„..bis der Nachkomme (Same) käme, dem die Verheissung galt“ (Gal 3,19c).

Glaubensimpuls 135

Diese Aussage darf nicht getrennt von Gal 3,22b verstanden werden: „..damit die Verheissung, durch den Glauben der in dem Jahshua HaMashiach war, den Glaubenden (jenen, die in die Beziehung zu Jahweh zurückkommen) gegeben werde“. Im Gim 132 habe ich darüber geschrieben. Fälschlicherweise wird diese Aussage von den Kirchen auf den christlichen Jesus-Gott fixiert, was dem biblisch-prophetischen Kontext völlig widerspricht.

Was ist die Verheissung? Die Verheissung schliesst alle Segnungen ein, die dem auserwählten Volk unverdienterweise über Abraham zugesprochen sind. Sie schliessen auch alle Pflichten und damit auch jede Verantwortung über das anvertraute Offenbarungsgut mit ein, d.h. Segen und Gerichte. Im Falle von Ungehorsam und Abfall von Jahweh folgen die unterschiedlichsten Gerichte. Im ganzen biblischen Kontext der Erwählung und der Zielsetzung Jahwehs sind sie als Gerichte der Wiederherstellung zu verstehen. Warum? Weil Jahweh sein auserwähltes Volk – gerade wegen der Verheissung und weil sie wesentlicher Teil zur Erfüllung der Verheissung sind – niemals aufgeben kann und Wird. Diese Tatsache gehört zur Kernbotschaft der biblischen Offenbarung.

Diese unverdiente Annahme gilt von Generation zu Generation. Doch jeder Generation müssen diese Zusprüche Jahwehs aus der Thora heraus neu vermittelt werden. Jeder Hörende muss sie erst erkennen und im Vertrauen (Glauben) auf Jahweh in sein persönliches Leben aufnehmen und umsetzen. Sinn und Ziel dieser Erwählung und Berufung ist die Wiederherstellung der Menschheit, ja, des Himmels und der Erde. „Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde“ (Jes 65,17; 66,22 u.a.m.). Jede Kreatur, im Himmel und auf der Erde, wird einmal Jahweh ungeteilt lieben, ihn ungeteilt anbeten und seinen Weisungen und Festordnungen mit Freude, Dankbarkeit und Frohlocken folgen und ihn verherrlichen .

Nun wissen wir bereits ausführlich, was mit den zehn „verlorenen“ Stämmen (Nationen) geschehen ist (vgl. Gim 126). Als grosse Masse bewegten sie sich im Laufe der Zeit über den Irak, Iran und Afghanistan in Richtung Osten und dann nach Norden. Sie bewegten sich später in Richtung Westen wo sie weitgehend sesshaft wurden. Überall wo sie hinkamen vermischten sie sich mit den dort ansässigen Volksgruppen, die zahlenmässig geringer waren, viele rotteten sie aus! Aus ihnen gingen schliesslich die grossen westlichen Völker hervor, die heute weitgehend dem christlichen Heidentum verfallen sind. Heute sind auch viele Juden, die im Laufe der Zeit dem Heidentum verfallen sind, unter diesen Völkern vermischt.

Jahweh hatte die Vertreibung der Stämme aus dem Land der Verheissung in alle Himmelsrichtungen vorausgesagt, wenn sie ihn und seine Ordnungen verlassen würden (vgl. 5Mo 28,63-64a). Er würde aus ihnen nur ein geringes, treues Häuflein zur Ehre seines Namens erhalten (vgl. 5Mo 28,62). Die grosse Masse aber würde den Göttern dienen, die weder sie noch ihre Väter kannten (vgl. 5Mo 28,62b), d.h. Götter mit denen die Väter nichts zu tun haben wollten und die sie nicht lehrten und anbeteten.

