Chanukka und der islamistische Terror in Europa. Teil 1

Glaubensimpuls 220

Chanukka und der islamistische Terror in Europa haben uns doch einiges zu sagen. In diesem Gim möchte ich aber an einige geschichtliche Grundlinien erinnern, die dem islamistischen Terror in Europa den Weg bereiteten. Im nächsten Teil werde ich auf konkrete aktuelle Tatsachen eingehen.

Mitten in der Winterzeit leuchtet das tiefgründige achttägige Chanukka-Fest auf. Die acht Lichter an Chanukka erinnern uns an ein ausserordentliches und einschneidendes Ereignis in der Heilsgeschichte der Menschheit. Solche ausserordentliche und einschneidende Ereignisse gehören bis heute zum Leben des auserwählten Volkes, des Sohnes JaHuWaHs, aus dem und in dem sich alle Völker bereits segnen und segnen werden. Das ist die zentrale Botschaft an die Glaubensväter Abraham, Jitzchaq (Isaak) und Jakov (vgl. 1Mo 12,3; 18,18; 22,18; 26,4; 28,14) u.a.m.).

Der Prophet Sacharjahu berichtet uns im Kapitel 14,4 vom Erscheinen JaHuWaHs, des himmlischen Vaters, am Ölberg, vom Ölberg her. Über dem Ölberg verschwand die Herrlichkeit JaHuWaHs aus dem ersten Tempel als er zerstört wurde (vgl. Hes 11,23). Wenn JaHuWaH in seiner Herrlichkeit am Ölberg wieder erscheinen wird, wird er, JaHuWaH, dem über die Jahrtausenden verfolgten, gequälten und in jeder Weise entrechteten auserwählten Volk sein Reich und die Herrschaft für immer übergeben (vgl. Dan 7,18.21-22.27; Jes 2,2-5; 60.3; 66,23; Jer 3,17; 16,19; Sach 8,21-23). „Und JaHuWaH wird König sein über die ganze Erde; an jenem Tag wird JaHuWah einzig sein und sein Name einzig“ (Sach 14,9). Im gegenwärtigen Zustand in dem sich das auserwählte Volk und die Welt sich befinden gehen uns die prophetischen Worte ganz tief ins Herz!

„Und ich werde Wunderzeichen geben am Himmel und auf der Erde: Blut und Feuer und Rauchsäulen. Die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in Blut, ehe der Tag JaHUWaHs kommt, der grosse und erschütternde. Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen JaHuWaH anruft, wird errettet werden. Denn auf dem Berg Zion und in Jerushalajim wird Errettung sein, wie der JaHuWaH gesprochen hat, und unter den Übriggebliebenen, die JaHuWaH berufen wird“ (Joel 3,3-5). Das sind klare und gewaltige Worte, die JaHuWaH über seine Propheten spricht.

Jahushua von Nazareth bestätigte diese Botschaft in seinem Leben, indem er, wie alle Propheten, die Inhalte der Thora und der Propheten bis zum Ende dieses Zeitalters für verbindlich erklärte, d.h. zur Basis jeder Auslegung deklarierte und praktizierte (vgl. Mt 5,17-19; 4,4). Darum sagte er: „Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn das Heil ist aus (bei, von) den Juden“ (Joh 4,22). Diese zentralste Botschaft, die Botschaft der Botschaften, ignorieren die Christen bis heute und lehnen sie eiskalt ab, und zwar seit dem ersten Kirchenkonzil in Nizäa, 325 n.u.Z. Sie unterwarfen sich hier dem Heidentum. Unter anderem wollten sie sich der Verfolgung durch die Römer entziehen, vor allem aber wollten sie sich von den verfolgten treuen Juden abgrenzen.

Hier gründete und begründete der heidnische Kaiser Konstantin das Christentum und ordnete es streng offiziell nach den Regeln der griechischen Tradition und Philosophie. Die christliche Weltreligion sollte über das römische Reich und das spätere Papsttum in ihren tiefsten Fundamenten antijüdisch sein und bleiben. Die antijüdischen Lehren sollten die Fundamente der christlichen Weltreligion so sehr durchdringen und festigen, dass eine Aufweichung oder Aufhebung dieses Widerspruchs in alle Ewigkeit unmöglich sein würde. Mit der Entjudaisierung und Pervertierung des Rabbi und Schriftgelehrten Jahushua von Nazareth – hin zu einer griechischen Gottheit – ist dieser Schritt vollkommen gelungen und er funktioniert bis heute.

Nun, solchen ausserordentlichen und einschneidenden Ereignissen gingen immer Leiden und der Tod vieler Treuen JaHuWaHs voraus. In 2.Jh. vor u.Z. herrschten die Griechen, die Seleukiden, in Judäa. Alexander der Grosse hatte im Nahen Osten die Dynastie der Seleukiden begründet. Antiochos IV., Epiphanes, entweihte 169 v. Chr. den Tempel in Jerushalajim und machte ihn zu einer Kultstätte der griechischen Götter, unter der Führung der Zeus-Gottheit. Mit allen nur erdenklichen Mitteln versuchten die Griechen den Juden die hellenistische Kultur aufzuzwingen. Es war und ist eine Kultur der vielen Götter, der chaotischen Götterdramen und der widersprüchlichsten Philosophien, die das unmenschliche Klassendenken fördern.

