Chanukka und Weihnachten. Teil 3

Glaubensimpuls 277

Lieben wir das Leben, das uns unser Schöpfer JaHuWaH gab? Lieben wir die Entdeckung der biblischen Wahrheit?, dann mach dich mit uns auf den Weg. Weihnachten und Chanukka sind wieder einmal vorbei, nicht aber die Suche nach der Wahrheit in der biblischen Offenbarung. In den letzten Jahren hat sich im Glaubensleben von Marianne und mir Grundlegendes verändert. Diese Veränderung im Glaubensleben vollzog sich parallel auch in den Herzen anderer, mit denen wir als Glaubensgeschwister und Freunde unterwegs sind und mit denen wir uns regelmässig austauschen. Wir setzten uns in den letzten Jahren bewusster und intensiver mit dem biblisch-prophetischen Wort auseinander. Wir wurden buchstäblich aus der sich widersprechenden Ersatztheologie der Kirchenväter, bzw. der Kirchengründer, herausgeführt. Das war und ist kein leichter Weg, doch die Wahrheit macht frei und schenkt uns den inneren Frieden. Das ist das Wichtigste im Leben. Kein Geld der Welt und kein Ansehen der Menschen, kann die Liebe zur Wahrheit, aus der der innere Friede wächst, atmet und lebt, ersetzen.

Wie wir wissen, und worauf wir immer wieder sehr gerne hinweisen möchten, richtete Jahushua von Nazareth sein Leben vollkommen nach der Thora und dem Zeugnis der Propheten. Er war ein vollkommener Jude, Pharisäer und Schriftgelehrte. Wir können, dürfen oder müssen die herkömmlichen festgefahrenen Vorstellungen über die Juden über Bord werfen. Jahushua war also ein vollkommener Jude, Pharisäer und Schriftgelehrte. Darum konnte er zu jedem einzelnen Juden sagen: “Was nennst du mich gut? Niemand ist gut, als nur einer, JaHuWaH (Gott, der Fels des Heils)” (Lk 18,19). Daran gibt es für uns überhaupt keinen Zweifel mehr. Beim tieferen Erforschen der Aussagen Jahushuas, ist das nun offensichtlich. Er schöpfte allein aus diesem geoffenbarten Reichtum des TaNaCH, d.h. der Thora, Propheten und Schriften. Für ihn galt sein ganzes Leben hindurch, was auch für die Propheten galt: “Gesegnet ist der Mensch, der JaHuWaH vertraut und dessen Vertrauen JaHuWaH ist!” (Jer 17,7). Darum tun wir gut daran, den Worten Jahushuas von Nazareth zu glauben.

Das bestätigen auch diese Worte aus seinem Munde: “Es steht geschrieben: Nicht vom Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund JaHuWaHs (Gottes) ausgeht. Diesen Ausspruch zitiert Jahushua aus der Thora, aus 5Mo 8,3. Ebenso sprach er: “Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Bibelschüler (Jünger); und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen” (Joh 8,31-32). Jeder Pharisäer und Rabbi gebrauchte diese Worte. Jeder Rabbi hatte seine Bibelschüler, d.h. Leute die ihm zuhörten und die er aus Thora, Propheten und Schriften unterwies, damit sie ihr Leben nach den Ordnungen, Weisungen und Rechtsbestimmungen weise und segensreich, zum Wohle aller Mitmenschen, gestalten konnten.

Wir durften inzwischen das prophetische Wort in seinen inneren Zusammenhängen tiefer erkennen und auseinanderhalten, so wie es den jüdischen Propheten von JaHuWaH als heilsgeschichtliches Gesamtkonzept offenbart worden ist. Bei dieser Auseinandersetzung mussten wir mit grossem Erschrecken und Entsetzen feststellen, wie sehr die Kirchenväter, die Gründer des Christentums, das jüdisch-prophetische Wort schändeten und für den Aufbau ihrer antijüdischen Theologie missbrauchten. Allen voran ist hier Paulus zu nennen, der den Grundstein der Ersatztheologie schuf und damit den Grundstein der christlichen Heilslehren und Denkweisen. Wir unterscheiden zwischen dem Juden Shaul und dem Kirchenvater Paulus.

