«dein Wille geschehe» (Matthäus 6,9e)

Glaubensimpuls 31

Schlicht und einfach lehrt Jahushua seine Zuhörer dem Vater im Gebet zu bekennen: “dein Wille geschehe”. Auch mit diesem festen Glaubensbekenntnis steht Jahushua ganz auf der profetischen Offenbarungslinie. Dieses Bekenntnis sollte zum Wesen eines jeden Mitglied des auserwählten Volkes gehören. Grundsätzlich gilt darum: Das Geschöpf fragt nach dem Willen des Schöpfers JaHuWaH. Den Willen des Schöpfers finden wir in der Offenbarung, in der Bibel, in den Zeugnissen und Bekenntnissen. Wir lernen darin das Wesen JaHuWaHs kennen. Dadurch werden wir vom Schöpfer JaHuWaH in die geschichtlichen, die immer auch heilsgeschichtliche Zusammenhänge sind, hineingeführt. Durch die Erkenntis seines Willen werden wir zur Ruhe und damit zu einem sinnerfüllten Leben geführt. Als Geschöpfe benötigen wir dies dringend, gerade wegen der Widerwärtigkeiten, der scheinbaren Sinnlosigkeiten und aller zu natürlich, zu evolutionistisch, anmutenden Abläufen in der Schöpfung.

Was JaHuWaH will, das geschieht: “Und JaHuWaH sprach, und es wurde” (vgl. 1. Mo Kap. 1 und 2). JaHuWaH hat alles nach seinem Ratschluss (Willen) geschaffen. Selbst das Böse hat JaHuWaH geschaffen. Er wirkt aber alles zu seinem Zweck: “Alles hat JaHuWaH zu seinem Zweck gemacht, so auch den JaHuWaHlosen für den Tag des Unglücks” (Spr 16,4, vgl. 2. Mo 9,16-17; Röm 9,16-18). “Seht nun, dass ich, ich es bin und kein Erlöser neben mir ist! Ich, ich töte und ich mache lebendig, ich zerschlage und ich, ich heile; und es gibt keinen, der aus meiner Hand rettet” (5. Mo 32,39). “Ich bin JaHuWaH und sonst keiner. Ausser mir gibt es keinen Erlöser. Ich gürte dich, ohne dass du mich erkannt hast, damit man erkennt vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang her, dass es ausser mir gar keinen gibt. Ich bin JaHuWaH und sonst keiner -; der das Licht bildet und die Finsternis schafft, der Frieden wirkt und das Unheil schafft. Ich, JaHuWaH, bin es, der das alles wirkt” (Jes 45,5-7).

Dass alles seinem Willen entspricht und alles seinem Zweck dient, können die wenigsten Menschen verstehen und nachvollziehen. Vor den vielen schrecklichen Geschehnissen in der Welt, stehen viele fassungslos da, wenn sie solches lesen. Der Wille des Menschen ist aber hier mit hineingenommen, mit hineingefragt und gefordert. JaHuWaH gab nach seinem Willen freie Entscheidungsmöglichkeiten. Freiräume in denen der Mensch die volle Verantwortung wahrnehmen soll und muss. Alle Aufforderungen in den Bündnisschriften (AT) und Zeugnisberichten (NT) reden davon. Doch diese Entscheidungsmöglichkeiten kann der Mensch nur innerhalb dieser festen Ordnungen als Geschöpf JaHuWaHs wahrnehmen, nie aber ohne Gemeinschaft (Beratung) mit JaHuWaH. Das Geschöpf sollte erkennen und wissen, dass es niemals seinem Schöpfer ebenbürtig ist oder ihn ignorieren darf. Dazu gibt es etliche profetische Aussagen im Zusammenhang des Bildes vom Töpfer mit dem Ton, dem Künstler mit dem Kunstwerk (Röm 19-23; Jes 29,16; 45,9-13; Dan 4,32; Jer 18,3-6). Diesen Unterschied sollte der Mensch nach dem Willen JaHuWaHs respektieren! Erst dann kann der Mensch in verantwortbaren Willensentscheidungen innerhalb all dieser Gegebenheiten handeln. So schrecklich sich diese Aussage unter Umständen auch anhören mag, aber alles Leid hat eine erzieherische, zu JaHuWaH hinführende, Bedeutung. Ohne Gemeinschaft mit JaHuWaH bleibt alles Tun des Menschen letztlich sinn-, zweck- und hoffnungslos.

Adam und Eva handelten gegen die Ordnungen JaHuWaHs. Sie respektierten den souveränen Willen des Vaters nicht (Rebellion). Sie wollten sein wie JaHuWaH (vgl. 1. Mo 3,5; Jes 14,14-15). Sein Wille sollte nicht über ihrem Willen stehen. Sie wollten sein wie der Schöpfer.

JaHuWaH wies den Menschen auf die schrecklichen Auswirkungen hin, die dem Missbrauch seines Vertrauens durch Ungehorsam folgen. Alles Unrecht und Leid zu allen Zeiten ist darin begründet und enthalten.

