Christus in allem gleich werden!

Glaubensimpuls 191

Dieser oder ähnliche Sätze sind uns nicht unbekannt. Vor allem in freikirchlichen Kreisen gehören solche Aussagen zur zentralen Botschaft. Wer sich den oben zitierten Satz im Bewusstsein seiner vollen Verantwortung zu Herzen nimmt, der wird über das Zeugnis Jahushuas tatsächlich auch zur Bibel Jahushuas geführt werden. Doch die meisten Christen predigen diesen Satz, weigern sich aber hartnäckig den Worten des Christus von Nazareth zu glauben und ihm in seinem Glauben gleich zu werden. Sollte aber das geschehen, so wäre das für eine Kirche oder eine freikirchliche Gemeinschaft der grösste Schock. Nur das nicht, denn das wäre nach ihrer Vorstellung Gesetz.

Gerade so als hätte Jahushua von Nazareth nicht frei und mit ganzer Hingabe die Inhalte der Thora, der Propheten und Schriften als verbindlich gepredigt. Darum ist der Satz „Christus in allem gleich werden“ innerhalb dieser Kreise eine verkommene fromme Floskel, eine Heuchelei. Man stellt diesen Satz in den Mittelpunkt der Verkündigung, doch kein Prediger richtet sich danach. Eine äusserst erbärmliche Angelegenheit.

Ich weiss wovon ich rede, ging ich doch fast zwanzig Jahre in den meisten Freikirchen ein und aus. Damit will ich niemanden verurteilen. Doch das ist ein ernstzunehmendes Problem. Ich dachte vor wenigen Jahren noch wie sie, war davon hundertprozentig überzeugt wie sie. Als seriöse Bibelleser müssen wir uns aber diesem Problem stellen, wir kommen nicht darum herum, wollen wir uns nicht ein Übermass an Gericht aufladen. Die Auswirkungen der Glaubensentmündigung und die Verdrehung der biblischen Inhalte und des Glaubens Jahushuas durch die Kirchenväter haben im Laufe der Kirchengeschichte – bis zu dieser Stunde – ein unerträgliches Ausmass erreicht, vor allem für das auserwählte Volk, aber auch für uns und unsere Mitmenschen.

Für einen Christen muss der Glaube Jahushuas oberstes Lebensprinzip sein. Ein Christ will doch Jahushua im Glauben, d.h. in der täglichen Beziehung zu JaHuWaH und in der täglichen Umsetzung, so ähnlich wie nur möglich werden. Wie nur will er den Namen Gesalbter, Christ, Mashiach entsprechend tragen und sich einmal vor JaHuWaH und im Angesicht Jahushuas rechtfertigen? Auf wen will er sich dann berufen? Warum herrscht unter den Christen dem wahren Christus von Nazareth und seiner Bibel gegenüber eine solche Ablehnung?

Aus der Tradition der Kirchenväter sind wir es gewöhnt zu glauben, dass es in der Heilsgeschichte des israelitisch-jüdischen Volkes nur einen einzigen Christus gab und zwar den entjudaisierten Jahushua von Nazareth (Jesus von Nazareth) als „wahrer Gott und wahrer Mensch“. Sie strichen kurzerhand den Begriff „Christus“ aus dem Gesamtzusammenhang jener Bibel (Tanach), die die Bibel des Jahushua von Nazareth war und stellten widersprüchliche Heilslehren auf.

Nun aber sind nicht die Kirchenväter und ihre Glaubensbekenntnisse Fundament und Richtlinien unserer Beziehung zu JaHuWaH. Was sie auf den Konzilien von Nizäa 325 und Konstantinopel (Istanbul) 381 für immer als zum Heile notwendige Lehren verankerten steht ganz einfach und offensichtlich im Widerspruch zur Bibel, die für Jahushua die einzig verbindliche Lebensschrift war. Ist das nicht wunderbar?

Aus ihr allein las er und aus ihr allein lehrte und zitierte er. Ebenso kannte er kein „Neues Testament“ als Bibel. Er hätte auch nie eine neue Bibel zur bestehenden akzeptiert. Seine Verkündigung floss einzig und allein aus dem tiefen verbindlichen Tanach heraus. Was sich die Kirchenväter Papst Damasus, Hieronymus und andere mit den äusserst wenigen Bekenntnissen und Zeugnissen die man über Jahushua zusammengefunden hatte im 4. Jh. erlaubten ist schlichtweg ein Verbrechen. Von Jahr zu Jahr stellen sich immer mehr Christen dieser verwerflichen Handhabung und ziehen die Konsequenzen. Das ist eine wahre Freude, ein entschiedener Beitrag zur Wiederherstellung der Ehre des Rabbi Jahushua von Nazareth.

