Der Fluch des Kreuzes – ein schockierender Ausspruch! Teil 1

Glaubensimpuls 193

Um der Wahrheit willen müssen wir uns manchen unliebsamen Fragen und Vorwürfen stellen und uns damit auseinandersetzen. Der gesunde Mensch lässt sich in Glaubenssachen heute nicht mehr mit Lügen und Halbwahrheiten abspeisen. Es gilt das Wort der biblischen Propheten, das der Prophet Amos so zusammenfasst: „Sucht JaHuWaH, dann werdet ihr leben“ (Amos 5,6). Was heisst das? Die Wahrheit macht frei, sie ist das Leben. Darum lasst uns in diesem Sinn und Geist etwas mehr über die Zusammenhänge der Kreuzeskultur und des Kreuzeskultes betrachten. Am 26. März 2014 habe ich bereits etwas darüber geschrieben. Und zwar unter „Pessach. Die Wiedergeburt in JaHuWaH – wie geht das? Der ägyptische Widdergott und sein Kreuz. Teil 6“.

Bin ich in eine praktizierende christliche Familie hineingeboren worden, dann wird mir erklärt, dass das Kreuz das Zentrum meiner Erlösung darstellt und dass nur im Kreuz Heil und Erlösung ist. Diese Lehre wird im Laufe der Jahre in Fleisch und Blut übergehen. Die so eingefleischte religiöse Tradition verankert sich im Denken eines Kindes und Jugendlichen. Sie wird später nur selten einen Zweifel aufkommen lassen. Die moderne Medienrummel aber, der vor nichts Halt macht, fordert die Christen heraus.

Was lehrt uns JaHuWaH, der himmlische Vater, unser Vater, durch seine Propheten über die Erlösung, das Heil der Menschen, über Umkehr und Leben? Fragen, die uns heute mehr denn je beschäftigen. Bibel (der Tanach) und Geschichte sind die Zeugen, die uns auf diese Fragen antworten.

Der römische Kaiser Konstantin plante seinen Schwager Maxentius, der ebenfalls Kaiser war, zu beseitigen. Konstantin war Sonnenanbeter. Der Kirchenvater Eusebius von Caesarea berichtet in seiner „Vita Constantini, Eus. v. C. 1,27-32“ darüber. Einige Zeit bevor Konstantin sein Vorhaben durchsetzen wollte, erschien ihm am Himmel über der Sonne ein Kreuz. Doch er wusste nicht was er damit anfangen sollte. In der Nacht vor der Schlacht (28. Okt. 312) erschien ihm der Gott (der Sonnengott) Jesus wie dem Paulus. Eine Stimme aus dem Himmel rief ihm zu: „In hoc signo vinces“, d.h. „in diesem Zeichen (Zeichen des Kreuzes) wirst du siegen“.

Konstantin soll mit dem Kreuz Maxentius an der Milvischen Brücke besiegt haben. Es wurde als Zeichen des Krieges und der Gewalt erhoben. Seither blieb dieses Zeichen als offizielles staatliches Siegeszeichen in der christlichen Welt. Diese Tatsache wird in christlichen Kirchen allerdings mit allen möglichen Theorien übertüncht. Trotzdem bleibt aber das Kreuz das Siegeszeichen der staatlichen Gewalt.

Die Mutter des Kaisers, Kaiserin Helena, soll 320 n.u.Z. nach dem Kreuz in Jerushalajim gesucht und es dort – rund 300 Jahre nach dem Tod Jahushuas von Nazareth – gefunden haben. Ein religiöser Irrwahn! Pilatus liess rund 6000 Juden pfählen. Darunter war auch Jahushua von Nazareth. Und wenn wir die unzähligen Kreuzessplitter die heute weltweit in zahllosen Kirchen angebetet werden zusammennähmen, dann hätten wir einen ganz schönen Wald vor uns.

Unter dem Einfluss seiner Mutter Helena forderte der Sonnen-Gott Jesus Konstantin vom Himmel herab auf mit dem Kreuz in der Hand und auf den Kriegsstandarten Krieg zu führen und sich die Welt zu erobern, was die Päpste bis heute versuchen. Die katholische Kirche übernahm von da an die Anbetungspraxis Konstantins. Jesus als Sonne wird darum bis heute in Form der sonnengleichen Hostie in allen katholischen Kirchen, der Mutter aller Kirchen, angebetet. Er muss gemäss Kirchenrecht mindestens ein Mal im Jahr von allen in Form einer Sonnenscheibe geschluckt werden. An Fronleichnam wir dieser Sonnen-Gott heute noch in Form einer Sonne von den Priestern durch Strassen und Quartiere getragen und allen öffentlich zur Anbetung ausgesetzt.

Wer die Sendung und den Dienst Jahushuas von Nazareth näher betrachtet wird diesen Legenden der Kirche schwerlich glauben können. Jahushua soll sich vom Himmel herab als Gewaltmensch geoffenbart haben – das wird wohl kaum ein besonnener Bibelleser nachvollziehen können!!

Konstantin berief das erste Kirchenkonzil 325 v.u.Z. in Nizäa ein. In einer Sache waren sich fast alle führenden Kirchenväter einig: Der jüdische Jahushua von Nazareth durfte nicht mehr als Jude bezeichnet und genannt werden, weil er zu einer heidnischen Reichsgottheit erhoben werden sollte. Er sollte zu einer Gottheit gemacht werden, die sich den Herrschaftsordnungen der römischen Kaiser unterordnete. Wie aber sollte diese neue Gottheit genau definiert werden? Wegen dieser Frage zerstritten sich die Kirchenväter grässlich. Die Vorstellungen und Lehren über diese neue Gottheit gingen so sehr auseinander, dass Mord und Totschlag schnell zu einem Reichskrieg führen und die Reichseinheit zu gefährden drohten.

