Menschenopfer, Aschermittwoch, Karfreitag, und die alljährlich wiederholende fromme Stimulierung zum Judenhass. Teil 6

Glaubensimpuls 236

„Da bildete der Schöpfer, JaHuWaH, den Menschen.. und hauchte in seine Nase Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebende Seele (bekam Geist)“ (1Mo 1,7). Das heisst, der Mensch bekam Geist vom Geist JaHuWaHs. Er wurde gebildet in seinem Geist. Er wurde Bild nach dem Bilde JaHuWaHs. Darum gibt es ein besonderes Wesensmerkmal, das zu jedem Menschen gehört. Der Mensch, trägt wie JaHuWaH, Ewigkeit in sich: „Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt..“ (Pred 3,11; ). Jahushua sagte zur Frau am Brunnen Jakobs: „JaHuWaH ist Geist“ (Jo 4,24). Sein Geist ist bleibend. „Ich bin der Erste und bin der Letzte, und ausser mir gibt es keinen Retter (Jes 44,6). Das heisst JaHuWaH ist unendlich. Der Geist, der JaHuWaH ist, ist nicht gezeugt worden und zeugt nicht.

Wie könnte JaHuWaH sagen: „Und der Staub kehrt zur Erde zurück, so wie er gewesen, und der Geist (und Seele) kehrt zu JaHuWaH zurück, der ihn gegeben hat“ (Pred 12,7; Ps 90,3) und dann wieder das Gegenteil lehren? Wie könnte JaHuWaH unendlich sein und die Menschen, die alle seinen Geist in sich haben, nicht unendlich sein? Wie könnte JaHuWaH, als Geist, aus Unendlichkeit bestehen, alles Leben in sich tragen, die ganze Fülle des Lebens in sich haben und Menschen, die von seinem Geist in sich tragen, in eine immer währende Hölle verbannen und sie darin belassen – für immer getrennt von ihm? Das wäre der schrecklichste Widerspruch, den wir je gehört hätten.

Wer so glaubt, ist einem bestimmten Götzen, der eine nicht biblische Ideologie vertritt, zum Opfer gefallen. Er ist Opfer einer frommen Verirrung geworden. Dieser Götze, dieser verirrte Geist, ist aus der Ebenbildlichkeit JaHuWaHs gefallen. Er missbraucht seine Ebenbildlichkeit, d.h. seine Fähigkeit der Mitgestaltung und Weiterentfaltung der Schöpfung und seiner Talente, die nur in Gemeinschaft mit JaHuWaH dem Menschen zum Segen des Lebens gereichen. Das ist die Sünde gegen den Baum des Lebens, gegen den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.

„Da sagte die Schlange zur Frau: Keineswegs werdet ihr sterben! Sondern JaHuWaH weiss, dass an dem Tag, da ihr davon esst, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie JaHuWaH, erkennend Gutes und Böses“ (1Mo 3,4-5). Die Aussage: „und ihr sein werdet wie JaHuWaH“ will besagen, der Mensch kann Unvorstellbares erforschen, entwickeln und schaffen – d.h. er schöpft aus dem Geist JaHuWaHs und kann darin sein wie JaHuWaH. Es sind ihm darin eigentlich keine Grenzen gesetzt.

Beim Turmbau zu Babel lesen wir: „Und JaHuWaH sprach: Siehe, ein Volk sind sie, und eine Sprache haben sie alle, und dies ist der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts unmöglich sein, was sie zu tun ersinnen“ (1Mo 11,6). Das will besagen: Sie werden aus der Fülle des Lebens in JaHuWaH, aus seinem Geist, der in ihnen ist, in allen Dingen des Lebens Unvorstellbares erforschen, erkennen, schaffen, leisten, auf allen Gebieten des Lebens. Aber sie werden alles das zu ihrem Schaden, zu ihrem Untergang schaffen. Sie werden sich gegenseitig, betrügen, abhängig machen, versklaven, ausbeuten und vernichten.

Warum? Sie wollen alles das **ohne pulsierende Gemeinschaft mit ihm, JaHuWaH, ihrem Schöpfer, wirken und schaffen.** Darum ist JaHuWaH bemüht, sowohl das auserwählte Volk als auch die ganze Menschheit, die nicht auf ihn eingeht, durch Gerichte zurückzubinden an seinen Geist. (Siehe das Volk von Ninive, ein nicht israelitisches Volk, das JaHuWaH durch den Propheten Jona zur Umkehr aufforderte). Die religiöse Finsternis, die sich in dieser Welt zu festen traditionellen Ideologien entwickelt, stürzt die Menschheit in allen Bereichen des Lebens ins Chaos, die schliesslich das Leben unerträglich macht und zum Untergang führen könnte.

