Pessach. Die Wiedergeburt in JaHuWaH – wie geht das? Der ägyptische Widdergott und sein Kreuz. Teil 7.

Glaubensimpuls 185

Lasst uns mit grosser Dankbarkeit, Hingabe, Ausharren und Freude unser heikles aber äusserst wichtiges Thema fortsetzen. Es geht um die Wiederherstellung der Ehre JaHuWaHs, seiner Propheten, seines Volkes und auch um die Wiederherstellung der Ehre Jahushuas und seiner Apostel, die allesamt im prophetischen, israelitisch-jüdischen Glaubensreichtum verankert waren. Es geht um die Verwirklichung des Zieles, das sich JaHuWaH über Abraham für die ganze Menschheit gesetzt hat: um seinen Segen des Lebens für jedes seiner Geschöpfe.

Damit verbunden ist die Sühnung der unsäglichen Verbrechen, die unsere christlichen Vorfahren – und zum Teil wir selbst – an JaHuWaH und seinem auserwählten Volk, der Nation der Priester für die Welt, angetan haben: „Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein“ (2Mo 19,6). Priester des König JaHuWaH sollen sie sein: „Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen (d.h. richten)“ (1Mo12,3). Diese Verbrechen waren und sind nicht nur physischer und seelischer Art. Diese Verbrechen bleiben an den Christen haften und sie bleiben als ein Weg des Fluches bestehen, solange die christlichen Kirchen und Gemeinschaften nicht bereit sind zur Ehre ihres Schöpfers und Erlösers JaHuWaH zu den Inhalten der Bibel umzukehren.

Solange sie sich weigern das gesamte biblische Offenbarungsgut dem rechtmässigen Besitzer JaHuWaH und seinem auserwählten Volke zuzugestehen und zurückzugeben wirkt dieser Fluch in ihren Reihen und in der Welt weiter. Solange sie sich weigern ihren schändlichen Missbrauch der Bibel und den Betrug an den Menschen, die ihnen unterworfen sind, aufzugeben und die Wiedergeburt in JaHuWaH zu lehren und zu praktizieren werden sie von unberechenbaren religiösen Führern missbraucht, irregeführt und ausgenommen werden. In der ganzen christlichen Welt wird in dieser „Karwoche“ der Weg des Fluches gegen das Volk der Priester JaHuWaHs wieder durch zahllose Liturgien, Zeremonien, Passionsspiele und Gottesdienste erneuert und vertieft. Eine grosse Masse tut es aus Unwissenheit, weil sie dazu verführt worden sind. Aber damit wird weltweit wieder ein unsäglicher verantwortungsloser Hass gegen die Juden gestreut.

Selbst wenn sich früher Israeliten und später Juden durch Vernachlässigung und Veruntreuung, durch Assimilation und Verrat des geoffenbarten Glaubensgutes Schuld aufluden, so steht uns das gerechte Urteil über dieses Versagen nicht zu. Wir kennen die Umstände oft nur mangelhaft oder gar nicht. JaHuWaH hat sich zu allen Zeiten einen tapferen und treuen Überrest, der in ihm wiedergeboren war und ist, bewahrt.

An uns ist es den eingeschlagenen Weg der Umkehr und Wiedergeburt in JaHuWaH mit viel Freude, mit gespannter Neugier aber auch mit der notwendigen Gelassenheit und der gegenseitigen Ermutigung fortzusetzen. Wir „leisten“ damit alle einen kleinen Beitrag am Aufbau des Segens, den JaHuWaH dem Abraham mit auf den Weg gab: „..und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!“ (1Mo 12.3). Das ist tatsächlich etwas Grossartiges und Einzigartiges woran ich früher nicht einmal im Traum dachte!

Im letzten Gim habe ich darauf hingewiesen, dass das Kreuz bei den Ägyptern das Sinnbild und das Zeichen für das Leben und die Wiedergeburt (Auferstehung) war. Betrachten wir die christliche Lehre von Kreuz und Wiedergeburt, dann finden wir dieselbe Symbolik des Kreuzes vor, aber auch dieselbe Bedeutung von Leben und Wiedergeburt.

Die gläubigen Ägypter rühmten sich des Kreuzes. Es existierte für sie kein Leben und auch kein Weiterleben (Wiedergeburt, Neuwerden, Auferstehung) ohne das Kreuz, ausserhalb des Kreuzes. Sie rühmten sich des Kreuzes, des Zeichens des Sterbens und des Neuwerdens, d.h. der Auferstehung. Ohne das Kreuz, dass das Leben, dass das Sterben und das neue Leben bedeutete, wäre ihr Glaube sinnlos gewesen. Das Kreuz war der Schlüssel des Lebens und der Schlüssel zum Leben.

