„Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen“ (Offb 20,15) Teil 2. Zusätzlich ein paar Gedanken zu einzelnen Festen Jahwehs!

Glaubensimpuls 103

Wie uns in 2Mo 32 berichtet wird, hatte ein Teil des israelitischen Volkes am Sinai  schändlich gegen Jahweh gehandelt. Viele von ihnen hatten den Bund mit Abraham „gebrochen“. „Gebrochen“ müssen wir in Anführungszeichen schreiben, weil sie diesen von Jahweh einseitig geschlossenen Bund gar nicht brechen konnten. Sie haben Jahweh und den Bund verleugnet. Darum schreibt Shaul an Timotheus, was in der Thora, in den Propheten, Psalmen und Schriften vielfältig enthalten ist: „Das Wort ist gewiss (zuverlässig, treu), denn wenn wir mitgestorben sind (der alte jahwehlose Mensch gestorben ist, von unserer Jahwehlosigkeit zu Jahweh gekommen sind), werden wir auch mitleben; wenn wir ausharren, werden wir auch mitherrschen (vgl. 1Kor 6, 2-3); wenn wir verleugnen, wird auch er uns verleugnen; wenn wir untreu sind – er bleibt treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen“ (2Tim 2,11-13; 4Mo 23,19; Ps 89,34; Mal 3,6).

Am Sinai ist das Volk Israel bewusst die Fluchbestimmungen, d.h. die Bestimmungen zum Gericht, zu ihrer jeweiligen Wiederherstellung, eingegangen (vgl. 5Mo 29, 9 bis zum Schluss von 5Mose).

Es ist darum selbstverständlich, dass Jahweh zur Erreichung seines Endzieles bedingungslose Treue zu ihm, zu seinen Rechtsbestimmungen und zu seinen prophetisch gefüllten Festordnungen einfordert, damals wie heute, und darum Ordnung und Gerechtigkeit walten lassen muss – damals wie heute! Das ist auch ein steter Appell an uns, die wir wieder eingepfropft sind, wie wir damit umgehen und wie wir von Jahr zu Jahr tiefer in diesen herrlichen heilsgeschichtlichen Reichtum hineinwachsen können. Er hilft uns dabei von Jahr zu Jahr, Schritt für Schritt. Es soll uns dabei keine Panik erfassen, da die meisten von uns nicht in Israel wohnen, sondern in einem völlig heidnisch-kirchlichen Umfeld, das vom hellenistisch-römischen Geist beherrscht wird. Jahweh selbst bleibt seinem auserwählten Volk, und damit auch uns, bedingungslos treu. Er gibt seinem erwählten Volk, jedem seiner Söhne – die Frauen sind im Begriff Sohn oder Söhne immer mit einbezogen – die Fähigkeit, die Kraft und die Freude seinen Rechtsbestimmungen, Ordnungen und prophetischen Festordnungen von Herzen zu entsprechen.

Mose hatte wohl mit der Vernichtung des ganzen Volkes gerechnet, darum verhandelte er mit Jahweh. Jahweh lässt mit sich reden! Er dachte an den Bund und die Verheissungen Jahwehs an Abraham, Isaak und Jakob. Es ist gerade so, als hätte Mose Jahweh an diesen Bund erinnern müssen, aber das scheint nur so, denn Jahweh prüft und erzieht seine Bundesgenossen gelegentlich (vgl. 5Mo 1,37; 8,1-5). Daran kann er erkennen ob die Söhne ihn wirklich aus ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzem Verstand und ganzer Kraft lieben (vgl. 5Mo 6,4-5; Mk 12, 29-33). Dies tut er nicht etwa weil er misstrauisch wäre, sondern zu unserem Besten und wie gesagt, zur Erreichung seiner Endziele (vgl. Röm 8,28; 5Mo 1,31; 8,5; Hi 5,17-18; Spr 3,11-12; Hebr 12, 5-7). „Und ich gab ihnen meine Ordnungen, und meine Rechtsbestimmungen liess ich sie wissen, durch die der Mensch, wenn er sie tut, lebt“ (Hes 20,11)

