Wen bezeichnet die Bibel als den kommenden Mashiach (Gesalbten, Christus)? Teil 5

Glaubensimpuls 146

Wie wir im Gim 144 und 145 sahen erscheint JaHuWaH (sprich: Jahua) selbst auf dem Ölberg (vgl. Jes 25,7-9; Sach 14,2-12).

Der Berg Zion und der Ölberg dürfen im heilsgeschichtlichen Geschehen nicht voneinander getrennt werden. In diesem Zusammenhang spricht auch der Prophet Joel wie andere Propheten von den gewaltigen irdischen und kosmischen Ereignissen die dem Kommen JaHuWaHs vorausgehen. Im Zusammenhang dieser Dinge sagt Joel:

„Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen JaHuWaH anruft, wird errettet werden. Denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Errettung sein, wie JaHuWaH gesprochen hat, und unter den Übriggebliebenen, die JaHuWaH berufen wird“ (Joel 3,5).

Joel schreibt also, gemäss JaHuWaHs Offenbarung, dass alle jene gerettet werden, die den Namen JaHuWaH nennen, ihn anrufen, d.h. ihn anbeten. Das heisst alle jene, die bemüht sind ihm und den Ordnungen des Lebens, die er gegeben hat, die Treue zu halten. Also nicht wer den hellenistisch-römischen Namen eines trinitarischen Gottes Jesus anruft, anbetet, als den Namen eines angeblichen wahren Gottes und wahren Menschen, eines Gottes der Mensch wurde, wird Errettung erfahren, sondern wer den Namen JaHuWaH anruft. Wer allein ihm alle Anbetung und alles Vertrauen zukommen lässt!

Diese Tatsache wird von den Propheten einmütig und in sehr verständlichen Worten durchgehend vermittelt. Jahushua (Jesus) tut es ebenso verständlich. Lesen wir doch in den Bekenntnisschriften (BeS = NT) was er seinen Zuhörern sagt: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters (der in der Thora und in den Propheten ist) tut, der in den Himmeln ist“ (Mt 7,21).

Lesen wir die folgenden erschütternden Worte dazu, dann muss uns das durch Mark und Bein gehen. „Denn viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr!“ (Mt 7,22a). Was heisst „an jenem Tag“? Damit ist die Erscheinung der Herrlichkeit JaHuWaHs auf dem Ölberg gemeint und die folgenden Gerichte der Wiederherstellung.

Machen wir einen kleinen wichtigen Abstecher. Mit JaHuWaH werden selbstverständlich auch alle seine Heiligen erscheinen, dazu gehört ebenso selbstverständlich auch Jahushua (Jesus): „Dann wird JaHuWaH, mein Erlöser (Gott) kommen und alle Heiligen mit ihm“ (Sach 145b).

Ihnen wird ja die Herrschaft, d.h. die Gerichte der Wiederherstellung zur Anbetung JaHuWaHs und der Hinführung zu seinen Ordnungen übergeben werden: „bis in die Ewigkeit, ja bis in die Ewigkeit der Ewigkeiten“ (Dan 7,18). Diese Herrschaft, diese Prozesse der Wiederherstellung, werden also Zeitalter in Anspruch nehmen bis sich jedes Knie vor JaHuWaH gebeugt haben wird. „Ja, jedes Knie wird sich vor mir beugen, jede Zunge vor mir schwören“ (Jes 45,23), d.h. jede Zunge wird einzig und allein JaHuWaH bekennen und ihn anbeten. Diese Worte sind umwerfend und ergreifend.

Kommen wir zurück zu denen, die ständig den Namen „Herr“, besser, den Namen „Jesus“ in den Mund nehmen und ihn anbeten. Sie haben Jahushua, den sie für den vermeintlichen Gott Jesus hielten, nicht nur ständig als Herr, Herr angebetet, nein, sie haben offensichtlich alles in seinem Namen getan: gepredigt, Wunder gewirkt, Dämonen ausgetrieben, einfach alles, weil sie ihn für den Mensch gewordenen Gott hielten und ihn anbeteten (vgl. Mt 7,22). Was sagt Jahushua von diesen Menschen? „Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt. Weicht von mir, ihr Übeltäter“ (Mt 7,23). Das sind erschütternde Worte, wenn wir sie im gesamten prophetischen Kontext lesen! Diese Worte können uns nicht gleichgültig lassen.

Was sagte Jahushua vor der Volksmenge, als seine Mutter, seine Brüder und Schwestern zu ihm sandten: „Wer sind meine Mutter und meine Brüder? Und er blickte umher auf die um ihn im Kreise Sitzenden (alles Juden) und spricht: Siehe, meine Mutter und meine Brüder! Wer den Willen JaHuWaHs tut (der in der Thora und in den Propheten ist), der ist mir Bruder und Schwester und Mutter“ (Mk 3,34-35).

In diesem Zusammenhang sind zwei Dinge von grosser Wichtigkeit. Der Psalmist bezeugt : „Du aber bist derselbe (bleibst dir gleich) und deine Jahre enden nicht“ (Ps 102,28). Über den Propheten Jeshajahu sagt der Abba Vater: „Ich bin es, ich der Erste und der Letzte“ (Jes 48,12), was ich im Gim 142 bereits erwähnte. „Gedenket des Früheren von der Urzeit her, dass ich der Erlöser bin. Es gibt keinen sonst, keinen Erlöser gleich mir“ (Jes 46,9). Das ist das Eine, das absolut Wichtige.

