Der Name unseres Schöpfers und Spender des Lebens: JHWH = JaHuWaH (sprich Jahua). Teil 2

Glaubensimpuls 139

In diesem Gim möchte ich einen kurzen Einblick zum Namen JHWH = JaHuWaH (sprich Jahua) geben. Im Internet können viele Kommentare, Erklärungen und Meinungen zu dem Namen JHWH gelesen werden. Das ist faszinierend und zeigt uns auch das grosse Interesse in diesem Zusammenhang, das in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Darüber freue ich mich mit vielen andern von Herzen.

Manche mögen die Suche nach dem Namen unseres Schöpfers als Wortklauberei auffassen und das richtige Aussprechen seines Namens als übertriebenes und sinnloses Bemühen abtun. Welche Eltern mögen es, wenn die Allernächsten in der Familie ihren Namen nicht kennen? Welcher Ehepartner kann es ertragen wenn sein Partner – nach Jahren des gemeinsamen Lebens – seinen Namen nicht kennt? Wer mag es wenn die eigenen Familienangehörigen uns unter einem völlig fremden Namen ansprechen, obwohl wir ihnen unseren Namen genannt haben?

Die überzeugende Arbeit und Erklärung des Autors von Impressum Copyright © 2012-2014 Bibel-Offenbarung trifft den Nagel auf den Kopf. Diese Arbeit ist mir von einem lieben und aufrichtigen jungen Ehepaar zugeschickt worden. Obwohl wir damals im Theologiestudium über den Namen unseres Schöpfers einige Vorlesungen hatten, die ganz nahe an die Zusammenhänge dieser Arbeit herankamen, war ich von diesen Argumentationen nie voll überzeugt. Wir lernten damals verstehen, dass Jahshua (Jahushua, aus Jahu und Shua), den wir Jesus nannten, ein Freund der Essener war, die wegen verschiedener Auslegungen der Thora im Konflikt mit dem Tempel standen, so auch wegen des Namens des Abba Vaters. Die Essener waren eine vom Tempel weitgehend abgesonderte Gemeinschaft, die in Qumran, in der Nähe des Toten Meeres, lebten.

Doch war für uns als Katholiken dieser Konflikt zwischen den Qumranern und der Tempelpriesterschaft nicht von Belang, da wir inzwischen längst den trinitarischen Gottheiten und deren Namen nach heidnischem Muster verpflichtet waren. Erst seit einigen Jahren habe ich mich aus verschiedenen Gründen dazu durchgerungen den Namen JaHWeH (Jahweh) auszusprechen. Parallel las ich laufend Auslegungen und Kommentare zu dem wunderbaren Namen JaHuWaH (sprich Jahua).

Ich gehe nicht mit allem einig was der Autor neben der Erklärung des Namens zusätzlich aussagt. Das macht aber nichts. Die Arbeit gibt in Bezug auf den Namen das wieder was so manchen aufrichtig Suchenden auf den Nägeln brennt. Sie führt einsichtig und logisch in die tiefen Zusammenhänge hinein. Ich möchte die Arbeit allen herzlich empfehlen.

Die Namen in unseren Bibelübersetzungen geben ein Chaos wieder. Das ist umso tragischer, weil wir durch jede Verzerrung oder Entwendung eines Namens dem Namensträger schändliches Leid und Unrecht zufügen, ihn entehren und der Vergesslichkeit preisgeben. Nicht nur das, wir reissen ganze Zusammenhänge ein, die mit dem Namensträger unweigerlich verknüpft sind und hinterlassen viele Widersprüche. Das kennen wir inzwischen zur Genüge, wenn wir Aussagen der BeS (NT) mit denen der BuS (AT) vergleichen. Das ist dann mit ein wesentlicher Grund warum eine ganze Masse von Kirchenmenschen und andere mit der Bibel nichts anzufangen weiss.

Gehen wir mit einem verstümmelten „Neuen Testament“ (BeS) als Bibel auf die Leute los werden heute denkende Zuhörer bald einmal feststellen, dass tiefe Zusammenhänge mit den verbindlichen Bundesschriften (BuS = AT) ganz einfach im Widerspruch liegen, weil sie missbraucht worden sind oder ganz fehlen. Sehr offenkundig wird diese Tatsache wenn wir den korrekten Namen unseres Schöpfers in den entsprechenden Zusammenhängen einfügen wollen.

Die „NEUE JERUSALEMER BIBEL“, Einheitsübersetzung, Herder, vierte Auflage 1990, meine früher benutzte Bibel, verwendet sowohl in den Bundesschriften (BuS = AT) als auch in den Bekenntnisschriften (BeS = NT) für JaHuWaH das kleingeschriebene Wort „Herr“. Ab 2Mo 3,4 verwendet sie für einige Kapitel sowohl „Jahwe“ als auch „Herr“, dann wieder nur noch „Herr“. Andere Übersetzungen schreiben in den BuS (AT) „HERR“ mit grossen Buchstaben, aber im den BeS (NT) schreiben sie sowohl für den Namen JaHuWaH als auch den Jahushuas „Herr“ mit kleinen Buchstaben.

