„Wenn dann jemand zu euch sagt: Siehe , hier ist der Gesalbte (Christus), oder dort! so glaubt ihnen nicht.“ (Mt 24,23)

Glaubensimpuls 35

Der Leib Jahshuas bestand in seinen Anfängen nur aus herausgesonderten Juden. Fundament und Kennzeichen ihres Glaubens- und Wahrheitskriteriums  war das zusammenhängende  profetische Wort in Mose, Profeten und Schriften, also allein die Bundesschriften (AT). Das war ihr Kriterium von Anfang an. Die Bekenntnisschriften (NT) gab es zu jener Zeit noch nicht. Jahshua selbst und die Apostel wiesen darauf hin, dass allein  diese Schriften  Ausgangspunkt aller Verkündigung und Lehre bleiben müssen und alle Lehre und Verkündigung allein darauf aufzubauen ist. Das war ihr   spezielles Kennzeichen um wahre und falsche Lehre (Lehrer) voneinander unterscheiden zu können, um den echten Mashiach (Gesalbten Jahwehs, Christus) von einem falschen unterscheiden zu können.

Die Israeliten, und damit auch die Juden, waren als gesamtes zwölfstämmiges Volk von Jahweh, dem himmlischen Vater selbst, als das geringste Volk, aus allen Nationen auserwählt und ausgesondert worden (vgl. 2. Mo 4,22-23; 5. Mo 7,6-8 u.a.m.). „Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein“ (2. Mo 19,6). Dazu gibt es eine ganze Reihe von  Parallelstellen. Was wir wissen sollten, um Missverständnisse zu vermeiden, heilig sein heisst von  einem Auftraggeber ausgesondert sein und zwar zur Erfüllung eines  von ihm bestimmten Auftrags. Zum Wort ausgesondert (heilig) sein gehört untrennbar das wichtige Wörtchen treu.

Hinzu kommt die Tatsache, dass Jahweh bleibend, also für alle Zeiten, an dem von ihm einseitig geschlossenen Bund mit Abraham (vgl. 1. Mo 12) und den damit verbundenen Zusagen und Verheissungen an das  Zwölfstämmevolk (Same Abrahams) und dessen Milliarden Nachkommen festhält. Die Verheissungen sind an vielen Stellen der Bibel bezeugt.  Jahweh beruft sich durch die ganze Heilsgeschichte hindurch immer wieder auf diesen Bund. Auch heute noch! Trotz der Tatsache, dass Milliarden von Nachkommen der „verloren“ zehn Stämme (auch Ephraim genannt) und Millionen assimilierter Juden (aus dem Stamme Juda, Benjamin und Leviten) als Heiden in der Welt leben, die kaum oder nichts mehr von ihrer Nachkommenschaft Abrahams und den damit verbundenen und verbindlichen Verheissungen wissen. Dazu gehören auch verweltlichte Juden im heutigen Israel, die keine Beziehung mehr zu ihrer Erwählung und Berufung haben oder haben wollen.

Was der himmlische Vater Jahweh zu Abraham sagte, gilt für das ganze Zwölfstämmevolk und deren Nachkommen und zwar bleibend, für alle Generationen und Zeiten: „..in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde“ (1 Mo 12,3). „Heilige Menschen (ausgesonderte, gegen jegliche Form von Götzendienst in Lehre und Praxis) sollt ihr mir sein“ (2 Mo 22,30). Das auserwählte Volk ist als priesterliches Volk vom himmlischen Vater Jahweh dazu erwählt und berufen alle Menschen zu der von Jahweh verordneten Beziehung und Anbetung zu führen, damit sie den Namen Jahweh nicht dem Spott der Heiden preisgeben und keinem falschen Mashiach (Messias) ausbeutend zum Opfer fallen. Ebenso soll die Menschheit durch sie  allezeit an die lebensnotwendigen Ordnungen Jahwehs erinnert werden und so vor Anarchie und Untergang bewahrt bleiben. Da der Grossteil  des auserwählten Volkes diese Berufung und priesterliche Aufgabe im Laufe der Geschichte nicht immer wahrgenommen hat, gingen viele von ihnen  durch schwere Gerichtszeiten hindurch. Zum Teil immer noch. Wir finden im biblisch-profetischen Wort viele Aussagen von Gerichtsankündigungen, falls sich das auserwählte Volk seiner Stellung und der damit verbundenen Verantwortung entziehen sollte.

