Wen bezeichnet die Bibel als den kommenden Mashiach (Gesalbten, Christus)? Teil 13

Glaubensimpuls 154

Das grosse Ziel unseres himmlischen Vaters, des Abba JaHuWaH, ist es, uns, seine Geschöpfe, mit dem Allerbesten in den Tagen unseres Lebens zu versorgen. Manchmal empfinden wir seine Beziehung zu uns und umgekehrt etwas widersprüchlich. Viele Dinge in unserem Leben können wir nicht verstehen, nicht einordnen und schon gar nicht nachvollziehen. Kein Mensch wird hier eine Ausnahme machen! JaHuWaH will uns durch die widersprüchlichsten Dinge unseres Lebens führen.

Nicht er lebt in den widersprüchlichsten Dingen des Lebens, sondern wir. Darum will er mit uns durch dieses Leben gehen. Lernen wir seine Ordnungen, Rechtsbestimmungen und Shabbate kennen, lernen wir darin zu leben, dann werden wir schrittweise sowohl sein Wesen als auch seine Zukunftsabsichten kennen und verstehen lernen. Wir leben den besten Weg, den ein Mensch jemals leben könnte. Die lange Menschheitsgeschichte belegt uns diese Tatsache zur Genüge.

Wie jemand schon sagte besteht unser Problem allerdings darin, dass die Geschichte beweist, dass wir aus der Geschichte nichts lernen! Lasst uns diesen Fehler nicht machen, denn JaHuWaHs Wort setzte in der Menschheitsgeschichte klare Signale, die an Lichtkraft, Wegweisung und Wirkung noch nie etwas von ihrer Aktualität, Tiefe und Weite verloren haben. Seine Geschichte mit seiner Schöpfung ist getragen von einem Ziel. Daran dürfen wir teilhaben!

Unsere Beziehung zu ihm bezeichnen wir allgemein als Anbetung. Wie wir bereits vielfältig und ausführlich aus der Bibel wissen, wird einmal jedes Geschöpf zu der Beziehung zu ihm zurückgeführt werden. Zu unserem Schutz lehrt er uns unmissverständlich, dass er die Anbetung (das Vertrauen), die ihm gebührt, nie auf eines seiner Geschöpfe übertragen wird. Darum hat auch keiner seiner Propheten das auserwählte Volk jemals gelehrt, neben dem Abba JaHuWaH noch einen anderen Gott, eine zweite oder dritte Gottheit, einen Menschen-Gott oder einen Menschen anzubeten und sein Vertrauen so auf Gottheiten und Menschen zu setzen wie man sein Vertrauen allein auf seinen Schöpfer JaHuWaH setzen soll.

Wie alle Propheten, war auch Jahushua (Jesus) davon erfasst und erfüllt. Als tiefgläubiger Jude, dessen Glaubensfundament die Thora und die Propheten vor ihm waren, schöpfte er unablässig aus diesem einzigartigen tiefen Reichtum der seinesgleichen sucht!

Das Ziel des Vaters bleibt also die Hineinnahme der Menschen in sein Vertrauen. Er nahm Abraham, und mit ihm dessen Nachkommen, in sein Vertrauen. Die Wiederherstellung seines auserwählten Volkes wird schliesslich alle Menschen in sein Vertrauen führen.

Dieses grosse Ziel wurde von Propheten, vor allem kurz vor dem Bau des Zweiten Tempels mächtig gepredigt. Aber, und das ist das Fantastische, dieses grosse Ziel predigten sie mit einer unvorstellbaren Glaubenswucht über den vor ihnen liegenden Zweiten Tempelbau hinaus. Vor allem in dieser Zeit wurde es ihnen ins Herz gegeben auf das Ende der Tage hin, auf das Ende dieses Zeitalters hin, auf die letzten Tage dieses Zeitalters hin, zu weissagen! Gewaltig, umwerfend!

