Wen bezeichnet die Bibel als den kommenden Mashiach (Gesalbten, Christus)? Teil 10

Glaubensimpuls 151

Wie ich im letzten Gim 150 schrieb, können die zwei wesentlichen Aussagen der Botschaft Sacharjahs niemals voneinander getrennt werden.

Zu Punkt 1: Wer erscheint am Ende dieses Zeitalters in Herrlichkeit auf dem Ölberg? Nun müssen wir unser Herz demütig und gefasst, die Wahrheit suchend und liebend, dem Wort JaHuWaHs weit öffnen. Ob es uns passt oder nicht, sowohl die Botschaft dieses Propheten als auch die aller andern Propheten verschlägt uns die Sprache: Es ist der himmlische Vater JaHuWaH selbst der in Herrlichkeit erscheinen wird.

Wie ich im letzten Gim 150 schrieb bezeugt dieser grosse und JaHuWaH gegenüber vollkommen treue und gehorsame Prophet mindestens fünf Mal vom Kommen (bzw. Erscheinen) JaHuWaHs, des Abba Vaters,in Herrlichkeit und der Gegenwart unter seinem Volk. Obwohl ich die entsprechenden Bibelstellen im letzten Gim angegeben habe möchte ich sie doch noch einmal auf sie hinweisen: Sach 2,14; 8,3; 9,14-17; 12,10; 14,3-5. Jeder möge sie aufrichtig und bereiten Herzens vertiefen. Wer die Wahrheit liebt und Zeit hat, möge die ganze Botschaft Sacharjahs lesen. Er wird Segen ernten!

Jahushua (Jesus) nannte den Abba JaHuWaH, wie alle Propheten, die vor ihm lebten: „unser Vater, der du bist in den Himmeln“ (Jes 9,5; 63,16; 64,7; Mt 6,9), „denn EINER ist euer Vater, der in den Himmeln“ (Jer 3,4; 31,9; Mt 23,9). Wie alle Propheten vor ihm glaubte und lehrte auch er: „..in den Himmeln ist sein Thron“ (Ps 11,4; 113,4). „JaHuWaH hat in den Himmeln aufgerichtet seinen Thron, und seine Herrschaft regiert über alles“ (Ps 103,19). „JaHuWaH ist König für immer und ewig“ (2Mo 15,18).

In dieser seiner unantastbaren, von Ewigkeit zu Ewigkeit währenden Herrschaft, erschien der Vater seinem auserwählten Volk immer wieder in seiner Herrlichkeit. Die Bibel ist voll dieser Zeugnisse. So sahen sie die Erscheinung JaHuWaHs in der Wüste als es an Nahrung fehlte: „..und am Morgen werdet ihr die Herrlichkeit JaHuWaHs sehen“ (2Mo 16,7); d.h. JaHuWaH erschien in seiner Herrlichkeit, als er sie aus der Not befreite und ihnen Wachteln und Manna zu essen gab. JaHuWaH erscheint in vielen Weisen des menschlichen Lebens in seiner Herrlichkeit, das bezeugt uns die Bibel laufend.

Die Herrlichkeit JaHuWaHs erscheint immer wieder durch sein direktes Eingreifen, wie etwa in der Wüste. Seine Herrlichkeit aber erscheint in besonderer Weise im Wirken seiner Heiligen, d.h. durch das Wirken der Treuen unter dem auserwählten Volke, wie etwa Mose, Elijah, Daniel und all die andern. Durch das Wirken Daniels und das Geschehen seiner drei Freunde im Feuerofen erschien die Herrlichkeit JaHuWaHs sogar dem heidnischen König Nebukadnezar. Darum liess er folgende Botschaft an alle Völker, Nationen und Sprachen, die auf der ganzen Erde wohnen, ergehen:

„Wer über den Erlöser (Gott) Shadrachs, Meshachs und Abed-Negos etwas Verächtliches sagt, soll in Stücke gehauen werden, und sein Haus soll zu einem Misthaufen gemacht werden. Denn es gibt keinen andern Erlöser (Gott), der so erretten kann (der so in seiner Herrlichkeit erscheint).. Wie gross sind seine Zeichen und wie mächtig seine Wunder! Sein Reich ist ein ewiges Reich (sein Königtum ist das Königreich der Ewigkeit), und seine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht!“ (Dan 3,29.33).