Dieses Klassendenken demütigt und entmündigt den Menschen in seinem Wesen. Zusammengefasst: Ein kleiner Teil der Führungsschicht besitzt den Weg des Heils. Sie teilt ihn an die grosse Masse aus, die sie, in Bezug auf Glaubensfragen, bewusst unmündig und unwissend hält. Das Heil wird durch die Erfüllung bestimmter Auflagen der Geistlichen erlangt. Die grosse Masse muss ihren Verstand ausschalten. Sie ist damit zu unwissenden Empfängern des Heils verdammt, d.h. sie hat zu glauben und zu erfüllen was die religiöse Oberschicht lehrt. Am Offenbarsten ist uns dieses Klassendenken in den grossen christlichen Kirchen, unter den Begriffen Kleriker (Geistliche) und Laien (Nichtgeweihte), dargestellt.

Mit einem strengen Gesetz forderte der Seleukidenkönig Epiphanes den Abfall von JaHuWaH und die Hinwendung zu den Göttern und Philosophien der Griechen. Die Juden waren das einzige Volk der Welt, das keine Götter kannte. Als einziges Volk stand es im Widerspruch zu allen übrigen Völkern der Welt. Die Götter aller Völker der Welt gingen fliessend ineinander über. Wurde ein heidnisches Volk von einem andern heidnischen Volk besiegt gab es religionsmässig keine nennenswerten Probleme, denn seit dem Turmbau zu Babel sind sich die Gottheiten aller Völker sehr ähnlich. Verbindendes Element der grossen heidnischen Religionen war und ist die Lehre der Triaden, d.h. der Kult von Drei-Gott-Personen an der Spitze der Gottheiten. Die Trinitätslehren entstammen dem uralten Drachenkult aus dem ostasiatischen Kulturkreis.

Nun, die Griechen verboten den Juden nach den segensreichen Ordnungen der Thora und der Propheten zu leben, die über Abraham für die ganze Menschheit bestimmt sind. Der Segen der Verheissung an alle Geschlechter der Welt sollte wieder einmal unterbunden und zerstört werden. So durften sie z.B. die Beschneidung nicht mehr praktizieren.

JaHuWaH, der Schöpfer des Lebens, forderte sie von Abraham als das Bundeszeichen der Zugehörigkeit zu ihm (vgl. 1Mo 17,10-14), als Zeichen der Abgrenzung zu den vielen Götterkulten und der vielen Formen der religiösen Sexrituale in den heidnischen Religionen. Die Beschneidung war und ist das Bekenntnis: ich löse mich von allen Gottheiten und ihren verderblichen, menschenverachtenden Traditionen. Ich lebe allein aus der Gnade JaHuWaHs, meines Schöpfers. Allein in der Beziehung mit JaHuWaH kann ich mein Leben in Eigenverantwortung führen. Nur in ihm ist ein menschenwürdiges, gesegnetes und freiheitliches Leben möglich in dem ich mich, auf der Basis der menschlichen Grundrechte, die JaHuWaH unser Schöpfer Israel offenbarte, verwirklichen kann. Das heisst Leben in seiner Fülle haben.

Dieses Bekenntnis und Bundeszeichen soll in allen Generationen, bis zum Ende dieses Zeitalters, Ausdruck der Treue und der Danksagung sein. Wie bei Abraham drückt die Beschneidung auch heute diese unverdiente segensvolle Gemeinschaft mit JaHuWaH aus. Von den Frauen wurde kein solches Zeichen gefordert, weil sie im Allgemeinen durch ihre monatliche Blutung, die geschlechtliche Beziehung mit einem Mann oder die Geburt eines Kindes die symbolische Beschneidung erleben. Leider wird in vielen islamistischen Kreisen eine Art Beschneidung an den Frauen praktiziert. Sie ist grausam und mit qualvollen Leiden verbunden. Darum ist sie verwerflich.

Standhaft wehrte sich ein tapferer und treuer Überrest unter Jehuda haMakabi (Judas Makkabäus) gegen die Schandtaten der Griechen. Er entstammte einer aaronitischen Priesterfamilie aus der Abteilung des Jojarib. Unter seiner Führung wurde Jerushalajim zurückerobert, wiederhergestellt und militärisch befestigt. Am 25. Kislew (Dezember) 164 liess er den Tempel wieder zu ehren JaHuWaHs einweihen. Als der Tempel wieder eingeweiht werden sollte fehlte das geweihte Öl für den siebenarmigen Leuchter. Man fand schliesslich im Tempel Öl, aber es entsprach dem üblichen Verbrauch von nur einem Tag. Die Zubereitung dieses speziellen Öles aber beanspruchte acht Tage. Das Öl durfte nicht ausgehen. Da man nicht zuwarten wollte entzündeten die Priester das vorhandene Öl in der Hoffnung, dass JaHuWaH ein Wunder tun würde. Und er tat es, denn das Öl reichte für volle acht Tage.

Diese Wiederherstellung und Einweihung des Tempels zu Ehren JaHuWaHs wird bis heute im Chanukka-Fest mit viel Freude und Dankbarkeit gefeiert. Jahushua von Nazareth war übrigens ein Nachkomme der Makkabis, der Makkabäer. Darum kämpfte er bis zu seinem Tode durch die Römer für das Leben, das aus der Thora und den Propheten seine menschenwürdige Tiefen findet. In dieser Freude grüsse ich alle herzlich und wünsche allen am 6. Dezember abends einen gesegneten Einstieg in das Fest Chanukka, das Fest der Danksagung. Shalom!

Gregor Dalliard