Wie schon gesagt sprachen sie in verständlichen Metaphern (Bildern) aus dem Leben und der Lebenserfahrung um den Zuhörern dieses grosse zukünftige Geschehen in seinem heilsgeschichtlichen Zusammenhang nahe zu bringen. Solche Bilder – im heilsgeschichtlichen Zusammenhang – sind Ausdrücke wie etwa „ein Spross wird hervorgehen aus dem Stumpf Isais“ (Jes 11,1). „Da werde ich dem David einen gerechten Spross erwecken“ (Jer 23,5; 33,15). „Ich will meinen Knecht, Spross genannt, kommen lassen“ (Sach 3,8). „Und ich werde einen Hirten über sie einsetzen, der wird sie weiden: meinen Knecht David, der wird sie weiden, und er wird ihr Hirte sein. Und ich, JaHuWaH, werde ihnen Erlöser (Gott) sein und mein Knecht David wird Fürst in ihrer Mitte sein“ (Hes 34,24; 37,24;). „..sondern sie werden JaHuWaH ihrem Erlöser (Gott), dienen und ihrem König David, den ich ihnen erwecke“ (Jer 30,9). „Danach werden die Söhne Israel umkehren und JaHuWaH, ihren Erlöser (Gott), aufsuchen und David, ihren König. Und sie werden sich bebend zu JaHuWaH wenden und zu seiner Güte am Ende der Tage“ (Hos 3,5). Wir könnten die Reihe solcher Zitate fortsetzen!

Jeder von uns weiss, dass David schon lange tot war, als diese Prophezeiungen ausgesprochen wurden. Ebenso wissen wir, dass das Königtum Davids im 6. Jahrhundert v.u.Z. ein Ende fand. Im Psalm 89 findet dieser Schmerz seinen Ausdruck. Dennoch wird David von den Propheten als der endzeitliche Herrscher, König und Hirte des völlig wiederhergestellten auserwählten Volkes bezeichnet, der das Volk JaHuWaHs in den Ordnungen, Rechtsbestimmungen und Shabbaten des Schöpfers leiten wird.

Die Kirchen legen diese prophetischen Aussagen, gemäss ersatztheologischem Auslegungsmodell der Kirchenväter, auf Ihren Jesus-Gott aus. Dieser soll die Herrschaft über die Erde nicht erst am Ende dieses Zeitalters ausüben, nein, er soll sie schon vor zweitausend Jahren – vom Himmel aus – übernommen haben. Davon ist allerdings seit zweitausend Jahren nichts zu spüren. Im Gegenteil, mit allen erdenklichen Machtmitteln verwahrten seine Vertreter die Menschheit im finstersten Chaos.

Für sie ist also ihr Jesus-Gott der kommende David, der auch weiterhin über alle herrschen wird, erst recht aber vom Ende dieses Zeitalters an. Wäre dem so, es wäre zum verzweifeln, denn die Kirchengeschichte zeigt uns wie seine Herrschaft durch die zweitausend Jahre Kirchenherrschaft verlief! Welch ein Elend würde dann auf uns zukommen. Er würde sich vom Elend, das der Menschheit im Laufe der Kirchengeschichte widerfahren ist in nichts unterscheiden! Seine Herrschaft würde wohl um Einiges brutaler werden! Mögen wir von einer erneuten Herrschaft dieses Jesus-Gottes, dieser Kirche, bewahrt bleiben – das ist unser Gebet!

Zudem hat dieser Kirchen-Christus in dieser Welt, gemäss seiner immer noch gültigen Dogmatik, keinen Platz übrig für das auserwählte Volk – nur einen immerwährenden Höllenplatz, irgendwo, den er sich nach seinem Gusto zurecht philosophiert hat. Von der Bibel her findet er weder für seine Verwerfung der Juden noch für seine Höllenlehre einen Beleg. Es gibt keinen biblischen Beleg für diese gräulichen Lehren!

Allein über die Propheten JaHuWaHs können wir aber feststellen wie niederträchtig, verwegen und absurd dieser Anspruch der Kirchen ist. Darum müssen wir uns fragen: Wer war David? Warum verknüpfen die Propheten die endzeitliche Herrschaft der Heiligen mit dem Königtum Davids? Was heisst z.B. das Wort JaHuWaHs durch Hosea geschrieben: „Danach werden die Söhne Israel umkehren und JaHuWaH, ihren Erlöser aufsuchen und David ihren König“ (Hos 3,5)?