Doch wie ich in früheren Glaubensimpulsen (Abkürzung: Gim) hingewiesen habe, bewahrte sich der himmlische Vater durch alle Zeiten hindurch einen treuen Überrest, der dem Wort in der Thora und den Profeten treu geblieben ist. Ansonsten wäre durch die Kirche, die einen völlig neuen Mashiach (Christus) entwickelte, den sie bis heute verkündigt, und aus dessen Grund sie die Thora zu vernichten suchte, das profetisch zusammenhängende Wort völlig zerstört worden. Es wäre für immer vom Erdboden verschwunden. Wir wären dem falschen Mashiach der Kirche, der sich sowohl in der versteckten als auch in der offenen Machtposition des Papsttums, bzw. des Vatikans und seiner Agenten  (Mönch- und Priestertum),  in Politik und Liturgie manifestiert, völlig ausgeliefert – wie im dunkeln Mittelalter.

Das ist ein wesentlicher Grund für tägliche Danksagungen. Betrachten wir die geschichtlichen Zusammenhänge und die grauenvollen Bedingungen unter denen dieser jüdische Überrest immer wieder zu leben hatte, dann können wir von einem einzigartigen Wunder seiner Gnade sprechen, dass der himmlische Vater diesen gläubigen Überrest von Juden bis heute hindurch getragen hat.

Wenn wir sagen, dass der Leib Jahshuas anfänglich nur aus herausgesonderten Juden bestand, ist damit im biblisch- profetischen Zusammenhang nicht gesagt, dass die Juden, die nicht zum Glauben an Jahshua fanden schlechter oder sogar von Jahweh für immer verdammt worden sind. Tragischerweise sprachen zuerst Kirchenväter die Verdammnis über alle Juden aus, die nicht an den von der Kirche neu entworfenen und später dogmatisierten Christus glaubten. Die meisten hielten an dem profetisch bezeugten Mashiach (Christus) fest. Die Kirchenväter, die Begründer des Kirchentums, nehmen einen äusserst tragischen und traurigen Platz in der Menschheits- und Heilsgeschichte ein. Ihrer Philosophie, Theologie und Politik sind mindestens 200 Millionen Menschen zum Opfer gefallen, abgesehen von den zahllosen Millionen, die dadurch in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Wie sehr hatten doch sowohl der himmlische Vater Jahweh und die Profeten als auch Jahshua und die Apostel vor einer Loslösung von seinem heilsgeschichtlich-profetischen Wort und von der Loslösung seines auserwählten Volkes und dessen Dienst gewarnt. Wie oft wiesen sie auf die schwerwiegenden Konsequenzen und Folgen hin: „..und du sollst ein Segen sein! Und ich will segnen, die dich segnen (beim profetischen Wort Jahwehs bleiben), und wer dir flucht (sich vom profetischen Wort löst), den wede ich verfluchen..“ (1. Mo 12,2-3; vgl. Röm 11,16ff u.a.m.).

Eine Frucht der Loslösung von dem Willen des himmlischen Vaters sind grössere und kleinere Namens- und Textveränderungen in den Bekenntnisschriften (NT), die dann der aufmerksame, im profetischen Wort gegründete, Bibelleser als widersprüchlich erkennt.

Es fällt uns auf, dass in den Bekenntnisschriften (NT) von den eigentlichen Feinden Jahshuas, den Sadduzäern, kaum berichtet wird. die Partei der Sadduzäer ist aus der Zeit des Zweiten Tempels entstanden. Der Name leitet sich vom Priestergeschlecht Zadok ab. Zu ihnen gehörten vor allem Priester. Wie ich im letzten Gim erwähnte, bestimmten sie den Tempeldiest, auch noch zur Zeit Jahshuas und der Apostel. Die Sadduzäer sind zusehends von der griechischen Denkweise (Hellenismus) unterwandert worden und schliesslich darin aufgegangen. Nach der Zerstörung des Tempels im Jahre 70 n.u.Z. ist ihr Einfluss völlig erloschen.

