Wen bezeichnet die Bibel als den kommenden Mashiach (Gesalbten, Christus) ? Teil 11

Glaubensimpuls 152

Mit grosser Freude und tiefer Dankbarkeit möchte ich meine Ausführungen vom letzten Gim vertiefen. Wie gesagt, finden wir in den verbindlichen Schriften des auserwählten Volkes den Willen JaHuWaHs geoffenbart. Dieses Volk hat er sich als seine Gemeinde erwählt, berufen und ausgesondert von allen Völkern. Er selbst hat sie gezeugt und geboren. Darum bezeichnet er sie allein als seinen Sohn, als seine Heiligen (Ausgesonderten), als die Heiligen des Höchsten.

Durch sie, seine Gemeinde, und durch das was er ihnen geoffenbart hat wird er einmal alle Menschen erreichen und zu sich führen. In ihr und durch sie erscheint er immer wieder in Herrlichkeit und offenbart so seine ungebrochene Macht und Grösse. Seine Heiligen werden das Reich JaHuWaHs, das im Himmel existiert, hier auf Erden aufrichten. Sie werden die Gerichte (Wiederherstellung) ausführen, d.h. sie werden aus den Händen des Höchsten selbst, sein Reich empfangen und besitzen „bis in Ewigkeit, ja, bis in die Ewigkeit der Ewigkeiten“ (Dan 7,18). Also!!

Wir finden darum in den verbindlichen Schriften der Thora und Propheten kein einziges Wort von einer Jesus-Gemeinde oder einer Kirche, der einmal diese Aufgabe zukommen sollte. Mit keinem einzigen Wort weisen Thora und Propheten darauf hin, aber unermüdlich weist JaHuWaH durch seine Propheten auf diesen zukünftigen Dienst seiner Heiligen, seiner Gemeinde, hin.

Jahushua von Nazareth, (fälschlicherweise als der Jesus-Gott der Kirchen bezeichnet), bestätigt diese Worte. Darum wollen wir auf die Worte Jahushuas selbst achten, die uns in dem sogenannten Neuen Testament als seine ursprünglichen Worte, trotz Überarbeitung der Texte durch die Kirchenväter, noch erhalten geblieben sind. Denn sie decken sich mit der Lehre der Thora und der Propheten. Was sagte Jahushua ausdrücklich?

Lasst mich diese Worte wiederholen: „Meint nicht, dass ich gekommen sei, die Thora und die Propheten aufzulösen (aufzuheben); ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu bestätigen (sie zu erfüllen, zu tun). Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen (d.h. bis alle Menschen wieder hergestellt sind, ihre Knie vor mir beugen werden und vor mir allein schwören werden, d.h. mir ungeteilt alle Ehre und Anbetung geben werden (vgl. Jes 45,23-24), soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von der Thora vergehen, bis alles geschehen ist. Wer nun eins dieser geringsten Weisungen JaHuWaHs (Gebote) auflöst und so (anders) die Menschen lehrt, wird der Geringste (geringste Übeltäter) heissen im Reich der Himmel“ (Mt 5,17-19; vgl. dazu Mt 15,1-24; Mt 7,21-23). Das sin klare und eindeutige Worte, die niemand überlesen darf, der die Bibel aufschlägt!

Denn die Botschaft der Thora und Propheten enthält jene Weisungen, Ordnungen, Rechtsbestimmungen und Shabbate, die der Schöpfer JaHuWaH seinen Geschöpfen, die er selbst geschaffen hat, gab, damit sie bleibendes Leben aus ihm haben. Sie sind uns gegeben, damit wir aus seinem Geist das Leben haben und leben sollen.

Für die meisten Menschen in den Kirchen, Freikirchen und christlichen Gemeinschaften sind solche Aussagen absolut unhaltbar. Sie sind von den Lehren – den religiösen Philosophien, vermischt mit biblischen Lehren – der frühen katholischen Kirchenväter so abgrundtief durchsäuert, dass sie nicht fähig sind hier zu differenzieren, was wir heute durchaus verstehen können.

