„… dass er alles Wohlgefallen… in Kraft vollende“ (2. Thess 1,11b)

Glaubensimpuls 019

Öfters ist in der Bibel vom wohlgefälligen, auch wohlmeinenden oder freudigen Wirken des himmlischen Vaters an uns die Rede. So auch im Brief des Shaul an die Thessalonicher: „Deshalb beten wir auch allezeit für euch, dass unser Gott Jahweh euch würdig erachte der Berufung und dass er alles Wohlgefallen (Wohlmeinen, Freude) an der Güte und das Werk des Glaubens in Kraft vollende, damit der Name unseres Herrn Jahshua in euch verherrlicht werde und ihr in ihm, nach der Gnade Jahwehs und des Herrn Jahshua HaMashiach“ (2. Thess 1,11-12).

Die Söhne werden einmal die Herrlichkeiten Jahwehs, in dessen Namen, als „den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade“ in den kommenden Zeitaltern erleben (Eph 2,7), und an alle Andern schrittweise austeilen. Diese Wiederherstellungsgerichte sind innerhalb des auserwählten Volkes Israel in der Bibel vorgezeichnet, dargestellt (vgl. 3. Mo 19,15; 5. Mo 16,18; Ri 3,10; 1. Sam 3,10; Ps 9,9 u.a.m.). Den Heiligen (Ausgesonderten, Erstlingen) wird das Gericht zur Wiederherstellung übergeben (vgl. Dan 7,22; Mt 19,28; Lk 22,30; 1. Kor 6,1-7; Offb 2,26; 20,4). Das Gericht wird ihnen nicht zum Rache nehmen übergeben, weil ja alles Gnade ist (vgl. 5. Mo 7,6-8; Eph 2,8-10). Das ist unter mitherrschen gemeint (vgl. 2. Tim 2,12). Herrschen oder mitherrschen heisst ja nichts anderes, als in den kommenden Zeitaltern unsere Aufgaben in den Wiederherstellungsgerichten auszuführen und zwar mit unserem Haupt Jahshua.

Doch vorher gilt es hier auf Erden dieser Berufung gerecht zu werden, d.h. ihr zu entsprechen. Es gilt das Werk der Beziehung zu Jahweh, das Vertrauen auf Jahweh (des Glaubens), in Kraft an uns vollenden zu lassen und zwar hier auf Erden. Jahweh will in den Tagen unseres Erdenlebens, gemäss unserer Berufung, an uns jene Bereitschaft vorfinden, die ihn das Werk der Beziehung zu ihm (des Glaubens) kraftvoll in uns zur Vollendung führen lässt. Daran hat er sein Wohlgefallen (Freude). Wenn das in unserem Leben als Söhne geschieht, verherrlichen wir sowohl seinen Namen als auch den des Sohnes! Wir drücken in diesem Glaubensverhalten vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt kraftvoll aus: „Jahweh ist mächtig zu retten“, und zwar in seinem geliebten Sohn Jahshua HaMashiach (Jesus Christus), seinem Gesalbten.

Es ist das Vorrecht – allein der Söhne – in dieser Zeit Jahshua, ihr Haupt, mit dem ganzen Namen nennen zu dürfen. Was heisst das „mit dem ganzen Namen nennen zu dürfen?“ Sie glauben nicht nur an Jahshua, sie lassen sich die Beziehung Jahshuas zu Jahweh und die Erkenntnis (Kenntnis) Jahshuas (Eph 4,13) über Jahweh schenken. Sie nehmen dieses Geschenk dankbar auf und vertiefen sich über das Wort Jahwehs, die Bibel, laufend darin. Dabei schenkt Jahweh das Wachstum. Darum schreibt Shaul: „… Jahweh, der das Wachstum gibt“ (1. Kor 3,7).

Jahshua spricht: „Kundtun will ich deinen Namen (Jahweh) meinen Brüdern; inmitten der Versammlung will ich dir lobsingen (Ps 22,23; Hebr 2,12). Diese Beziehung zu Jahweh (Glauben) hat Jahshua vom himmlischen Vater über die Propheten geoffenbart bekommen. Es war und ist das vollkommene Wohlgefallen, die Freude Jahshuas, uns, seinen Brüdern, das Wesen und den Heilswillen Jahwehs, ohne Abstriche, kundzutun. „Deinen Namen kundtun“ meint immer auch das Wesen und den Willen des Namenträgers kund zu tun. Wesen und Wille des Namenträgers wird zuerst nur den Erwählten, aus dem Zwölfstämmevolk, kundgetan und zwar in Bezug auf die Wiederherstellung aller Menschen und des ganzen Kosmos (vgl. 1. Mo 3,15; Jes 65,17; 26,22; Offb 21,4-5; Röm 11,15.32-36; 1. Kor 15,20-28 u.a.m.).