Als die Bekenntnisschriften (NT) von den Kirchenvätern und Papst Damasus – zwecks Kanonbildung – geordnet und teilweise weiter dem theologischen Stand der Kirche angepasst wurden, gab es schon lange keine Sadduzäer mehr, während die Pharisäergemeinschaften, die Freunde Jahshuas, nach dem Jahr 70 n.u.Z. zu grosser Glaubensblüte erstarkt sind. Dies trotz schwerster Verfolgungen von Seiten der römischen Herrscher und der sich von den Wurzeln des profetischen Wortes loslösenden Gemeinden. Da die Sadduzäer als die eigentlichen Feinde Jahshuas nicht mehr existierten, machten die späteren antijüdischen Sammler der Bekenntnisschriften (NT) ganz einfach die Freunde Jahshuas, die Pharisäer, Schriftgelehrten und  Ältesten zu dessen Feinden.

Sie standen den Kirchenvätern, im Ringen nach Anerkennung bei den heidnisch-römischen Kaisern und der späteren politischen Machtergreifung im Weg. Die gläubigen Juden bewahrten  den römischen Besatzern gegenüber ihr Glaubensgut und ihre Glaubensüberzeugung, während die hellenistische Kultur und Tradition den Römern gegenüber versagt hatte. Dies weckte zusätzlich den Neid und die Eifersucht. Aus diesen Kreisen kamen ja vorwiegend die führenden Leiter der nachapostolischen Versammlungen. Die Juden wurden als starke religiöse Konkurrenz empfunden, die es auszuschalten galt. Später musste auf Druck der christlich-römischen Bischöfe die kaiserliche staatliche Gewalt die Juden verfolgen und wenn möglich ausrotten. Das war der erste Endlösungsversuch der Juden, durch die neue verheidete trinitarisch- christliche Kirche!

Es ist weder den Kirchenvätern noch den früh- und spätmittelalterlichen Kirchenführern gelungen die Endlösung der Juden durchzusetzen, selbst dann nicht, als die kirchliche Führung im Vatikan und die Bischöfe Deutschlands, als deren unmündige und willkürliche Handlanger, Hitler mächtig unterstützten, um sich dann „rechtzeitig“ von ihm zu distanzieren, als das Mass der Greuel, wenn es ein solches überhaupt gab, erreicht war.

Für die christlichen, bzw. von der kirchlichen Kultur und Denkweise geprägten Menschen und Völker ist es kaum möglich sich von diesem wurzellosen, völlig verkehrten Antimessias-Geist (in unserem Sprachgebrauch Geist des Antichrist) zu lösen. Denn dieses Denken widerspricht dem geoffenbarten biblisch-profetischen Wort in den Bundesschriften (AT) und damit der Lehre des wahren Jahshua HaMashiach (in unserem Sprachgebrauch: Jesus dem Christus) und der Lehre der Apostel. Jahshua selbst war als Profet, Befreier und Erlöser ein Jude und zwar mit Haut, Haar und Knochen. Daran kann keine kirchliche Philosophie und Lehre etwas ändern. Vergleichen wir dazu nur das einfache aber klare profetische Bekenntnis des Mose und des Apostels Kefa (Petrus) in 5. Mo 18,15.18 und Apg 3,21-25 !!, dann stehen wir mitten im heilsgeschichtlichen Knackpunkt der Person und Stellung Jahshuas.

Jahshua war ein frommer treuer Pharisäer und wurde Rabbi genannt. Darum durfte er in der Beth HaKnesseth (Synagoge, Gebetshaus) aus der Thora und den Profeten vorlesen und den Text kommentieren, auslegen (vgl. Lk 4,20). Wäre seine Abstammung nicht einwandfrei als Sohn Josefs nachgewiesen gewesen, hätte er niemals Rabbi sein können. Er hätte niemals im Tempel oder in der Beth HaKnesseth (griech. Synagoge) lehren und Bibel auslegen dürfen.