In der Ablehnung JaHuWaHs und seiner befreienden Heilsordnungen schuf sich der Mensch die finstersten Erlösungslehren, die man sich überhaupt vorstellen kann. Er entwickelte sich eigene Gottesvorstellungen und dazu die schauererregende Bluttheologie. Er schuf sich ein Götze, der nach einem Menschenopfer giert. Ein Götze, der nur befriedigt werden kann wenn er zusehen kann, wie dieses Opfer grausam gequält, gefoltert, und unter äussersten Schmerzen, verzweifelt und qualvoll, dahinstirbt. Er lässt sich durch nichts anderes beschwichtigen, zur Ruhe bringen, gnädig stimmen. Es gibt für die Anhänger dieser Ideologie keine unverdiente Gnade. Sie muss vor ihrem Götzen von jemandem, einem Menschenopfer, erwirkt sein. Er liess sich durch nichts anderes befriedigen, frei davon gibt es einfach keine Gnade.

Es gibt für die Anhänger dieser Ideologie keinen anderen Weg der Gnade, der Barmherzigkeit, der Vergebung der Sünden und des ewigen Lebens. Das ist die zentrale Botschaft der Karwoche, eine schändliche Botschaft, die dem Gesamtzeugnis des biblisch-prophetischen Wortes widerspricht! Der christliche Götze ist ein Blutgötze der nach Menschenblut giert und der sich als der Vater im Himmel ausgibt. Das ist die schlimmste Verzerrung des gesamtprophetischen biblischen Wortes.

Gemäss seiner Blutgier braucht jeder Mensch seine Zuwendung. Jeder Mensch, der Zeit seines Lebens, die Vereinigung mit diesem Götzen nicht persönlich, über dieses menschliche Blutopfer, bejahte, wird nach dieser Lehre in eine, von diesem Götzen erdachte Hölle, verbannt werden. Jeder muss seine Vereinigung mit ihm wollen, will er errettet werden. Darum muss sich jeder glaubensmässig durch eine Taufe, durch die regelmässige Teilnahme an die vorgegebenen Sakramente, Rituale und Gedenktage, an diesem Blutkult – geistig, gesinnungsmässig – beteiligen. Jedes Mitglied muss – geistig, gesinnungsmässig – dieser Bluttheologie dienen, sich diesem grausamen Blutritual – geistig, gesinnungsmässig – unterwerfen, so auch in der Karwoche! Er ist der Herr des Blutes und gibt sich als den ewigen Vater aus. Das ist die grösste Verführung, die es auf dieser Welt jemals gab.

Nun aber bezeugt uns die Bibel (Tanach), die Bibel Jahushuas von Nazareth, durchgehend wie wir Gemeinschaft mit JaHuWaH haben können und wie wir Vergebung unserer Sünden erfahren dürfen. Eines steht hundertprozentig fest. Kein einziges Mal sprechen die Propheten von der Forderung JaHuWaHs nach dem Blutopfer eines Menschen. Sie reden nie von der Forderung eines Menschenopfers. Sie reden auch nie vom Kommen eines Zwitterwesens, d.h. von einem Wesen, das sowohl als wahrer Gott – und – zugleich als wahrer Mensch, vom Himmel auf die Erde herabkommen würde um die Menschheit durch seine bitteren Leiden und seinen qualvollen Tod zu erlösen, um dann gleich wieder in den Himmel hinaufzufahren, um sofort wieder (Naherwartung) auf den Wolken zu erscheinen und die Christen in den Himmel zu entrücken, während die Juden, mit allen Übeltätern der Welt, hier auf Erden, schrecklichen Leiden ausgesetzt sein werden bis sich schliesslich einige zur christlichen Ideologie bekehren werden, während die andern, vor allem die Juden, in die immer währende Hölle geworfen werden. Das ist die typisch religiöse Philosophie, bzw. Ideologie, antiker verirrter Völker. Bei allen antiken Völkern finden wir diese religiöse Ideologie in irgend einer Form. Also, kein einziges Mal bezeugt die Bibel (Tanach), dass JaHuWaH jemals ein so schreckliches Opfer forderte und solche Philosophien vorgab.