Genau das übernahmen die Kirchenväter: „Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verlorengehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft“ (1Ko3 1,18). „Mir aber sei es fern, mich zu rühmen als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt“, d.h. durch das ich in Neuheit lebe und leben werde – durch die Auferstehung. (Gal 6,14). Das sind typisch heidnische Aussprüche. Gegen diese okkulte ägyptische Philosophie, die wir auch in den griechischen und andern Philosophien vorfinden, wehrten sich die Juden, die Jahushua folgten, weil sie ihn als grossen jüdischen Gesalbten (Mashiach), als Rabbi, liebten. Sie verehrten ihn als Lehrer, d.h. als Rabbi und hörten auf ihn. Doch ihr Aufschrei kam bei den heidnischen Führern und dem heidnischen Volk nicht an. Diese Auseinandersetzung wird uns auch aus folgenden Aussagen deutlich gemacht:

„Wenn aber gepredigt wird, dass Christus aus den Toten auferweckt sei, wie sagen einige unter euch, dass es keine Auferstehung der Toten (nach den heidnischen Vorgaben) gebe? Wenn es aber keine Auferstehung der Toten gibt (nach den heidnischen Vorgaben), so ist auch Christus nicht auferweckt; wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist also auch unsere Predigt inhaltslos, inhaltslos aber auch euer Glaube. Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir gegen Gott bezeugt haben, dass er Christus auferweckt habe, den er nicht auferweckt hat, wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden. Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt. Wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden. Also sind auch die, welche in Christus entschlafen sind, verlorengegangen. Wenn wir allein in diesem Leben auf Christus gehofft haben, so sind wir die elendesten von allen Menschen“ (1Kor 15,12-19).

Wie wir aber wissen steht im „Neuen Testament“ die Auferstehung direkt mit der sofortigen Wiederkunft – gleich – und dem anbrechenden Friedensreich des Messias in Verbindung. Doch der „Auferstandene“ ist nie wiedergekommen, obwohl es von solchen „Verheissungen“ im „Neuen Testament“ nur so wimmelt. Sein Friedensreich ist auch nie angebrochen! Jahushua selbst glaubte und lehrte, dass das Friedensreich nicht mit ihm anbrechen werde, weil er wegen seines Wirkens die Verfolgung der Römer und seinen bevorstehenden Tod durch die Römer kommen sah – wie so viele Juden vor und nach ihm! Er wies mehrmals auf seinen unausweichlichen Tod hin. Doch wenn der Messias (Israel) das Friedensreich vom Vater empfangen wird, wird es ihm nie mehr entzogen werden können, d.h. der Messias kann nicht sterben. Jahushua als der angebliche Mashiach (Gesalbte) der Endzeit aber starb.

Die oben zitierten Verse sind dem Juden Shaul zugeordnet worden. Doch ein Jude wie Shaul hätte so etwas gar nicht schreiben können. Die Wiedergeburt in JaHuWaH stand den heidnischen Vorstellungen von Leben, Sterben und dem Neuwerden völlig entgegen. Der Autor muss ein Kirchenvater gewesen sein, der von dem prophetischen Worte überhaupt nichts wusste, der es gar nicht verstand oder bewusst verfälschte. Es muss ein Mensch gewesen sein, der vollkommen in einer der vielen heidnischen Traditionen und Vorstellungen von Leben, Sterben und Wiedergeburt (Auferstehung) verankert lebte. Hier vertritt er die Wiedergeburt in einen andern Menschen, in Christus, als eines Wesens, das sowohl wahrer Mensch als auch wahrer Gott war, also einer Gottheit, wie sie damals unter den Heiden geglaubt wurde.

In der damaligen Zeit wurden gerne Namen angesehener Persönlichkeiten unter einem persönlichen Dokument gesetzt (missbraucht), um der eigenen Überzeugung zu Glaubwürdigkeit und Akzeptanz zu verhelfen.

Zudem ist es eine Wiedergeburt die nur durch und über ein grausames Sühneopfer geschehen kann, und zwar über das allgemeine Folterinstrument der Römer. Dies geschah angeblich darum weil JaHuWaH diese Folter, diese Qualen, dieses Blut, diese Erstickungsqualen des Jahushua vorgesehen hatte, weil er sie unbedingt wollte, geniessen wollte, weil er sich ohne diese Grausamkeiten nicht hätte besänftigen lassen. Meine lieben Freunde das ist zu makaber, zu entsetzlich, zu absurd. So etwas können sich nur äusserst verlorene, irregeführte oder religiös vollkommen verdorbene Menschen vorstellen und als allgemeine heilsnotwendige Glaubensregel aufstellen.