In der ganzen Botschaft Sacharjahs ist kein einziges Mal die Rede von der Wiederkunft eines Gottes mit Namen „Jahushua HaMashiach“ oder „Jesus Christus“ am Ende dieses Zeitalters, am Tage JaHuWaHs (am Tag des HERRN). Unmissverständlich aber bezeugt er, dass am Ende dieses Zeitalters der Abba JaHuWaH erscheinen wird; seine Füsse werden auf dem Ölberg stehen.

In seiner Botschaft ist nirgends die Rede von dem Erscheinen, oder von einem zweiten Erscheinen, oder von einer sogenannten Wiederkunft eines bereits schon einmal auf die Erde gekommenen Gottes mit den genannten Namen. Nirgends lesen wir von einem Mensch gewordenen Gott, der unter seinem auserwählten Volk als Mensch lebte und von diesem Volk umgebracht worden wäre, der dann aber auferstand, in den Himmel fuhr und als Gott am Ende der Tage wiederkommen würde.

Die frühen Kirchenväter haben einige Zitate aus Sacharjah genommen und sie mit in ihre Philosophie, die wir im sogenannten NT finden, eingeflochten um ihren neuen hellenistisch-heidnischen trinitarischen Jesus-Gott glaubhaft zu machen. Damit wollten sie bewusst und gezielt JaHuWaH, seine Botschaft, das Wort der Propheten und das auserwählte Volk zunichte machen. Dieses absolut frevelhafte Vorgehen stellt ein äusserst schwerwiegender Missbrauch an der Botschaft JaHuWaHs dar, die er durch seinen treuen Zeugen, den Propheten Sacharjah, geredet hat. Ein solches Vorgehen der Gründer der christlichen Kirchen und Lehren macht uns heute fassungslos.

Sie haben den Schöpfer allen Lebens, den Erlöser Israels, JaHuWaH, seiner Ehre beraubt und entwürdigt. Ebenso haben sie seinen Propheten und Gesalbten Jahushua (Jesus) von Nazareth geschändet, indem sie aus ihm einen heidnischen Sonnengott machten. Damit haben sie aber auch das ganze auserwählte Volk in ein Meer von Leid und Qualen gestürzt. Die Kirchen bleiben mit aller Hartnäckigkeit und Bosheit ihrem gewaltigen Missbrauch und Irrwahn verhaftet.

Was verbietet es diesem System Busse zu tun und umzukehren? Es ist die Vernetzung von spiritistisch-magischen, philosophischen, theologischen, politischen und sakramentalen Traditionen. Es sind die global vernetzten politischen und religiösen Kräfte, die sich gegen JaHuWaH, seine Ordnungen, Rechtsbestimmungen und Shabbate (prophetische Festordnungen) stellen.

Ihre bodenlose Verstocktheit ist bereits ein schweres Gericht, das erst in seiner Vollendung das schreckliche Ausmass dieses Weges erkennen lassen wird. Darum wird dieses gewaltige System, mit all seinen vernetzten Tochterkirchen und christlichen Gemeinschaften, bis zum Tage des Gerichts, bis zu den grossen Ereignissen der Endzeit, die als „Tag JaHuWaHs“ bezeichnet werden, (vgl. Sach Kap 12-14), erhalten bleiben!

Die übriggebliebenen verführten Menschen werden dann mit Entsetzen erkennen, wie fromm und überzeugend sie durch ihre Führer in den Kirchen, den Freikirchen und christlichen Gemeinschaften betrogen und irregeführt worden sind. Sie werden staunend erkennen wie sehr die Heiligen, die Treuen des auserwählten Volkes, zu denen die Propheten gehören und von denen die Propheten reden, dem Willen des Abba JaHuWaH treu geblieben sind und nun die Herrschaft der Menschheit übernehmen werden (vgl. Sach 14,5.9.16).

