Der Segen, sich segnen, segnen (1Mo 12,3) – Kreuz. Teil 1

Glaubensimpuls 224

An was denken wir, wenn wir das Wort Segen hören? Das hebräische Wort Segen, „barach“, heisst in seiner tiefsten Bedeutung: als Geschöpf habe ich den Sinn des Lebens in meinem Schöpfer gefunden. Diesen Lebenssinn lebe ich aus und entfalte ich. „barach“ heisst auch: Aus etwas herausführen, das mir bisher nicht gut getan hat (ohne das ich es merkte) und in etwas hineinführen, das mir sehr gut tut, sehr gut tun wird und mich weiterbringt. Ich lerne aus der Beziehung mit JaHuWaH in den Gegebenheiten des Alltags zu leben, damit umzugehen. Mit Zuversicht und Vertrauen verbessere ich sie, weil mir JaHuWaH den Rücken stärkt. Die tiefe Gemeinschaft mit meinem Schöpfer JaHuWaH lerne ich zu bewahren d.h. ich bewahre diesen Frieden in meinem Herzen, ich pflege diese Gemeinschaft bewusst und zielsicher, ich weiss mich darin geborgen und getragen. Die Folge des Segens, des „barach“ist: Ich lasse andere an dieser tiefen Gemeinschaft teilhaben. Das ist Segen, „barach“ und „shalom“, Frieden zugleich!

Wir sehen diese Entwicklung im Leben von Abraham. JaHuWaH rief ihn heraus aus der frommen lebensverneinenden Vielgötterei, aus einer verworrenen theologischen Tradition seiner Väter und führte ihn hinein in die Gemeinschaft mit ihm. D.h. er führte ihn ins Leben hinein, in die Grundordnungen des Lebens, die jeder Mensch und jede Gemeinschaft braucht um sich als Segen für die Mitmenschen entfalten zu können (vgl. 1Mo 12,1ff). Das ist Segen, „barach“. In diesem Segen Abrahams, den er hier empfing sollen sich einmal alle Völker segnen: „Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht (dich verurteilt, aufhält), den werde ich verfluchen (verurteilen, hindern, aufhalten, stoppen); und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde“ (1Mo 12,3), d.h. zu JaHuWaH umkehren, sich entfalten können. „Und in deinem Samen werden sich segnen alle Nationen der Erde dafür, dass du meiner Stimme gehorcht hast“ (1Mo 22,18).

In unseren Tagen wird das auserwählte Volk – wie nie zuvor – fast ausnahmslos von allen Völkern dieser Erde gemeinsam verflucht, d.h. in seinem Auftrag aufgehalten. Darum stoppt JaHuWaH die Völker. Er hält sie auf, indem er die vielen politischen Zwistigkeiten, Kriege und Flüchtlingsströme zulässt. Die islamischen Staaten sind untereinander grässlich zerstritten. Ebenso herrscht politisches Chaos zwischen Russland, Amerika und der Eu. Die politischen Führer sind weitgehend ratlos, vor allem was die islamistisch-religiösen Terrormilizen in Zukunft weltweit planen und umsetzen.

Nun wissen wir aber, dass tatsächlich immer mehr Menschen am Segen des Samens Abrahams teilhaben und sich bereits in vielfältiger Weise gegenseitig segnen. Allerdings kennen die Wenigsten die Wege und Umstände über die sie Teilhaber am gegenwärtigen Wohlstand und an den modernsten Errungenschaften der Welt geworden sind, die entweder ein Segen oder ein Fluch sein können. Ob das von JaHuWaH zugänglich Gemachte uns zum Segen oder zum Fluch wird, das hängt wesentlich von der Beziehung zu JaHuWaH ab. Fluch oder Segen wiederum hangen von der religiösen Erziehung, der religiösen oder nicht religiösen Prägung und unserem Umfeld ab und nicht zuletzt von dem persönlichen Verantwortungsbewusstsein jedes einzelnen. Nicht umsonst kam der Same Abrahams, die Juden, hin zu allen Völkern der Welt, wobei sich im Laufe der Geschichte viele Juden mit den Einheimischen vermischten, während ein starker Überrest Städte und Länder zu menschlicher, geistiger und wirtschaftlicher Blüte führte.

Der Vatikan verbot den Juden irgendwo in der Welt sesshaft zu werden. Sie mussten in regelmässigen Abständen entweder in Ghettos leben oder wurden nach einem segensreichen und erfolgreichen Wirken von Land zu Land, von Volk zu Volk vertrieben oder umgebracht. Damit zwang das Christentum sie in die Rolle jener, die sich mit den Weltfinanzen und dem Welthandel beschäftigen mussten, wollten die Überlebenden noch eine Lebenschance haben. Die Kreuzesreligion – insgesamt – vom Kreuz Konstantin bis zum Kreuz Hitlers, meinte es böse mit den Juden, doch JaHuWaH setzte den Überrest gerade dadurch in der ganzen Welt zum Segen. So kam bereits der Segen Abrahams zu allen Völkern.