Die Unwissenheit über die Entstehung des Neuen Testamentes trägt zur Erhaltung dieser Irrtümer wesentlich bei. Darum werden die Thora und Propheten gering geachtet und nur zitiert um ihre Irrtümer, die sie als die biblische Wahrheit lehren und glauben, zu verteidigen und zu stützen. Sie sind gelehrt worden, dass der hellenistische Jesus-Gott, den die Kirchenväter entwickelten und auf den Konzilien von Nizäa und Konstantinopel dogmatisierten, die Thora und Propheten aufgehoben, aufgelöst hätte. Ein schrecklicher Irrtum!

Überall auf der Welt gibt es aber nun Menschen, die es wagen aufrichtig nach den tiefen Zusammenhängen der Bibel zu fragen. Schrittweise erkennen sie, dass die wenigen hebräischen Urtexte des sogenannten NT verloren gegangen sind und der Kirche nur griechische Abschriften zur Verfügung standen. Jene, die diese hebräischen Schriften in die Hände bekamen und ins Griechische übersetzten verstanden kein Hebräisch oder hatten es sich nur mangelhaft angeeignet.

Wörter, Begriffe und Zusammenhänge, die sie in ihrer hellenistischen Denkweise und Tradition nicht verstanden übersetzen sie rücksichtslos ihrem Verständnis gemäss. Wie wir heute sehen und wissen verzerrten sie dadurch die tiefen prophetischen Zusammenhänge und Inhalte in einer tragischen und folgenschweren Weise. Die Existenz der Kirche, der christlichen Gemeinde, losgelöst von der Gemeinde JaHuWaHs, des auserwählten Volkes, ist nur auf der Basis dieser Irrtümer haltbar.

Hinzu kommt die Tatsache, dass Jahushua und die Apostel nie in der griechischen Sprache redeten und lehrten. Ich möchte darum in aller Deutlichkeit betonen: die Kirche besitzt nur griechisch geschriebene Quellen über Jahushua und die Apostel, keine hebräischen. Das allein sagt eigentlich schon alles aus und sollte jedem aufrichtigen Menschen zu denken geben und ihn zur Umkehr führen.

Griechisch geprägte Menschen, innerhalb der jüdischen Gemeinde, lösten sich von der Gemeinde JaHuWaHs, des Abba Vaters. Sie gründeten eine eigene Gemeinde, die Kirche. In ihrem Judenhass lösten sie sich damit von der Wurzel und den Zweigen. Sie vermischten den Reichtum der Thora und Propheten mit ihren heidnisch-religiösen traditionellen Vorstellungen über ihre Götter, über Leben und Tod, Himmel und Hölle usw.

Im Jahre 382 gaben sie offiziell eine Gegenbibel, das sogenannte NT, heraus, natürlich mit den entsprechenden Regeln der Auslegung, die ihren heidnischen Prägungen entsprachen und bis heute entsprechen müssen. Die israelitisch-jüdische Auslegung wurde mit einem Fluch belegt und hatte den Ausschluss aus der Kirche zur Folge. Die Verfolgung war die Konsequenz.

Es genügte ihnen nicht sich von der Wurzel und den Zweigen, also von der Gemeinde JaHuWaHs, zu trennen, nein, sie lehrten zusätzlich die Verdammnis der Gemeinde JaHuWaHs, des auserwählten Volkes, und deren Vernichtung! Sie, die Juden, so lehrten die Kirchenväter, hätten ihren Jesus-Gott umgebracht, getötet. Jährlich feierten die Heiden auf der ganzen Welt in unterschiedlichen Weisen den Tod und die Auferstehung irgend eines ihrer Götzen (Vegetationsgottheiten). Also bezeichneten sie sich als die von JaHuWaH neu geschaffene Gemeinde. Ihrer heidnischen Tradition gemäss feierten sie weiter jährlich den Tod und die Auferstehung ihrer Sonnengötter, nun aber unter dem Namen „Jesus Christus“.

Kaiser Konstantin machte im vierten Jahrhundert die neue Gottheit „Jesus Christus“ zum Sammelbegriff für alle heidnischen Gottheiten. Der Tod und die Auferstehung dieser Gottheiten wurde in den vielen Regionen und Ländern des römischen Reiches bis dahin unterschiedlich gefeiert. Konstantin drängte auf eine Vereinheitlichung der Religionen in seinem Reich hin. Eine einheitliche Sonnengottheit für alle Bürger des grossen römischen Reiches sollte seine Machtausübung sichern und festigen. Ebenso sollten alle an einem einheitlichen Datum Tod und Auferstehung der Reichsgottheit feiern.