Wie ich schon in früheren Gim darzulegen versuchte, wurde Jahshua vom Vater gesandt um das Verlorene des Hauses Israel zu sammeln, das Verlorene aus dem Samen Abrahams, dem die Verheissungen zugesprochen sind. Jahshua und die Apostel bestätigen diese heilsgeschichtliche Tatsache. Lasst mich noch einmal einige Zeugnisse zitieren. Jahshua bezeugt: „Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel“ (Mt 15,24). „Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte  (thoratreue Juden) zu rufen, sondern Sünder“ (Mt 9,13). „Und ich habe andere Schafe („verlorene“ zehn Stämme), die nicht aus diesem Hof (Juda) sind; auch diese muss ich bringen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde, ein Hirte sein.. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist grösser als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben“ (Joh 10,16.29).  Zu den Jüngern sagt er: „..geht aber vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel“ (Mt 10,6). Der Schreiber des Hebräerbriefes bezeugt: „Denn er nimmt sich doch wohl nicht der Engel an, sondern der Nachkommenschaft Abrahams (des Samens der Verheissung) nimmt er sich an“ (Hebr 2,16). Shaul bestätigt: „..und die beiden (Juden und verheidete Israel-Nationen) in einem Leib mit Jahweh zu versöhnen“ (Eph 2,16). Dabei geht der Auftrag und die Aufforderung an die verheideten (Israel-)Nationen, zurück zum Wurzelstock Judas zu kommen (vgl. Röm 11,17ff; Eph 2,12; 3,6 u.a.m.) Vergleichen wir hierzu noch andere Aussagen, die sich mit dem profetischen Wort decken: Mk 2,17; Lk 5,32; 15,7; 19,10; Joh 12,47-52; Apg 15,7.14; Röm 11,25-26 u.a.m.

Sendung und Ziel Jahshuas war die Wiederherstellung des Samens Abrahams, dem die Verheissung der Erstlingsschaft zugesagt ist. Das Kirchentum aber beruht auf der antijüdischen, bzw. antisemitischen  und damit antimessianischen Philosophie und Theologie. Damit stellt die Kirche den Antimessias, den falschen Messias dar (in unserem Sprachgebrauch ist sie der Antichrist).

Was hat das Christentum aus dem Profeten und Erlöser Jahshua  (Jahweh Shua, Jahweh rettet) gemacht? Er ist von den Kirchen zur zweiten Gottheit eines Dreipersonengottes gemacht worden, d.h. er ist zu einer geradezu unheimlichen Zwitterfigurg entstellt worden, so wie wir sie in den heidnischen Darstellungen, in den babylonischen, ägyptischen, griechischen und andern Traditionen immer wieder dargestellt finden.

Jahshua ist durch die Kirchenväter, und später durch die Päpste, aus der  vom himmlischen Vater Jahweh gesetzten Erwählung, Berufung und Bestimmung und damit  aus seinem heilsgeschichtlichen Jude sein komplett herausgerissen worden. Er wird von den Grosskirchen, die alle auf der Theologie der Kirchenväter aufbauen, aus deren Gedankengut heraus verstanden und gelehrt. Selbst Freikirchen und unabhängige Gemeinschaften lassen sich in Grundfragen des Glaubens, wie etwa der Trinitätslehre, von den Kirchenvätern statt vom geoffenbarten Wort Jahwehs leiten. Wir haben es also in den Kirchen mit einem entjudaisierten mythischen Jahshua zu tun, d.h. mit einem Jahshua, der aus dem biblisch-profetischen zusammenhängenden Wort gerissen ist. Auch er hat seinen Leib. Dieser Leib ist die Kirche. Dieser Antimessias, den die Kirche darstellt, ist ganz einfach aus seiner Theologie und Lehre zu erkennen, die dem israelitisch-jüdischen profetischen Wort in Mose und den Profeten und damit dem wahren jüdischen Jahshua und den Aposteln widerspricht.

Der wahre Leib Jahshuas wird von dem profetischen Wort in Mose und Profeten durchströmt. Der falsche Leib, der Leib des Antimashiachs, des Antimessias (Antichrist) nährt sich vom Denken und den Lehren der Kirchenväter und  schöpft aus den Lehren des Papsttums. Die Lehren des Papsttums sind auf der Lehrbasis der Kirchenväter aufgebaut. Für diesen Leib nehmen darum die Bekenntnisschriften (NT) einen höheren Stellenwert ein als das Fundament unseres Glaubens, nämlich die Bundesschriften (AT), auf denen der echte Leib Jahshua aufgebaut sein muss. Es ist darum nicht verwunderlich wenn die Kirchen, Päpste, Pfarrer, Pastoren, Prediger und andere Vorsteher von christlichen Gemeinschaften das sogenannte „Neue Testament“ offen als etwas völlig Neues verkündigen. Von einem neuen Bund, den Jahweh über Jahshua mit einem neuen Gebilde, das sich Kirche nennt, schliessen würde, nachdem angeblich die Juden ihren Jahshua  verworfen hätten, finden wir in keinem profetischen Zeugnis.