Uns geht es heute sehr gut, das verdanken wir den Ordnungen JaHuWaHs. Sie sind ein Teil jenes Segens, den JaHuWaH über Abraham als Segen der Welt zusprach. Noch einmal: Nicht umsonst wurden die Juden durch das Verhalten des Vatikans gezwungen internationale Beziehungen aufzubauen und sich mit den Finanzen der Welt auseinanderzusetzen. Und wo lief im Leben alles perfekt? Auch bei manchem Juden nicht! Das aber ist nicht der sogenannte springende Punkt. Entscheidend ist der Segen, der uns über die treuen und tapferen Juden zuteil geworden ist, in dem du und ich gerade leben dürfen und der gerade dadurch für uns prophetisch greifbar geworden ist, der vor uns liegt!

Was aber ist der allertiefste Schatz aus der Fülle dieses Segens? – der allerdings nicht von dem Gesagten getrennt werden kann! Was noch ausbleibt von dem Segen aus dem heraus sich alle Völker gegenseitig noch segnen werden ist jener Schatz auf dessen Fundament jene Wirklichkeit werden wird von der die Propheten Jeshajahu (Jesaja), Joel, Micha u.a. reden: „Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Speere zu Winzermessern. Nie mehr wird Nation gegen Nation das Schwert erheben, und sie werden das Kriegführen nicht mehr lernen“ (Mi 4,3; Jes 2,4; Joe 4,10). Auf welchem Fundament wird dies möglich werden?

Wir lesen in Jeshajahu (Jesaja) 45,21-25: „Berichtet und bringt Beweise herbei! Ja, sollen sie sich miteinander beraten! Wer hat dies von alters her hören lassen, schon längst es verkündet? Nicht ich, JaHuWaH? Und sonst gibt es keinen Erlöser (Gott) ausser mir. Einen gerechten und rettenden Erlöser (Gott) gibt es ausser mir nicht! Wendet euch zu mir und lasst euch retten, alle ihr Enden der Erde! Denn ich bin Erlöser (Gott) und keiner sonst. Ich habe bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen, ein Wort, das nicht zurückkehrt: Ja, jedes Knie wird sich vor mir beugen, jede Zunge mir schwören und sagen: Nur in JaHuWaH ist Gerechtigkeit und Stärke. Zu ihm wird man kommen, und es werden alle beschämt werden, die gegen ihn entbrannt waren. In JaHuWaH werden gerecht sein und sich rühmen alle Nachkommen Israels“.

Damit wird sich die Verheissung des Segens an Abraham in jeder Weise erfüllen: „und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde“ (1Mo 12,3): „Und JaHuWaH wird hoch erhaben sein, er allein, an jenem Tag. Und die Götzen – mit ihnen ist es völlig aus. Da wird man sich in Felsenhöhlen und in Erdlöchern (Katastrophenschutzräume, Luftschutzkeller) verkriechen vor dem Schrecken JaHuWaHs und vor der Pracht seiner Majestät, wenn er sich aufmacht, die Erde zu schrecken (richten), (vgl. Joel 1,15; 2,1ff; 3,3-5; 4,1ff usw.; Sach 14 u.a.m.). „An jenem Tag wird der Mensch seine silbernen Götzen und seine goldenen Götzen, die man ihm zum Anbeten gemacht hat, den Spitzmäusen und den Fledermäusen hinwerfen, um sich in die Felsspalten und Steinklüfte zu verkriechen vor dem Schrecken JaHuWaHs und vor der Pracht seiner Majestät, wenn er sich aufmacht, die Erde zu schrecken (zu richten, in Ordnung zu bringen). Lasst ab vom Menschen, in dessen Nase nur ein Hauch ist! Denn wofür ist er zu achten?“ (Jes 2,17-22).

Für aufrichtige, aber irregeleitete und unwissende Christen, Moslems und andere, sind das schockierende Zukunftsbilder. Die Entwicklung der Menschheit steuert auf dieses Ziel hin. Zuvor aber müssen noch verschiedene geschichtliche Abschnitte durchlaufen werden. Den letzten Vers 22 sollten wir keineswegs überlesen: „Lasst ab vom Menschen, in dessen Nase nur ein Hauch ist!“ Die Loslösung von den vergoldeten Kirchenfürsten und den Führern ihrer Tochterkirchen, samt ihrer vergoldeten Petersbasilika und all dem eingeheimsten Reichtum, erbeutet, gestohlen und entwendet von Papstherrschen und Patriarchen, die böswillig sowohl die Bibel (Tanach), als auch die Naivität und Unwissenheit einer nicht überschaubaren Masse von gutgläubigen Menschen, die sie sich im Laufe der Geschichte unterworfen hatten, ausnutzten und scheusslich missbrauchten, wird den Bach runtergehen. Die mit erbeutetem Gold und Silber gefüllten überdimensionalen Kathedralen, Dome, Basiliken, Klöster und Kirchen werden samt ihren vergoldeten Tabernakeln und Götzenstatuen, und samt ihren geistlichen Hütern, den Bach runtergehen.