Aus der verbindlichen Bibel des Jahushua von Nazareth, dem Tanach, welche die Kirchen Gesetz nennen und darum zur freien Verfügung stellen, lesen wir von verschiedenen Zeugen, die „Christus“ genannt wurden. Wie wir bereits wissen ist das Wort „Christus“ die lateinische Aussprache vom Hebräischen „Mashiach“ und dem deutschen Wort „Gesalbter“, nichts anderes. Das wusste auch der Gesalbte von Nazareth, Jahushua Ha Mashiach, denn er kannte seine Bibel besser als wir!!

So gilt zuerst das gesamte auserwählte Volk als „der Christus“ des JaHuWaH. Jede Salbung macht den Gesalbten zum „Werkzeug“ JaHuWaHs. Die Salbung JaHuWaHs kennt erstaunliche Wege. Die Gesalbten, die Christusse, die Meshichim (Plural von Mashiach) innerhalb des israelitisch-jüdischen Volkes werden durch die Salbung JaHuWaHs gerufen und befähigt sich mit Haut, Haar und Knochen für den Monotheismus einzusetzen und ihr Leben dafür zu lassen.

Monotheismus heisst, in seiner Zielsetzung und Vollendung dem einzig EINEN Erlöser (Gott) JaHuWaH vertrauen (glauben) und sein Leben nach seinem Willen ausrichten. Er ist das Gegenteil von den drei Personen-Gottheiten, wie wir sie seit dem 4. Jh. offiziell im Kirchentum vorfinden. Die Gesalbten, die Christusse, die Meshichim sollten das Volk vor Abfall bewahren, sie in JaHuWaH hüten und leiten, das Verlorene suchen, das Zerstreute wieder in und für JaHuWaH sammeln und aufrichten, so wie ein Hirte für seine Herde sorgte. Genau das tat auch Jahushua von Nazareth: „Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel“ (Mt 15,25). „Ich bin nicht gekommen, Gerechte (treue Juden) zu rufen, sondern Sünder (von JaHuWaH und der Thora Abgefallene)“ (Mk 2,17 u.a.m.).

Ich wiederhole, worauf ich schon in früheren Gims hingewiesen habe wie etwa beim Thema: „Wen bezeichnet die Bibel als den kommenden Mashiach (Gesalbten, lateinisch: Christus, griechisch: Christos)?“, vom 13. Juni bis 4. Juli 2014. Jeder einzelne Prophet war Christus (vgl. 1Sam 2,10; 12,3), auch König Shaul wird von David Christus, Gesalbter, Mashiach, genannt (1Sam 24,7; 24,11; 26,23). David selbst und andere werden als Christusse, Meshichim, Gesalbte bezeichnet (Ps 2,2). Ebenso wird der Perserkönig Kyrus Christus, Mashiach, Gesalbter genannt (vgl. Jes 45,1; 2Chron 36,22; Esr 1,1).

Das grosse Ziel ist uns bekannt, das sich JaHuWaH vorgenommen hat: „Und sonst gibt es keinen Erlöser (Gott) ausser mir. Einen gerechten und rettenden Erlöser (Gott) gibt es ausser mir nicht! Wendet euch zu mir und lasst euch retten, alle ihr Enden der Erde! Denn ich bin Erlöser (Gott) und keiner sonst. Ich habe bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen, ein Wort, das nicht zurückkehrt: Ja, jedes Knie wird sich vor mir beugen, jede Zunge mir schwören (jubelnd bekennen) und sagen: Nur in JaHuWaH ist Gerechtigkeit und Stärke. Zu ihm wird man kommen..“

Mit den folgenden Worten des Zeugen aus Psalm 145 wünsche ich allen Segen, Kraft und den inneren Frieden: „Gnädig und barmherzig ist JaHuWaH, langsam zum Gericht und gross an Gnade. JaHuWaH ist gut gegen alle, sein Erbarmen ist über alle seine Werke. Es werden dich loben, JaHuWaH, alle deine Werke und deine Frommen dich preisen. Sie werden sprechen von der Herrlichkeit deines Reiches, sie werden reden von deiner Kraft, um den Menschenkindern kundzutun deine Machttaten und die prachtvolle Herrlichkeit deines Reiches. Dein Reich ist ein Reich aller künftigen Zeiten, deine Herrschaft dauert durch alle Geschlechter hindurch. JaHuWaH stützt alle Fallenden, er richtet auf alle Niedergebeugten“ (Ps 145,8-14).

Shalom, Gregor Dalliard