Mose rief die Verantwortlichen der Stämme zum Tor des Lagers und forderte sie auf, sich für oder gegen Jahweh zu entscheiden. Jedenfalls bekannten sich die Leviten zu Jahwheh und stellten sich auf die Seite des Mose. Hier darf es kein Wischiwaschi, d.h. Ökumene geben, keine Lauheit, keine Unentschiedenheit (vgl. Offb 3,16; 3,5.12.21; 2,7.11.17.26; 21,7 u.a.m.). Die Leviten mussten das Gericht Jahwehs an den Eiferern für die ägyptischen Göttergestirne vollziehen, an denen, die für die falschen Erlöser, die keine sind, einstanden, an den Untreuen, den Lauen und Gleichgültigen, damit ihre Seele am Tage Jahwehs errettet würde (vgl. 1Kor 5,5; 2Tim 2,13; 4Mo 23, 19; Ps 89,34; Mal 3,6). „Er tötet und macht lebendig“ (5Mo 32,39). Sie wurden in den Feuersee geworfen. Es ist der Ort im Sheol wo jene hinkommen, deren Namen aus dem Buch Jahwehs, aus dem Buch des Lebens, gelöscht werden. Wir erinnern uns: „..wenn jemandes Werk verbrennen wird, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird errettet werden, doch so wie durchs Feuer“ (1Kor 3,15; Lk 16,19ff; Ps 22,28-30). Errettet bleiben sie also!

Mose war nach der Entscheidung und Scheidung des Volkes völlig niedergeschmettert. Er war so demütig, dass er die ganze Schuld auf sich nehmen wollte. Er bat Jahweh: „Und nun, wenn du doch ihre Sünde vergeben wolltest! Wenn aber nicht, so lösche mich denn aus deinem Buch, das du geschrieben hast. Jahweh aber sprach zu Mose: Wer gegen mich gesündigt hat, den lösche ich aus meinem Buch aus (2Mo 32,32-33). Das Buch des Lebens ist das Buch Jahwehs, es ist das Buch des Bundes, in dem der Name eines jeden Bundesgenossen eingetragen ist, auch der Name Mose. Mit Abraham hatte Jahweh die Nachkommen Abrahams, über Isaak und Jakob, mit in den Bund, in die Sohnschaft, genommen, so auch Mose, so auch dich und mich.

Shaul schreibt darum an die Versammlungen in Galatien: „Wenn ihr aber den Geist des jüdischen Gesalbten (des Christus) habt, so seid ihr damit Abrahams Samen (sperma) und nach Verheissung Erben“ (Gal 3,29). „Weil ihr aber Söhne (Abrahams Same) seid, sandte Jahweh den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der ruft : Abba, Vater!“ (Gal 4,6; Röm 8,15-17; Eph 2,18). Mit andern Worten: Weil ihr Abrahams Samen seid, sandte Jahweh den Jahshua zu euch, damit ihr wieder – wie er, Jahshua – zu dem Abba Jahweh gehört, ihm vertraut, mit ihm in seinen Ordnungen lebt.

Jahweh gebot Mose: „Und nun gehe hin, führe das Volk an den Ort, den ich dir genannt habe“ (2Mo 32,34). Worin bestand die tiefste Auswirkung des Vergehens am Sinai? Es bestand die Gefahr, dass sowohl der Bundesschluss Jahwehs mit den Hebräern, als auch der Name Jahweh, von den Ägyptern und den übrigen heidnischen Völkern in Verruf gekommen wäre. Er wäre ins Lächerliche gezogen worden. Jahweh wäre mit Verachtung und Spott überhäuft worden. Damit wäre die Stellung und das Ansehen der Götter, der vermeintlichen heidnischen Erlöser, gestiegen (vgl. 2Mo 32,12.25). Der Weg ihrer Befreiung wäre um Jahre zurückgeworfen worden.

