben.
Anmeldung: k.hunzinger@sunrise.ch / Tel.: 032 396 34 03 und frmazo@hispeed.ch / Tel.: 031 991 69 12.