Das Volk Israel wurde nach rund 400 Jahren aus der Sklaverei Ägyptens herausgeführt. Das ist eine sehr sehr lange Zeit. Während dieser Zeit lebten die Israeliten unter Götzendienern. Der vielschichtige götzendienerische Einfluss, während einer so langen Zeit, kann nicht einfach so von heute auf morgen abgestreift werden. Die Hinschlachtung des erstgeborenen Sohnes war eine uralte religiöse Praxis, die fast allen Völkern gemeinsam war. Bedenken wir Folgendes: Im Land Kanaan gehörten die Gräuel der Menschenopfer zur tiefsten religiösen Tradition und Kultur. Sie prägten das ganze Land, das JaHuWaH Abraham, als Zeichen des Bundes, versprach und von wo aus einmal die ganze Menschheit zur Wiedergeburt im Glauben Abrahams gelangen wird (vgl.Jes 2,2-5; Sach 2,14ff u.a.m.).

Da hinein sandte JaHuWaH sein auserwähltes Volk. Gerade weil dieses Land die schlimmsten Gräuel unter allen Völkern trieb und an Bosheit und Zerstörung nicht mehr zu übertreffen war, sollte sein Volk da hinein gehen um das Land zu heiligen. JaHuWaH gebot ihnen nichts von diesen Gräueln zu tun: „Und von deinen Nachkommen sollst du nicht einen hingeben, um sie dem Moloch durch das Feuer gehen zu lassen. Und du sollst den Namen des JaHuWaH, deines Retters, nicht entweihen. Ich bin JaHuWaH“ (3Mo 18,22). JaHuWaH war barmherzig und bot ihnen eine vorübergehende Lösung an.

Als Übergangslösung forderte JaHuWaH den erstgeborenen Sohn für sich, d.h. er forderte die Erstgeburt von Mensch und Tier als Gabe für ihn (2Mo 13,2.12f; 22,28f; 34,19f; 4Mo 3,1ff; 18,15; 5Mo 15,19). Aber er forderte unmissverständlich klar, dass die die erstgeborenen Söhne, im Unterschied zu den Tieren, nicht geopfert werden durften, sondern unbedingt durch ein Tieropfer ersetzt (ausgelöst) werden mussten. Die Erstgeborenen mussten durch den Kohen, den Priester, ausgelöst werden. Auf Menschenopfer lag die Todesstrafe (3Mo 20,2; 5Mo 18,10 u.a.). Das war nur eine vorübergehende Lösung, bis auch die Tieropfer eine Ende haben sollten. Schon Abraham, den JaHuWaH aus diesem Götzendienst herausführte, musste schrittweise verstehen lernen, dass JaHuWaH keine Menschenopfer will (vgl. 1Mo 22,1-19). Wunderbar,nicht wahr?

Die Theologie der Menschenopfer, der Opferung des erstgeborenen Sohnes, war so tief in Kanaan verwurzelt, dass sogar Könige diesem Blutkult nicht widerstehen konnten und sich ihm hingaben. Von König Ahas wird uns berichtet: „Er liess sogar seinen Sohn durchs Feuer gehen nach den Gräueln der Nationen, die JaHuWaH vor den Söhnen Israel vertrieben hatte“ (2 Kön 16,3). Ebenso lesen wir von Manasse: „Und er liess seinen Sohn durchs Feuer gehen, und er trieb Zauberei und Beschwörung und liess sich mit Totengeistern und Wahrsagegeistern ein“ (2 Kön 21,6). Später klagt der Psalmist: „Und sie opferten ihre Söhne und ihre Töchter den Dämonen, vergossen unschuldiges Blut, das Blut ihrer Söhne und Töchter, die sie den Götzen Kanaans opferten. So wurde das Land durch die Blutschuld entweiht. Sie verunreinigten sich durch ihre Werke und hurten durch ihre Taten“ (Ps 106,37-39).

Mit diesem schändlichen Moloch- und Baalskult zogen Könige die schlimmsten Gerichte JaHuWaHs auf sich und das Volk: „Fürwahr, trügerisch klingt von den Hügeln das Getöse der Berge; fürwahr, nur in JaHuWaH, unserem Retter, ist das Heil Israels! Denn die Schande hat den Erwerb unserer Väter gefressen von unserer Jugend an, ihre Schafe und ihre Rinder, ihre Söhne und ihre Töchter. In unserer Schande müssen wir daliegen, und unsere Schmach bedeckt uns! Denn wir haben gegen JaHuWaH, unserem Retter, gesündigt, wir und unsere Väter, von unserer Jugend an bis auf diesen Tag, und wir haben nicht auf die Stimme JaHuWaHs, unseres Retters, gehört“ (Jer 3,24-25).