Würden die Bibelleser demütig und ohne Vorurteile die Bibel von Anfang an, von den ersten Seiten an, auf ihren profetischen Gehalt und Zusammenhang hin lesen und auf Herz und Nieren prüfen, würden sie erkennen, dass Jahweh nie einen neuen Bund mit einem heidnisch-hellenistischen Kirchentum vorherverkündigt hat. Er spricht vielmehr durch seine Profeten von der Erfüllung seines Bundes durch sein auserwähltes Volk. Das Problem liegt einfach in der radikal antijüdischen Denkweise der Kirchenväter und der entsprechenden Überarbeitung neutestamentlicher Texte, die aus dem profetischen Zusammenhang gerissen sind.

Wenn sich das Kirchentum in Aufbau und Lehre als der Antimashiach, der Antimessias, der Antichrist darstellt, so heisst das nicht, dass alle Kirchenmenschen schlechte Menschen sind. Es gibt Millionen von  vorbildlichen Menschen in diesen Kirchen, Freikirchen und Gemeinschaften, die aber  als Ahnungslose und Unwissende dahintreiben. Selbst ernsthafte freikirchliche Menschen treiben in der Dogmatik der katholischen Kirche dahin, wie z.B. in der Lehre eines Dreipersonengottes, des Sonntags, Sonntagsauferstehung, Ostern, Weihnachten, einer immerwährenden Höllenlehre u.a.m.

In den ersten Jahrzehnten bestand also der Leib Jahshuas nur aus herausgesonderten Juden. Berichte über dieses einzigartige und eindrucksvolle Geschehen finden wir in der Apostelgeschichte. In meinem letzten Gim habe ich darauf hingewiesen. Das letzte Zeugnis diesbezüglich vermittelt uns etwas sehr Wichtiges aus dem brüderlichen Gespräch, das zwischen dem Apostel Jakob und Shaul am Feste Shawuoth (Pfingsten) im Jahre 56 n.u. Z. in Jerusalem stattgefunden hat. Ich möchte uns diesen wichtigen Ausschnitt, es ist nur ein Satz, aus diesem einzigartigen Gespräch mit grosser Freude noch einmal zu Herzen führen: „Du siehst, Bruder, das Zehntausenden (Myriaden) der Juden es gibt, die gläubig (d.h. die glauben, dass der Jeshua von Nazareth der Jahshua ist) geworden sind, und alle sind Eiferer für das profetische Wort (Thora, Lehre und Weisung Jahwehs)“ (Apg 21,20b).

Der Leib Jahshua bestand also im Jahre 56 n.u.Z. schon aus zehntausenden (Myriaden) mashiachgläubigen Juden. In unserem Sprachgebrauch sagen wir messianische Juden. Das Wort Messias leitet sich vom aramäisch-hebräischen Wort Mashiach ab, was besagen will, dass die betreffenden Personen von Jahweh für einen bestimmten Dienst beauftragt, autorisiert und zur Ausführung befähig worden sind oder weden, was auch gesalbt sein heisst. Denjenigen, die dem Auftragbringer (Botschafter) glauben und damit seine Botschaft (Evangelium) aufnehmen, weil sie vom Auftraggeber, dem himmlischen Vater, vor Grundlegung der Welt dazu erwählt und vorher erkannt worden sind (vgl. Röm 8,28-30), wurden nicht selten mit dem Namen des Auftraggebers identifiziert.  So nannte man später in Antiochien alle Juden und alle aus den verheideten und von Jahshua und den Aposteln Zurückgerufenen aus den (Israel-)Nationen, die dem Messias Jahshua glauten, die des Mashiachs ( deutsch heisst das: die des Gesalbten, lateinisch und griechisch: die des Christus, bzw. die des Christos).

In  der Freude über diesen Reichtum des geoffenbarten profetisch-heilsgeschichtlichen Wortes unseres himmlischen Vaters Jahweh, grüsse ich alle mit einem herzlichen Shalom uvracha (Friede und Segen). Shabbat Shalom!

Gregor