„Aus diesem Grund schämt er sich nicht, sie Brüder zu nennen“ (Hebräer 2,11)

Glaubensimpuls 008

Von Jahshua ist hier die Rede, aber auch von uns. Der Schreiber des Hebräerbriefes vermittelt uns eine herrliche Botschaft. Sie steht voll im Zusammenhang des prophetischen Wortes. Das muss so sein. Wenn nicht, wäre diese Botschaft wenig glaubwürdig. Gemeint ist zuerst Jahshua, den der Vater von den Toten auferweckte und zum Mashiach (deutsch: zum Gesalbten, lateinisch: zum Christus) machte, bzw. erhob.

Das ist der zentrale Inhalt der zwei Predigten von Kephas (Petrus), die er am Feste Shawuoth (Pfingsten) hielt, nachdem der himmlische Vater rund fünfzig Tage zuvor, anlässlich des Passahfestes, Jahshua von den Toten auferweckt hatte. “Diesen Jahshua hat Jahweh auferweckt, wovon wir alle Zeugen sind… Das ganze Haus Israel wisse nun zuverlässig, dass Jahweh ihn sowohl zum Herrn als auch zum Mashiach (Gesalbten, Christus) gemacht hat. Diesen Jahshua, den ihr gekreuzigt habt“ (Apg 2,32.36).

Auch die jüdisch-messianische Gemeinde in Jerusalem bekennt Jahshua als den Gesalbten des Vaters und betet zum himmlischen Vater: „Herrscher, du bist es, der den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hat und alles, was in ihnen ist; der du durch den heiligen Geist (durch deinen Odem, Hauch) und den Mund unseres Vaters, deines Knechtes David, gesagt hast: ‚Warum toben die Nationen und sannen Eitles die Völker? Die Könige der Erde standen auf und die Fürsten versammelten sich gegen Jahweh und seinen Gesalbten‘, denn in dieser Stadt versammelten sich in Wahrheit gegen deinen heiligen Knecht Jahshua, den du gesalbt (mit deinem Geist erfüllt) hast, sowohl Herodes als Pontius Pilatus mit den Heiden und den Völkern Israels, alles zu tun, was deine Hand und dein Ratschluss vorherbestimmt hat, dass es geschehen sollte…“ (Apg 4,24-28).

Kephas legte im Hause des frommen und gottesfürchtigen Kornelius (Apg Kap 10) dasselbe Zeugnis ab: „Jahshua von Nazareth, wie Gott ihn mit heiligem Geist (seinem Oden) und mit Kraft gesalbt (erfüllt, ausgerüstet) hat“ (Apg 10,38).

Damit erfüllten sich an Jahshua von Nazareth die von Jahweh durch die Propheten verheissenen Worte. So sprach Jahweh zu Mose von Jahshua HaMashiach, als einem Bruder aus der Mitte der Brüder: „Einen Propheten wie mich wird dir (Israel) Jahweh, dein Gott, aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern, erstehen lassen. Auf ihn sollt ihr hören nach allem was du von Jahweh, deinem Gott, am Horeb erbeten hast…“ (5. Mo 18,15-16). Mose betont die Unumstösslichkeit dieser Tatsache, indem er wenige Sätze danach noch intensiver auf diesen grundlegenden unantastbaren Heilswillen des himmlischen Vaters verweist, der zu ihm sprach: „Einen Propheten wie dich will ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erstehen lassen. Ich will meine Worte in seinen Mund legen, und er wird zu ihnen alles reden, was ich ihm befehlen werde…“ (5. Mose 18,18). Der himmlische Vater, Mose, Kephas (Petrus) und alle anderen Zeugen bezeichnen den Mashiach Jahshua als Propheten und als Bruder aus der Mitte der Brüder. Kephas verweist in seinen Predigten an Shawuoth (Pfingsten) auf diese Aussagen des Mose: „Mose hat schon gesagt: ‚Einen Propheten wird euch Jahweh, euer Gott, aus euren Brüdern erwecken, gleich mir; auf ihn sollt ihr hören, in allem, was er (Jahshua) zu euch reden wird. Es wird aber geschehen: jede Seele, die auf jenen Propheten nicht hören wird…‘“ (Apg 3,22-23). Wer will sich gegen diesen Ratschluss Jahwehs erheben? Im Gegenteil, wir teilen die Freude dieser Botschaft mit allen, die demütigen und aufrichtigen Herzens sind.