Das Zweite gehört untrennbar zum Ersten hinzu. Seine Worte sind unantastbar, weil sie das Leben in sich haben: „Die Worte JaHuWaHs sind reine Worte – Silber, am Eingang zur Erde geläutert, siebenmal gereinigt“ (Ps 12,7). „Die Summe deines Wortes ist Wahrheit (Treue)“ (Ps 119,160). Weder JaHuWaH noch seine Worte, seine Botschaft, verändern sich jemals. Sie sind unser Leben wie die Luft, die wir zum atmen brauchen!

Darum sind seine Worte, die er von seinem Erscheinen auf dem Ölberg durch seine Propheten kundgetan hat nicht abzuändern. Sie sind der Wille und der Plan des Vaters. Der Psalmist schreibt: „Denn JaHuWaH wird Zion aufbauen, er wird erscheinen in seiner Herrlichkeit“ (Ps 102,17). Jeshajahu bezeugt: „Und die Herrlichkeit JaHuWaHs wird sich offenbaren, und alles Fleisch miteinander wird es sehen. Denn der Mund JaHuWaHs hat geredet“ (Jes 40,5).

JaHuWaH wird in seiner Herrlichkeit kommen. Was heisst das? Das heisst, dass er vor allem in seinen Heiligen kommen wird. Wie bereits gesagt: Jahushua (Jesus) wird auch dabei sein. Die Heiligen des Abba Vaters sind das erwähltes Volk. Jene aus dem auserwählten Volk, die ihm und seinen Ordnungen während ihres irdischen Lebens die Treue hielten, gemäss Thora und Propheten. Eine solche Treue wie sie die Propheten, Jahushua (Jesus) und eine grosse Zahl des israelitisch-jüdischen Volkes lebten. JaHuWaH war immer schon wirksam durch seine Heiligen.

In seiner beeindruckenden Offenbarung berichtet uns Jecheskel (Hesekiel), als Mitverbannter in Babylon, von den tiefgreifenden und alles umfassenden Ereignissen bevor der erste Tempel und Jerushalajm von den Babyloniern zerstört wurde. Er sah wie die Herrlichkeit JaHuWaHs vorher aufstieg, vom Tempel wegging und sich auf den Ölberg stellte. Der Grund für die Entfernung der Herrlichkeit JaHuWaHs aus dem Tempel wird uns in Hesekiel Kap. 8 eindrücklich geschildert. Die in Israel Zurückgelassenen mit dem neuen König kehrten nicht um zu JaHuWaH, taten keine Busse. Wir lesen im Vers 6: „Und er sprach zu mir: Menschensohn, siehst du, was sie tun? Grosse Gräuel sind es, die das Haus Israel hier verübt, damit ich mich von meinem Heiligtum entferne. Aber du sollst noch grössere Gräuel sehen“ (Hes 8,6). Die folgenden Verse sollten mitgelesen werden.

In Hes 10,4 lesen wir: „Da erhob sich die Herrlichkeit JaHuWaHs von dem Cherub weg auf die Schwelle des Hauses (Tempel); und das Haus wurde von der Wolke erfüllt, und der Vorhof war voll von dem Glanz der Herrlichkeit JaHuWaHs.. Und die Herrlichkeit JaHuWaHs verliess die Schwelle des Hauses (des Tempels)“ (Hes 10,4.18).

Und nun folgt eine zentrale Aussage: „Und die Herrlichkeit JaHuWaHs stieg auf, mitten aus der Stadt hinweg, und stellte sich auf den Berg (Ölberg), der im Osten der Stadt ist“ (Hes 11,23). Jecheskel darf einen gewaltigen und eindrucksvollen Blick weit in die Zukunft hinein werfen, und zwar über den zweiten Tempel hinaus zu dem dritten Tempel.

Der Ölberg ist der Ort an dem die Herrlichkeit JaHuWaHs erscheinen wird und wieder Einzug in den neuen Tempel, den dritten Tempel, haben wird. Die Begleiterscheinungen bestätigen diesen Blick in die heilsgeschichtliche Ferne. Von hier aus wird dann, unter der Herrschaft, bzw. der Führung des auserwählten Volkes, die Weltevangelisation einsetzen. Während der Zeit des zweiten Tempels war eine Weltevangelisation noch nicht dran, einfach undenkbar.

Die Menschheit wird schrittweise erkennen, was Jeshajahu (Jesaja) und alle Propheten bezeugen: „Gedenket des Früheren von der Urzeit her, dass ich Erlöser (Gott) bin. Es gibt keinen sonst, keinen Erlöser (Gott) gleich mir“ (Jes 46,9). „In jenen Tagen, da werden zehn Männer aus den Nationen mit ganz verschiedenen Sprachen zugreifen, ja, sie werden den Zizit (einen der vier Quasten) eines jüdischen Mannes ergreifen und sagen: wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass JaHuWaH mit euch ist“ (Sach 8,23) Einfach Umwerfend!

Im nächsten Gim folgt die Fortsetzung zu diesem Thema. Von Herzen wünsche ich allen immer wieder neu den Zugang zu dem jenem tiefen Friden, den uns allein unser Schöpfer geben kann und damit auch einen gesegneten Shabbat. Shalom!

Gregor Dalliard