Nach allem was Jahweh bisher an gewaltigen Zeichen und Wundern getan hatte, konnte Mose diese bodenlose Untreue, diesen Frevel gegen den Schöpfer allen Lebens, den Heiligen Israels, kaum noch ertragen. Indem Jahweh Mose aufforderte vorwärts zu schauen und vorwärts zu gehen liess er ihn sein Ziel wieder sehen. Mose fasste Vertrauen, schöpfte neue Kraft und ging gestärkt weiter.

So ist das Buch der Thora das Buch des Lebens, des Lebens in, mit und aus Jahweh. Es ist der tiefe, vertraute und herzliche Umgang mit Jahweh. Der König Joshia zerriss seine Kleider als der Hohepriester Hilkijah bei Restaurationsarbeiten im Tempel das Buch des Lebens, die Thora, fand. Er leitete eine grundlegende Umsinnung und Bundeserneuerung unter dem Volk ein (vgl. 2Ko 22,8ff). Überwinder sind alle jene Söhne, die bemüht sind Jahweh in seinem Wort, das er uns in der Thora, den Propheten, Psalmen und Schriften geschenkt hat ernst nehmen. Sie forschen mit Freude und Dankbarkeit gerne in diesem Lebensreichtum. Sie bleiben in dieser Haltung treu, und zwar inmitten aller Anfechtungen und Herausforderungen.

Wir erinnern uns an das Sendschreiben das an die Versammlung von Sardes gerichtet war. Es war an solche gerichtet, die durch Jahshuas Sendung und Dienst zu Jahweh zurückgeführt worden waren (vgl. Joh 11,52; Röm 11,17; Eph 3,6; 1Petr 2,10.25 u.a.m.), aber in Gefahr standen wieder zu sterben, ja, sie wurden bereits für tot gehalten (reif für den Feuersee) (vgl. Offb 3,1): „Wer überwindet, der wird so mit weissen Kleidern bekleidet werden, und ich werde seinen Namen aus dem Buch des Lebens nicht auslöschen (kommt nicht in den Feuersee) und seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln. Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt!“ (Offb 3,5-6).

Die Versammlung von Sardes wird ermahnt sich auf die Thora und die Propheten zu besinnen. Sie soll an die Grundlagen und die Anfänge des Glaubens denken. „Denke nun daran, wie du empfangen und gehört hast, und bewahre es“ (Offb 3,3). Unweigerlich denken wir an die Worte Shauls an Timotheus: „Denn ich erinnere mich an den ungeheuchelten Glauben in dir, der zuerst in deiner Grossmutter Lois und deiner Mutter Eunike wohnte, ich bin überzeugt, auch in dir“ (1Tim 1,5). Lois und Eunike waren gläubige jüdische Frauen; der Vater von Timotheus war griechischer Herkunft (vgl. Apg 16,1). Der Glaube dieser Frauen beruhte auf den heiligen Schriften (Thora und Propheten).

Shaul selbst schrieb Timotheus: „Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und wovon du völlig überzeugt bist, da du weisst, von wem du gelernt hast, und weil du von Kind auf die heiligen Schriften kennst!!, die Kraft haben, dich weise zu machen zur Errettung durch jenen Glauben, der (auch) in Jahshua HaMashiach ist. Alle Schrift ist von Jahweh eingegeben..“ (2Tim 3,14-16).

Wir können nicht genug betonen, was die meisten Prediger grundsätzlich unterschlagen. Zur Zeit Shauls existierten noch keine Schriften neben der Thora, den Propheten, den Psalmen und den übrigen israelitisch-jüdischen Schriften. Es gab noch lange keine Sammlung der Bekenntnisschriften, d.h. des NT. Wenn Shaul von „alle Schrift“ schreibt, dann meint er die Thora, Propheten, Psalmen und die übrigen israelitisch-jüdischen Schriften, was allgemein und fälschlicherweise AT genannt wird!

Das uns von Jahweh geschenkte Neujahrsfest Rosh HaShana wurde vom 4. Sept. abends bis zum 5. abends begangen (vgl. 3Mo 23,23-25). Ich wünsche allen Gimlesern den Shalom Jahwehs für das heilsgeschichtliche Jahr 5774.