Wie wir bereits sehen konnten, ist das sogenannten “Neuen Testament”, die Bibel der Christen, aus drei Elementen zusammengesetzt, die miteinander vermischt wurden. Erstens finden wir darin wunderbare ethisch-moralische Werte aus der Bibel, d.h. aus dem TaNaCH (Thora, Propheten und Schriften). Zweitens aber finden wir eine Menge Zitate, vor allem prophetische Zitate, die dem TaNaCH entnommen sind, aber in völlig neue Zusammenhänge gesetzt worden sind. Sie stehen damit im Widerspruch zu den prophetischen Aussagen im TaNaCH. Drittens finden wir darin sehr viele Kompositionen aus den antiken Göttervorstellungen, wie z.B. die Trinitätslehre und die Taufe auf diese drei Gottpersonen (vgl. Mt 28,19).

Dieses unlautere Vorgehen finden wir im ganzen sogenannten “Neuen Testament”, vor allem aber in den Briefen der Kirchenväter, die als Briefe des Paulus gelten. Da sind vor allem Zitate die im TaNaCH vom himmlischen Vater JaHuWaH sprechen, im “Neuen Testament” aber auf den entjudaisierten Jahushua von Nazareth bezogen werden. Der Missbrauch und die Schändung des prophetischen Wortes ist so perfekt durchdacht und dogmatisiert, so dass ein einfacher oder nicht geschulter Bibelleser diese Tatsache nicht für möglich halten kann. Die Nachfolger des Paulus, die frühen Kirchenväter und die aufkommenden ersten Päpste, vertieften und erweiterten diese Irrtümer im Laufe der Jahrhunderte, und zwar in einem solchen Masse, dass sie nicht mehr zu übertreffen sind. Irrtümer, die zu glauben notwendig sind um errettet zu werden, um nicht im immerwährenden Höllenfeuer zu schmoren. Mit zahllosen undurchschaubaren Dogmen verunmöglichten die Kirchenväter und Päpste den nicht geschulten Menschen jeden Blick in diese grässlich fromme Lüge.

Wir durften erkennen wie sie im gleichen Atemzug den Juden, Pharisäer und Rabbi Jahushua von Nazareth, entjudaisierten und aus ihm eine hellenistisch-griechische Gottheit entwickelten, obwohl er sich selbst für einen Rabbi hielt. Daraus wurde auf den Konzilien von Nizäa 325 und Konstantinopel 381 aus dem entjudaisierten Jahushua von Nazareth, nach dem traditionellen heidnischen Muster der drei Gott-Personen, eine zweite Gott-Person entwickelt. Jahushua von Nazareth wurde zum griechischen Jesos, lateinisch Jesus, umgewandelt. Er wurde zum Sohn Gottes gemacht, wie Zeus einer war. Der Vater, der Zeus zeugte, war Kronos. Er war der oberste olympische Gott der griechischen Mythologie und mächtiger als alle übrigen Götter. Im altgriechischen wird Zeus “dze-us” ausgesprochen, ähnlich wie Jesus.

Die Frau die ihn geboren hatte hiess Rhea. Sie war die Mutter des Lebens, der Fruchtbarkeit, der Mutterschaft und der Empfängnis, eine Muttergottheit. Auf dem ökumenischen (einheitlich, alle christlichen Führer, der unterschiedlichen Kirchen waren anwesend) Konzil von Ephesus, 431, wird die Jüdin Myriam definitiv entjudaisiert und in die Rolle der Rhea gesteckt. Offiziell wird sie nun Gottesgebärerin, Gottesmutter Maria, Muttergottes genannt und wer das nicht bekennt wird immerwährend in der Hölle schmoren. Dieses Dogma ist bis zu dieser Stunde immer noch Bestand der Heilslehre und wird von der Mehrheit der Christen geglaubt und praktiziert. Darüber wacht der Vatikan. Das strenge Einhalten der Kirchenfeste zu Ehren der Muttergottes hat oberste Priorität. Wie sich früher Frauen, die unfruchtbar waren, zu einer Wallfahrt hin zur Muttergottes Rhea aufmachten, so wallfahren heute Millionen Christen, nicht nur unfruchtbare Frauen, zur Muttergottes, zur Mutter des Lebens, die den Schöpfer gebar (Lauretanische Litanei, Dogma). Als die Zeit für Rhea gekommen war und sie gebären sollte beschliesst Rhea auf den Rat von Uranos und Gaia (synonym für hl. Geist) hin, ihn im Verborgenen auf die Welt zu bringen. Uranos heisst Geist aus dem Himmel. Im Neuen Testament wird darum Uranos heiliger Geist genannt, der zu Josef und Maria spricht in einer Höhle zu gebären und dann zu fliehen. Rhea geht dazu in eine Höhle, in einen Stall, bei der Stadt Lyktos auf Kreta. Vom Wickeln in Windeln ist bei Rhea die Rede.

