«Christus der Retter ist da!» Teil 3

Glaubensimpuls 379

Wir blicken kurz zurück: Der Islam war also für die junge Muslima ganz selbstverständlich der einzig wahre Glaube, während der Glaube der Juden und Christen für sie bedeutungslos war, keiner Beachtung wert. Mit herzlichen Umarmungen hatten sich ihre drei Mitstudentinnen verabschiedet und sich ebenso herzlich “frohe Weihnachten” gewünscht. Das brachte die Muslima ins Nachdenken und sie stellte der ihr am nächsten stehenden Kollegin die Frage, was denn das sei, Weihnachten?

Das erste Mal in ihrem Leben sah sie ganze Städte und Dörfer, Kaufhäuser und Kirchen, Sporthallen und Strassenzüge, Hotels und Schulen, Bäume und Kunstgegenstände in einem Meer von Lichtern aufleuchten, flackern und glitzern. Auffallend war für sie die mystische, stimmungsvolle Atmosphäre die so plötzlich, vom Advent an, die christliche Welt erfasste. Die vielen Menschen, die mit kunstvoll verpackten Geschenken unterwegs waren, berührten sie sehr. So etwas hatte sie in Syrien, in ihrem muslimischen Umfeld, nie gesehen. Sie war total beeindruckt und gerührt. Für sie war klar: Weihnachten muss an ein aussergewöhnliches Ereignis in der christlichen Welt erinnern. Eben, von alledem tief bewegt hatte sie eine ihrer katholischen Mitstudentinnen gefragt, was denn Weihnachten sei? Ohne lange zu überlegen, ganz spontan, hatte diese ihr gesagt, dass sei das Fest der Erlösung/Errettung der Welt, denn an Weihnachten sei der Retter der Welt geboren. Damit kam etwas in Bewegung, womit keine dieser jungen Frauen jemals gerechnet hatte (s. die letzten zwei Gims).

Christentum und Islam berufen sich auf die Bibel, die jüdische Bibel natürlich, denn es gibt keine andere Bibel. Das Neue Testament und der Koran sind Jahrhunderte später entstanden. Tragischerweise gibt das Christentum eine totale Verfälschung des israelitisch-jüdischen, biblisch-prophetischen Wortes wieder. So etwa die Definition und Lehre über die drei Gott-Personen, die Erlösung und den Erhalt eines ewigen Lebens durch die Gottheit Jesu Christi und deren menschlich-göttliches Opferblut. Ebenso die Lehre über ein Königreich, dass im Himmel sein wird, während die israelitisch-jüdischen Propheten, Pharisäer und Rabbis, so auch Jahushua von Nazareth, von dem Reich JaHuWaHs als einem Reich sprechen, das in dieser Welt Wirklichkeit werden soll (vgl. Mt 6,9-10) Also: Engagement für Gerechtigkeit und Frieden, Erlösung und Rettung in dieser Welt!

Warum ist der Glaube der Moslems dem biblisch-geoffenbarten Glauben Abrahams näher als derjenige der Christen? Vieles von den Juden wurde vom Islam übernommen. Wesentliche Aussagen der Bibel sind allerdings auch hier ins Gegenteil verfälscht worden. Das hat seinen Grund. Nach einem Streit innerhalb des Judentums verliess ein angesehener Rabbi das Judentum und trat zum Islam über. Bald wurde er zu einem jener einflussreichsten Männer, die den Islam nachhaltig prägten. Der Islam hatte in jenen Tagen, in seinen Anfängen, noch keine historisch-theologische Struktur. Diese gab der konvertierte Rabbi dem Islam, indem er einiges umstellte, aber vieles bewahrte. Darum glauben die Muslime, wie die Juden, nur an einen Gott. Der Islam praktiziert die Beschneidung ähnlich wie die Juden. Darum lehnen die Moslems, wie die Juden, die heidnische Lehre von drei Gott-Personen, die damals bei allen heidnischen Völkern in irgendeiner Art praktiziert wurde, konsequent ab. Im Christentum gehört sie aber zur fundamentalen Glaubens- und Erlösungslehre, d.h. dass eine Gottheit sich mit einem jungfräulichen Mädchen vereinigte und mit ihr eine Zeugung vollzog, aus der (immer nur) ein männlicher Sohn, eine weitere Gottheit, hervorging (Weihnachtsbotschaft). Ebenso konsequent lehnt der Islam, wie die Juden, die heidnische Lehre der Christen von einer Erlösung durch das Blut, durch ein menschliches Blutopfer, ab.

