Der Fluch des Kreuzes – ein schockierender Ausspruch! Teil 2

Glaubensimpuls 194

In aller Freiheit dürfen wir heute dem Glaubensreichtum auf den Grund fühlen und uns darüber austauschen. Es ist eine Freiheit die JaHuWaH, unser Schöpfer, allen seinen Geschöpfen zugedacht hat. Sie entspricht seinem Wesen. Wir finden erst darin unsere Erlösung, unsere innere Ruhe, unseren Frieden. In der Beziehung zu seinem Wesen kommen wir in die erlösende Ruhe. Erst in dieser Ruhe und Geborgenheit nehmen wir unsere Verantwortung IHM selbst, den Mitmenschen und seiner Schöpfung gegenüber wahr.

Über sein auserwähltes Volk hat er auch uns in diese Erlösung mit hineingenommen. Wir sind auf sein Wesen, auf seine Pläne der Erlösung, neugierig gemacht worden. Lasst uns diese Freiheit, die wir in dieser Zeit haben, voll Dankbarkeit schätzen, nutzen und leben – zu seiner Ehre und zum Segen aller. Darum sinnen wir sehr gerne über seinen Willen und seine Pläne nach, auch über den inneren Frieden mit IHM, d.h. über unsere Erlösung. Denn: „Dein sind die Himmel, und dein ist die Erde. Die Welt und ihre Fülle, du hast sie gegründet“ (Ps 79,12).

Es gibt in der Welt viele Erlösungs- und Heilslehren. Die Welt ist voll davon. Das Vertrauen (Glauben) Abrahams, der Vater aller die JaHuWaH vertrauen und die darin gerechtfertigt und erlöst sind, bleibt für uns der Weg zum Vater. Diesen Weg ging Jahushua von Nazareth. Wer sich auf die Bibel als Fundament seines Glaubens (seines Vertrauens zum Schöpfer) und seiner Erlösung beruft, kommt nicht ohne das Zeugnis der Thora und der Propheten aus: „Von dem Tag an, da eure Väter aus dem Land Ägypten auszogen, bis auf diesen Tag habe ich alle meine Knechte, die Propheten, zu euch gesandt, täglich früh mich aufmachend und sendend“ (Jer 7,25).

Sie sind gleichsam der „Ausweis“ der Erlösung, d.h. des Friedens und des Einsseins mit unserem Schöpfer, dem Abba JaHuWaH. Jahushua von Nazareth hat uns das beispielhaft vorgelebt wie auch alle Propheten vor ihm. (Zur Erinnerung sei gesagt: Er bezeichnete sich selbst als Prophet (Lk 4,24; Jo 4,43-44). Er bezeichnete sich selbst gegenüber dem Vater im Himmel nicht als gut (Mk 10,18; Lk 18,20)! – bitte nicht überlesen und die befreienden erlösenden Konsequenzen daraus ziehen!!)

Nun ist im ganzen Tanach (Thora, Propheten, Psalmen und Schriften) kein einziges Wort von einer Erlösung durch ein Kreuz zu finden. Weder ist darin von einer persönlichen Erlösung durch ein Kreuz noch von einer Erlösung der Welt durch ein Kreuz die Rede. Ebenso wird auch keine Erlösung durch einen Mensch gewordenen Gott (Erlöser) prophezeit, der als wahrer Gott (Erlöser) und als wahrer Mensch an einem römischen Folterholz die Menschheit erlösen kann. Wenn uns das Zeugnis der Bibel das anders lehrt, dann sind wir aufgefordert uns auf den Weg zu machen und JaHuWaH und seinen Willen zu suchen.

Wiederum müssen wir auf eine einfache Tatsache hinweisen, die in einem so wesentlichen Punkt wie die Erlösung als das Kriterium, als der Massstab, angewendet werden muss. Wenn uns die Erlösung durch das grausame antike oder römische Marterinstrument, den Baumstamm oder den Pfahl, zuteil werden würde und durch einen Menschen, der als wahrer Gott (Erlöser) und wahrer Mensch in diese Welt gekommen und daran verzweifelt gestorben war – glaube der Bibel – dann wäre die Bibel (Tanach) voll der Hinweise darauf. Ein so umfassender Weg der Erlösung eine solche Massenerlösung, die Erlösung der Welt, durch einen Holzstamm und durch eine Mensch gewordene Gottheit, wäre JaHuWaH und keinem seiner Propheten verborgen geblieben. Doch sie lehren nichts davon.

Hingegen spricht JaHuWaH mit seinen Propheten durchgehend, eindeutig und unmissverständlich über den Weg der Erlösung, sowohl über die des einzelnen Menschen als auch von der Erlösung der ganzen Menschheit – und zwar durch eine lange Heilsgeschichte hindurch. Erstens geschieht die Erlösung jedes einzelnen Menschen immer durch die persönliche Umkehr zu JaHuWaH. Diese Wiedergeburt aus und in den Geist JaHuWaHs drückt sich im Erkennen und Hineinwachsen in seine Ordnungen, Rechtsbestimmungen und Festfeiern (Shabatten) aus. Sie finden ihren wesentlichen Ausdruck in der Liebe zum Nächsten. Was darunter zu verstehen ist können wir bei den Propheten vielfältig nachlesen. So etwa in 3Mo 19,1-18; Jes 58,5ff; Jer 7,1-11; Hes 18,5-9 u.a.m.). „So spricht der JaHuWaH: Tretet auf die Wege, seht und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, wo denn der Weg zum Guten sei, und geht ihn! So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen“ (Jer 6,16).