Nein, das ist den heidnischen Göttern und ihren Anhängern zuzuordnen, die laufend Menschenopfer forderten, ohne die sie sich niemals versöhnen liessen. Diese Theologie auf JaHuWaH und seinen gesalbten Rabbi Jahushua von Nazareth übertragen zu wollen ist absolut verwegen, grausam und scheusslich. Sie entbehrt jeder prophetischen Grundlage der Bibel. Sie schändet das Wesen JaHuWaHs und seine Heilswege.

Davon spricht kein einziger Prophet des auserwählten Volkes – nicht ein einziger!! JaHuWaH hat sie nie solches gelehrt. Wir suchen im ganzen Tanach vergeblich danach.</strong> JaHuWaH hat durch seine Propheten auch nie gelehrt, dass in ferner Zukunft wie bei den Heiden eine vom Himmel herabgekommene Gottheit, als wahrer Mensch und wahrer Gott (Erlöser), die ganze Menschheit durch ein grausames – Entsetzen erregendes – Blutopfer, das er ohne Widerrede fordere, erlöst werden würde. Die Römer pfählten Jahushua als Rebell wie tausend andere Juden auch, die gegen die Reichsordnung verstiessen, weil sie sich den Ordnungen JaHuWaHs verpflichtet fühlten.

Die Kirchenväter machten aus dem Pfahl ein heiliges Kreuz der Erlösung. Dem Kult des Kreuzes verhalfen die Kirchenväter durch eine ganz besondere Lüge zum Durchbruch. Sie verbreiteten die Geschichte, dass Helena, die Mutter des Kaisers Konstantin, im 4. Jh. das Kreuz Jahushuas in Jerushalajim gefunden hätte. Die Römer brauchten sehr viel Holz. Immerhin wurden zur Zeit Jahushuas unter dem grausamen Pilatus, rund 6000 Juden gepfählt. Es gab in und um Jerushalajim wohl kaum noch Holz zu finden. Zudem wurden die grossen Mahlzeiten auch in dieser Stadt auf dem Feuer zubereitet. Dazu brauchte es Holz nicht nur Ziegen-, Schaf- und Kuhdung! Rund 300 Jahre nach dem Tod Jahushuas wird wohl kaum noch ein altes Holzstück gefunden worden sein!

Von diesem angeblich gefundenen Kreuz sind unzählige Kreuzsplitter als heilige und heilbringende Reliquien in alle Welt verkauft worden. Doch würden wir alle Holzsplitter, die weltweit in den Klöstern, Kathedralen, Kirchen, Kapellen, im privaten Besitz und im Vatikan aufbewahrt und angebetet werden zusammentragen dann hätten wir mehrere Hektar Holz vor uns!

Schockierend müssen sich diese Darlegungen für einen überzeugten Christen anhören. Doch die Wahrheit macht frei, wenn auch der Weg, den uns die Wahrheit führt, anfänglich alle unsere Widerstände wachrüttelt – es ist ein schmerzhafter aber heilsamer Weg. Dieser Weg ist das Ziel aller Propheten und treuen Gläubigen JaHuWaHs gewesen. „JaHuWaH macht die Gefangenen frei“ (Ps 146,7). Diese Aussage bezieht sich auch auf die geistigen Dinge.

In diesem Zusammenhang muss ich schon wieder das Wort JaHuWaHs zitieren: „So spricht JaHuWaH, der König Israels und sein Erlöser (die Wahrheit), JaHuWaH der Heerscharen: Ich bin der Erste und bin der Letzte, und ausser mir gibt es keinen Erlöser (keine Wahrheit).. Und ihr seid meine Zeugen: Gibt es einen Erlöser (Gott) ausser mir? Es gibt keinen Fels (keine Wahrheit ausser mir), ich kenne keinen.“ (Jes 44,6.8). „..und dein Erlöser ist der Heilige Israels“ (Jes 41,14). Es gibt also keine Wahrheit ausserhalb des Schöpfers JaHuWaH, ausserhalb seiner Ordnungen, Rechtsbestimmungen und Shabbate. Er macht frei. Ist das nicht wunderbar? Das glaubte auch Jahushua von Nazareth und das lehrte er ununterbrochen!

Von Herzen wünsche ich allen einen gesegneten Sederabend und ein jubelndes Fest der Erlösung, ein Pessachfest als eine Danksagung auf unseren Auszug aus „Ägypten“!

Gregor Dalliard