Tod und Auferstehung dieser Gottheit sollte das von JaHuWaH verordnete Fest Pessach verdrängen und ersetzen. Darum sollten Tod und Auferstehung dieser Gottheit in der gleichen Zeitspanne wie Pessach gefeiert werden. Sie sollten aber nie mit dem Fest des Schöpfers allen Lebens, mit Pessach, zusammenfallen. Die Herrschaft über ein so grosses Reich, wie das römische Reich, wird durch die Vereinheitlichung der religiösen Feste um Einiges erleichtert. Vereinheitlichung beugt Auseinandersetzungen wesentlich vor!

Nicht nur das Datum des Todes und der Auferstehung der verschiedenen Gottheiten wurde vereinheitlicht, sondern auch der Tag ihrer Geburt. Da „Jesus Christus“ zur neuen Lichtgottheit (Mithras, Sol Invictus, Helios usw.) gemacht worden war, erstaunt es uns nicht, dass die Kirche im Jahre 333 den Geburtstag ihres neuen Sonnengottes „Jesus Christus“ auf das traditionelle heidnische Geburtsdatum der Sonnengötter festlegte, nämlich auf den 25. Dezember!

Sie missbrauchten das Fest JaHuWaHs, Shawuot (Pfingsten), das JaHuWaH seiner Gemeinde gegeben hatte und machten es zum Gründungstag ihres antijüdischen Systems, der neuen Kirche. Sie machten dem auserwählten Volk, den Heiligen JaHuWaHs, die zukünftige Herrschaft streitig, weil sie nun an die Stelle der untreuen Juden erwählt worden wären.

Die Juden hätten samt und sonder versagt. JaHuWaH hätte darum seinen Bund mit ihnen gebrochen und ihn mit der heidnischen Welt – als einen Neuen Bund (NT) – geschlossen. Die Juden seien darum für immer verworfen. Für sie gäbe es nur eine Rettung wenn sie sich von der Thora und den Propheten lossagten und sich demütig der Kirche, dem Neuen Bund (NT), einordnen würden, d.h. konkret, indem sie sich ihrer griechischen Philosophie, d.h. ihrem Jesus-Gott, unterwerfen würden. Dieser würde am Ende der Tage mit seinen Heiligen, den Christen, mit grosser Macht und Herrlichkeit erscheinen. Dann würde es mit den unbekehrten Juden ein böses Ende haben.

Nun ja, die Thora und die Propheten bezeugen am Laufmeter, dass JaHuWaH von keinem Menschen umgebracht werden kann. Auch diese Lehre, der Mord der Juden an einen Mensch gewordenen Gott, sagt auch wieder alles aus und müsste eigentlich genügen um das Lehrgebäude der Kirchen im Leben eines Irregeführten zum Einsturz zu bringen!

Diese Kirche scheut vor nichts zurück! In jeder Weise spannt sie JaHuWaH und sein geoffenbartes Wort vor den Karren ihrer gewaltigen Verdrehungen und Irrtümer. Das boshafte Ziel der frühen Kirchenväter war die Vernichtung des auserwählten Volkes. In dieser Blindheit gingen sie sogar soweit: sie versuchten JaHuWaH, den Schöpfer allen Lebens aus dem Leben zu schaffen! Verrückt diese Kirche!

Die heutigen Verantwortlichen der Kirchen fühlen sich den Lehren der Kirchenväter mit Haut, Haar und Knochen verpflichtet, darum ziehen sie dieses schaurige Ökumenemanöver vor den Juden ab, wie wir es in unseren Tagen erleben. Selbst die protestantischen Kirchen, die Freikirchen und christlichen Gemeinschaften bleiben in den wesentlichen Lehrpunkten diesem verworfenen System verhaftet, dass die Propheten als das „Babel“ bezeichnen.

Mit grosser Freude und Dankbarkeit lasst uns an der Botschaft der Thora und der Propheten festhalten und darin weiter nach den Zusammenhängen des Lebens suchen: „Fragt nach JaHuWaH und seiner Stärke, sucht sein Angesicht allezeit.. Er gedenkt bleibend seines Bundes“ (Ps 105, 4.8). In dieser Freude wünsche ich allen Segen für die kommende Woche, einen erholsamen Shabbat, getragen von einem herzlichen Shalom.

Gregor Dalliard