Wir würden entweder an dem entsetzlichen Leid in der Welt verzweifeln, die Existenz JaHuWaHs leugnen, ausbeuterisch leben oder alles fatal über uns ergehen lassen, gäbe es nach dem Willen des himmlischen Vaters nicht die Verheissung der Wiederherstellung aller zerstörten, leidgeprüften und schrecklich missbrauchten Menschenleben und der Schöpfung (vgl. Röm 8,18-30). Gäbe es nicht die gerechten Wiederherstellungs- und Wiedergutmachungsgerichte und die Erstattung aller Ungerechtigkeiten in Bezug auf alle Greuel, denen unzählige leidgeprüfte Menschen und die Schöpfung machtlos ausgesetzt waren und sind, ergäbe das Leben keinen Sinn. “Dies ist gut und angenehm vor unserem Erlöser JaHuWaH, welcher will, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn einer ist Erlöser, und einer ist Mittler zwischen dem Erlöser JaHuWaH und den Menschen, der Mensch HaMashiach Jahushua (der Christus Jesus), der sich selbst als Lösegeld für alle gab, als das Zeugnis zur rechten Zeit” (1. Tim 2,3-5; 4,9-11; Röm 5,18-21; 1. Kor 15,20-28 u.a.m.).

Ausgehend von 1. Mo 3,15 über die zahlreichen Verheissungen in Mose, Profeten und Schriften kommen wir zum Beispiel bei dem ersten Kapitel des Briefes an die Epheser an.

Shaul schreibt von dem Geheimnis des Willens unseres himmlischen Vaters JaHuWaH, das JaHuWaH uns geoffenbart hat. Was ist das für ein Geheimnis, das uns JaHuWaH geoffenbart hat? Das Geheimnis, das uns hier geoffenbart wird, ist für den Menschen von einer solch unermesslichen Grösse, dass Shaul uns dieses profetisch belegte Geheimnis zutiefst ergriffen und gleichsam hoch abgesichert und begründet vermittelt: “Er hat uns ja das Geheimnis seines Willens kundgetan, nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgenommen hat, in sich selbst, für die Verwaltung (zu tun) bei der Erfüllung der Zeiten: alles zusammenzufassen in dem Mashiach (Gesalbten = Christus), das, was in den Himmeln und das, was auf der Erde ist -; in ihm” (Eph 1,9-10).

Achten wir auf die Verpackung dieses Geheimnisses, bzw. auf die Formulierung des Apostels Shaul. Erstens geschieht dieses Geheimnis nach seinem, des Vaters, Wohlgefallen. Zweitens hat sich der himmlische Vater JaHuWaH die Wiederherstellung des Alls (alles in die Sohnschaft zu bringen = Allversöhnung) vorgenommen. Drittens hat er dieses Geheimnis, diese Absicht, in sich selbst vorgenommen. Viertens liegt das Geheimnis vor uns, nämlich: “für die Verwaltung (zu tun) bei der Erfüllung der Zeiten: alles zusammenzufassen in dem Mashiach, das, was in den Himmeln und das, was auf der Erde ist -; in ihm”. Übrigens schliesst der Begriff “die Himmel” auch die unterirdischen Örter mit ein. Damit steht Shaul vollkommen auf der profetischen Linie der Profetenväter, die im Namen JaHuWaHs redeten. So etwa der Profet David, der alle profetische Reden bis zu seiner Zeit wie folgt zusammenfasst: “Es werden daran gedenken und zu JaHuWaH umkehren alle Enden der Erde; vor dir werden niederfallen alle Geschlechter der Nationen. JaHuWaH gehört das Königtum, er herrscht über die Nationen. Nur ihm werden huldigen alle in der Erde Schlafenden, vor ihm werden sich beugen (huldigen) alle, die in den Staub hinabfuhren, und der, der seine Leib-Seele nicht am Leben erhalten konnte” (Ps 22,28-30). Solche die durch Gewalteinwirkungen oder durch andere Umstände ihr Leben “verloren” haben. Darum lesen wir im berühmten Wahllfahrtslied Psalm 126: “Er geht weinend hin und trägt den Samen zum Säen. Er kommt heim mit Jubel und trägt seine Garben”.

Der Wille JaHuWaHs war, ist und bleibt ein lebenschaffendes Evangelium, vom ersten Buch Mose bis zur Offenbarung. “Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille JaHuWaHs ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben wurde, jedem, der unter euch ist, nicht höher von sich zu denken, als zu denken sich gebührt, sondern darauf bedacht zu sein, dass er besonnen sei, wie JaHuWaH einem jeden das Mass des Glaubens (der JaHuWaHBeziehung, des Vertrauens zu JaHuWaH) zugeteilt hat” (Röm 12,2-3).

Einen reich gesegneten Shabbat wünsche ich allen von Herzen! Shalom

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen (in der Nähe von Bern) ein: Sonntag, 15. Dezember, 14.00 Uhr. Übernachtungsmöglichkeiten sind gegeben.
Anmeldung: k.hunzinger@sunrise.ch / Tel.: 032 396 34 03 und frmazo@hispeed.ch / Tel.: 031 991 69 12.