Damit kommen wir zu Punkt 2: Sacharjah spricht, wie alle Propheten vom Kommen JaHuWaHs in Herrlichkeit mit seinen Heiligen. Wie im letzten Gim geschrieben finden wir die klassische Aussage in Sach 14,5.

Sprechen die Propheten von den Heiligen, dann sind immer die Treuen aus dem auserwählten Volk gemeint. Sprechen die Propheten von der Endzeit und der anbrechenden Herrschaft der Heiligen, dann sprechen sie nie von Mitgliedern irgend einer Kirche oder christlichen Gemeinschaft. Auch nie von solchen, die an einen Mensch gewordenen Gott mit Namen „Jesus Christus“ glaubten und die nun mit ihm kommen würden.

Weder Sacharjah noch ein anderer Prophet spricht jemals von der Entrückung und dem Kommen jener, die an einen Jesus-Gott glaubten. Weder der Abba Vater noch irgend ein Prophet sprach in diesem Zusammenhang von einer Kirche oder Gemeinde Jesu! Eine solche existiert in den Worten JaHuWaHs und seiner Propheten überhaupt nicht. Die Kirche oder Gemeinde Jesu ist ein weiteres antijüdisches Gebilde ruchloser Kirchenväter, Bischöfe (rückwirkend auch Päpste genannt) und des heidnischen Kaisers Konstantin.

Wer ist bereit das zu erkennen und dazu zu stehen? Diese Kirche, mit ihren Tochterkirchen und -gemeinschaften hat es wie niemand sonst verstanden uns so geschickt und durchtrieben irrezuführen und zu missbrauchen. Ihr Würgegriff brachte und bringt die Menschen bis heute um ihren Verstand. Eine Befreiung aus diesem Würgegriff ist nur durch die demütige Hinwendung zu JaHuWaH und zu seinem prophetischen Wort möglich. Wie uns die Bibel zeigt bietet uns JaHuWaH alle seine Hilfe an. Er befreit uns und befähigt uns zu einer konsequenten Loslösung von diesem finsteren Babel.

Wir wollen dabei nicht vergessen, dass wir den vielen Menschen dieser kirchlichen oder christlichen Systeme mit Liebe und Achtung begegnen wollen. Mit vielen von ihnen haben wir es im Alltag zu tun. Es sind hingebungsvolle und treue Menschen. Sie kennen weder die Bibel noch die christliche Gemeinschaft der sie angehören. Über bald zwei Jahrtausende betäuben die führenden Leute dieser Systeme ihre Anhänger mit ihrem heidnischen Gift. Sie haben sie so überzeugend trunken und blind für die Wahrheit gemacht. Das tägliche Leben der christlichen Weltkirche und der christlichen Gemeinschaften ist davon abgrundtief durchwirkt.

Viele folgen im guten Glauben, mit aufrichtigem Herzen und mit ganzer Hingabe der Philosophie und Tradition ihrer religiösen Führer. Als religiös versklavte und blindgemachte Menschen ist es ihnen nicht möglich diese raffinierte und durchtriebene Verlogenheit zu durchschauen und zu beurteilen. Darum gibt es keinen Grund sie etwa zu verachten oder zu meiden. Hier ist Barmherzigkeit und Verständnis angebracht! Darum lasst uns ihnen unvoreingenommen, mit aufrichtiger Liebe und Achtung, begegnen. Das hält uns frei, macht uns froh und lässt uns Segen ernten.

Mit einem Wort aus Psalm 90,1 wünsche ich allen einen erholsamen Shabbat und eine gesegnete Woche: „JaHuWaH, du bist unsere Wohnung (Zufluchtsort) gewesen von Geschlecht zu Geschlecht“. Shalom!

Gregor Dalliard