Die Bibel das meistgelesene, meistverkaufte und meistverbreitestes Buch der Welt.

Glaubensimpuls 172

Ist diese Tatsache nicht überwältigend? Das von JaHuWaH auserwählte Volk hat das Wort JaHuWaHs empfangen, niemand sonst! „Er tat seine Wege kund dem Mose, den Söhnen Israel seine Taten“ (Psalm 103,7). „Er verkündet Jakob sein Wort, Israel seine Ordnungen und seine Rechtsbestimmungen“ (Ps 147,19).

Dieses Wort JaHuWaHs ist „zusammengefasst“ und enthalten im dreiteiligen Tanach oder Tenach, nach der griechischen Bezeichnung „biblia“ auch Bibel genannt. Der Tanach besteht aus drei Teilen: der Thora (Weisung), den Nevi’im (Propheten) und Ketuwim (Schriften). Jakob, das israelitisch-jüdische Volk, später die Juden genannt, hat den Tanach, die Bibel, allezeit bewahrt und erhalten. Die von JaHuWaH und den Propheten autorisierte Bibel ist damit die einzige, umfängliche und rechtmässige Quelle unseres Glaubens, auf die wir uns stützen, auf die wir uns verlassen können und müssen. Sie ist und bleibt das verbindliche Lehramt JaHuWaHs, des Schöpfers des Lebens. Sie, die Juden, haben die Bibel unter schwersten Leiden und Verfolgungen der Welt übermittelt und geschenkt. Sie schützen sie mit ihrem eigenen Leben vor Scharlatanen, vor Menschen, die sich zwar auf sie berufen, sie aber zu ihren Gunsten und für ihre Zwecke missbrauchen und auslegen.

Wie wir schon zur Genüge wissen, waren die Gründer des Christentums darauf bedacht die Juden auszurotten. Das gelang ihnen aber nie! Darum kann nie genug betont werden, dass sie sich bewusst und entschieden gegen die Offenbarung JaHuWaHs stellten. Das war ihr letztes Mittel, das sie gegen die Juden einsetzten. Sie schufen eine Ersatzbibel und nannten sie das „Neue Testament“ (NT). Sie vermischten biblische Wahrheiten mit vielen heidnischen und gnostischen Inhalten und ordneten dieses „Werk“ als das „Neue Testament“ der Bibel über. Doch die treuen Juden erinnern sie allein schon durch ihre Anwesenheit in der Welt, dass sie Scharlatane waren und sind. Die Bereitschaft vieler Juden durch die Christen lieber Qualen und Tod zu erleiden, als die Treue zum himmlischen Vater und zu seinem Wort, dem Tanach, aufzugeben, versetzte die Christenheit manchmal in undefinierbare Folter- und Mordräusche.

Das Prinzip hat sich bis heute nicht geändert. Die Christen übernahmen den Geist der Kirchenväter. Auf diesem Geist bauten sie ihre Ersatztheologie auf, die noch heute in allen christlichen Kirchen und Gemeinschaftn ihre dogmatische Gültigkeit besitzt. Sie findet ihren religiös-fanatischen Ausdruck in der fromm getarnten Nettikeit, mit der viele Christen und christliche Missionswerke den Juden gegenüber begegnen. Sie haben sich die Bekehrung – besser die Verführung – schwacher Juden auf die Fahne geschrieben. Die Juden sollen zu ihren heidnischen drei Personen-Gottheiten (Trinität) bekehrt werden, d.h. konkret: sie sollen den nach heidnischem Muster gemachten Jesus-Gott der Christen annehmen, der vom Abba JaHuWaH angeblich in eine Jungfrau hineingezeugt worden ist! Die antiken Jungfrauengeburten sind die Quelle der Jesus-Gottheit. Davon spricht weder JaHuWaH noch ein Prophet im Tanach, noch Jahushua (Jesus).

Nicht umsonst sprach Jahushua (Jesus) Klartext, wenn es um den Tanach ging, um das Wort JaHuWaHs, um die Bibel, um seine Bibel. Wenn jemand es wagen sollte diese einzige Quelle des Lebens, den Tanach, diese Autorität des Schöpfers des Lebens, anzutasten oder aufzuheben oder die Menschen anders zu lehren bis die alte Welt vollendet sein würde, der Betreffende werde der Allerelendste, die erbärmlichste Kreatur, im Himmelreich sein! (vgl. Mt 5,17-18).