Zweitens wird er, gemäss prophetischem Wort, selbst die Weltevangelisation, Erlösung der Welt, zu ihm hin, auslösen – ohne Kreuz und ohne Christen! Das mag sich für Christen sehr entsetzlich anhören. Doch jeder der sich auf die Bibel beruft – auch ich – wurde vom Zeugnis der israelitisch-jüdischen Propheten zu dieser schockierenden Erkenntnis geführt.

Kommen wir aber zur Einsicht, dass auch der Jude Jahushua von Nazareth, genau so wie alle gläubigen Juden glaubte, lebte und starb, dann finden wir ganz schnell zum inneren Frieden zurück. Denn darin sind wir nun mit Jahushua von Nazareth und den andern Propheten und dem treuen auserwählten Volk eins geworden – eins mit unserem Vater im Himmel. Das zeigt uns die Bibel eindeutig und sonnenklar auf. Ist das nicht wunderbar!

Drittens wird JaHuWaH die Welterlösung, die er selbst auslösen wird, mit seinem auserwählten Volk wirken. So lehrt es uns sein Wort. Das hat mir früher gar nicht in meinen religiösen Kram gepasst. Ich mochte die Juden nicht. Ich war voller Vorurteile. Wie sollten mir diese abtrünnigen Menschen, die den Gott Himmels und der Erde, meinen Gott, gemordet, umgebracht, getötet hatten, etwas zu sagen haben. Wie konnten sie, die sich ewig weigerten die Erlösung des Kreuzes anzunehmen, in ihrer Ignoranz es wagen uns belehren zu wollen!

Doch seitdem wir die Bibel eingehender erforschen, wurden wir eines Besseren belehrt. Den Juden und dem prophetischen Wort der Bibel gegenüber trug ich früher eine selbstherrliche christliche Arroganz und Ignoranz – die Frucht der Philosophien der Kirchenväter! Es ist zum Schämen!! Aber nun haben wir Versöhnung mit JaHuWaH und seinem auserwählten Volk gefunden: „Und ich will dich zu einer großen Nation machen und will dich segnen, und ich will deinen Namen gross machen, und du sollst ein Segen sein! Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen (richten); und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!“ (1Mo 12,2-3).

Das ist ja der Grund warum JaHuWaH dieses Volk aus allen Völkern auserwählt hat. Ihm hat er seine Ordnungen, Rechtsbestimmungen und Feiertage übergeben – als Weg der Erlösung, zum Segen und Wohle aller Menschen. Darum erinnerte Jahushua seine zwölf Bibelschüler, auch die siebzig oder zweiundsiebzig, an folgendes Gebet, das die gläubigen israelitisch-jüdischen Menschen immer schon beteten, weil sie das Kommen des Reiches der Himmel, d.h. das Leben nach dem Willen JaHuWaHs auf Erden, immer schon erwarteten: „Seid ihnen (den Heiden) nun nicht gleich; denn euer Vater weiss, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. Betet ihr nun so: Unser Vater, der du bist in den Himmeln, geheiligt werde dein Name; dein Reich komme; dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden“ (Mt 6,8-10).

Am Ende der Tage, d.h. am Ende dieses Zeitalters (Äons), werden alle Völker nach der Erlösung greifen. So ist es uns in der Bibel geoffenbart durch die Propheten JaHuWaHs. Nicht ein gepfählter Jesus der Christen und nicht die Christen werden – gemäss der biblischen Prophetie – den neuen Himmel und die neue Erde in JaHuWaHs Willen und Ordnungen führen und umgestalten, sondern sein auserwählte Volk. Das gläubige israelitisch-jüdische Volk ist bemüht den Willen des Vaters auf Erden so zu leben wie er im Himmel gelebt wird. Darum die anhaltende Bitte: „dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden“.

Diese Entdeckung ist für Christen, die die Bibel lieben lernen und treu auf die prophetischen Weisungen achten zuerst einmal sehr schockierend, was nur verständlich ist. Abraham ist es wohl ähnlich ergangen wie jedem von uns, als er sich auf JaHuWaH einliess. Es ging und geht uns allen gleich, sogar Moslems, die sich gewissenhaft und aufrichtig auf die Bibel einlassen. Aber so ist es mit der Wiedergeburt in den Willen und in die Erlösung in und mit JaHuWaH. Einfach wunderbar!!

„Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde. Und an das Frühere wird man nicht mehr denken, und es wird nicht mehr in den Sinn kommen. Vielmehr freut euch und frohlockt allezeit über das, was ich schaffe! Denn siehe, ich schaffe Jerushalajim zum Frohlocken und sein Volk zur Freude. Und ich werde über Jerushalajim frohlocken und über mein Volk mich freuen. Und die Stimme des Weinens und die Stimme des Wehgeschreis wird darin nicht mehr gehört werden..“ (Jes 65,17-19). Ein prophetisches Wort, das der Prophet im Auftrag des Abba JaHuWaH in einer ausserordentlich schweren Zeit zu seinem gedemütigten und dezimierten Volk sprach. Es lohnt sich auch die folgenden Verse zu lesen.

Von Herzen wünsche ich allen eine durchgreifende Freude und Zuversicht, und zwar aus dem bleibenden prophetischen Wort der Bibel. Ebenso einen gesegneten Shabbat. Shalom!

Gregor Dalliard