“Fragt nach JaHuWaH und seiner Stärke, sucht sein Angesicht beständig!” (Ps 105,4). Teil 2

Glaubensimpuls 254

“Siehe, ich wirke Neues! Jetzt sprosst es auf. Erkennt ihr es nicht?..” (Jes 43,19). Es sind Worte, die der Prophet Jeshajahu (Jesaja) in einer ausserordentlich schweren Zeit, in einer Zeit voller Hoffnungslosigkeit zum auserwählten Volke gesprochen hatte. Die Gläubigen des auserwählten Volkes wurden durch diese Worte aufgerichtet, denn sie knüpften an die Verheissung an, die Abraham gegeben worden war: “..und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!” (1Mo 12,3b). Sie wussten, dass diese Verheissung noch nicht erfüllt sein konnte. Also fassten sie inmitten der verzweifelten Lage neue Lebens- und Glaubenskraft. Die Propheten, die im Angesicht JaHuWaHs lebten, erinnerten das auserwählte Volk in eindrucksvollen Weisen und mit überraschenden, anschaulichen Mitteln an diese Verheissung, die zugleich auch Verpflichtung war. Es ist bewundernswert wie sie durch diese Verheissung an Abraham immer wieder aus den verzweifelsten Lebenslagen herausfanden und den Segen der Verheissung durch alle Generationen hindurch hier und dort zum Blühen brachten.

Sind unsere Tage ebenso voller Hoffnungslosigkeit? Steht ein Weltchaos vor unserer Tür? Viele Menschen die versuchen aus dem biblischen Wort zu leben oder die die Bibel, auch die christliche “Bibel”, das sogenannte “Neue Testament”, als ihren Wegweiser betrachten, empfinden das jedenfalls so. Die Wirtschaft und die Weltfinanzen bewegen sich auf wackeligen Beinen. Die Verständigung unter den führenden Politikern droht auseinanderzubrechen. Religionsführer machen Front. Westeuropa wird zunehmend von islamistischen Schreckenstaten überumppelt und erschüttert. Viele trauern um ihre abgeschlachteten liebsten Mitmenschen. Das Leid der zurückgebliebenen, entstellten und verkrüppelten Menschen reisst die Angehörigen zu Boden. Die Behörden stehen diesen Schrecken weitgehend machtlos gegenüber. In vielen Freikirchen und christlichen Gemeinschaften wird darin das Zeichen der nahen Wiederkunft ihrer zweiten Gott-Person, des Jesus-Gottes, den die Kirchenväter schufen, gesehen. Ein junger Familienvater, der zusätzlich noch in beruflichen Schwierigkeiten geraten ist, sagte mir: Wir warten jeden Tag auf die Wiederkunft Jesu und auf unsere Entrückung. Der ganze weltliche Spuk wird für uns bald ein Ende haben, denn es ist kaum noch auszuhalten. Jeden Tag beten und singen wir mit den Kindern und flehen Jesus an, dass er heute noch kommen möge. Der Herr steht vor der Tür und holt uns in seinen Himmel hinauf. Wir werden es nur noch schön haben.

Der junge Familienvater ist Opfer der Kirchentheologie des Paulus, d.h. der Kirchenväter, die den Juden Jahushua zu einem heidnischen Jesus-Gott machten und anbeteten. Sie vermischten den biblischen, israelitisch-jüdischen Auferweckungsglauben mit heidnischen Reinkarnationen (Auferstehungstraditionen). Sie vermischten damit das biblisch verheissene künftige Friedensreich mit der sofortigen Wiederkunft des Jesus-Gottes und der Entrückung jener, die an ihn glauben, hinauf in sein Reich des Himmels. Das kommende, biblisch verheissene Friedensreich wird aber, gemäss Propheten, unter der Führung des auserwählten Volkes hier auf Erden sein. Es wird weitgehend die Erfüllung der Verheissungen an Abraham sein: “..und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!” (1Mo 12,3b). Wir nehmen diesem jungen Familienvater, und Millionen von freikirchlich denkenden Menschen, die in den Traditionen der Kirchenväter, die sich im “Neuen Testament” niedergeschlagen haben, gefangen sind, keineswegs übel. Es ist eindeutig nicht der biblisch prophetische Weg den er beschreitet. Der biblisch prophetische Weg ist und bleibt voller Hoffnung, selbst inmitten aller Untergangsstimmung.

