«Christus der Retter ist da!» Teil 2

Glaubensimpuls 378

Wir möchten in diesem Gim zusammenfassend das widergeben, was einige katholische Mitstudierende, zusammen mit der Muslima, erlebten. Niemals wäre unserer Muslima in Syrien auf den Gedanken gekommen den Glauben der Juden, der Christen und sogar ihren eigenen Glauben zu hinterfragen. Der Glaube der Juden und Christen galt ihr bisher sowieso als minderwertig und keiner Beachtung wert. In der Überzeugung, dass der muslimische Glaube über allen Religionen steht und der einzig wahre ist und Allah will, dass alle Menschen muslim (gläubig, aslama = Gott ergeben) werden, ist sie aufgewachsen. Ihr Umfeld war davon geprägt, Familie, Schule und das tägliche Leben. Nie sah sie einen Anlass ihren Glauben zu hinterfragen, alles war so selbstverständlich.

Der Kontakt mit den Katholikinnen stellte ihr Leben innerhalb nur eines Jahres auf den Kopf, so dass sie sich heute in Deutschland anonym verhalten muss, weil sie von Verwandten bedroht wird. Nicht nur ihr Glaubensleben hat sich total verändert, sondern auch das ihrer katholischen Mitstudentinnen. Die tiefe Abneigung und Ablehnung gegenüber der allgemeinen freidenkerischen und freizügigen Lebensweise der Deutschen hatte die Syrierin nach anfänglichen Schwierigkeiten überwunden. Die Lebensfreude ihrer katholischen Mitstudentinnen löste bei ihr eine grenzenlose Neugierde aus. Sie meinte, der Grund der Lebensfreude ihrer Mitstudierenden könne nur deren Glaube sein, was sich später als Irrtum herausstellte, denn es war einfach das gute Leben, das ihnen alles bot.

Im letzten Gim zitierte ich die Katholikin, die schrieb: “Die Fragerei hatte kein Ende. Ich war völlig überfordert.. Ich wusste mir nicht mehr zu helfen und schenkte ihr kurz entschlossen eine Bibel. Da sind alle Antworten auf deine Fragen enthalten.. Fast ein ganzes Jahr lang studierte diese Moslemin in der Bibel herum, der Reihe nach, Seite um Seite, dann wieder kreuz und quer”. Nach monatelangem Bibelstudium (fast ein Jahr lang), mit Einbezug von mehreren Priestern, die sie vom “Christus der Retter ist da!”, nicht überzeugen konnten, mussten alle drei Mitstudierenden zugeben, dass es in dieser Welt noch nie einen Erlöser der Welt gegeben hat und dass kein Menschenblut die Welt jemals erlöst hat. Warum? Sowohl der Zustand der Welt wie auch derjenige der Christen, ist nach wie vor derselbe geblieben. Die Priester versuchten uns mit den üblichen Argumenten des Neuen Testamentes zu überzeugen. Wie sich für uns aber mit der Zeit herausstellte, können keine biblischen Resultate ohne Einbezug der biblischen Bücher der Juden erkannt und verstanden werden. Als wir nach Hinweisen und Begründungen der Erlösung der Welt, und dann noch durch das Blut eines Menschen, suchten, fanden wir keinen einzigen Hinweis in den Büchern der Juden. Im Gegenteil, im Neuen Testament aber folgte ein Widerspruch nach dem anderen.

Dann geschah etwas vollkommen Unerwartetes. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf die Muslima das Zeugnis aus Joh 4,22. Dort gebietet und lehrt der Jude Jahushua von Nazareth: “Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn das Heil ist aus (bei) den Juden” (d.h. auch: vermitteln die Juden). Isa (Jahushua von Nazareth) war ihr ein autoritärer, ernstzunehmender prophetischer Begriff. In vielen muslimischen Kreisen wird er als Vorläufer des Propheten Muhammad gelehrt und hochgeschätzt. Viele Werke der Nächstenliebe in verschiedenen muslimischen Glaubensrichtungen werden als Lehrweisungen des Juden Isa verstanden. Die Neugierde und der Drang nach der biblischen Wahrheit war stärker als ihre Voreingenommenheit gegenüber den Juden. Also suchten die jungen Frauen nach einem aufgeschlossenen Rabbi.