Konstantin erkannte die Gefahr rechtzeitig und berief deshalb 325 n.u.Z. das erste Reichskonzil in Nizäa ein. Zusammen mit den berühmtesten heidnischen Philosophen in seinem Reich beriet er die zerstrittenen Bischöfe. Die neue Gottheit sollte so definiert werden, dass die alten heidnischen Glaubenstraditionen in ihm, dem neuen Welterlöser, wiederzufinden seien. Schliesslich sollten die vielen heidnischen Richtungen das Gefühl bekommen, dass wichtige Bestandteile ihres Glaubensbekenntnisses im neuen römischen Glaubensbekenntnis enthalten sein würden. Das römische Reich war damit leichter zusammenzuhalten. Dieser neuen Lehre sollten sich alle Bischöfe ein für allemal unterwerfen.

Darum führte der Kaiser den Vorsitz. Er entschied bei Uneinigkeiten und stellte die bis heute unter den Christen geltende Lehre über den neuen Gott „Jesus“ fest. Gedenk- und Feiertage sollten so gehalten werden, dass sie nicht mit den Festordnungen des himmlischen Vaters zusammenfallen sollten. Der Pharisäer und Rabbi Jahushua (Jesus) von Nazareth folgte genau JaHuWaH. Er hielt sich getreu an die Thora und die Verheissungen der Propheten. Er feierte alle Feste, die JaHUWaH verordnet hatte mit tiefer Hingabe und Treue. JaHuWaH war der Erlöser der Juden.

Er hatte sie aus dem ägyptischen Königreich erlöst und sie selbständig werden lassen. Diese Geisteshaltung stellte für die römischen Kaiser eine Gefahr dar. Sollte dieser Geist der Freiheit und der Mündigkeit in den Christen wirksam bleiben, sollten die Christen seinem Geist folgen, dann stellte der Glaube des Jahushua von Nazareth für Kaiser Kostantin eine grosse Gefahr dar. Der Glaube an JaHuWaH gefährdete den Thron der römischen Kaiser.

Auf dem Konzil wurde das für alle im römischen Reich verbindliche „nizänische Glaubensbekenntnis“ festgelegt, das heute noch gültig ist. Kaiser Theodosius erweiterte dieses Bekenntnis 381 n.u.Z. auf dem Konzil von Konstantinopel, bekannt als das „Nicäno-Konstantinopolitanum“. Wer das nizänische Glaubensbekenntnis nicht unterschrieb wurde den schlimmsten Schikanen ausgesetzt, terrorisiert, verbannt, getötet. Bedingungslose Unterordnung unter den Kaiser, später unter den Papst, galt als oberstes Prinzip. Das Kreuz wurde zum Zeichen dieser Bedingungslosigkeit für alle Menschen gemacht.

Kaiser Konstantin wurde damit zum offiziellen Begründer und Führer der christlichen Kirche, wie uns das die ersten Konzilien bestätigen. Er ist der eigentliche erste Papst des Christentums. Darum wird er von der Kirche „Konstantin der Grosse“ genannt. Als der verherrlichte Führer der Christenheit und Former der neuen (Sonnen-)Gottheit Jesu legte er kein gutes Zeugnis ab. Denn im Zeichen des Kreuzes liess er etliche seiner Verwandten ermorden.

Er machte das Kreuz zum allgegenwärtigen Reichs- und Machtzeichen. So ist es bis heute in den christlichen Kirchen geblieben. Dem Kreuz des Konstantin sollten alle Menschen unterworfen werden. Unter dem Zeichen des Kreuzes setzte ein mörderischer Kreuzzug nach dem andern ein. Abermillionen Menschen dieser Welt durchlitten unter diesem Zeichen unsägliches Leid und Elend. Christliche Völker zogen und ziehen (Russland und Ukraine) gegeneinander in den Krieg. Vorher bekreuzigen ihre Bischöfe die Kriegswaffen.

Sie bekreuzigen sie mit jenem Wasser (Weihwasser) über das der Priester vorher mit drei Kreuzzeichen und etwas Salz die Dämonen aus dem Wasser vertrieb. Das Kreuz soll ihnen im Kampf gegeneinander zum Sieg verhelfen. Wer soll das verstehen? Menschen wenden sich aus guten Gründen vom Kreuz ab. Im Volksmund verbreitete sich der Satz: Wo der Schatten eines Mönches hinfällt wächst kein Gras mehr!

Die Lehre von der angeblichen Erlösung der Welt durch das Kreuz muss sich dem Schiedsgericht der Bibel unterwerfen. Umso mehr, da sich die Vertreter der „erlösenden“ Kreuzes-Lehre auf das prophetische Wort der Bibel, den Tanach, berufen, d.h. auf die Thora, die Propheten und die Schriften, was fälschlicherweise als das Alte Testament bezeichnet wird. Doch diese Lehre hält dem prophetischen Wort der Bibel über die Erlösung des Menschen und der Welt nicht stand. Dafür sind wir zutiefst dankbar. Lasst uns im nächsten Gim mehr darüber schreiben.

„Gedenke an deine Gemeinde, die du erworben hast vor alters, erlöst zum Stamm deines Eigentums, an den Berg Zion, auf welchem du gewohnt hast! (Ps 74,2). „Wir aber sind dein Volk und die Herde deiner Weide. Wir wollen dich ewig preisen, von Geschlecht zu Geschlecht dein Lob erzählen!“ (Ps 79,13).

Das lasst uns tun! Mit einem herzlichen Shalom

Gregor Dalliard