David erkannte seine Schuld, wurde krank und geheilt!

Glaubensimpuls 204

Im Gim 203 haben wir einen Blick in die Verstrickung von Sünde und Schuld in Davids Leben geworfen. Wir haben davon gesprochen, dass ihn das ganze Geschehen krank gemacht hatte und wie er am Boden zerstört war und wie er aus der Beziehung zu JaHuWaH heraus wieder zu neuen Kräften kam. Die Sünde hatte ihn niedergeschmettert. Der Prophet Natan hielt ihm den Spiegel der Ordnungen JaHuWaHs vor Augen. In den tiefen Zusammenhängen der Ordnungen, die in der Thora niedergeschrieben sind, konnte er erkennen was er angerichtet hatte.

Darum wird die Weisheit in der Thora von allen Propheten gerühmt. Ein Beispiel: „Lehre mich, JaHuWaH, den Weg deiner Ordnungen, und ich will ihn bewahren bis ans Ende. Gib mir Einsicht, und ich will deine Thora bewahren und sie halten von ganzem Herzen. Leite mich auf dem Pfad deiner Gebote! Denn ich habe Gefallen daran. Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zum Gewinn!“ (Ps 119,33-35). Auch für Jahushua von Nazareth gab es keine Erfüllung des Lebens, ausserhalb dieses Weges. Das sollten wir verstehen lernen!

David durfte in diesen wunderbaren Ordnungen aber vieles mehr erkennen als „nur“ die Sündenerkenntnis. Sündenerkenntnis ist einer der wesentlichsten Punkte, die uns die Thora lehrt. Die Thora führt zur Erkenntnis von Verfehlungen, von Sünde und Schuld. Wo Sünde und Schuld nicht erkannt wird, weil keine Thora vorhanden ist, da lebt eine Gesellschaft orientierungslos. Sie verrennt sich in alle möglichen Philosophien und Theologien die die Menschen versklaven und zugrunderichten können. Die Ewigkeit ist dem Menschen ins Herz gelegt, d.h. nur in der Abhängigkeit des Menschen von seinem Schöpfer und seinen Ordnungen kann ein Mensch voll im Segen und im Frieden stehen.

Aus dieser reichen Erfahrung heraus sagt der Prediger: „Alles hat er (JaHuWaH) schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt..“ (Pred 3,11). JaHuWaH, unser Schöpfer, hat das schön gemacht! Unbewusst suchen sich Menschen, die JaHuWaH nicht kennen, Ersatzwege. Darum gibt es so viele Philosophen, Theologen, Religionen, so viele Lehren über Wiedergeburt, so viele Wege um seine Sünde und Schuld loszuwerden – und andere Formen nach Erfüllung. Doch die Ersatzwege zerstören im Laufe der Zeit eine Gesellschaft.

Wer Sünde und Schuld erkennt, weil er eine Thora besitzt, die sie ihm aufzeigt, der wird in seinem Innern zuerst einmal heftig durcheinander gewirbelt. Doch das ist erst der Beginn von etwas Grossartigem das darauf folgen wird. Wo sich der Mensch im Lichte der Thora der Sünde und der Schuld stellt wird ein weiterer wesentlicher Punkt das Leben verändern. Es ist die Erfahrung der Gnade und Barmherzigkeit die JaHuWaH einem reumütigen Menschen schenkt. David durchlebte eine tiefe Trauer. Sein Herz war schmerzgeplagt.

In Psalm 32 finden wir das wunderbares Zeugnis von David. Dieses Zeugnis fasst die zahllosen Erfahrungen von Menschen zusammen, die im Leben versagten, aber durch die Ordnungen der Thora – durch Leid und Schmerz hindurch – reich gesegnet worden sind:

32,1 Von David. Ein Maskil: Glücklich der, dem Übertretung vergeben, dem Sünde zugedeckt ist! 32,2 Glücklich der Mensch, dem JaHuWaH die Schuld nicht zurechnet und in dessen Geist kein Trug ist! 32,3 Als ich schwieg, zerfielen meine Gebeine durch mein Gestöhn den ganzen Tag. 32,4 Denn Tag und Nacht lastete auf mir deine Hand; verwandelt wurde mein Saft in Sommergluten.

32,5 So tat ich dir kund meine Sünde und deckte meine Schuld nicht zu. Ich sagte: Ich will JaHuWaH meine Übertretungen bekennen; und du, du hast vergeben die Schuld meiner Sünde.

32,6 Deshalb soll jeder Fromme zu dir beten, zur Zeit, da du zu finden bist; gewiss, bei großer Wasserflut (Verzweiflung) ihn werden sie nicht erreichen. 32,7 Du bist ein Bergungsort für mich; vor Bedrängnis (Verzweiflung) behütest du mich; du umgibst mich mit Rettungsjubel.

32,8 Ich will dich unterweisen und dich lehren den Weg, den du gehen sollst; ich will dir raten, meine Augen über dir offenhalten. 32,9 Seid nicht wie ein Ross, wie ein Maultier, ohne Verstand; mit Zaum und Zügel ist seine Kraft zu bändigen, sonst nahen sie dir nicht. 32,10 Viele Schmerzen hat der JaHuWaHlose (Gottlose = Thoralose); wer aber auf JaHuWaH vertraut, den umgibt er mit Gnade. 32,11 Freut euch an JaHuWaH, und frohlockt, ihr Gerechten, und jubelt, alle ihr von Herzen Aufrichtigen!

In diesem Reichtum des Lebens wünsche ich allen Rettungsjubel (vgl. V 7), denn JaHuWaH umgibt uns mit seiner Gnade (Vgl. V 10) über alles Irdische hinaus, denn sonst käme die Wirkung seiner Gnade zu kurz!

Shalom! Gregor Dalliard