Aus diesen Götterkulten hat sich das kirchlich-christliche Heidentum entwickelt. Es sieht sich in seiner von Jahweh abgefallenen Linie und in der Hinwendung zu einer heidnisch-kirchlichen Glaubensverfassung als das neue Gottesvolk an. Da sich die gläubigen treuen Juden, im Verhältnis zu den „verlorenen“ Stämmen, weigerten den altorientalischen heidnischen „Sol Invictus“ (Unbesiegbare Sonne) als ihren neuen Gott anzubeten und sich weigerten dessen Feste und Ordnungen zu übernehmen wurden und werden sie von den christlichen Kirchen gedemütigt und verfolgt. In der sogenannten „Karwoche“ wird durch Passionsspiele und kirchliche Liturgiefeiern die schreckliche Verzerrung der biblischen Verheissung und Zusammenhänge auf die Spitze getrieben. Das wiederholt sich Jahr für Jahr bis Jahweh – um der Verheissung willen – dem ganzen Treiben ein Ende setzen wird.

Heute, im Zeitalter der Ökumene und des interreligiösen Kultes werden mit Juden Kontakte geknüpft und gepflegt. Diese Kontakte werden aber immer in der Absicht und in der Hoffnung gepflegt, dass die Juden die altorientalische Sonnengottheit, ihren Jesus-Gott und dessen Ordnungen irgendwann doch noch annehmen werden und sich damit der Kirche unterwerfen. Nach der Lehre des Christentums kann keiner gerettet werden der sich nicht dem altorientalischen kirchlichen Sonnengott, später Jesus Christus genannt, und dessen Sakramenten unterwirft.

Das Christentum sieht darum die Erfüllung der Verheissung, von der in der Bibel die Rede ist, in der Menschwerdung des altorientalischen Sonnengottes „Sol Invictus“, der „Jesus Christus“ genannt wird. Der Glaube an diesen „Jesus-Gott“ ist darum für das Heil notwendig. Während der römischen Herrschaft hielt diese Gottheit im Westen ihren Einzug in Rom. Durch Kaiser Aurelianus ist sie zur Reichsgottheit erhoben worden. Ab 333 übernahmen die Christen darum auch den Geburtstag des „Sol Invictus“, den sie aber „Jesus Christus“ nannten. Diese Sonnengottheit „Sol Invictus“ war in allen heidnischen Grossreichen und Winkeln, mit unterschiedlichen Namen, Staatsgottheit.

Diese und andere Gottheiten (Gottessohn, bzw. Gottessöhne) wurden von einem Gott Vater in eine Jungfrau hinein gezeugt und darum als Götter oder Göttersöhne geboren. Kirchenväter missbrauchten ganz einfach den Juden und Propheten Jahshua HaMashiach und schoben ihn in die Rolle des „Sol Invictus“. Sie gaben ihm den Namen „Jesus Christus“ und beten ihn ab dem 4.Jahrhundert offiziell als den „wahren Gott und wahren Menschen“ an. So ist es bis heute geblieben.

Nun wissen wir auch, dass mit der Sendung und dem Dienst Jahshuas, der sich selbst als Propheten bezeichnete, der Prozess der Wiederherstellung und Zusammenführung der zwölf Stämme eine neue Dimension erlangt hat. Jahshua vollendete die schwere Gerichtszeit, die seit der Vertreibung aus dem verheissenen Land von Jahweh über die zehn Stämme verhängt war. Damit wurde die Endzeit signalisiert und eingeleitet. Was heisst das?

In der ersten Phase geht es um die Rückführung einer Auswahl der „verlorenen“ Schafe zu Jahweh und seinen Ordnungen (vgl.Hos 2,25.1; Röm 9,25-27; 11,16ff; 1Ptr 2,10.25). Es ist ein Prozess, der schon seit einer längeren Zeit anhält und anhalten wird! Damit verbunden ist die Rückführung von treuen und untreuen Juden in das Land der Verheissung. Seit 1948 verwirklicht sich dieser Prozess ganz offiziell. Dies zum grossen Unmut vor allem der Kirchen, weil er ihre Theologie total über den Haufen wirft. Das ist ein unvorstellbares Zeichen, das nur von der Bibel und der Geschichte her zu verstehen ist. Diese beiden Entwicklungen sind von Jahweh klar vorausgesagt worden.