Am 8. Sept. begehen viele das Fasten-Gedaljah. Es geschieht in Erinnerung an die schrecklichen Ereignisse, die nach der Eroberung Jerusalems durch Nebukadnezar und die zweite Wegführung von Judäern nach Babel über das Volk hereingebrochen waren. Ebenso an die darauffolgenden schrecklichen Verbrechen innerhalb der Zurückgebliebenen, den Mord an Gedaljah, bis zur Zerstörung Jerusalems und des Tempels. Das Fest ruft uns zu der ungeteilten Liebe zu Jahweh auf und erinnert uns an die schrecklichen Gerichte als Folge der Untereue. Offiziell werden darum in der Beth HaKnesset (im Haus der Versammlung, fälschlicherweise Synagoge genannt) entsprechende Texte gelesen: 2Mo 32,11-14; 34,1-10; Jes 55,6-56,8; Hos 14,2-10; Mich 7,18-20; 2Ko 25,22-25).

Am 14. Sept. findet der grosse Versöhnungstag, Jom Kippur, statt (3Mo 16,23.27-32). Die entsprechenden Lesungen dazu sind: 4Mo 29,7-11; Jes 57,14-58,14; Ps 32; 3Mo 18,1-37; Jona; Mi 7,18-20; Ps 103). Es ist die von Jahweh geschenkte Aufforderung zur Umsinnung und Rückkehr zu ihm, was dem Einzelnen Segen, Trost, inneren Frieden und neue Lebenskraft vermittelt. Als der Tempel noch existierte vollzog der Hohepriester symbolisch die Versöhnung im Allerheiligsten. Symbole werden aber gerne als Ersatz für eine wirkliche und ernsthafte Umsinnung und Liebe zu Jahweh missbraucht. Schleichend und unbemerkt können sie für den nicht wachsamen Gläubigen zum Ersatz für die innige lebendige Beziehung zu Jahweh werden. Der Einzelne stützt und verlässt sich dann gerne auf die Rituale und die vollführende Amtsperson, damals wie heute. Irgendwann braucht es dann eine Amtsperson und das von ihr vollzogene Rituale, um sein entgleistes Gewissen zu beruhigen. Schliesslich erklären die Führer sich selbst, und das von ihnen zu vollziehende Rituale oder Sakrament, zum unveräusserlichen Glaubensgut, das für die Errettung notwendig ist.

Durch den Verlust des Tempels und der damit verbundenen grossen eindrucksvollen Ritualvorschriften (Zeremonialgesetze) ist der Einzelne direkt in die Pflicht genommen. Jahweh schaut das Herz an, d.h. er schaut auf die echte Hingabe, so bezeugen es sowohl die BuS (Bundesschriften = AT) als auch die BeS (Bekenntnisschriften = NT). Jedes Ritual hat darum nur eine zweitrangige Bedeutung, die wir niemals umkehren sollten.

In den grossen Staatskirchen vermittelt per dogmatischer Festlegung (s. CIC, das aktuelle kanonische Kirchenrecht) eine Amtsperson und das von ihr vollzogene Ritualgesetz das Heil. Es wird angeblich durch die Handlung der Amtsperson vermittelt. Der Segen im Leben und das zukünftige Heil wird also von der Amtsperson und ihrer sakramentalen, rituellen Handlung, abhängig gemacht. Vom Mitglied wird verlangt, das es bedingungslos glaubt was die Führung lehrt. Das ist eine äusserst verwerfliche Sache. Das ist ein schändlicher Missbrauch des biblischen Wortes und eine Veräppelung aufrichtiger, vertrauensseliger Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht die Möglichkeit oder die Fähigkeit besitzen, dem Willen des himmlischen Vaters auf den Grund zu gehen. Diese Schande konnte und wollte ich als Priester nicht mehr länger auf mich beruhen lassen. Ich wollte auf keinen Fall in diesem Status einmal vor Jahwehs Angesicht treten.