Die Kirchenväter hebelten diese Verheissung an Abraham aus. Warum? Weil sie an die sofortige Entrückung der “Gemeinde” glaubten. Das bestätigt uns das “Neue Testament” vielfältig. **Sie waren nur noch auf den Himmel ausgerichtet. Doch die Entrückung fand nie statt. Das katholische und orthodoxe Kirchentum hielt aber an dieser paulinischen Irrlehre fest: alles muss hier auf Erden als abgestorben gelten. Der Mensch dieser Erde hat gleichsam nur noch im paulinischen, phantasiereichen Himmel zu leben um nicht in die Hölle zu fallen. Die Erde und alle ihre Bereiche, in denen der Mensch lebt, wurden ausgeklammert, als vom Teufel gewirkt gelehrt. Die ganze Erde und alles was sich auf ihr tut ist sowieso der Vernichtung anheimgestellt. Der aufkommende Zölibat, das Mönchtum, der Mönchsstaat Vatikan forderte von den Unterworfenen übermässigen Abgaben an Gelder, Immobilien, Erbschaften und Güter jeder Art. Ebenso forderten die Klöster für den Bau ihrer mächtigen und kostspieligen Dome und Basiliken, Kirchen und Kapellen unmenschliche Abgaben. Sie sollten das Abgestorbensein der Welt gegenüber zum Ausdruck bringen. Fast zwei Jahrtausende vielen die nachfolgenden Generationen, deren Vorväter sich der Vatikan mit religiöser Gewalt unter die Nägel riss, auf den Vatikan ein, waren ihm hörig – auch wir gehörten zu ihnen!

Der Vatikan und andere Kirchenführer bereicherten sich unermesslich, denn sie waren der Welt nicht abgestorben. Sie wussten und wissen es klar, dass nie ein Jesus-Gott kommen wird und dass auch nie eine Entrückung stattfinden wird. Sie kennen die Bibel im Verborgenen ganz gut. Doch sie sollte aus der Welt verschwinden – samt den Juden. Die unterworfenen Menschenmassen sollten nie erfahren wer JaHuWaH ist und welches seine tragfähigen Lebensordnungen sind. Die Menschen sollten dem Vatikan nie hinter die Karten schauen dürfen. Ihrer zügellosen Herrschaft sollte, gemässs ihrer Gier und ihrer unersättlichen religiösen Lust nach Unterdrückung und Ausbeutung der fromm gemachten Menschen, keine Grenzen gesetzt werden. Die grauenvollen Inquisitionen und Folterungen einer Masse von Menschen können heute nicht mehr einfach so unter den Teppich der Geschichte gekehrt werden. Sie hatten keine Beziehung zur Schöpfung und allen ihren wunderbaren Einrichtungen wie sie JaHuWaH, der Schöpfer Himmels und der Erde, dem auserwählten Volk anvertraut hatte. Mit Füssen traten sie die Würde des Menschen und die wunderbaren Ordnungen des Lebens. Bis heute lassen sie davon nicht ab, der Schein trügt! Liturgien und Kleider, Kunst und Auftreten weisen auf ihr angeblich himmlisches Wesen hin.

Nun aber fordert uns JaHuWaH über seine Propheten auf: “Fragt nach JaHuWaH und seiner Stärke, sucht sein Angesicht beständig!” (Ps 105,4). Das heisst nach dem biblischen, und damit nach dem prophetischen Gesamtzeugnis, verwirklicht den Willen des Vaters im Himmel auf dieser Erde, in dieser Welt. Lebt den Willen des Vaters voll und ganz in dieser Welt. Das war auch klar und unmissverständlich die Botschaft Jahushuas von Nazareth. Dabei geht es um zwei wesentliche Punkte im Leben dessen der nach dem Angesicht JaHuWaHs fragt. Erstens hält JaHuWaH nichts von religiösen Liturgien, vorgekauten frommen Gebeten, Sakramentsritualen und was immer damit zusammenhängt. Was die Propheten lehrten, das lehrte auch Jahushua von Nazareth: “Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen; denn sie meinen, dass sie um ihres vielen Redens willen erhört werden” (Mt 6,7). Sie meinen mit religiösen Liturgien, mit beeindruckenden Zeremonien, mit vorgekauten frommen Gebeten, mit Sakramentsritualen und was immer damit zusammenhängt, JaHuWaH zu beindrucken. Sie meinen damit JaHuWaH gegenüber eine Pflicht zu erfüllen, JaHuWaH dadurch angenehm zu erscheinen, den Frieden mit ihm zu erlangen und anderes mehr. Sie wiegen sich in einer falschen Sicherheit. Sie geben sich einer Täuschung hin. Darum eine erste klare unzweideutige Aufforderung der Propheten und Jahushuas. Sie durchzieht die ganze Bibel: “Seid ihnen nun nicht gleich; denn euer Vater weiss, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet” (Mt 6,8).

Darauf folgt eine zweite klare unzweideutige Aufforderung: “Betet ihr nun so: Unser Vater, der du bist in den Himmeln, geheiligt werde dein Name; dein Reich komme; dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden” (Mt 6,9–10). Das ist der Wille des Vaters. Wie aber geschieht dieser Wille hier auf Erden? Wie sehr Jahushua von Nazareth mit seinen Worten und Taten auf der Linie der Propheten war und den Willen des Vaters ganz und ungeteilt in dieser Welt lebte und forderte, sehen wir, wie gesagt, bei den Propheten. Über den Propheten Jeshajahu (Jesaja) sprach JaHuWaH: “Hört das Wort JaHuWaHs, ihr Anführer von Sodom! Horcht auf die Weisung unseres Erlösers, Volk von Gomorra! Wozu soll mir die Menge eurer Schlachtopfer dienen? - spricht JaHuWaH. Ich habe die Brandopfer von Widdern und das Fett der Mastkälber satt, und am Blut von Jungstieren, Lämmern und jungen Böcken habe ich kein Gefallen. Wenn ihr kommt, um vor meinem Angesicht zu erscheinen - wer hat das von eurer Hand gefordert, meine Vorhöfe zu zertreten? Bringt nicht länger nichtige Speisopfer! Das Räucherwerk ist mir ein Greuel. Neumond und Sabbat, das Einberufen von Versammlungen: Sünde und Festversammlung ertrage ich nicht. Eure Neumonde und eure Feste hasst meine Seele. Sie sind mir zur Last geworden, ich bin es müde, sie zu ertragen. Und wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Auch wenn ihr noch so viel betet, höre ich nicht” (Jes 1,10-15b).

