„Denn Jahweh ist es, der in euch wirkt, sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen“ (Philipper 2,13)

Glaubensimpuls 13

Der Vers davor heisst eigentlich zu Deutsch: Lasst es mit Furcht und Zittern zu, dass Jahweh euch durch euer irdisches Leben führen kann (Phil 2,12) „Denn Jahweh ist es, der in euch wirkt, sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen“, d.h. über euren guten Willen hinaus. Er trägt und führt euch zum Ziel. Darum hat er zuerst uns, seine Erstlinge, die er vor Grundlegung der Welt innerhalb seines Volkes herausgerufen hat, in sein volles Vertrauen gezogen, d.h. in seine Fülle hineingenommen.

Es ist ein weiter Weg bis Jahshua HaMashiach mit seinen Brüdern, mit der vom Vater bestimmten Auswahl (vgl. Röm 8,29-30; Eph 1,4; Hebr 2,11-12), alle und alles in Jahwehs Vertrauen (Glauben) gebracht haben wird, d.h. in seine Fülle.

Gewaltige Ereignisse stehen den Söhnen sowohl hier auf Erden, als auch in den himmlischen Welten noch bevor, erst recht, wenn „in die Zeitalter der Zeitalter“ (irrtümlicherweise allgemein übersetzt mit „in alle Ewigkeit“) (Röm 16,27; Gal 1,5; 1. Tim 1.17; 2. Tim 4,18; Offb 22,5 u.a.m.), also nach Vollendung der Zeitalter, Jahshua HaMashiach dem Vater alles übergeben wird, damit Jahweh alles in allem und in allen sein wird (1. Kor 15,28; Röm 11,32-36).

Was heisst das? Der Mashiach wird mit den vor Grundlegung der Welt erwählten Brüdern, die der Vater ihm zugeordnet hat, die Wiederherstellungsgerichte abgeschlossen haben, d.h. die Beziehung und das Vertrauen zu Gott Jahweh wird in allen Menschen wieder hergestellt sein, wie vor dem Ungehorsam Adams. Übrigens kommen diese Brüder, diese Auswahl, aus den Juden (Juda, Benjamin und Leviten) und den zehn „verlorenen“ (Israel-)Nationen: „Darum ist es aus Vertrauen (Glauben), dass es nach Gnade (Begnadigung und Erwählung) gehe, damit die Verheissung der ganzen Nachkommenschaft (Samen) sicher sei, nicht allein der vom Gesetz (unter Jahwehs Weisungen stehenden Juden), sondern auch der vom Glauben Abrahams (die über Jahshua Zurückgebrachten, aus den verheideten „verlorenen“ zehn Stämmen), der unser aller Vater ist.“ (Röm 4,16). Dann wird die Verheissung erfüllt sein: „Damit in dem Namen Jahshua jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge huldige (bekenne), dass Jahshua HaMashiach Herr ist, zur Ehre Jahwehs, des Vaters.“ (Phil 2,10-11). Denn „niemand kann sagen: Herr Jahshua! ausser in der Kraft des Geistes Jahwehs“ (1. Kor 12,3b).

Jahweh hat dann sein Wollen und sein Vollbringen als umfassendes Heilswerk durch Jahshua und seine Erstlinge abgeschlossen. Die Aufgabe des Mashiach wird vollendet sein, denn er ist, mit den erwählten Brüdern zusammen, der Vollender des Glaubens bzw. des Vertrauens (vgl. Hebr 12,2), d.h. er wird alle im Namen Jahwehs durchgerichtet und wieder hergestellt haben. Darum wird er sich als Haupt mit seinem Leib dem Vater unterwerfen (unterordnen), wie er das schon in seinem Leben gelernt und gelebt hatte. „Wenn ihm aber alles unterworfen ist, dann wird auch der Sohn selbst dem unterworfen sein, der ihm alles unterworfen hat…“ (1. Kor 15,28).

Wir denken unwillkürlich an die Worte im Hebräerbrief: „Wegschauend von allem anderen, schauen wir auf Jahshua (d.h. Jahweh ist mächtig zu erretten), den Anfänger und Vollender des Vertrauens (Glaubens)“ (Hebr 12,2). Der Vater hatte ihm ja, als dem Erstgeborenen aus den Toten (vgl. Kol 1,15-20), alles unterworfen, damit die gefallene Schöpfung wieder in und aus der lebendigen Beziehung mit Jahweh leben kann: „Denn indem er ihm alles unterwarf, liess er nichts übrig, das ihm nicht unterworfen wäre; jetzt aber sehen wir ihm noch nicht alles unterworfen (durchgerichtet)“ (Hebr 2,8).

So leben die Söhne im Wollen des Vaters „inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechtes, unter dem ihr leuchtet wie Himmelslichter in der Welt“ (Phil 2,15). Wir lassen uns nicht mehr aufhalten durch die zahllosen verkehrten Anläufe und Abläufe des Bösen in unserer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Mit Freimütigkeit treten wir zum Thron der Gnade (Hebr 4,16). An diesem Thron und von diesem Thron aus wirkt Jahweh sowohl das Wollen wie auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen, d.h. über unseren guten Willen hinaus. Söhne Jahwes empfangen nur hier an diesem Thron, selbst nach einem Absturz, Barmherzigkeit, Gnade, Hilfe und wieder neue Lebenskraft. Schrittweise verherrlicht unser Abba Vater sein Wollen an uns – egal wie erbärmlich wir uns fühlen. Es ist aber der Weg seines Vollbringens „zur ganzen Fülle Jahwehs“ (Eph 3,19) – zu seinem Wohlgefallen.

Mit dieser frohen Gewissheit mögen wir alle immerfort gestärkt bleiben.

Gregor Dalliard