Aus der Gnade gefallen. Teil 2

Glaubensimpuls 414

Paulus schreibt den Galatern: “Ihr seid von Christus abgetrennt, die ihr nach der Weisung des TaNaCH (fälschlicherweise Gesetz genannt) gerechtfertigt werden wollt; ihr seid aus der Gnade gefallen” (Gal 5,4). Fälschlicherweise fallen in unseren Bibeln unter dem Begriff Gesetz auch die gesunden Lebens-Weisungen JaHuWaHs im TaNaCH. Das ist ein folgenschwerer Irrtum mit verheerenden Auswirkungen bis zu dieser Stunde. Die Kirchenväter, allen voran “Paulus”, “Johannes”, “Petrus” und wie sie alle heissen mögen, wussten wohl was sie damit erreichen wollten. Gläubige Juden sollten von JaHuWaH und damit von der Quelle des Lebens, der Gnade, abgetrennt und die Heiden sollten über JaHuWaH und seine Gnade in Unwissenheit gehalten werden. Gnade ist der Grund der Erwählung, Berufung und Sendung Israels, hin zu allen Völkern - “und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!” (1Mo 12,3b). Das von “Paulus” gepredigte Evangelium sollte auf diese Weise Juden und Heiden vom Segen des Lebens abschneiden. Die Heiden sollten im religiösen Sklavendienst verankert bleiben, der damals immer noch das religiöse Denken der Menschheit beherrschte, nämlich: Versöhnung mit den Göttern – wenn möglich – über das Menschenopfer eines Sohnes Gottes, bzw. eines Göttersohnes und dessen Blut.

Jeder Bibellehrer weiss, um diesen grassierenden frommen Irrtum des Christentums, der unter dem Begriff Gesetz, gleichzeitig die Verwerfung der Lebens- und Heilsordnungen JaHuWaHs, die das Leben der Gnade ausmachen, verwirft. Im gleichen Atemzug werden die Juden verworfen. Obwohl dieser verwerfliche Irrtum bis zu dieser Stunde soviel Leid und Menschenblut forderte, wird er innerhalb des Christentums nach wie vor als das zentrale Evangelium des Christus gepredigt. Eine endlose Spirale an Ablehnung und Feindschaft gegenüber den Juden wird dadurch täglich in Gang gehalten, aufgefrischt, neu belebt, vor allem an den Sonntagen. Kaum ein christlicher Bibellehrer setzt in seinem Umfeld diesem frommen Totentanz ein Ende, obwohl der Holocaust die Krone dieser grausamen und furchtbaren Ersatztheologie des “Paulus” allen Christen sichtbar und bewusst sein müsste. Nach einer so langen Zeit, wie sie sich mit dem prophetischen Wort im TaNaCH beschäftigen, müssten sie doch endlich ein Gewissen und ein Verantwortungsbewusstsein entwickelt haben, das mutig die Konsequenzen zieht.

Wir wollen gerne nach dem grösseren zusammenhängenden Begriff der biblischen Gnade forschen. Nach der Lehre des “Neuen Testamentes” und des Christentums allgemein, nimmt das freie Wesen eines Menschen mit dem Tode ein Ende. Was heisst das? Entweder ist er dann für immer in der Hölle oder für immer im Himmel. Es ist eine Hölle, von der JaHuWaH allerdings nichts weiss, wohl aber der christliche Gott, und damit auch die Gründer des Christentums. Eine Hölle, die sie sich aus den heidnischen Kulten in den ersten 4 Jahrhunderten zusammengeschustert haben. Die Hölle ist die Folge davon, weil sich ein Mensch Zeit seines Lebens nicht für den Christus des “Paulus” und dessen Blutopfer – als Wirkkraft der Erlösung – entschieden und sich in einem christlichen Taufritual diesem “Gnadengeschenk” nicht unterworfen hat. Tut einer das nicht, gibt es für ihn kein Entrinnen aus den Fängen des christlichen Teufels und dessen züngelnden Flammen. Tag und Nacht wird der so Bestrafte heulen und mit den Zähnen klappern und knirschen. Unendlich wird das so Weitergehen, so lehrt uns das der gnadenvolle Christus eines “Paulus” und “Johannes” – und wie diese Frommen alle heissen mögen, die sich das “Neue Testament” zurechtgelegt haben. Für alle, die sich der Ersatztheologie dieser frommen Höllenbesessenen nicht unterwerfen, wird es also ein böses Ende nehmen. Das ist für “Paulus” und seine Kumpels der Christus, das ist für sie Gnade, das Evangelium der Errettung!