Dann aber muss Rhea fliehen, damit das Neugeborene Kind nicht umgebracht wird. Dabei hilft ihr die Göttin Gaia, die als Mutter Erde ähnlich wie Uranos eine führende Rolle im Leben und in der Erlösung einnimmt wie der hl.Geist im Christentum. Der neugeborene Zeus “dze-us”= Jesus wird von Gaia versteckt. Ähnlich muss Maria mit ihrem Kind nach Ägypten fliehen. Die Berichte der Evangelien aber widersprechen sich. Matthäus übernimmt bei seinem Bericht über die Geburt Jesu die griechische Vorlage von Kronos, Rhea und Zeus: Die Geburt in der Höhle, die Windelgeschichte, der Kindermord kommt auch im Zusammenhang mit der Rhea vor, die Flucht etc. Im Bericht von Lukas finden wir nichts davon. Er berichtet sogar das Gegenteil. Er missbraucht Jesaja 7,14, berichtet aber, dass Maria und Joseph das Kind am achten Tag beschneiden liessen (vgl. Lk 2,21) und anschliessend mit dem Kind nach Nazareth in Galiläa zurückkehrten (vgl. Lk 39-40), also nicht nach Ägypten flohen.

Im älteren Bericht, genannt das Evangelium nach Markus, wird überhaupt nichts von einer Geburt eines Jesus-Gottes berichtet. Wie konnten die Schreiber ein so aussergewöhnliches Ereignis bloss vergessen? Als dieser Bericht geschrieben wurde dachte noch niemand dass Jahushua von Nazareth eine griechische Gottheit sein könnte, nicht einmal im Traum! Zu jener Zeit galt er noch als ein Jude, ein Pharisäer und Schriftgelehrter. Selbst in den ältesten Berichten des “Neuen Testamentes”, die dem Paulus zugeschrieben werden, ist nichts von einer Jungfrauengeburt berichtet. Es heisst lediglich: “geboren von einer Frau” (Gal 4,4).

Diese Berichte sind dauernd überarbeitet worden, bis der Kirchenvater Hieronymus und Papst Damasus, Papst (Bischof von Rom) von 366 - 384 n.u.Z., bestimmten, welche der zahllosen Schriften zur neuen Bibel gehören sollten. Sie setzten ihnen den endgültigen Stempel auf. Damit war die “Bibel” der Christen geschaffen. Sie galt von nun an als Kanon, als verbindliche Richtschnur der Christen. Sie galt als vom heiligen Geist geoffenbart und darum als die unantastbare Wahrheit. Um JaHuWaH und die Juden ausser Kraft zu setzen wurden diese chaotischen Schriften als Gegensatz zum TaNaCH, zu einer neuen Bibel gemacht, mit der Bezeichnung “Neues Testament”, gerade so als wäre der TaNaCH ein altes Testament, das durch ein neues ersetzt werden kann. Was das heisst und vermittelt ist uns allen klar.

Die Bibel, der TaNaCH, war und wird nie ein Testament sein, denn es geht in der Bibel, im TaNaCH, um einen Bundesschluss, hebr. בְּרִית berît, der aus dem tiefsten gegenseitigen Vertrauen erwachsen ist und daraus lebt. Das ist etwas völlig anderes als ein Testament. Die Kirche übersetzt “berit” mit dem griechischen Begriff “diatheke” und dem lateinische Wort “testamentum”, auf Deutsch: Testament. Diese Begriffe können die Tiefe und die umfassende Bedeutung des hebräischen Begriffes “berit” in keiner Weise wiedergeben. Das ist unmöglich. Der Begriff ist untrennbar mit dem Namen JaHuWaH und damit untrennbar mit seinem Wesen verwurzelt. Es gibt in keiner Sprache ein synonym für “berit”. Diese Übersetzungen sind nichts als eine Schändung des Wortes “berit”, eine Schändung der Liebe JaHuWaHs zu uns Menschen. Da machen wir nicht mehr mit!

“Gesegnet ist der Mensch, der JaHuWaH vertraut und dessen Vertrauen JaHuWaH ist!” (Jer 17,7). Mit diesem Segen wünsche ich allen einen besinnlichen Shabbat. Herzliche Grüsse, mit einem tiefgegründeten Shalom!

Gregor Dalliard