Diese frevelhafte Schreibweise ist nach den Konzilien von Nizäa 325 und Konstantinopel 381 offiziell vollzogen worden, nachdem Jahushua entjudaisiert und zum Mensch gewordenen Gott, zum wahren Gott und Menschen, gemacht worden ist. Die Kirche strich in Folge in allen ihr zur Verfügung stehenden Berichten und Dokumenten die wahren Namen und ersetzte sie mit allen möglichen griechischen und lateinischen Namen, die seither in unseren Übersetzungen allgemein mit „Herr“ oder in Lateinisch mit „Jesus“, „Jesus Christus“ oder „Christus“ wiedergegeben werden.

Doch anhand von Funden in Qumran, 1947 und danach, konnten bis dahin versteckte Schriften oder Schriftteile gefunden werden die uns gleichsam das letzte Beweismaterial liefern, dass der Name unseres Schöpfers und Spender des Lebens JHWH = JaHuWaH heisst, was von etlichen Forschern vermutet aber nicht sicher bewiesen werden konnte.

Wie der Autor korrekt schreibt sind sowohl im Althebräischen wie im neuzeitlichen Hebräisch nur Konsonanten (Mitlaute) geschrieben worden. Die Vokale (Selbstlaute) werden nach bestimmten Regeln eingefügt. Diese Einfügungen nennt man Vokalpunktation. Doch im Althebräischen gab es die Punktation nicht.

Sprechen wir die vier Buchstaben JHWH (Tetragramm genannt) aus, dann sagen wir Jod, He, Waw, He. Auf „J“ = Jod folgt immer ein Vokal, weil es als Vor- oder Stammsilbe dient. Steht ein Konsonant (Mitlaut) wie „H“ = He in der Mitte, dann folgt ein Vokal. „W“ = Waw kann als Platzhalter für ein „o“ oder „u“ dienen, auch als Stamm- oder Nachsilbe, worauf ein Vokal folgt.

Steht „H“ = He am Ende eines Wortes wie im Namen JaHuWaH wird es nicht ausgesprochen. Im bisherigen Ausspruch JaHWeH (Jahweh) fehlt das „u“ als Vokal zwischen H und W. Das wollen wir sehr gerne beachten. Aus alledem ergibt sich logischerweise auch die Schreibweise Jahushua statt Jahshua.

Wie wir schon verschiedene Male gehört oder gelesen haben finden wir in den alten israelitisch-jüdischen Namen den Namen JaHuWaH enthalten. So etwa in den Namen Jeremia = JirmeJaHuW (sprich Jirmejahu) Jesaijah = JesHaJaHuW (sprich Jeshajahu). Wir könnten die Liste fortsetzen.

Was mich besonders freut ist die Aufforderung JaHuWaHs (sprich Jahua) in der Thora ihn zu lieben mit der ganzen Kraft unseres Seins (vgl. 5Mo 6,4-5). Das ist fantastisch und fordert uns zu einer persönlichen Stellungnahme auf um die keiner kommt der vorgibt ihn und sein Wort zu lieben. Achten wir auf Folgendes, Jahushua bestätigt nicht nur diese Worte der Thora in 5Mo 6,4-5. Was macht er? Er vertieft dieses Forderung JaHuWaHs in der Thora und fordert zu diesen Worten, die das ganze Fundament unserer Beziehung zu JaHuWaH ausmachen und auf denen unser ganzer Glaube steht oder fällt, den Einsatz unseres ganzen Verstandes: „Höre Israel: JaHuWaH unser Erlöser ist EINER, und du sollst (wirst) JaHuWaH, deinen Erlöser, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand und aus deiner ganzen Kraft“ (Mk 12,29-30).

Damit hat er nichts zur Thora hinzugefügt. Er hat damit die Worte in 5Mo 6,4-5 und ihre Ernsthaftigkeit, für jeden der vorgibt bibelgläubig zu sein, unterstrichen. Mit welch einer Liebe zu JaHuWaH und zu seiner Thora war er erfüllt!

Ist das nicht umwerfend? Gerade die Kirchen brachten uns in Sachen Bibel und Offenbarung, in Fragen um den Namen unseres Schöpfers und Spender des Lebens, fast zweitausend Jahre lang um den Verstand! Darum lasst uns frohen Herzens und mit grosser Verantwortung dieses Thema im nächsten Gim weiter angehen.

Bleibt gesegnet auf allen euren Wegen! Ich grüsse alle mit einem herzlichen Shalom und wünsche allen einem friedvollen Shabbat!

Gregor Dalliard