Das höchste für einen Menschen dieser Erde sei es, so lehrte Jahushua (Jesus), JaHuWaH zu lieben aus ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzem Verstand und aus der ganzen Kraft des Lebens und den Nächsten zu lieben, weil er die gleichen Lebensbedürfnisse verspüre wie du und ich (vgl. Mk 12,29-34; 5Mo 6,4-8; 3Mo 19,18 u.a.m.). Wer von uns und wer von den Christen ist bereit, zumindest bemüht, diese tiefgründigen Worte Jahushuas (Jesu), diese Weisung zu glauben und umzusetzen? Darin lasst uns Jahushua von Nazareth (Jesus) gleichförmig werden. Alles andere kann darauf aufgebaut werden.

Was heisst das konkret? Ich übergebe mein Leben, das ich sowieso von meinem Schöpfer empfangen habe, bewusst in sein Herz zurück. Mein Herz ist bei JaHuWaH. Ich richte mein ganzes Leben nach der Thora (Weisung), den Propheten (Nevi’im) und den Schriften (Ketuwim) aus. Ich versuche zu verstehen und das umzusetzen, was mir mitten in meiner Umwelt möglich ist. Damit habe ich das Leben mit JaHuWaH und aus JaHuWaH. Damit stehe ich mitten im Leben und habe das Leben! Nur im Herzen des Vaters und im Streben nach seinen Ordnungen, so lehrte Jahushua (Jesus), lebe ich in der Wiedergeburt, im Leben, im wahren Frieden, wie er von JaHuWaH, unserem Schöpfer und Erlöser, gewollt ist und dem Menschen dient. Ist das nicht wunderbar?

Das hatten wir früher, als wir noch der Lehre der Kirchenväter verfallen waren, genau umgekehrt verstanden! Zuerst glaubten viele von uns, dass uns die Kirche das Leben vermittelt und zwar durch ihre Amtsträger, durch den Papst und seine Priesterschaft, über Sakramente, religiöse Handlungen und Rituale (z.B. Säuglingstaufe). Wir glaubten durch diese Zugehörigkeit zur Kirche erlöst zu sein, in den Wegen JaHuWaHs zu gehen. Als wir vor allem in der „Bibel“, in der von den Kirchenvätern als das „Neue Testament“ (NT) geschaffenen Ersatzbibel zu lesen begannen, erkannten wir gewisse unhaltbare Widersprüche der Kirche zum „Neuen Testament“ und zum Tanach. Noch aber hatten wir wenig Zugang zum Tanach, der Bibel.

Wir betonen: Das „Neue Testament“ (NT) besteht aus einer Mischung von Wahrheit aus dem Tanach und heidnischen Glaubensvorstellungen, die z. T. von den Kirchenvätern Jahushua (Jesus) und den Aposteln in den Mund gelegt worden sind und von vielen falsch zitierten Aussagen, die im Tanach vom Vater reden, im „Neuen Testament“ aber auf den trinitarischen Jesus-Gott übertragen worden sind. Vor allem die sogenannten Briefe des „NT“ sind bis zur Unkenntlichkeit von gnostischem Gedankengut durchsetzt, das dem Tanach, der Bibel, völlig widerspricht und in die Irre führt. Darum müssen alle Aussagen des „Neuen Testamentes“ an den Inhalten, dem Wort JaHuWaHs im Tanach, geprüft werden. Wir kommen an diesem Massstab nicht vorbei, wollen wir JaHuWaH und seinem Wort gerecht werden!

Als wir die Grosskirche, die Mutter aller Kirchen und die Mutter aller Christen, wie sie sich selbst dogmatisch bezeichnet, verliessen und uns einer Freikirche oder christlichen Gemeinschaft anschlossen, glaubten wir, dass wir das wirkliche Leben nur durch die Übergabe unseres Lebens an den Jesus-Gott, an die zweite Person der drei christlichen Gottheiten, haben würden. Nur darin würden wir wiedergeboren sein.