Sie berichten: Der Rabbi konnte uns mit einfachen Worten erklären, wie und warum die Christen dazu gekommen sind, sich aus der jüdischen Bibel einen solchen widersprüchlichen und gewaltbereiten Glauben zu schaffen. Und wie sie, nachdem er einmal festgelegt war, alles daran setzten die Menschheit diesem widersprüchlichen Glauben mit Gewalt zu unterwerfen, so wie das ein paar Jahrhunderte später auch der Islam praktizierte (ab dem 6./7. Jh.). Anhand der Bibel der Juden wies er auf das alte jüdische Volk hin. Gott hatte, dieses Volk, seine Vorfahren, die Geheimnisse und Grundzüge des menschlichen Zusammenlebens auf dieser Erde wissen und erfahren lassen. Es bekam den Auftrag diese Lebenswerte allen Völkern weiterzugeben. Das Volk aber durchlitt ganz schlimme Zeiten. Manchmal wurde es beinahe ausgelöscht. Es verlor den Mut, war am Boden zerstört, wollte wieder zurück zu den sinnlosen Gesetzen des Heidentums, sich den anderen Völkern anpassen. Da traten aus seiner Mitte immer wieder Propheten auf, riefen das Volk zur Umkehr, und richteten den Überrest des Volkes wieder auf. Der grosse Prophet Mose hatte am Ende seiner Tage verheissen, dass Gott immer wieder einen Propheten aus seiner Mitte aufstehen lassen würde (vgl. 5Mo 18,15.18).

Sie sollten nicht ermüden und ermatten, nicht verzweifeln. Sie sollten sich von Gott und seinen Aussagen über die Zukunft der Menschheit wieder aufrichten lassen. Gott sprach nämlich von der Umwandlung der Menschen und der Welt. Die Menschheit würde zwar durch die Botschaft seiner Ordnungen laufend Fortschritte machen, würde aber immer wieder aber auch schwere Rückschläge erfahren. Das sollte sie nicht abschrecken und lähmen. Es werde aber die Zeit kommen, da die Welt erlöst werde durch den Einsatz jener, die ihm, Gott, treu blieben und sich mit seinen Geboten auseinandersetzen und sie lehren würden. Er nannte diese Zeit das messianische Reich. Messianisch, so sagte er, leitet sich vom hebräischen Wort Mashiach ab, d. h. verständlich übersetzt: ganz von Gott, von seinen Weisheiten des Lebens, von Liebe und Gerechtigkeit erfüllt und erfasst sein. Alle Menschen rund um den Globus würden in jenen Tagen mit der Hilfe Gottes die Erlösung der Welt und den Frieden wollen und alles dafür dransetzen. Er bestätigte seine Aussagen mit vielen Stellen aus seiner (jüdischen) Bibel (vgl. Jes 2,2ff; 11,1ff; Sach 8,20-23; Zeph 3,9; Ps 86,9 u.v.m.). Niemals wurde durch die Opferung eines Menschenkörpers und dessen Blut die Welt erlöst wie das die Christen lehren. Dass sei die grösste Irrfahrt auf der sich das Christentum befinde.

Als die Römer mit harter Hand über uns Juden herrschten wirkte der junge Rabbi Jesus von Nazareth. In dieser sehr schweren Zeit tat er aussergewöhnliche Dinge, half meinem Volk Tag und Nacht. Das veranlasste viele eifernde Juden zu glauben, er sei der Mann, der den Weltfrieden bringen würde (er sei der verheissene Messias). Er würde die Römer vertreiben und die Zeit des Weltfriedens (die Erlösung der Welt) würde mit ihm gleich beginnen. Fälschlicherweise deuteten sie alle Bibelstellen, die vom kommenden erlösten Israel und der Welt sprechen auf Jesus und die Christen. Er würde den Thron des Königs David besteigen, Israel befreien und der Welt den Frieden bringen. Das aber wollte der Rabbi aus Nazareth nicht.