Was offenbart Jahweh dem Propheten Jesaja über den Bruder aus der Mitte der Brüder? „Siehe, mein Knecht, den ich halte, mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat: Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er wird das Recht zu den (Israel-)Nationen hinausbringen. Er wird nicht schreien und die Stimme nicht erheben und seine Stimme nicht hören lassen auf der Strasse. Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen…“ (Jes 42,1-3). Weiter sprach Jesaja prophetisch auf Jahshua hin: „Der heilige Geist (Hauch, Odem) Jahwehs ist auf mir; denn Jahweh hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, den Elenden frohe Botschaft zu bringen, zu verbinden, die gebrochenen Herzens sind…“ (Jes 61,1). Dazu offenbarte ihm Jahweh Folgendes: „Und ein Spross wird hervorgehen aus dem Stumpf Isais, und ein Schössling aus seinen Wurzeln wird Frucht bringen. Und auf ihm wird ruhen der Geist Jahwehs…“ (Jes 11,1-2; vgl. Hes 17,22; Mk 1,9-11; Mt 3,16-17; 12,17-18; Lk 3,21-22; 4,14; Jo 1,33-34; Röm 15,12; Offb 5,5 u.a.m.).

Auch Shaul bestätigt diese Wahrheit, die „Jahweh vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten“ (Hebr 1,1). Er schreibt den messiasgläubigen Juden und den (Israel-)Nationen: „Shaul, Knecht des Mashiach Jahshua, berufener Apostel (Botschafter, Engel), ausgesondert für die Botschaft Jahwehs, die er durch seine Propheten in heiligen Schriften vorher verheissen hat, über seinen Sohn, der aus der Nachkommenschaft (aus dem Samen) Davids gekommen ist dem Fleische nach und als Sohn Jahwehs in Kraft eingesetzt (bestimmt, ernannt) nach dem Geist der da heiligt (aussondert) aufgrund der Totenauferstehung: Jahshua HaMashiach, unseren Herrn“ (Röm 1,1-4).

Jahshua ist also vom Vater in Kraft eingesetzt, bestimmt und ernannt worden, aufgrund der Totenauferstehung „damit er uns zu Gott Jahweh führe“ (1. Petr 3,18b). Nun vergleicht Shaul Jahshua und die Herausgerufenen, die Erstgeborenen (Versammlung), mit einem Menschenleib. Das Haupt ist der Mashiach, wir die Glieder: „Und alles hat er (Gott Jahweh) seinen Füssen unterworfen und ihn als Haupt über alles den Herausgerufenen (Versammlung) gegeben, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt“ (Eph 1,22-23; vgl. Kol 1,18).

Kurz vor seinem Tod betete Jahshua: „… verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche, wie du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch, dass er allen, die du ihm gegeben hast (eine Auswahl zu der auch wir gehören), ewiges Leben gebe“ (Jo 17,1-2).

Jahshua freut sich über die Erstlinge, die Herausgerufenen aus Juda und den (Israel-)Nationen, die der Vater ihm zugeteilt hat, mit denen er einmal „alles in allen erfüllen wird“. Darum bezeugt die Schrift: „Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle von einem (von dem Vater); aus diesem Grund schämt er sich nicht, sie Brüder zu nennen, indem er spricht: “kundtun will ich deinen Namen meinen Brüdern; inmitten der Herausgerufenen (Versammlung, Gemeinde) will ich dir lobsingen“ (Ps 22,23; Hebr 2,11-12).

Nachdem der Vater ihn auferweckt hatte, sprach er zu Mirjam von Magdala: „Geh aber hin zu meinen Brüdern und sprich zu ihnen: ich fahre auf zu meinen Vater und zu eurem Vater und zu meinem Gott (Jahweh) und eurem Gott (Jahweh)“ (Jo 20,17).

Shaul freut sich darüber und schreibt den messiasgläubigen Juden und (Israel-)Nationen, dass Jahweh uns alle schon vor Grundlegung der Welt erkannt und vorherbestimmt hat. „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind. Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern“ (Röm 8,28-29).

Mit Freude und Danksagung dürfen wir uns als die Brüder Jahshuas erkennen und uns freuen, denn wir haben „die Erstlingsgabe des Geistes empfangen“ (Röm 8,23).

Lasst uns mit dem Geist Jahshuas in uns den Vater in den kommenden Tagen verherrlichen.

Gregor Dalliard