Als wir uns den tieferen Zusammenhängen des Tanach, der Bibel, öffneten, mussten wir erkennen, wie sehr auch die Freikirchen und christlichen Gemeinschaften das Wort Jahushuas von Nazareth (Jesu) boykottieren, weil auch sie dem Glaubensfundament der Kirchenväter verfallen sind. Wir wurden aus dem trinitarischen, dem antijüdischen und antibiblischen Lehrgebäude der Kirchenväter herausgeführt, das, wie gesagt, seinen Grund in der Lehre der heidnischen Jungfrauengeburten hat.

Wir verstanden nun Jahushuas (Jesu) Worte, die er damals zu seinen verzweifelten Zuhörern sprach, gesprochen in einer aussergewöhnlich finsteren und leidvollen Zeit – unter der Herrschaft der Römer. Jeder, der auf ihn hören würde, d.h. sich durch ihn, Jahushua (Jesus), zu der Quelle der Thora, der Propheten und Schriften zurückführen lassen würde, der würde das Leben haben, der würde das gegenwärtige Elend überwinden und das Leben in JaHuWaH haben, wie auch er darin sein Leben habe (vgl. 5Mo 8,3; 32,47; Mt 4,4). Nun, im Lichte des Lebens, das uns von unserem Schöpfer gegeben ist, können wir diese „Radikalität“ Jahushuas (des Jesus) vollkommen verstehen.

Wir erinnern uns: Justin der Märtyrer, auch der Philosoph genannt, war ein berühmter heidnischer Philosoph, ein Antijudaist. Er lebte im 2. Jahrhundert n.u.Z. und hatte im heutigen Nablus die griechischen Philosophenschulen (Universitäten) der Stoiker, Peripatetiker und Pythagoräer durchlaufen. Mit der griechischen Philosophie legte er die Fundamente der christlichen Kirche, indem er auf dieser Philosophie den christlichen Grundstein für ein „Neue Testament“ und dessen Inhalte legte. Darum wird er Kirchenvater und Kirchenlehrer genannt. Er beanspruchte von nun an den Tanach, die Bibel, für sich und entwickelte eine neue antijüdische (antisemitische) philosophische Sicht mit der die Bibel auszulegen ist. Bis heute wird in allen christlichen Kirchen und Gemeinschaften nach dem Massstab Justins die Bibel, der Tanach, ausgelegt.

Er riss die Propheten und ihre Aussagen aus dem Kontext und erklärte seine Sicht der Bibel als „die allein zuverlässige und brauchbare Philosophie„. Die Bibel durfte von nun an nur in diesem Geiste und Konzept der griechischen Philosophie beurteilt und ausgelegt werden. Darum darf bis heute noch kein Priesteramtskandidat zum Priester geweiht werden wenn er nicht vorher die griechische Philosophie studiert hat. Die Juden wurden ein weiteres Mal verdammt und aufgrund dieser christlichen Lehre immer mehr ins Abseits gedrängt und später grausam verfolgt.

Damit setzte Justinus der Philosoph, das Werk des griechischen Herrschers Antiochus IV. Epiphanes fort, der die Juden mit abscheulichen Mitteln von JaHuWaH, der Bibel, dem Tanach, abzubringen versucht hatte, was ihm nicht gelungen war. Warum wurde der griechische Herrscher Antiochus IV. Epiphanes genannt? Epiphanes galt als der menschgewordene Gott, als Gott, der im Fleische erschienen ist. Epiphanes heisst der Erschienene (Gott).

Zeus hatte Antiochus IV. Epiphanes in eine Jungfrau hineingezeugt. Darum verlangte Antiochus Epiphanes auch von den Juden göttliche Anbetung. Er entweihte den Tempel zu Jerushalajim, indem er ihn zu einer Kultstätte für Zeus machte. Wie wir wissen, verweigerten ihm die meisten Juden diese Anbetung. Wir haben vor wenigen Wochen Chanukka gefeiert, das uns an die Gräuel dieses im Fleisch gekommenen Gottes, des Epiphanes, und an die Wiedereinweihung des Tempels im Jahre 164 v.u.Z. durch die Makkabäer erinnert. Mit Justinus versuchte ein weiterer einflussreicher Mensch, der von dem griechischen Geist besessen war, die Juden von JaHuWaH und seinem Tanach, der Bibel, abzubringen.