Sagt nicht auch Jahshua: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr, wird in die Gemeinschaft mit dem Vater (in das Reich der Himmel) eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist“ (Mt 7,21). Welcher Bibelleser wagt es denn so einleuchtende Warnungen Jahshuas für null und nichtig zu erklären, in den Wind zu schlagen? Leider tun das die Kirchen, selbst die meisten Freikirchen und christlichen Gemeinschaften. Jahshua aber sagt noch viel Schlimmeres von solchen, die ständig in der Bibel herumlesen, mit der Bibel in der Hand predigen und Konferenzen abhalten, aber dem Willen des Vaters in der Thora und den Propheten ständig widerstreben und nicht bereit sind Jahweh demütig zu suchen, ihn Schritt für Schritt zu erkennen und ihm von Herzen zu folgen. Sie werden sagen, wir haben doch immer in der Bibel gelesen, wir waren doch brave Kirchenleute und haben Grosses erreicht, und.. und.. „Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt. Weichet von mir ihr Übeltäter!“ (Mt 7,23).

Jahshua wusste um das wahre erfüllte Leben, das allein in der Nachfolge des Vaters begründet ist und zwar „von allem, was aus dem Mund Jahwehs hervorgeht“ (5Mo 8,3; Mt 4,4). Darum konnte er in Gegenwart seiner Mutter und seiner Angehörigen sagen: „Wer sind meine Mutter und meine Brüder? Und er blickte umher auf die um ihn Sitzenden (Juden) und spricht: Siehe, meine Mutter und meine Brüder! Wer den Willen Jahwehs, des Erlösers, tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter“ (Mk 3,34-35; Mt 12,46-50; Lk 8,19-21; 11,27-28). Sind diese Aussagen aus dem Mund Jahshuas nicht klar, befreiend und erfrischend. Braucht es zu diesen Aussagen noch Erklärungen und Argumente, die beweisen wollen, dass dem nicht so ist?

Vom 19. – 26. September feiert das auserwählte Volk das Laubhüttenfest, Sukkot (3Mo 23,33-43), das prallvoll prophetischen Inhalts ist. Es weist uns hin auf die vollkommene Wiederherstellung aller Dinge. Jahweh weist uns durch die Propheten vielfältig darauf hin und die BeS bestätigen das prophetische Wort. An jedem Tag werden wir durch tiefsinnige Lesungen erbaut. Es wäre zuviel, sie hier alle anzugeben. Welch eine Freude und Erwartung erfüllt uns in diesen Tagen, überhaupt in unserem Glaubensleben!

Der Festkreis des Monats September, in Israel heisst er übrigens Tishri, wird am 27. mit dem wunderbaren Freudenfest Simchat Thora, Thora-Freudenfest, abgeschlossen. Es ist die unbeschreibliche Freude über das Geschenk der Thora, das Wort Jahwehs, das bleibende prophetische Wort, und die Befreiung durch das Wort, das auch heute mächtig wirksam ist, indem es den Einzelnen befreit und für Jahweh und seine Heilspläne mündig macht.

Wie könnte es auch anders sein, denn Jahweh ist derselbe gestern, heute und in allen Zeitaltern: „Nein, ich Jahweh, ich habe mich nicht geändert“ (Mal 3,6). „Ich bin der Erste und der Letzte, spricht Jahweh, der Erlöser, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige“ (Offb 1,8). „Du bist derselbe, und deine Jahre enden nicht“ (Ps 102,28).  Darum ändert er auch sein Wort nicht: „Aber das Wort Jahwehs bleibt bestehen in allen Zeitaltern“ (Jes 40,8; Ps 119,89 u.a.m.). „Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von der Thora vergehen (geändert werden), bis zur Vollendung (alles geschehen ist)“ (Mt 5,18), das sagte Jahshua!

Darum lasst uns in diesem Monat der überschwänglichen Fülle an prophetischem Wort reichlich ernten, mit grosser Dankbarkeit und voller Freude. Ich wünsche allen ein herzliches Shalom zum soeben begonnen Rosh Hashana und ein freudiges Forschen (Essen) von seiner reich gedeckten Tafel des Wortes.

Gregor Dalliard