Ebenso die allgegenwärtigen vergoldeten Kreuze mit denen sie Tag und Nacht ihre blindgemachten Anhänger betören, indem sie diese als Segensvermittler bei jedem Anlass in pathetisch-trinitarischer Weise und frommer Gestikulation hin- und herschwenken, werden ein Ende haben. Das Kreuz hatte als Foltermittel schon bei den früheren Kaisern eine zentrale Stellung eingenommen. Pilatus liess während seiner zehnjährigen Herrscherzeit im heutigen Israel rund 6000 Juden pfählen, darunter auch den Rabbi Jahushua von Nazareth, nur weil sie in Freiheit ihren Glauben leben wollten und sich weigerten sich unter die primitiven Götzen-Nichtse der griechisch-römischen Welt zu beugen. Bei den Römern stand das Kreuz für Vernichtung, niemals für Segen. Es gibt kein einziges prophetisches Wort in der Bibel (Tanach) das von einem römischen Folterwerkzeug spricht, durch das der Gott Israels und der Welt umgebracht werden würde und das dann Segen – oder als Zeichen des Segens – benutzt und angebetet werden müsste. Wahrlich ein religiöser Wahnsinn!

Der heidnisch-christliche Konstantin begann seinen grossen Krieg – und alle folgenden Kriegszüge – mit dem Kreuz. Er soll am Himmel ein Kreuz gesehen haben aus dem ihm die Stimme „Jesu“ sagte: „in hoc signo vinces“, deutsch: „in diesem Zeichen (des Kreuzes) wirst du siegen“. Bei Hitler war es genauso. Er hatte auch seine Kreuzvisionen. Das Kreuz des Abtes aus der Familie Hagen, das Hagenkreuz = Hakenkreuz, das im Kloster an verschiedenen Stellen an den Abt Hagen erinnerte, hatte sich tief in sein junges katholisches Herz eingegraben, als er als Volksschüler und Sängerknabe im Benediktiner Kloster Lambach in Oberösterreich ein- und ausging. Das Kreuz war allgegenwärtig. Mit dem Kreuz begann er den Krieg und wollte die Welt erobern. Er verbreitete Schrecken und Unheil, vernichte 6 Millionen Juden und stürzte doppelt so viele Juden ins Elend. Welcher Mensch, der ein bisschen Geschichtskenntnis, Gewissen und Menschlichkeit besitzt, mag sich ein Kreuz aufstellen oder umhängen?

Die theologisch und philosophisch vergoldeten drei Gott-Personen, als ein Sammelsurium der weltweiten und der griechisch–römischen, hellenistisch-christlichen Gottheiten der Christenmasse, werden ebenso als Götzen entlarvt werden und den Bach runtergehen. Wie die israelitisch-jüdischen Propheten vorhersagten wird all das gegen Ende dieses Zeitalters geschehen: „Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen JaHuWaH anruft, wird errettet werden. Denn auf dem Berg Zion und in Jerushalajim wird Errettung sein, wie JaHuWaH gesprochen hat, und unter den Übriggebliebenen, die JaHuwaH berufen wird“ (Joel 3,5). „Und JaHuWaH wird König sein über die ganze Erde; an jenem Tag wird JaHuWaH einzig sein und sein Name einzig“ (Sach 14,9). Damit werden die Verheissungen des Segens an Abraham in die absolute Endrunde gehen. Das ist die Perspektive des Segens den JaHuWaH Abraham gab und uns die Bibel lehrt. Die Geschichte bestätigt diese Entwicklung.

Im nächsten Glaubensimpuls werden wir sehen wie wichtig es ist an JaHuWaH zu bleiben. Offenbar hatte Esau, der Bruder Jakovs ein grosses Problem damit. Er war dazu bestimmt den Segen Abrahams weiterzutragen, doch er versagte!

Von Herzen wünsche ich allen Lesern den Segen, den das israelitisch-jüdische Volk von JaHuWaH bekommen hat und der mächtig wirksam ist, aber auch den Mut und die Freiheit diesen Segen auszuleben: „JaHuWaH segne dich und behüte dich! JaHuWaH lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig! JaHuWaH erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden!“ (4Mo 6,24-25). Shalom!

Gregor Dalliard