Nicht dass JaHuWaH gegen den Shabbat und seine Feste ist, die er selbst seinem Volk gab, damit es diese zu allen Menschen bringen sollte. Was aber gehört zur Vollkommenheit der Shabbate und der Feste JaHUWaHs: “..eure Hände sind voll Blut. Wascht euch, reinigt euch! Schafft mir eure bösen Taten aus den Augen, hört auf, Böses zu tun! Lernt Gutes tun, fragt nach dem Recht, weist den Unterdrücker zurecht! Schafft Recht der Waise, führt den Rechtsstreit der Witwe!” (Jes 1,16c-17). “Wehe denen, die Ordnungen des Unheils anordnen, und den Schreibern, die Mühsal schreiben, um die Geringen von ihrem Rechtsanspruch zu verdrängen und den Elenden meines Volkes ihr Recht zu rauben, damit die Witwen ihr Plündergut werden und sie die Waisen plündern!” (Jes 10,1-2). Das heisst im Angesicht JaHuWaHs leben. Es sind diese und andere Sünden, die das Angesicht JaHuWaHs vor den Menschen verhüllen:

“Siehe, die Hand JaHUWaHs ist nicht zu kurz, um zu retten, und sein Ohr nicht zu schwer, um zu hören; sondern eure Vergehen sind es, die eine Scheidung gemacht haben zwischen euch und eurem Erlöser, und eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt, dass er nicht hört. Denn eure Hände sind mit Blut befleckt und eure Finger mit Sündenschuld. Eure Lippen reden Lüge, eure Zunge murmelt Verkehrtheit. Niemand lädt vor in Gerechtigkeit, und niemand tritt vor Gericht in Wahrhaftigkeit. Sondern bei euch gilt dies: Auf Leeres vertrauen, Gehaltloses reden, mit Mühsal schwanger gehen, Unrecht zeugen! Vipernneier brüten sie aus, und Gewebe von Spinnen weben sie! Wer von ihren Eiern isst, muss sterben, und zerdrückt man eins, fährt eine Giftschlange heraus. Ihr Gewebe taugt nicht zur Bekleidung, und mit ihrem Gewirke kann man sich nicht bedecken. Ihre Werke sind Werke des Unrechts, und Gewalttat ist in ihren Händen. Ihre Füsse laufen zum Bösen und eilen, unschuldiges Blut zu vergiessen. Ihre Gedanken sind Gedanken des Unrechts, Verwüstung und Zerbruch ist auf ihren Strassen. Den Weg des Friedens kennen sie nicht, und kein Recht ist in ihren Spuren. Ihre Pfade machen sie sich krumm: jeder, der sie betritt, kennt keinen Frieden” (Jes 59,1-8). Im Angesicht JaHuWaHs leben heisst sich den Lebensordnungen JaHuWaHs in dieser Welt ganz verschreiben. Lasst uns nicht müde werden darin zu wandeln.

Der Segensspruch JaHuWaHs über seinem Volk beinhaltet die Verwirklichung des Willens des himmlischen Vaters auf dieser Erde: Er ist unerlässlich: “Und JaHuWaH redete zu Moshe und sprach: Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr die Söhne Israel segnen! Sprecht zu ihnen: JaHuWaH segne dich und behüte dich! JaHUWaH lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig! JaHUWaH erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden! Und so sollen sie meinen Namen auf die Söhne Israel legen, und ich werde sie segnen” (4Mo 6,22-27). Von Herzen wünsche ich allen einen gesegneten Shabbat. Shalom

Gregor Dalliard

Herzlich laden wie wieder zu einer kurzen Bibelfreizeit in Zwerenberg ein: Beginn Donnerstagabend, den 22. September 2016 um 18.00 Uhr. Ende der Freizeit: Sonntag, den 25. September mit dem Mittagessen. Anmeldungen sowohl bei Familie Paul Burghard, wegen der Verköstigung als auch bei Herrn Schmidt im Landgasthof Ochsen, wegen der Unterkunft: Günter Schmidt, Schwarzwaldstraße 24, 75389 Zwerenberg. Tel. + 49 7055-9323996, Fax. + 49 7055-9307367, Mail: ochsen-zwerenberg@t-online.de. Paul und Marlene Burghard, Zwerenberg Parkstr. 1, 75389 Neuweiler, Tel. + 49 7055-7342.