Später, und das liegt noch vor uns, aber es bahnt sich schnell an, nach einem letzten fürchterlichen Krieg der Welt gegen Israel (Sach 12,2-4; 14,1-2), der vor allem von der UNO, EU, Vatikan, Kirchen und Islam programmiert ist, wird Jahweh das baldige Ende der Herrschaft dieser Heiden über sein auserwählte Volk, die Heiligen Jahwehs, und deren Erniedrigung, durchsetzen (Sach 12,9.1; 14,3.12). Damit wird die Herrschaft Jahwehs durch seine Heiligen, das auserwählte Volk, aufgerichtet werden (Sach 14,9; Dan 7,18.22.27; Sach 14,4-5; Lk 12,32).

Die Weltevangelisation wird einsetzen. Sie wird nach den Ordnungen Jahwehs verlaufen. Das prophetische Fest Sukkot (Laubhüttenfest) wird darum schrittweise zur Erfüllung kommen und von einem Volk nach dem andern gefeiert werden, ebenso der Shabbat (vgl. Sach 14,16; Jes 66,23). Diese Ordnungen gehören wesentlich zum neuen Himmel und zur neuen Erde die Jahweh schaffen wird (vgl. Jes 66,22-23). Was sich im Himmel tut, das wird sich auch auf der Erde tun. Es wird im neuen Himmel und auf der neuen Erde Frohlocken sein (vgl. Jes 65,17ff). Weisung wird von Zion ausgehen (Mi 4,2; Sach 8,22-23).

Die Verheissung gilt also seinen Heiligen. Sie werden als der Nachkomme bezeugt, dem die Verheissung gilt, der alle Völker zu Jahweh führen wird: „Und Jahweh wird König sein über die ganze Erde, an (von) jenem Tag (an) wird Jahweh einzig sein und sein Name (JHWH = JaHuWaH, sprich Jahua) wird einzig sein“ (Sach 14,9; 5Mo 6,4). Zu seinen Heiligen zählt auch Jahshua Ha Mashiach. Er ist einer von ihnen. Wenn Jahweh kommen wird und seinen Fuss auf den Ölberg setzen wird (Welt, der Schemel seiner Füsse, Himmel sein Thron) (Sach 14,4); Hes 11,23), werden alle Heiligen zu Herrschaft mit JaHuWaH eingesetzt werden (vgl. auch 1Kor 6,2-3).

Wer sich den Ordnungen Jahwehs widersetzen wird, wird entsprechend seiner Uneinsichtigkeit und Widerspenstigkeit gerichtet und umlernen müssen. Dies betrifft wohl vor allem Israel freundliche Werke, Kirchen und christliche Gemeinschaften, die sich an die Stelle der gerechtfertigten treuen Juden glaubten und ihrem trinitarischen Sonnengott „Sol Invictus“, dem „Jesus-Gott“ der Kirchenväter, mit Leib und Leben so sehr anhingen. Jahweh aber ist barmherzig und gnädig und wird durch die Belehrung der Heiligen Seinen Geist auf alles Fleisch ausgiessen: „Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen JaHuWaH (sprich Jahua) anruft, wird errettet werden“ (Joel 3,5).

Darüber freuen wir uns jetzt schon mit Leib und Seele und hüpfen vor Freude. In dieser Freude wünsche ich allen noch gesegnete Pessachstunden.

Am kommenden Donnerstagabend, dem 24. April, beginnt im Schwarzwald/Enz Klösterle/Nonnenmiss bei Bad Wildbad das kurze Bibeltreffen, das bis Sonntagmittag, dem 27. April, dauern wird. Interessierte sind ganz herzlich eingeladen.

Gregor Dalliard