Wie gesagt, in Kanaan und bei den umliegenden Völkern, gehörte das Opfern eines Menschen zur Kultur. Durch die Opferung des Sohnes, oder eines der Kinder, sollte die Gottheit versöhnt werden, ihre Zuneigung sollte erwirkt werden, Unglück und Katastrophen jeder Art sollten dadurch verhindert werden. Die gottheit sollte gnädig und versöhnlich gestimmt werden. Das war eine nicht wegzudenkende tiefsitzende religiöse Macht, die zu jene Denk- und Lebenskulturen gehörte: „Als aber der König von Moab sah, dass ihm der Kampf zu heftig war, nahm er 700 Mann mit sich, die das Schwert zogen, um gegen den König von Edom durchzubrechen; aber es gelang ihnen nicht. Da nahm er **seinen erstgeborenen Sohn, der an seiner Stelle König werden sollte, und opferte ihn als Brandopfer auf der Mauer.** (2Kön 3,26-27).

Von diesem Geist der religiösen Opfer- und Sühnesucht waren die Gründer und Väter des Christentums, von ihrer religiösen Herkunft her, wie besessen – durch und durch geprägt. Darum weigerten sie sich die Regeln des Lebens aus dem Munde JaHuWaHs anzunehmen, die er durch den Mund der Propheten und Jahushuas von Nazareth verkündete. Diese religiöse Opfer- und Sühnesucht treibt das Christentum jedes Jahr von neuem an. Wie eine neue Welle, wie ein Tsunami, entfaltet sich dieser „Opferkult“, dieser „Opferrausch“, alljährlich neu. Es wird bis in die Details daran erinnert, wie sehr die christliche Gottheit diesen Weg fordert. Damit wird in den Köpfen und Herzen ihrer Anhänger – nach Art der Hirnwäsche – alljährlich eine neue unberechenbare Dynamik, ein neues Mass an innerer Zerstörung, in Gang gesetzt. Zurück bleibt nichts als Judenhass und rassistische Verwüstung in den Köpfen und Herzen der Menschen, deren Auswirkungen nicht ausbleiben. Wer will das wie und wann verantworten? Wer stellt sich dieser Verantwortung, und zieht die Konsequenzen – gemäss Weisung der Bibel Jahushuas?

Was lehrt uns wunderbare Wort JaHuWaHs? Wie ein Magnet zieht der Geist die Menschen zu sich zurück. Das kann nach der biblischen Lehre über die Wege von kleinen bis zu umfangreichen schrecklichen Gerichten der Wiederherstellung gehen. Ein anderes Zeugnis finden wir im prophetischen Gesamtzusammenhang der Bibel nicht. Alle Menschenwesen werden vollkommen in das Wesen JaHuWaHs zurückgeführt werden: Das ist der Dienst der Heiligen, d.h. der gläubigen Juden: „Aber die Heiligen (das auserwählte Volk) des Höchsten werden das Reich empfangen, und sie werden das Reich besitzen bis in Ewigkeit, ja, bis in die Ewigkeit der Ewigkeiten“ (Dan 7,18). „Ich habe bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen, ein Wort, das nicht zurückkehrt: „Ja, jedes Knie wird sich vor mir beugen, jede Zunge mir schwörenund sagen: Nur in JaHuWaH ist Gerechtigkeit und Stärke. Zu ihm wird man kommen, und es werden alle beschämt werden, die gegen ihn entbrannt waren. In JaHuWaH werden gerecht sein und sich rühmen alle Nachkommen Israels“ (Jes 45,23-25).

Noch einmal! Erinnern wir uns an die wunderbaren biblischen Zeugnisse, die ich im letzten Gim schon zitierte: „Und der Staub kehrt zur Erde zurück, so wie er gewesen, und der Geist (und Seele) kehrt zu JaHuWaH zurück, der ihn gegeben hat“ (Pred 12,7). „Du lässt den Menschen zum Staub zurückkehren und sprichst: Kehrt zurück, ihr Menschenkinder!“ (Ps 90,3). Diese Botschaft ist und bleibt umwerfend! Sie ist das Evangelium, das uns umhaut!!

Im Geiste dieser Botschaft grüsse ich alle herzlich und wünsche allen einen gesegneten Shabbat. Shalom!

Gregor Dalliard