Alle, die sich von Jahushua von Nazareth zu einer Neuhingabe an JaHuWaH und dem Tanach erwecken liessen wurden Nazaräer oder Nazarener genannt. Sie wurden Eiferer für die Thora (vgl. Apg 21,20) – und nicht umgekehrt! Sie galten und lebten als Pharisäer unter Pharisäern, die im Tempel ein- und ausgingen (Apg 2,46; 3,1) und hatten Gunst bei allem Volk, d.h. sie waren bei allen Juden beliebt (Apg 2,47). In Antiochien wurde neben dem Namen Nazaräer, der die Treuen JaHuWaHs und des Tanach bezeichnete, erstmals der Name „Christen“ verwendet (vgl. Apg 11,26). Diese Tatsache zeigt die Anfänge des griechischen Einflusses und den leisen Abfall von JaHuWaH und seinem Tanach in Antiochien auf.

Einflussreiche Leute trieben die Scheidung von den thoratreuen Gläubigen, den Nazaräern, voran. Mehr und mehr lehrten sie nach dem heidnischen Muster, dass Jahushua von Nazareth ein Gott sei, der von JaHuWaH in eine Jungfrau hineingezeugt worden sei, bis der Kirchenvater Ignatius von Antiochien, als einflussreicher Kirchenvater, diese heidnische Lehre im 2. Jahrhundert offiziell zu lehren begann. Der Kirchengründer und Kirchenvater Ignatius von Antiochien (um 160 n.u.Z.) übernahm als erster das heidnische Gedankengut der Zeugung eines Gottes in eine Jungfrau. Von Antiochien aus drang der griechische Geist in die Gemeinden ein.

Die Umdeutung Jahushuas von Nazareth zu einem Gott, der durch die Jungfrau Maria jungfräulich empfangen und jungfräulich geboren worden sei, wurde von den Kirchenvätern auf den verschieden Konzilien vertieft und zum Grunddogma der Christenheit gemacht. Hier wird das geoffenbarte Wesen des Abba JaHuWaH und sein Wort in einer absolut abstossenden Weise pervertiert. Diese Lehre wurde schliesslich in die Evangelien aufgenommen. Seither gehört sie zum Wesen der christlichen Lehre. Justinus förderte mit seinen Lehren die Trennung der Christen von den Nazaräern.

Durch die Medien wird die Entstehung solcher wahnsinnigen Lehren heute Abermillionen Menschen bewusst gemacht. Viele Christen wissen heute, dass solche Lehren in den heidnischen Götterdramen vorkommen, wo die Götter dauernd mit Jungfrauen herummachen und sie schwängern. Da sie aber die Bibel, den Tanach nicht kennen, weil sie ihn als überholtes Buch, eben als Altes Testament, gelehrt bekommen und ihren christlichen Glaubensführern glauben, meinen sie diese Lehre stamme aus der Bibel, dem Tanach. Umso mehr da sie gelehrt werden, das „Neue Testament“ sei die wahre Bibel!

Das ist mit ein Grund warum Abermillionen Menschen nichts von der Bibel wissen wollen. Sie distanzieren sich von den Kirchen, wobei ihnen der emotionale religiöse Weihnachtsrummel wohl tut. Andere wollen diese kirchliche Götter–Dramaturgie um jeden Preis erhalten, solange die christliche Welt den geschäftlichen Teil hochleben lässt! Gerade an den Weihnachtstagen und in den Weihnachtsgottesdiensten wird allüberall, sogar in den Geschäften, dieser schreckliche Irrtum millionenfach gesungen und gepredigt, gelehrt. Wir wollen uns davon aber nicht mehr betören lassen.

„Die Worte JaHuWaHs sind reine Worte – Silber, am Eingang zur Erde geläutert, siebenmal gereinigt“ (Ps 12,7).

In dieser bewegenden Freude wünsche ich allen einen gesegneten Shabbat mit einem herzlichen Shalom!

Gregor Dalliard