Viele aber verbreiteten diese Nachricht. Das musste der Rabbi aus Nazareth teuer bezahlen, nämlich mit seinem Leben. Die Römer bereiteten diesen Gerüchten ein jähes Ende. Neben dem Thron in Rom, durfte es im ganzen römischen Reich keinen zweiten Herrscherthron geben. Dieser Jesus von Nazareth wurde zusammen mit vielen anderen Juden gepfählt, sein Blut floss zur Erde, wie das bei der Pfählung eines vermeintlichen Königs üblich war, denn er galt als Staatsfeind und Verräter.

Aus der Mitte solcher Juden und frommer heidnischer Philosophen, die ständig nach neuen Göttern und einer Erlösung der Menschen Ausschau hielten, entstand das Gerücht, der Nazarener sei als Gott auferstanden und hätte mit seinem Blut die Welt erlöst und die Sünden der ganzen Menschheit gelöscht. Er sei auferstanden und sitze nun im Himmel, werde aber jeden Augenblick zurückkommen und seine Herrschaft antreten. Das sei der Beweis der Erlösung der Menschheit. Die heidnischen Philosophen übernahmen das Steuer dieser neuen Glaubensgemeinschaft, deren quälenden Phantasien im Laufe der Geschichte die widersprüchlichsten heidnischen Glaubenslehren hervorbrachten. Juden und Christen litten einige Jahrhunderte lang grausam wegen der Lehre: Jesus werde jeden Augenblick zurückkommen und seine Herrschaft antreten. Die Römer vermuteten ständig schwelende Verschwörungsaktionen gegen den römischen Kaiser, vor allem unter Christen.

Die Syrierin hat inzwischen die islamische Gemeinschaft verlassen, die Katholikinnen die christliche Gemeinschaft. Der junge, aufgeschlossene Rabbi hatte ihnen in einer feinen Art und Weise aufgezeigt wie diese beiden Religionen aus dem Judentum erwachsen sind, aber wie beide die ursprüngliche gesunde und verheissungsvolle Botschaft JaHuWaHs, für alle Völker bestimmt, verstümmelten und zerfetzten und wie sie daraus eine Totengrube schufen. Sie fanden seine Argumente im TaNaCH bestätigt.

“So bewahrt und tut sie (die Ordnungen und Rechtsbestimmungen)! Denn das ist eure Weisheit und eure Einsicht in den Augen der Völker, die all diese Ordnungen hören. Und sie werden sagen: Ein wahrhaft weises und verständiges Volk ist diese große Nation!” (5Mo 4,6). Shalom und einen gesegneten Shabbat!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen (in der Nähe von Bern) ein: Sonntag, 28. Juli, 14.00 Uhr. Übernachtungsmöglichkeiten sind gegeben.
Anmeldung: k.hunzinger@sunrise.ch / Tel.: 032 396 34 03 und frmazo@hispeed.ch / Tel.: 031 991 69 12.


Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof).
Samstag, 21. und Sonntag, 22. September 2019. Das Thema werden wir noch mitteilen. Beginn: Samstag/Sonntag 11.00, anschliessend jeweils Austausch und Mittagessen. Nachmittag Fortsetzung mit anschliessendem Austausch. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen.


Wir suchen Gemeinschaft in der Bodenseegegend. Uns interessiert eine Schriftauslegung die sich vom prophetischen Wort der Bibel leiten lässt. Wir würden uns freuen uns mit Gleichgesinnten in der Bodenseegegend zu treffen.

Wer sich dafür interessiert kann sich bei Gregor Dalliard melden: gregor@dalliard.ch / +41 27 927 39 30