Wie die Juden sehen sie darin eine Schändung des EINEN EINZIGEN Gottes, der im Christentum vor aller Welt der Verhöhnung preisgegeben ist. Er wird, wie viele heidnische Götter der Antike, als ein Rachegott gepredigt, der sich nur durch Menschenblut versöhnen lässt. Das ist wohl das Allerschlimmste an der christlichen Erlösungslehre. Er wird so schwach und armselig dargestellt, wie das bei den Heiden üblich war. Welch ein armseliger Gott, der zuerst alle Menschen verdammt und erst lange später fähig wird seine Rache zu überwinden. Erst lange später liess er sich besänftigen und brachte die “Liebe” zu den Menschen, bzw. für die Menschheit auf, erst als die Römer ihm ein jüdisches Menschenopfer dargebracht hatten. Nur auf diese Weise liess er die Rettung der Welt zu und wirksam werden. Aber auch das erst dann als das jüdische Opfer später von den Christen, wie in den heidnischen Erlösungslehren üblich, zu einer von Gott gezeugten Gottheit, mit Namen Jesus Christus, erhoben worden war.

Um die aussergewöhnliche Wichtigkeit und Absolutheit des christlichen Glaubens klar zu machen, hat der christliche Gott die Hölle geschaffen. Damit aber nicht genug – man höre und staune (vor Entsetzen) – richtete er zusätzlich noch die immerwährende Folter in der Hölle ein, als eine immer wirksam bleibende Quälerei. Damit sollte allen Menschen dieser Erde ein für allemal klargemacht werden, wer immer den christlichen Klerikern, Papst, Bischöfen, Pfarrern, Priestern, Pastoren und Predigern nicht gehorchen würde, von ihm, dem christlichen Gott, in diese immerwährenden Höllenqualen geworfen werden würde. Dort würden sie jahraus jahrein, Tag und Nacht und allezeit gefoltert werden. Und das unter dem genüsslichen Blick dieses Gottes! Das befriedigt offenbar den christlichen Gott unendlich, es sei denn man lässt sich von Christus, dem Retter der Welt, von diesem grausamen Gott, in letzter Sekunde retten, davor erlösen - und das geht nur über die Bejahung seines Sohnes, dieses Christus und seines Blutopfers, das die Römer vollzogen.

Nichts als Entsetzen! Jetzt verstehen wir die berauschende Botschaft von Weihnachten: “Christus der Retter ist da”. Wäre er nicht gekommen würde dieser schreckliche Gott, alle in seine Hölle werfen – unvorstellbar so eine Lehre, aber das ist die Grundlehre des Christentums. Das Unfassbare an dieser Lehre ist Folgendes: Später lehrten die Kirchenväter, in den Paulusbriefen und anderswo : dieser Gott sei JaHuWaH, der Gott der Juden, der Gott der Propheten, der Pharisäer und des Jahushua von Nazareth. Wäre Christus nicht gekommen, wären wir alle, die ganze Welt, verloren. Wir würden alle in seiner schrecklichen Hölle verbarrikadiert leben müssen und würden unerlässlich gefoltert werden. Welch ein Glück, dass Christus die ganze Welt vor diesem Monstergott und seiner Hölle erlöst hat, erretten konnte - durch sein Blut – das geschieht durch die Taufe auf seinen Namen oder alle drei Gott-Personen!