Wer sich diesem seltsamen Konstrukt von Christus und Gnade nicht unterwirft von dem heisst es: “Ihr seid von Christus abgetrennt, die ihr nach der Weisung des TaNaCH (Gesetz), (im Vertrauen/Glauben Abrahams) gerechtfertigt werden wollt; ihr seid aus der Gnade gefallen” (Gal 5,4). “Paulus” stellt den ganzen TaNaCH auf den Kopf, indem er sich nicht schämt zu sagen: “Wenn ihr aber des Christus seid, so seid ihr damit Abrahams Nachkommenschaft und nach Verheissung Erben” (Gal 3,29). Da er gegen die Beweisführung des prophetischen Wortes im TaNaCH nicht ankommen kann, greift er zu dem primitivsten Mittel, das eines Bibellehrers, bzw. Schriftgelehrten, absolut unwürdig ist: “Wenn aber auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium entgegen dem verkündigten, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: er sei verflucht!“(Gal 1,8). Das riecht schon ganz fest nach Papst Damasus. “Er” fährt mit seinem religösen Wahn fort: “Ich teile euch aber mit, Brüder, dass das von mir verkündigte Evangelium nicht von menschlicher Art ist. Ich habe es nämlich weder von einem Menschen empfangen noch erlernt, sondern durch Offenbarung Jesu Christi.” (Gal 1,12). Hier hört der Spass auf. So begannen und beginnen alle religiösen Irrtümer. Über diese allbekannte Schiene schufen und schaffen sich alle religiösen Diktatoren ihr “frommes” Sklavenreich.

Ich möchte jedem voller Freude und Dankbarkeit zurufen, freue dich von ganzem Herzen, wenn dir dieser Christus der Kirchengründer nichts mehr nützt. Er hätte dir eh nichts genützt, er wäre dir weiterhin zum Verhängnis geworden, weil er ein krankmachendes und todbringendes Phantasiegebilde des “Paulus”, der Kirchengründer, ist und bleibt. Freue dich mit allen, die aus dieser “Gnade” gefallen sind. Wie wir immer gerne wiederholen, sagt der Erlöser (Gott) des Jahushua von Nazareth, JaHuWaH: “Und der Staub kehrt zur Erde zurück, so wie er gewesen, und der Geist kehrt zu JaHuWaH (Gott) zurück, der ihn gegeben hat (Pred 12,7). Also nicht in die Hölle des Christus-Gottes. Dazu sollten wir – wie immer – Psalm 139,1-18 betrachten. Das ist das Evangelium der Gnade. David, hatte auch seine liebe Mühe mit seinem Leben, Kämpfe, Gelingen und Versagen, aber er blieb dran – an der Gnade, d.h. an JaHuWaH. Er bekennt im Psalm 23,6: “Nur Güte und Gnade werden mir folgen alle Tage meines Lebens; und ich kehre zurück ins Haus JaHuWaHs lebenslang.” Das ist Vertrauen, Gnade, ein Leben in und aus der Gnade. Daraus kann keiner fallen, denn der Mensch ist ein Werk der Gnade: “Und JaHuWaH (Gott) schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild JaHuWaHs (Gottes) schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie” (1Mo 1,27). Betrachten wir was selbst im “Neuen Testament”, in Lukas 15,11-32, überliefert ist. Obwohl die Kirchenväter dieses tiefgründige jüdische Zeugnis der Gnade den Juden wegnahmen und für ihre Zwecke missbrauchten und deuteten, bleibt es ein Zeugnis der Gnade des Erlösers JaHuWaH, aus dem Munde der Juden. Da braucht es keinen paulinischen oder johannäischen oder petrinischen Christus mit seiner erpresserischen “Gnade”, die denjenigen direkt in die schlimmsten Feuerqualen eines angeblich gnadenvollen Gottes führt, der möglicherweise ein bisschen Pech im Glauben hatte und den Christus der Kirchenväter knapp verpasste, weil er von ihm nie etwas gehört hatte oder mental nicht fähig war sich ihm zu unterwerfen.

Psalm 136: “Denn seine Gnade währt ewig (ist unendlich, ist immerwährende Gnade)!” Das ist immer der Grund, (ein Grund) zu einem Neuanfang. Allen wünsche ich ein erholsames, gnadenvolles Shabbatbad. Shalom!

Herzliche Grüsse

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen (in der Nähe von Bern) ein: Sonntag, 15. Dezember, 14.00 Uhr. Übernachtungsmöglichkeiten sind gegeben.
Anmeldung: k.hunzinger@sunrise.ch / Tel.: 032 396 34 03 und frmazo@hispeed.ch / Tel.: 031 991 69 12.