Darum haben seine Brüder auch den Glauben an sein vollbrachtes Werk, wie das Shaul ausdrückt. Lasst uns diesbezüglich ein Beispiel aufzeigen. Nehmen wir die Aussagen in Römer 5,18-19. Lesen wir bitte Wort für Wort aufmerksam durch: „Wie es nun durch eine Übertretung für alle Menschen zur Verdammnis kam, so auch durch eine Gerechtigkeit für alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens. Denn wie durch des einen Menschen Ungehorsam die vielen (die alle, vgl. Vers 18) in die Stellung von Sündern gesetzt worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen (die alle, vgl. Vers 18) in die Stellung von Gerechten gesetzt werden“.

Diese Worte können nur die Söhne – wie der Sohn, der Gesalbte Jahwehs – wörtlich glauben und zwar ohne Kommentar, ohne Wenn und Aber. Der Mensch, der hier dem Vater misstraut, bewusst oder unbewusst, hat wohl den Glauben einer kirchlichen Autorität übernommen und glaubt an deren kirchlichen Jesus, es fehlt ihm aber die Beziehung (Glauben) zu Jahweh, wie Jahshua sie hatte. Wer die Beziehung Jahshuas zu Jahweh in sich wirksam werden lässt, kennt das Wesen und den Willen des himmlischen Vaters. Er glaubt an das vollgültige Werk von Jahshua HaMashiach am Marterpfahl von Golgatha, gemäss Römer 5,18-19. Darum ist es so wichtig uns auf die Wurzeln unseres Glaubens, auf Mose, Propheten und Schriften zurück zu besinnen! Es ist die Gnade allein, die allein vom himmlischen Vater ausgeht. Shaul fasst die Aussagen in der Thora, Propheten und Schriften zusammen und schreibt: „So liegt es nun nicht an dem Wollenden, noch an dem Laufenden, sondern an dem begnadigenden Gott Jahweh“ (Röm 9,16; vgl. auch Röm 11,36).

Wer an einen kirchlich gemachten Jesus glaubt, wird gegen diese Aussagen des himmlischen Vaters Sturm laufen. Er wird sie bibelkritisch entschärfen, entkräften und kommentieren, bis sie irgendeiner kirchlichen Denkstruktur (Theologie) entsprechen. Hier ist das Werk der Beziehung zu Jahweh (des Glaubens) nicht kraftvoll (in Kraft) zum Wohlgefallen Jahwehs vollendet. Hier wird der Name Jahweh und seines geliebten Sohnes Jahshua, d.h. sein vollkommenes Werk des Gehorsams und der Treue bis Golgatha, in Zweifel gezogen, sogar dagegen angegangen. Des Menschen Wille und Gesinnung wird hier dem Willen Jahwehs übergeordnet, indem sie sagen: „Wenn der Mensch nicht will, kann der himmlische Vater nichts machen“. Dies ist eine der traurigsten Anmassungen und Irrtümer in vielen kirchlichen Gemeinschaften. Jahweh aber führt seinen Willen aus, auch an den Menschen die ihm, aus was für Gründen auch immer, widersprechen und zuwiderhandeln (vgl. Jes 46,9-11). Jahweh führt durch weise Wege und harte Wiederherstellungsgerichte alles zu seinem Ziel (vgl. Pred 12,7; Röm 11,32-36; 1. Kor 5,5). Das Böse, das er wirkt, dient allein diesem Liebesziel (vgl. 5. Mo 32,39; 2. Sam 16,10; Jes 45,3-7; Hi 2,10; Am 3,6-7; Spr 16,4; Hos 6,1-2). Sein Handeln an seinem auserwählten Volk wird später auf alle Menschen übertragen. Kein Geschöpf geht für seinen Schöpfer für immer verloren! Diese Erkenntnis vermittelt uns Gott Jahweh in der Bibel. Darum kann Shaul schreiben: „Gott Jahweh aber sei Dank, der uns allezeit im Triumphzug umherführt in dem Mashiach und den Geruch seiner Erkenntnis an jedem Ort durch uns offenbart!“ (2. Kor 2,14; vgl. 1. Tim 4,9-11).

Shaul bangt um alle, die von Jahshua hören, denen der himmlische Vater seinen Jahshua offenbart (vgl. Gal 1,16). Er weiss, wie schnell sie zu dem falschen Jahshua, zu dem kirchlichen Jesus-Verständnis, weggeführt werden können (vgl.

  1. Kor 11,4; Apg 20,29-32). Er weiss um die Wege und Gerichte der Zurückführung, die im Hören auf das Wort Jahwehs manchmal erspart bleiben könnten. „… und da ist niemand, der aus meiner Hand errettet. Ich wirke, und wer kann es rückgängig machen“ (Jes 43,13; Röm 11,32-36).

Shaul war vom Willen des Vaters und seines Gesalbten beseelt und erfasst. Darum wünscht und hofft er, dass alle, die an Jahshua glauben auch zur Beziehung Jahwehs (zum Glauben) gelangen, wie Jahshua. In dieser heilsgeschichtlichen Ordnung und Freude grüsse ich alle herzlich.

Gregor Dalliard