Was heisst das „und David ihren König aufsuchen“? Das heisst, sie werden jene Beziehung zu JaHuWaH suchen wie David sie hatte und wie JaHuWaH sie zu David pflegte. Sie werden JaHuWaHs Ordnungen, Rechtsbestimmungen und Shabbate wie David immer wieder suchen, verstehen lernen, lieben, beherzigen und im Alltag umzusetzen versuchen, gemäss dem Zeugnis, dem „Shma Israel“ in 5Mo 6,4ff.

König David galt als der König, der auf den Wegen JaHuWaHs ging. Er war der erste und einzige König unter dessen Königtum alle zwölf Stämme vereint waren und JaHuWaH ungeteilt dienten. Er ist darum das Vorbild und das Bild der endzeitlichen Vollkommenheit des auserwählten Volkes unter dessen Führung alle Völker der Welt in die Anbetung, Ordnungen, Rechtsbestimmungen und Shabbate geführt werden, fern allen Götzendienstes.

Trotz seiner menschlichen Schwächen war er ein Mann nach dem Herzen JaHuWaHs. Sein wesentliches Kennzeichen: Er gab sich keinem Götzendienst hin, d.h. er betete allein JaHuWaH an und erwartete alles von ihm. Er liebte die Thora, die Ordnungen, Rechtsbestimmungen und Shabbate JaHuWaHs. Im Gegensatz zu den Kirchen glaubte David an keinen Jesus-Gott, auch an keinen trinitarischen Gott. Wie können sie ihn dann für ihre Zwecke so schändlich missbrauchen? Das tut weh!

Wir kennen seine Liebe zu JaHuWaH als junger Hirte, als Dichter, Sänger und Musiker. Sein unerhörtes Vertrauen auf JaHuWaH und seine Verheissungen bezeugte er ganz speziell vor dem ganzen Heer Israels gegenüber dem kriegserfahrenen Goliath. Seine Liebe, Treue, Hingabe und Gehorsam an JaHuWaH und seinem gesprochen Wort liess ihn zum neuen Gesalbten (lateinisch: Christus) werden.

Eindrucksvoll ist sein Verhalten gegenüber dem König Shaul, dem Gesalbten (Christus) JaHuWaHs, der ihn zu töten versuchte. In der äussersten Verfolgung achtete er die Rechtsbestimmungen JaHuWaHs und tötete König Shaul nicht als sich ihm die Gelegenheit dazu bot.

Als er sich mit Batsheba versündigte und diese schwanger wurde, verfing er sich in ein schreckliches auswegloses Sündenlabyrinth. Doch als der Prophet Nathan ihn überführte, liess er ihn nicht einfach beseitigen. Er hätte die Macht dazu besessen. Er demütigte sich vor dem ganzen Hof. Er litt sehr an den Folgen dieser Sünden, deren Auswirkungen sein ganzes weiteres Leben bestimmen sollten. Demütig unterwarf er sich diesem Gericht, den Ordnungen und Rechtsbestimmungen JaHuWaHs. Er war ein Mann der Demut, der Reue und der Umkehr. Er wird als der Mann JaHuWaHs bezeichnet. Wir könnten noch Manches aufzählen!

Immer wieder möchte ich darauf hinweisen, dass es auch während der Herrschaft der Heiligen eine Zuteilung von Aufgabenbereichen geben wird. Menschen werden leitende Funktionen übernehmen. König aber wir JaHuWaH sein, wie er König war vor der Entstehung des Königtums in Israel. Darüber lasst uns das nächste Mal mit Freude und Dankbarkeit nachsinnen.

Mit einem freudigen Shalom und einem gesegneten Shabbat wünsche ich jedem eine tiefe innere Ruhe – am Herzen unseres Schöpfers JaHuWaH!

Gregor Dalliard