Wäre dieser “Jude” nicht für uns in die Bresche gesprungen, wir wären also alle dem unendlichen Grauen und Entsetzen der Hölle dieses Gottes ausgesetzt, hoffnungslos. Da der Glaube der Christen von der Theologie eines solchen Monstergottes geprägt ist, wer versucht ihm nicht durch einen Retter, durch die Taufe, zu entwischen? Der Christus des Paulus ist also gerade rechtzeitig in die Welt gekommen um die Menschen vor ihm und seiner Hölle zu retten. Jetzt verstehen wir die Hintergründe, die zu Weihnachten führten: “Christus der Retter ist da”, wir kommen nicht in die Hölle.

Der ohnmächtige Gott der Christen, der nicht mehr Herr der Lage war, verzweifelt über seinen eigenen religiösen Terror, er, der Vater der Gottheit Jesu Christi, vermochte mit letzter Kraft doch noch ein Mädchen zu schwängern und damit seinen Sohn (Samen) auf Erden zu senden. Jetzt müsste uns die Botschaft von Weihnachten klar geworden sein. Jetzt verstehen wir, dass kein Aufwand zu gross ist um die Rettung der Menschheit aus den Fängen dieses ruchlosen Gottes und seiner Hölle zu feiern. Wenn dem allem so ist, dann ist das wirklich die froheste Botschaft aller Zeiten. Der Christus des Paulus hat etwas zustande gebracht, was dem “jüdischen” Gott in seinem Rausch des Zornes gegen die Menschheit nicht mehr möglich war. Er hatte alle seine Kompetenzen, seine Allmacht, verspielt. Jesus hat uns von diesem entsetzlichen Monstergott errettet. Das ist Grund zu unendlicher Freude und Rührseligkeit an Weihnachten. Solche religiöse Dramaturgien der Erlösung kennen wir allerdings sehr genau aus den griechischen Götterwelten, also nichts Neues unter der Sonne.

Darüber schütteln nicht nur die Juden den Kopf, auch die Moslems – aber auch immer mehr Christen die zu denken und zu forschen anfangen. Die Gründer und Entwickler des Christentums haben ihren Anhängern tatsächlich den gesunden Menschenverstand geraubt, den die jüdische Bibel, die Propheten und auch Jahushua von Nazareth, als höchste Gabe JaHuWaHs preisen (vgl. neben vielen anderen Zeugnissen Mk 12,29-31). Das ist wahrlich eine Totengrube. Aber, so lehrt die Kirche, diese Menschen können halt das christliche Geheimnis der Erlösung nicht verstehen, die sind noch nicht soweit!

Diese Frauen aber entschieden sich darum ehrlich und aufrichtig die Bibel als Richterin über Juden, Christen und Islam einzusetzen und entscheiden zu lassen. Da sich Christentum und Islam auf die Bibel der Juden berufen, was ist dann biblisch und was nicht? – und sie haben sich entschieden! Das ist es: “Kaufe Wahrheit und verkaufe sie nicht, dazu Weisheit und Zucht und Verstand!” (Spr 23,23).

Shalom und von Herzen einen gesegneten Shabbat!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen (in der Nähe von Bern) ein: Sonntag, 28. Juli, 14.00 Uhr. Übernachtungsmöglichkeiten sind gegeben.
Anmeldung: k.hunzinger@sunrise.ch / Tel.: 032 396 34 03 und frmazo@hispeed.ch / Tel.: 031 991 69 12.


Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof).
Samstag, 21. und Sonntag, 22. September 2019. Das Thema werden wir noch mitteilen. Beginn: Samstag/Sonntag 11.00, anschliessend jeweils Austausch und Mittagessen. Nachmittag Fortsetzung mit anschliessendem Austausch. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen.


Wir suchen Gemeinschaft in der Bodenseegegend. Uns interessiert eine Schriftauslegung die sich vom prophetischen Wort der Bibel leiten lässt. Wir würden uns freuen uns mit Gleichgesinnten in der Bodenseegegend zu treffen.

Wer sich dafür interessiert kann sich bei Gregor Dalliard melden: gregor@dalliard.ch / +41 27 927 39 30